"Internet By Our Power"

Hacker knacken Twitter

Angreifer haben Twitter zeitweilig lahmgelegt. Dabei knackte eine Gruppe unter dem Pseudonym "Iranian Cyber Army" Einträge in die Datenbank für Domainnamen des Kurznachrichtendienstes.

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Sensibler Kurznachrichtendienst: Die Attacke der "Iranian Cyber Army" ist nicht die erste Datenpanne bei Twitter.
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Im Jahr 2009 ist das Internet 40 Jahre alt geworden - das World Wide Web "erst" 19. Die erste Website aus dem Jahr 1990 stammte vom WWW-Erfinder Tim Berners-Lee und war extrem minimalistisch.
Überhaupt war der Minimalismus in Zeiten blanken HTML-Codes weit verbreitet (hier einer der ersten Google-Screenshots aus dem Jahr 1999).
Der Suchmaschinenbetreiber hat den Minimalismus praktisch zur Firmenphilosophie erklärt und ist mit dieser Einstellung zum Internet-Giganten geworden.
Googles Hauptkonkurrent - der Suchmaschinenpionier Yahoo! - setzte im Jahr 1996 ebenfalls noch auf Minimalismus und einen klaren Fokus auf das Wesentliche: die Suche.
Mit der Zeit (hier ein Screenshot aus dem Jahr 2000) wurde das Angebot jedoch immer mehr ausgebaut und durch zusätzliche Funktionen ergänzt.
Heute ist Yahoo! ein vollwertiges Portal mit großem inhaltlichem Angebot und zahlreichen Funktionen für Kommunikation, Information und Interaktion.
Bei der deutschen Internetseite Web.de stand der Portal-Gedanke schon immer im Vordergrund (Screenshot von 2001). Groß und bekannt wurde sie insbesondere ...
... durch die E-Mail-Funktionen. Bis heute gehört Web.de zu den deutschen Web-Schwergewichten. Das inhaltliche Angebot ist fast unüberschaubar geworden.
Auch auf der Seite des Portals von T-Online müssen seit jeher massenhaft Informationen übersichtlich verpackt werden. Im Jahr 2003 spielte dabei die Pflege der "Corporate Identity" ...
... noch eine weitaus größere Rolle als heute. Das Portal hat sich sowohl optisch als auch inhaltlich vom Internet-Provider abgenabelt.
Das Konkurrenz-Portal von MSN musste seine Seite ebenfalls dem immer umfangreicheren Inhalteangebot anpassen (Screenshot von 2004).
Zudem wird inzwischen deutlich mehr Wert auf großformatige Bilder und auf Videos gelegt.
Das Beispiel AOL (Screenshot aus dem Jahr 2000) zeigt einen weiteren Webseiten-Trend: Mit der Zunahme großer Monitore ...
... sind auch die Internetseiten immer breiter geworden. Zudem spielen inzwischen grafische Elemente eine größere Rolle.
Bevor sich auch der E-Mail-Dienst GMX zu einem echten Internet-Portal herausgeputzt hatte, trat er im Jahr 2001 noch regelrecht bescheiden in Erscheinung.
Heute ähnelt die Seite mit ihren vielen Inhalten und Funktionen den anderen Portalen. Die E-Mail-Funktion ist nur noch ein Randgeschäft.
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist zwar noch gar nicht so alt. Die Optik des Jahres 2002 erinnerte dennoch an die Anfangstage des World Wide Web.
Auch heute noch ist die Wikipedia nicht wirklich stylisch - dafür aber umso zweckmäßiger, schnell und garantiert HTML-konform.
Die weltweit bekannteste Videoplattform YouTube hat sich seit den Anfangstagen (Screenshot von 2006) kaum verändert. Auffällig ist vor allem, ...
... dass der damals ohnehin schon geringe Textanteil der Seite inzwischen nahezu verschwunden ist, um Platz zum Anteasern von noch mehr Videos zu machen.
