"Mister Gay China"
China wählt schönsten Homosexuellen
Homosexualität ist in China ein heikles Thema: Im Januar 2010 soll es erstmals unter dem Titel "Mister Gay China" einen offiziellen Schönheitswettbewerb für schwule Männer geben.
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Bei dem Wettbewerb ist es gleich, ob die Bewerber Chinesen oder Ausländer sind.
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"Stück für Stück ins Homoglück - Alle Rechte für Alle " - unter diesem Motto tanzten ...
... tausende Schwule, Lesben und Transsexuelle zwischen Siegessäule ...
... und Brandenburger Tor durch Berlin. Sie demonstrierten mit ihrer Parade für ...
... den gesetzlich verankerten Schutz der Homosexuellen vor Diskriminierung.
Wie immer in möglichst bunten, ...
... schrillen ...
... noch bunteren ...
... hautengen oder ...
... möglichst sparsamen Aufzügen. Etwa 550.000 Teilnehmer feierten den Christopher Street Day in Berlin, der sich ...
... auf etwa 50 großen, bunt geschmückten Wagen friedlich durch die Stadt zog.
Etwa 50.000 Teilnehmer mehr als im vergangenen Jahr waren damit in die Hauptstadt gekommen.
Natürlich lockten die schrillen Verkleidungen auch unzählige ...
... Schaulustige auf die Straßen.
Der CSD geht auf Vorfälle im Juni 1969 in New York zurück, als es nach einer Razzia und Übergriffen der Polizei zum Aufstand ...
... von Schwulen und Lesben kam. Hauptschauplatz der Straßenschlachten war die Christopher Street in Greenwich Village.
Zum 31. Mal gab es die Demonstration für die Rechte der Homosexuellen nun in Berlin, ...
... unterstützt auch von Politikern wie Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit und Grünen-Fraktionschefin Renate Künast.
Auch in Paris zogen die Homosexuellen durch die Straßen, hier waren ...
... etwa 700.000 Menschen bei der Christopher-Street-Parade unterwegs.
Harvey Milk (1938 - 1978) - Bürgerrechtler, Stadtrat und charismatischer Führer der Schwulen- und Lesbenbewegung von San Francisco.
In den sechziger und siebziger Jahren zieht es viele Hippies, …
… Schwule, Lesben und Transvestiten aus anderen US-Staaten nach Kalifornien (Foto: San Francisco, 1977).
Das Castro-Viertel in San Francisco avanciert zum Treffpunkt von jungen Menschen, …
… die von einer offenen und toleranten Gesellschaft träumen und dort auch zum Teil finden (Foto: Umzug von Hare-Krishna-Jüngern im Golden Gate Park).
Auch ein Harvey Milk (l.) kommt Anfang der Siebziger mit seinem Freund aus New York nach Kalifornien, in das "Sodom am Meer", wie der Westküstenstaat von vielen Amerikanern damals genannt wird.
Im Castro-Viertel eröffnet Milk ein Fotogeschäft, das sich bald zum Treffpunkt für die schwul-lesbische Szene der Stadt entwickelt. Milks Charisma und seine gewinnende Art machen ihn schnell bekannt, was ihm den Titel "Bürgermeister von Castro" einbringt.
Milk beschließt, sich politisch für die Rechte von Schwulen und Lesben einzusetzen und kandidiert für das Amt des Stadtrats. Sein Fotogeschäft "Castros Camera" wird als Wahlkampfzentrale eingerichtet.
Im zweiten Anlauf wird Milk im November 1977 in den Stadtrat vom demokratischen Bürgermeister George Moscone gewählt (Foto: Milk und Moscone im April 1977).
Ende der Siebziger versucht Kaliforniens Senator John Briggs mit der "Proposition 6" alle schwulen Lehrer aus dem Schuldienst zu drängen. Dagegen organisiert Milk Widerstand und fordert Briggs auf dessen öffentlichen Auftritten heraus.
Selbst der ehemalige konservative Gouverneur und spätere US-Präsident Ronald Reagan äußert sich kritisch über den Vorstoß seines Parteifreundes und erklärt, dass "Homosexualität keine ansteckende Krankheit ist".
Im November 1978 stimmt die Mehrheit der Kalifornier gegen "Proporsition 6", ein Triumph für Harvey Milk und seine Anhänger (Foto: Milk auf einer Schwulenparade in San Francisco im Juli 1978).
Dieses Motiv greift dreißig Jahre später Regisseur Gus Van Sant in seinem Oscar nominierten Film "Milk“ auf, in dem Sean Penn die Hauptrolle spielt.
Zurück in das Jahr 1938: Kurz nachdem Stadtrat Dan White frustriert zurückgetreten ist und Milk seinen Platz eingenommen hat, fordert White von Moscone seinen Posten zurück.
