"Es ist genug Geld da"

Dubai: Regierung steht nicht für Schulden ein

Die Regierung in Dubai hat es abgelehnt für die Milliardenschulden des Firmenkonglomerats Dubai World einzustehen. Die Banken haben genügend Kapital, um die Situation zu retten, hieße es.

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Ferienparadies in der Schuldenfalle: Dubai.
Das größte Feuerwerk der Welt ist in der Nacht am Himmel über Dubai zu sehen gewesen.
100.000 Feuerwerkskörper wurden gezündet.
15 Minuten dauerte das Spektakel.
Anlass war die Eröffnung der ersten künstlichen Insel ...
... vor der Küste Dubais ...
... mit dem Namen "The Palm Jumeirah".
Die Feuerwerkskörper waren so verteilt, ...
... dass beim Abbrennen für Momente eine riesengroße Palme zu erkennen war.
Da Staunten die rund 2000 Gäste aus aller Welt nicht schlecht.
Danach stürmten sie das Buffet mit 1,7 Tonnen Hummer, ...
... 4000 Austern, 50 Kilogramm Gänseleber, ...
... 1000 Wachteleier und 5000 Sushi.
Die Festlichkeiten, die noch bis Freitagabend gehen, ...
... finden im zentralen Hotel "Atlantis The Palm" statt, ...
... das ebenfalls mit dem großen Feuerwerk offiziell in die erste Saison startete.
Über den roten Teppich liefen unter anderem US-Schauspieler Denzel Washington, seine Kollegin Charlize Theron, Sängerin Janet Jackson, US-Basketballer Michael Jordan, "Bollywood"-Star Shahrukh Khan sowie Boris Becker.
Für Sultan Ahmed Bin Sulayem hat sich mit dem "The Palm Jumeirah" ein Traum erfüllt:
"Wir haben Sand und Sonne, ...
... aber die Leute wollten auch Strände -
... und die haben wir nun."
"Wo wir heute stehen war vor fünf Jahren noch Wasser."
Die "Auferstehung" der mythenumwobenen versunkenen Stadt Atlantis ...
... in Form des "Atlantis the Palm" ...
... ist über Jahre zelebriert worden.
Nicht nur von außen erinnert das Hotel an die sagenumwobene Stadt Atlantis.
Das zentrale und alles verbindende Thema auf "The Palm Jumeirah" ist Wasser.
Auch das Hotel "Atlantis" ist als Wasserthemenpark konzipiert.
In der Architektur als auch in den geheimnisvollen Gängen ...
... taucht immer wieder das mythische der versunkenen Stadt auf.
1,5 Milliarden US-Dollar (1,15 Milliarden Euro) soll der Bau des Hauses ...
... mit 1539 Zimmern und Suiten gekostet haben.
Im Herzen des Resorts liegen die "Lost Chambers" -
... ein Tunnelsystem im Wasser ...
... mit Blick aus "Ruinen" -
sowie eine Aquarienlandschaft.
Der Erlebnispark "Aquaventure" ist der größte im Nahen Osten.
"Dolphin Bay" ist ein Delfinzentrum mit einem Lern- und Bewegungsprogramm für die Gäste.
In den "Royal Towers" genannten Türmen von "Atlantis The Palm" ...
... gibt es 17 Restaurants -
... darunter gehobene Erlebnisgastronomie in Zusammenarbeit mit internationalen Sterneköchen, ...
... wie Nobu Matsuhisa in New York, Georgio Locatelli in London und Michael Rostang in Paris.
In der Einkaufspassage sind 24 Boutiquen zu finden.
Natürlich gibt es auch einen hauseigenen Schneider.
Bezaubernd auch die Gänge, auf denen die Besucher des "Atlantis" stundenlang wandeln, ...
... sich verlaufen oder ...
... für einen Moment Ruhe finden können.
Bezaubernd auch die Wanddekorationen, die, wie könnte es anders sein, an die versunkene Stadt Atlantis erinnern.
Und immer wieder wird der Gast, der durch die Gänge tief unter dem Meer lustwandelt, den freien Blick ...
... in die Tiefe des Meeres haben. So wie hier ...
... oder hier ...
.... oder hier.
"The Palm Jumeirah" ist die erste von insgesamt fünf geplanten künstlichen Inseln vor der Küste Dubais.
An ihr wurde sieben Jahre lang gebaut, ...
... streckenweise mit 40.000 Mann am Tag.
Mehr als 100 Millionen Kubikmeter Erde und Steine wurden bewegt, ...
... um eine Märchenwelt aus Tausend und einer Nacht zu schaffen.
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Die Regierung des Luxus-Emirates Dubai steht nicht für die Milliardenschulden des Staatsfonds Dubai World ein. Zwar gehöre das Unternehmen dem Staat, sagte Dubais Finanzminister Abdul Rahman Al Saleh. Es verfolge aber verschiedene Aktivitäten und sei Risiken ausgesetzt. "Vom ersten Tag an war klar, dass die Regierung nicht Bürge ist", sagte der Finanzminister. Es sei ein Fehler anzunehmen, das Unternehmen sei Teil der Regierung. "Dafür gibt es keine Grundlage." Die Börsen in der Golfregion gingen wegen der Zahlungsprobleme des Staatsfonds Dubai World rasant auf Talfahrt.

Geldgeber müssen Verantwortung tragen

Die Gläubiger würden zwar kurzfristig beeinträchtigt, allerdings müssten die Geldgeber ihren Teil der Verantwortung selbst tragen, sagte Dahi Khalfan, Leiter des Komitees für die Regierungsfinanzen 2010. Beide Regierungsmitglieder betonten zugleich, die Reaktion auf die Zahlungsprobleme sei völlig überzogen. Die Banken in den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten genügend Kapital und Liquidität, um mit der Situation umgehen zu können.    

60 Milliarden Dollar Schulden

Dubai hatte am Donnerstag unter anderem die Gläubiger des staatseigenen Firmenkonglomerats Dubai World - verantwortlich für die künstliche Insel in Palmenform - um einen längeren Zahlungsaufschub gebeten. Der Konzern hat fast 60 Milliarden Dollar Schulden. An den Börsen in Dubai und Abu Dhabi hatte es am ersten Handelstag daraufhin dramatische Kursverluste gegeben. Der Aktienmarkt in Abu Dhabi fiel nach der Bitte um Zahlungsaufschub für die beiden Staatskonzerne Dubai World und Nakheel um 8,3 Prozent, in Dubai um 7,3 Prozent.

Dubai World selbst stürzten um 15 Prozent ab. Wegen eines Feiertages hatten die Börsen in beiden Emiraten bis Montag geschlossen. An diesem Dienstag sollte wieder gehandelt werden, bevor eine weitere viertägige Feiertagspause anstand. An den internationalen Börsen hat sich die Lage nach dem Schock der Vorwoche zwar beruhigt, die Verunsicherung hält aber an. Während sich die Handelsplätze in Asien wieder teilweise erholten, fielen die Kurse an den europäischen Börsen. Händler verwiesen auf die anhaltenden Sorgen durch die Dubai-Krise.

(dpa, N24)

30.11.2009 20:35 Uhr

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