Formel 1 - Saison 2012: Alle Siege, Punkte und Pole-Positions
 

Ferrari macht Weg frei

"Schumi, dann geh ruhig"

Eine Hürde weniger auf dem Weg zum Sensations-Comeback: Ferrari gibt Michael Schumacher für Mercedes frei - ein Abschied nach "15 Jahren totaler Identifikation".

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Schluss mit "Amore": Nach 15 Jahren gehen Ferrari und Michael Schumacher getrennte Wege.
Der Jordan-Teamchef Eddie Jordan und ein Fotomodell mit der englischen Königsfahne posieren auf dem Nürburgring in der Eifel.
Spanische "Grid Girls" warten auf der spanischen Formel 1-Rennstrecke "Circuit de Catalunya" bei Barcelona vor dem Großen Preis von Spanien auf den Beginn der Fahrerparade.
Ein japanisches Bikini-Model winkt an der Rennstrecke in Suzuka (Japan) zu einem Fernsehteam des japanischen TV's.
Das Top-Model Kate Moss posiert im Hafen von Monte Carlo in der Nähe des Formel 1-Fahrerlagers ....
... an einem Reifenstapel vor der Ferrari-Box für die Fotografen.
Ein ungarisches Gridgirl hält die Positionstafel des Porsche-Supercups auf dem Hungaroring bei Budapest.
Die Hostess eines Sponsors geht auf der brasilianischen Formel 1-Rennstrecke von Interlagos bei Sao Paulo vor dem Großen Preis von Brasilien durchs Fahrerlager.
Das brasilianische Topmodell Giselle Bündchen posiert auf der brasilianischen Formel 1-Rennstrecke von Interlagos bei Sao Paulo in der Ferrari-Box neben dem Rennwagen des Brasilianers Rubens Barrichello.
Ein Model lässt sich für eine Mode-Strecke in der Garage des ....
... Midland F1 Teams ablichten.
Models auf dem Weg zu ihrem Einsatz auf dem Indianapolis Speed Motorway.
Heiße Frau mit dicker Zigarre auf dem deutschen Hockenheimring.
Auch ein schöner Rücken ...
... kann entzücken.
Beine ohne Ende ...
... beim Großen Preis von Istanbul.
In Monza (Italien) sieht man nicht nur hübsche Models, ...
... sondern auch schicke Mode.
Corinna Schumacher, Frau von Ex-Formel 1 Fahrer Michael Schumacher.
Ein Model in Suzuka, Japan.
Eine ansehnliche Einstimmung auf eine bevorstehende Ferrari Pressekonferenz in Brasilien.
Brasilien lässt grüßen ...
... mit jeder Menge Schönheiten.
Hot-Pants in Australien.
Und wieder schier endlose Beine, dieses mal aus Hockenheim ...
... und aus der Türkei.
Bikini-Girls posieren auf einem Balkon in Monaco.
Das Model Bridget Lee beim dritten Training in Monte Carlo.
Winke winke in Silverstone.
Stillgestanden zur Fahrer-Parade in Ungarn.
Hopala - es war windig in Istanbul.
Backstage beim Großen Preis von Italien.
Schönheiten in Monza.
Dieses Model schaut sich bei McLaren um.
Große Vorfreude in Belgien.
Ganz schön laut hier!
Schlechtes Wetter in Japan ...
... vermiest nicht die Laune der asiatischen Hostessen.
Raquel Rosario ist die Frau des spanischen Formel 1 Fahrers Fernando Alonso.
Ein chinesisches Model und ein Renault Mechaniker posieren für die Kamera.
In Reih und Glied stehen die chinesischen Gridgirls ...
... auf dem Shanghai International Circuit.
Brasilianische Früchte ...
... und Küsschen.
Auch das Supermodel Naomi Campell lässt sich das Sportereignis nicht entgehen.
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Ferrari-Pilot Felipe Massa ist im zweiten Qualifikations-Durchgang zum Großen Preis von Ungarn schwer verunglückt. Ursache dafür war eine aufgewirbelte Stahlfeder.
Das Teil hatte sich aus bislang ungeklärter Ursache vom dritten Dämpfer an der Hinterradaufhängung an Rubens Barrichellos Brawn-Mercedes gelöst. Es prallte auf Massas Helm, der mehrere Zentimeter eingedrückt wurde.
