Alle Spuren tilgen
Berlusconi lässt sich im Tessin richten
Nach der Wurfattacke hat Silvio Berlusconi das Krankenhaus verlassen. In den nächsten Tagen wird Italiens Regierungschef in eine Privatklinik reisen, "um jede Spur des Angriffs zu tilgen".
Der nach einer Wurfattacke im Gesicht verletzte italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat das Mailänder Krankenhaus San Raffaele verlassen. Der 73-Jährige wirkte nach drei Tagen und vier Nächten im Krankenhaus noch sichtlich angeschlagen. Mit Pflastern an Nase und Mund grüßte Berlusconi durch die Scheiben der Limousine die vor dem Krankenhaus versammelten Schaulustigen. Nach Berichten des TV-Senders Sky TG24 fuhr er direkt in seine Villa nach Arcore bei Mailand.
Im Tessin wird alles gerichtet
Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa will sich der 73-Jährige bereits in den kommenden Tagen in eine Privatklinik im Tessin (Schweiz) begeben, "um jede Spur des Angriffs zu tilgen". Eigentlich hätte der Ministerpräsident schon am Mittwoch entlassen werden sollen. Am Nachmittag hatten sich die behandelnden Ärzte dafür entschieden, ihn noch 24 Stunden unter Beobachtung zu lassen. Berlusconi habe "schwer kontrollierbare Schmerzen", begründete Chefarzt Alberto Zangrillo die Maßnahme.
Alle Termine abgesagt
Wie italienische Medien berichteten, sagte Berlusconi auf Rat der Ärzte alle öffentlichen Termine für die nächsten zwei Wochen ab. Ein 42-Jähriger hatte ihm am Sonntag eine Miniatur-Nachbildung des Mailänder Doms ins Gesicht geschleudert. Berlusconi war blutüberströmt zusammengebrochen.
(N24)
17.12.2009 15:27 Uhr





