Imageberater scheinen dieser Tage zu Bekenntnis zum Klimaschutz zu raten. In Kopenhagen tummelt sich so viel Prominenz, dass sogar manch Weltberühmter in der Anonymität verschwindet.
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Royaler Klimagipfel-Glanz mit Prinz Charles, ein Hauch von Hollywood dank Arnold Schwarzenegger und dann noch Friedensnobelpreisträger Al Gore: Am neunten Tag der Kopenhagener Klimakonferenz drängelten sich die Promis so dicht, dass der Platz im ohnehin hoffnungslos überfüllten "Bella Center" auch für sie eng zu werden schien. Wenn sie denn gehört und gesehen werden wollen.
Die US-Schauspielerin Daryl Hannah ist als seriöse Umweltschützerin gekommen, und niemand macht dumme Witze über ihre frühe Filmrolle als Meerjungfrau und das gleichnamige Kopenhagener Wahrzeichen. Bei "Arnie" allerdings gelten andere Promi- Regeln: Kopenhagener Zeitungsleser erfuhren, dass er erstens ins Fitnessstudio ging und zweitens Zigarre-schmauchend ins Hotel Skt. Petri kam.
Wie Gore wollten auch die afrikanischen Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu (Südafrika) und Wangari Maathai (Kenia) auf dem Gipfel für das Klima kämpfen. Michael Bloomberg, Milliardär und Bürgermeister von New York, wird gerade noch so als Name wahrgenommen. Der ähnlich reiche Finanzmann George Soros hat in Kopenhagen neue Vorschläge für schnelle Klimahilfe an die Entwicklungsländer vorgelegt - kaum jemand nahm es wahr.
Kopenhagener Klimabühne platzt aus allen Nähten
Die Berühmten und auch manche Weltberühmten müssen erkennen, dass die Kopenhagener Klimabühne überbelegt ist. Immerhin können sie jenseits von angenehm freien VIP-Eingängen im Warmen Trost suchen. Gewöhnliche Gipfelbesucher dagegen mussten bis zu acht Stunden in endlosen Schlangen frierend erkennen, dass Klimaschutz angesagt ist: Die UN-Organisatoren hatten das weltweite Interesse unterschätzt und konnten den Ansturm von Delegationen, Beobachtern und Journalisten einfach nicht mehr bewältigen.
Manchen half dabei auch der Hinweis nicht, dass sie eigentlich zu den Wichtigen gehören: Der dänische "Klimaskeptiker" Bjarne Lomborg berichtete, dass ein TV-Streitgespräch zwischen ihm und dem Umweltminister Malis ausfallen musste: Der Minister hatte sich heillos in den endlosen Warteschlangen vor dem Konferenzzentrum verirrt und habe "am Handy recht verzweifelt geklungen", berichtete Lomborg.
Gordon Brown nutzt Gunst der Stunde
Mit Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi und dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi haben zwei regierungsamtliche Gipfelgäste ihr Erscheinen abgesagt, die ähnliche Probleme nicht zu befürchten hätten. Berlusconi laboriert an seinen Verletzungen nach einer Wurfattacke in Mailand. Der sonst immer für bizarre Auftritte gute Gaddafi schickt den Chef der nationalen Ölgesellschaft ins vielleicht auch für sein übliches Reisezelt zu kalte Dänemark.
Umgekehrt wollte Großbritanniens Premierminister Gordon Brown früher nach Kopenhagen kommen als alle anderen 114 angekündigten Regierungschefs. Eigentlich sind die erst für Donnerstag und Freitag eingeladen. Der Mann aus der Downing Street sei eben sehr besorgt wegen der schleppenden Verhandlungen, hieß es aus London. Andere meinen, Brown wolle einfach nur die Bühne ohne Kollegen wie Angela Merkel oder Barack Obama für sich. Ob er daran gedacht hat, dass er sie stattdessen mit Arnold Schwarzenegger, Al Gore und Prinz Charles teilen muss?
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Können Meerentsalzungsanlagen helfen? Während die Millionenstadt Barcelona um Trinkwasser bangt, leidet auch die durstige Agrarindustrie. Spaniens Regierung setzt auf Meerentsalzungsanlagen, aber Verteilungskämpfe sind programmiert.
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Feldern der Pharaonen droht Übersalzung: Der Klimawandel könnte zum Zusammenbruch der biblischen Agrarregion am Nil führen. Die Versalzung der Kornkammer im Delta scheint unaufhaltsam, die Existenz ägyptischer Bauern ist bedroht.
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Schlaue Zugvögel verkürzen ihre Reise: Zugvögel haben mit bemerkenswerter Geschwindigkeit auf den Klimawandel reagiert. So wie Europäische Kraniche, die ihr Winterquartier in Ungarn aufschlagen. Ihre Faulheit wird sogar belohnt.
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Indisches Hinterhof-Recycling ist Endstation für globalen Elektroschrott: Der Bedarf an Elektroartikeln steigt, und damit die Belastung von Umwelt und Klima durch Computer & Co. Deutlich wird die mangelnde Nachhaltigkeit der Branche beim Recyceln in Entwicklungsländern.
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