Massa verlor offenbar das Bewusstsein und die Kontrolle über seinen Rennboliden. Dieser raste mit fast 200 Stundenkilometern in die Reifenstapel.
Der Rettungswagen fuhr nach dem heftigen Unfall sofort an die Unglücksstelle.
Auf der Trage bewegte sich Massa. Zuvor hatte der Brasilianer keinerlei Reaktionen gezeigt.
Er wurde vom Medical Center an der Strecke aus...
... mit dem Helikopter ...
... in ein Krankenhaus gebracht.
Massa erlitt einen Schnitt an der Stirn, einen Knochenbruch am Schädel und eine Gehirnverletzung. Er wurde operiert und liegt auf der Intensivstation.
Massas Wagen wurde aus den Reifen befreit und ...
... mit Totalschaden ...
... von der Strecke transportiert.
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Nun also doch: BMW zieht sich aus der Königsklasse des Motorsports, der Formel 1, zurück. Nach dieser Saison ist Schluss für den bayerischen Autohersteller, der sein Motorsportengagement "neu ausrichten" will.
"Premium wird immer stärker auch über Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit definiert. Wir wollen hier eine Vorbildrolle einnehmen", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer zur Begründung. Die freiwerdenden Ressourcen sollen nun in die Entwicklung ...
... von Antriebstechnologien sowie in "Projekte im Bereich Nachhaltigkeit fließen". Damit endet eine Ära: BMW war seit den 80er Jahren in der Formel 1 vertreten - von 1982 bis 1987 als Motorenlieferant von Brabham, Arrows und Benetton. Nelson ...
... Piquet gewann 1983 mit einem Turbo-Motor aus dem Haus BMW ausgestatteten Boliden den Fahrer-WM-Titel. 2000 kehrte BMW als Motorenlieferant von Williams in die Formel 1 zurück und feierte mit den Briten insgesamt zehn Siege.
2005 kaufte BMW das Schweizer Sauber-Team und war ab 2006 als eigenständiges Team BMW-Sauber in der Formel 1 unterwegs. Allerdings gelang nur ein einziger Grand-Prix-Sieg. 2008 gelang Platz 3 der Konstrukteurs-WM - auch dank Nick Heidfeld. Was nun ...
... aus Heidfeld und seinem Teamkollegen Robert Kubica wird, ist noch völlig offen. Der BMW-Ausstieg kommt zudem zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Erst kürzlich hatten mehrere Teams mit dem Ausstieg und der Gründung einer eigenen Rennserie gedroht.
Lange Zeit sah es so aus, als würde nur noch ein Haufen Scherben von der Königsklasse des Rennsports übrigbleiben. Doch wie kam es ...
... zu diesem Crash? Die Steithähne sind FIA und FOTA. Die FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) ist der Dachverband des internationalen Motorsports, 219 nationale Organisationen aus 130 Ländern sind darin vereint.
Ihr Präsident ist Max Mosley. Aufgabe der FIA ist es, für die unterschiedlichen Motorsport-Klassen das Reglement zu erstellen. Für die Formel 1 genauso ...
... wie für die Rallye-WM oder die Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Gegründet wurde die FIA 1904, Hauptsitz ist Paris.
Gegenspieler ist die FOTA (Formula One Teams Association), ein Zusammenschluss der acht Formel-1-Rennställe Ferrari, McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Brawn GP, Toyota, Red Bull, Toro Rosso und Renault.
Präsident der FOTA ist Ferrari-Chef Luca di Montezemolo. Die Teamvereinigung gründete sich im September 2008 in Monza.
Ihr Ziel ist es, den Teams Mitsprache bei Regeländerungen, bei der Vermarktung der Rennserie und bei der Verteilung der Einnahmen zu ermöglichen.