Moscone lehnt ab, tatsächlich wäre eine Rückkehr von White auf diesem Weg rechtlich nicht möglich gewesen. Unvermittelt zieht White seine Dienstwaffe und feuert auf den Bürgermeister.
Moscone wird von fünf Kugeln getroffen und stirbt noch in seinem Büro. Anschließend richtet White die Waffe gegen Milk und tötet ihn mit mehreren Schüssen (Foto: Sicherung des Tatorts).
Die Leiche von Harvey Milk wird aus dem Rathaus gebracht.
Bürger versammeln sich am 28. November auf den Stufen der City Hall und legen einen Kranz für die beiden Opfer nieder.
Die Stadt ist im Schockzustand, 30.000 Menschen sammeln sich zu einem Marsch auf das Rathaus.
Vor dem Rathaus entzünden die Menschen tausende Lichter und Gedenken der Opfer.
Bürgermeister Moscone und Stadtrat Milk werden zwei Tage später in der City Hall aufgebart.
Trauer bei den Angehörigen: Die 20-jährige Tochter von Bürgermeister Moscone am 29. November in der City Hall.
Weniger friedlich geht es ein halbes Jahr später zu, nachdem Dan White von einem Gericht wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt wird (Foto: Polizeichef von San Francisco, Al Nelder (m.), im Gericht).
Das Urteil wird von vielen Menschen als zu mild empfunden. Demonstranten versuchen die City Hall zu stürmen und in Brand zu stecken.
Die Polizei geht mit äußerster Härte gegen die Demonstranten vor. Viele Menschen werden bei den gewaltsamen Protesten verletzt.
Die Unruhen gehen als die "White Nights“ in die Geschichte San Franciscos ein.
Bereits nach fünf Jahren Haft wird Dan White aus dem Gefängnis entlassen. 1987 begeht er Selbstmord.
Zum 30. Jahrestag seiner Ermordung enthüllen Milks Neffe Stuart (r.) und Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, in San Francisco ein Denkmal für Harvey Milk.
Bereits 1985 wird in New York die "Harvey Milk School“ eröffnet. Hier werden vorwiegend schwule, lesbische und transsexuelle Jugendliche unterrichtet (Foto: Klassenraum, 1991).
Dreißig Jahre nach Milks Tod feiern Schwule und Lesben in der Castro Street in San Francisco ein Urteil des Obersten Gerichts, das gleichgeschlechtliche Ehen in Kalifornien zulässt.
Harvey Milk ist bis heute eine der wichtigsten Identifikationsfigur der Schwulen und Lesben in den Vereinigten Staaten.
Harvey Milk (Foto: 1977)
In China soll es erstmals einen offiziellen Schönheitswettbewerb für homosexuelle Männer geben. Der Gewinner der für den 15. Januar geplanten Kür des schönsten Schwulen Chinas wird die Volksrepublik bei der internationalen Endausscheidung zum "Mister Gay World" im Februar in Norwegen vertreten, wie Organisator Ben Zhang sagte.
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Bei der Wahl zum "Mister Gay China" in einem Club in Peking müssen die Kandidaten in Sportkleidung - auch in Badehose - auftreten, außerdem gibt es ein Interview. Eine Jury wählt dann den Sieger aus. Zhang betonte, jeder Mann, der in China lebe, könne als Kandidat antreten. Es sei gleichgültig, ob die Bewerber Chinesen oder Ausländer seien: "Als Homosexuelle werden wir im allgemeinen überall massiv diskriminiert - deswegen werden wir unsererseits keinen Bewerber diskriminieren."
Heikles Thema in China Homosexualität ist in China nach wie vor ein heikles Thema, bis 2001 galt sie offiziell noch als Geisteskrankheit. Allerdings seien die Chinesen toleranter gegenüber Schwulen und Lesben als die Bewohner anderer Länder, sagte Zhang: "Hier ist die Bevölkerung im allgemeinen toleranter als etwa die Amerikaner. Wir haben hier nicht dieses religiöse Tabu, das vorgibt, was richtig oder falsch ist."
Dennoch sollen bei dem Schwulen-Schönheitswettbewerb in Peking nur ausgewählte Medien zugelassen werden. "Wenn wir zuviel öffentliche Aufmerksamkeit erregen, könnte uns das zu sehr exponieren, und dann geraten wir in unnötige Schwierigkeiten", sagte Zhang. Nach Angaben der amtlichen Zeitung "China Daily" waren im Jahr 2005 rund 30 Millionen der 1,3 Milliarden Chinesen homosexuell. Staatliche Behörden beziffern die Zahl der Schwulen und Lesben im Land jedoch nur mit etwa 15 Millionen.
(AFP, N24)
10.12.2009 13:28 Uhr
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