Den gleichen Weg ist auch die deutsche Konkurrenz MyVideo gegangen. Textlinks und Teasertexte (Screenshot von 2006) ...
... sind großformatigen Vorschaubildern und Teaserflächen gewichen. Mit der Beschränkung auf wenige Menüpunkte wirkt die Seite zudem aufgeräumter.
Auch die Auktionsplattform eBay hat sich im Laufe der Zeit (hier ein Screenshot aus dem Jahr 2000) immer mehr vom Text als Gestaltungselement verabschiedet.
Heute dominieren das Layout verschiedenste, teils animierte Grafiken. Zudem steht offensichtlich mehr die gezielte Suche im Vordergrund und nicht mehr das Stöbern in Kategorien.
Der gleiche Trend bei Amazon: Der Online-Versender benutzte auf seiner Startseite im Jahr 2000 noch relativ viel Text und nur wenige kleine Bilder.
Heute stehen die Grafiken eindeutig im Vordergrund. Zudem wurden die Seitenrubriken eingedampft und die Suchfunktion in den Mittelpunkt gestellt.
Noch krasser der Unterschied auf den Seiten der Deutschen Bahn. Im Jahr 2000 musste auf der Homepage noch sehr viel gelesen werden - auch wegen der zahlreichen Text-Links.
Heute ist die Seite eher für die schnelle Nutzung optimiert: großer Reiseplaner, viel Grafik, wenige Links, wenig Text.
Auch die Seiten von Microsoft haben sich seit 1999 beim Design radikal gewandelt. Das eher an professionellen Anwendern ausgerichtete minimalistische Layout von damals ...
... ist mit einer stärkeren Fokussierung auf Endanwender einem stylischen und bildschirmfüllenden Design mit großen Grafiken und kurzen Texten gewichen.
Den gleichen Weg ging auch Apple. Im Jahr 1997 war das Online-Angebot des Microsoft-Konkurrenten vergleichsweise bescheiden und noch sehr textlastig.
Heute steht die Optik der Website dem Design der Produkte in nichts nach: große Grafiken, Animationen, Videos und alles im gediegenen Design des Apple-Browsers Safari.
Die Seiten der Computerzeitschrift Chip gehörten 1998 zu den Ersten derartigen Angeboten im deutschen Web. Das Angebot war im Vergleich zu heute allerdings noch sehr überschaubar.
Inzwischen ist aus Chip.de ein vollwertiges Internetportal rund um IT-Themen geworden. Die Seite hat eine echte Menüstruktur und ein einheitliches Layout bekommen.
Auch bei den Nachrichtenseiten hat sich in den letzten Jahren viel getan. 2003 wurden viele News von N24.de noch in den Kategorien "versteckt". Bilderserien und Videos gab es nur selten.
Inzwischen ist die Homepage zu einem echten Nachrichten-Schwergewicht geworden und massenhaft Videos und Bilderserien sind für den Nutzer nur einen Klick entfernt.
Einen noch radikaleren Wandel hat die Seite des TV-Senders Pro7 vollzogen. Die vielen Textlinks und kleinen Grafiken des Layouts von 1996 wirken heute regelrecht niedlich.
Inzwischen wird die Seite von großformatigen Bildern, Animationen und Videos dominiert. Viele Sendungen lassen sich auch online komplett ansehen.
Allen Fußballfans ist die Seite Bundesliga.de wohlbekannt. Auch 2001 wurde hier schon über die Ereignisse im deutschen Fußball informiert - allerdings hauptsächlich in Textform.
Heute baut das größte deutsche Fußball-Portal auf große Grafiken, Flash-Animationen, Videos und interaktive Funktionen.
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Smartphones, Browser, Games und Social Networks: Für Technik-Fans war das Jahr 2009 eines der Spannendsten seit langem. Alle wichtigen Player ...