Ursprünglich gehörten auch Williams (im Bild) und Force India zu den FOTA-Mitgliedern, da sie mit den Plänen der FIA aber konform gingen, wurden sie ausgeschlossen.
Knackpunkt des Streits sind zwei wesentliche Änderungen im Formel-1-Reglement. Zum einen eine freiwillige Budgetobergrenze für die neue Saison: Die Teams sollen gezwungen werden, …
… nicht mehr als rund 45 Millionen Euro pro Saison auszugeben. Das ausufernde finanzielle Wettrüsten in der Formel 1 sollte nach FIA-Willen damit unterbunden werden.
Zum anderen soll der Weltmeister - ursprünglich schon in dieser Saison - anhand der Anzal der Siege ermittelt werden, und nicht wie bisher nach Punkten. Diese Regeländerung wurde nach diversen Protesten auf 2010 verschoben.
Gegen diese geplanten Maßnahmen protestierte die FOTA erstmals im März 2009. Die Änderungen seien "schlecht für die Glaubwürdigkeit" der Königsklasse, wetterte Montezemolo. Im Mai drohte dann Ferrari ...
... erstmals mit dem Rückzug aus der Formel 1. Auch Red Bull/Torro Rosso hatte das bereits angekündigt, Renault schloss sich an.
Auch gerichtlich versuchte Ferrari gegen die Regelreform vorzugehen. Ein Pariser Gericht weist den Antrag auf eine einstweilige Verfügung allerdings ab.
Es kommt zu diversen Krisengipfeln, die ohne konkrete Einigung enden. Die FOTA-Rennställe beharren auf ihrer Position, nur mit den bislang gültigen Regeln in der kommenden Saion an den Start gehen zu wollen. Immer öfter ...
... steht die Drohung der FOTA-Teams, sich in eine eigene "Piratenserie" abspalten zu wollen, im Raum.
Am 12 Juni 2009 gibt die FIA die Startliste für die neue Saison bekannt. Alle Rebellenteams sind darauf vertreten. Einige unter Vorbehalt - sie sollen noch einmal zu Gesprächen gebeten werden.
Ferrari, Red Bull und Toro Rosso tauchen allerdings gegen ihren Willen auf der Startliste auf. Die Scuderia betont, dass sie das nicht akzeptieren wird.
Die FIA echauffiert sich darüber und greift Ferrari scharf an: "Es gibt eindeutig ein Element in der FOTA, das entschlossen ist, jegliche Einigung zu verhindern, ohne Rücksicht auf den Schaden, den dies auf den Sport haben könnte", ...
... heißt es in einer Mitteilung. Ein Ende der Auseinandersetzung ist nicht in Sicht, obwohl es weitere Treffen und Briefwechsel zwischen den Streithähnen gibt. Die FOTA reicht eigene Vorschläge zur Kostenreduzierung ein, doch ...
.. diese werden von der FIA abgebügelt. Es kommt vor dem Großen Preis von Silverstone zum finalen Treffen, das wiederum ergebnislos endet. Der FOTA reicht's, sie zieht die Konsequenzen und ...
... kündigt am 19. Juni an, die Formel 1 zu verlassen. BMW-Sauber, Brawn, Ferrari, McLaren-Mercedes, Red Bull, Renault, Toro Rosso und Toyota wollen ihre eigene Rennserie gründen.
Damit wäre die Königsklasse ausgerechnet am Ort des ersten Formel-1-Rennens, das am 13. Mai 1950 in Silverstone stattfand, auseinandergebrochen.
Auch die Fahrer hatten vom Dauerclinch gehörig die Nase voll. BMW-Pilot Nick Heidfeld sagte dazu: “Ich habe langsam das Gefühl, dass es der Formel 1 wirklich schadet...
... Es dauert einfach zu lange. Im Moment fängt es an, den Leuten auf den Geist zu gehen, die sich nicht sonderlich stark für die Formel 1 interessieren.“
Am 24 Juni dann doch die Rettung: Mosley und die Teams einigen sich auf eine Kostenreduzierung. Der Brite tritt zudem nicht mehr zur Wiederwahl an. "Nun haben wir Frieden", sagte er.
Damit geht der unsäglich lange Streit zu Ende - nun kann der Sport wieder im Vordergrund stehen.

