Die Regierung in Dubai hat es abgelehnt für die Milliardenschulden des Firmenkonglomerats Dubai World einzustehen. Die Banken haben genügend Kapital, um die Situation zu retten, hieße es.
Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.
Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:
Die Regierung des Luxus-Emirates Dubai steht nicht für die Milliardenschulden des Staatsfonds Dubai World ein. Zwar gehöre das Unternehmen dem Staat, sagte Dubais Finanzminister Abdul Rahman Al Saleh. Es verfolge aber verschiedene Aktivitäten und sei Risiken ausgesetzt. "Vom ersten Tag an war klar, dass die Regierung nicht Bürge ist", sagte der Finanzminister. Es sei ein Fehler anzunehmen, das Unternehmen sei Teil der Regierung. "Dafür gibt es keine Grundlage." Die Börsen in der Golfregion gingen wegen der Zahlungsprobleme des Staatsfonds Dubai World rasant auf Talfahrt.
Die Gläubiger würden zwar kurzfristig beeinträchtigt, allerdings müssten die Geldgeber ihren Teil der Verantwortung selbst tragen, sagte Dahi Khalfan, Leiter des Komitees für die Regierungsfinanzen 2010. Beide Regierungsmitglieder betonten zugleich, die Reaktion auf die Zahlungsprobleme sei völlig überzogen. Die Banken in den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten genügend Kapital und Liquidität, um mit der Situation umgehen zu können.
60 Milliarden Dollar Schulden
Dubai hatte am Donnerstag unter anderem die Gläubiger des staatseigenen Firmenkonglomerats Dubai World - verantwortlich für die künstliche Insel in Palmenform - um einen längeren Zahlungsaufschub gebeten. Der Konzern hat fast 60 Milliarden Dollar Schulden. An den Börsen in Dubai und Abu Dhabi hatte es am ersten Handelstag daraufhin dramatische Kursverluste gegeben. Der Aktienmarkt in Abu Dhabi fiel nach der Bitte um Zahlungsaufschub für die beiden Staatskonzerne Dubai World und Nakheel um 8,3 Prozent, in Dubai um 7,3 Prozent.
Dubai World selbst stürzten um 15 Prozent ab. Wegen eines Feiertages hatten die Börsen in beiden Emiraten bis Montag geschlossen. An diesem Dienstag sollte wieder gehandelt werden, bevor eine weitere viertägige Feiertagspause anstand. An den internationalen Börsen hat sich die Lage nach dem Schock der Vorwoche zwar beruhigt, die Verunsicherung hält aber an. Während sich die Handelsplätze in Asien wieder teilweise erholten, fielen die Kurse an den europäischen Börsen. Händler verwiesen auf die anhaltenden Sorgen durch die Dubai-Krise.