Der einstige Liebling kann gehen. Nachdem Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Rekordweltmeister Michael Schumacher für ein mögliches Formel-1-Comeback bei Mercedes keine Steine in den Weg legen will, haben die italienischen Gazetten bereits den Abgesang auf den Kerpener angestimmt. "Schumi und Ferrari: Scheidung! Schumacher will gehen? Für Ferrari kein Problem. Niemand will ihn mit aller Kraft halten", titelte die Sporttageszeitung Tuttosport aus der Fiat-Stadt Turin: "Es muss eine Freude und Ehre sein, mit Ferrari zu arbeiten, kein Zwang."

Gesundheitscheck steht noch aus

Weder Schumacher selbst noch Mercedes haben sich bislang zu den Spekulationen geäußert, dass der siebenmalige Champion im neuen Silberpfeil-Werksteam der Stuttgarter unter Führung seines alten Freundes Ross Brawn 2010 das zweite Cockpit neben Nico Rosberg (Wiesbaden) besetzen könnte. Allerdings sollen sich die beiden Parteien schon längst über einen Vertrag einig sein. Lediglich ein gründlicher Check von Schumachers Gesundheitszustand nach dem schweren Motorradsturz vom Februar steht noch aus.

Die Hürde, dass Schumacher sich mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo im September auf eine Verlängerung des Berater-Vertrages bei Ferrari um drei weitere Jahre bis 2012 geeinigt hatte, ist dagegen bereits aus dem Weg geräumt. "Es ist klar, wenn er sich entscheidet, einen anderen Weg einzuschlagen, dann wird unsere Vereinbarung nicht länger gelten. Das ist logisch", sagte di Montezemolo und betonte, dass Ferrari nicht auf der Vereinbarung bestehen würde. Angeblich soll die Verlängerung auch noch nicht unterschrieben gewesen, sondern lediglich mündlich geschlossen worden sein.

Kartbahn statt Weihnachtsfeier

Montezemolo erklärte, dass er allerdings noch nicht persönlich mit Schumacher gesprochen habe. Am vorigen Samstag war der Kerpener nicht bei der traditionellen Team-Weihnachtsfeier in Fiorano, was Montezemolo nicht gefallen haben soll. Schumacher gab lieber in Kerpen auf der Kartbahn, auf der einst seine Karriere begann, kräftig Gas. Laut der Bild-Zeitung soll es jetzt Mitte dieser Woche ein persönliches Treffen zwischen Montezemolo und Schumacher geben, der angeblich in täglichem Kontakt zu Mercedes-Teamchef Ross Brawn stehen soll, der ihn als Technischer Direktor zu all seinen sieben WM-Titeln führte. Der Kerpener war 1996 nach seinen beiden ersten WM-Titeln von Benetton zu Ferrari gewechselt und hatte nach einigen Anlaufschwierigkeiten die ruhmreiche Scuderia zurück in die Erfolgsspur geführt. 2000 holte er erstmals nach 21 Jahren wieder einen WM-Titel nach Maranello, vier weitere folgten bis 2004. Am Ende der Saison 2006 nahm Schumacher dann seinen Abschied, auch um Platz für seinen Freund Felipe Massa (Brasilien) zu machen. Ab 2007 stand er den Italienern als Berater zur Verfügung und stieg auch schon mal bei Testfahrten wieder ins Auto, um seine Erfahrungen weiterzugeben. Im August hatte er sich bereiterklärt, nach Massas schweren Unfall den Brasilianer zu vertreten, musste seinen Comeback-Versuch aber wegen Problemen mit seinem lädierten Nacken absagen. Montezemolo hätte ihn gerne für 2010 in einem dritten Ferrari gesehen, was das Reglement aber nicht zulässt.

Der neue Schumacher ist jetzt Fernando Alonso

Dass Schumacher dafür jetzt möglicherweise bei seinen einstigen Förderern von Mercedes in die Formel 1 zurückkehrt, kommentierte auch der Corriere dello Sport bissig. "Schumi, dann geh ruhig", zitierte das Blatt Montezemolo und fügte hinzu: "Vier lobende Worte begraben 15 Jahre tolle Zusammenarbeit und totale Identifikatiion, Treueschwüre für dieses und das nächste Leben. Der neue Schumacher ist jetzt Fernando Alonso. Ferrari ist zu klein für drei Starpiloten."

Nach Meinung von Montezemolo hätte der Weggang Schumachers auf das eigene Formel-1-Team kaum Auswirkungen. "Er ist lediglich ein guter Freund, kein Teammitglied. Er ist Berater für unsere Straßenautos", sagte der 62-Jährige.

Schumachers möglicher neuer Teamkollege Nico Rosberg würde sich unterdessen über die Zusammenarbeit mit dem siebenmaligen Weltmeister freuen. "Es würde sicher viel Spaß machen, auch wenn es nicht einfach wäre. Wir wären bestimmt ein gutes Team. Er hat viel Erfahrung - und ich inzwischen auch", sagte Rosberg bei einem PR-Termin für Mercedes auf der Formel-1-Strecke in Abu Dhabi.

(Thomas Straka und Micaela Taroni, sid, N24)

15.12.2009 14:08 Uhr

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