... auf dem IT-Markt haben mehr oder weniger aufsehenerregende Innovationen veröffentlicht und damit den Puls der Anwender auf Trab gebracht.
Im Januar begann das Technik-Jahr 2009 jedoch zunächst mit einem Schock für Millionen Apples-Fans. Konzernchef Steve Jobs kündigte an, sich erneut für einige Zeit ...
... aus dem Geschäft zurückzuziehen. Zunächst war von einer Hormonerkrankung die Rede. Später wurde publik: Der IT-Vordenker musste sich einer Lebertransplantation unterziehen.
Erst im September kehrte Jobs in den Dienst zurück. Apple-Marketing-Chef Philip Schiller übernahm im Januar den Auftritt bei der Macworld in San Francisco. Er präsentierte unter anderem ...
... ein neues dünnes MacBook Pro mit 17-Zoll-Bildschirm. Ansonsten blieb Apples Hausmesse ohne den Chef jedoch farblos. IT-Experten und Apple-Fans reagierten enttäuscht.
Am 24. Januar hatte Apple dann aber doch noch einen großen Tag: Der Mac hatte Geburtstag, wurde 25 Jahre alt.
Die Computer-Baureihe des IT-Konzerns erwarb sich ab 1984 echten Kultstatus. Immerhin gehen auf den Mac zahlreiche Innovationen zurück ...
... und der Apple-PC gilt nicht nur als technisch besonders fortschrittlich sondern seit jeher auch als optischer Leckerbissen.
Im März wurde Hannover wieder zum Mekka für alle Computer- und Multimedia-Fans. Mehr als 4000 Aussteller präsentierten den mehreren hunderttausend Besuchern ...
... die Neuheiten der IT-Branche. Unter den VIP-Gästen war auch der kalifornische Öko-"Gouvernator" Arnold Schwarzenegger. Er freute sich besonders ...
... über den Trend zur Green-IT, also zu stromsparenden und umweltfreundlich produzierten Geräten.
Eine kleinere Neuheit der Messe waren die von viele Firmen präsentierten Mini-Beamer - hier der Acer K10.
Ansonsten standen erneut die Trends im Mittelpunkt, die sich bereits im Vorjahr abzeichneten. Waren Netbooks 2008 noch Spielzeuge für Multimedia-Trendsetter, ...
... so eroberten sie 2009 endgültig den Massenmarkt. Sie trugen einen Großteil dazu bei, dass das Wirtschaftskrisenjahr für die IT-Konzerne nicht allzu katastrophal wurde.
Beeindruckten viele Geräte eher mit technischen Finessen wie schwenkbarem Bildschirm, eingebauter Webcam oder Diktiergerät-Funktion, so ...
... wurde bei anderen Netbooks eher auf Farbe und Design gesetzt. Der Lerneffekt vom Erfolg Apples ist unübersehbar.
Endgültig beim Verbraucher angekommen sind 2009 auch die so genannten Smartphones. Mit seinem iPhone hatte Apple ab 2007 den Markt bereitet, die Besitzer eines solchen Gerätes ...
... schnell entzückt und in allen Anderen einen gewissen Technik-Neid geschürt. Im Juni präsentierte der Konzern dann eine verbesserte Version.
Das iPhone 3GS trumpfte mit höherer Geschwindigkeit und einigen verbesserten Funktionen auf. Sein Quasi-Monopol auf dem Gebiet hatte Apple jedoch längst eingebüßt.
Nicht nur bereits bekannte Smartphone-Hersteller wie BlackBerry (hier das Modell Storm) ...
... oder Palm (hier der Palm Pre) brachten vergleichbare Geräte mit Touchscreen auf den Markt.
Auch viele andere Hersteller folgten mit eigenen Geräten und teils aufsehenerregenden Neuheiten. So brachte die taiwanesische Firma HTC ...
... die ersten Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android auf den Markt.
Beinahe jeder Handy-Hersteller hat inzwischen eigene Geräte mit Office-, Internet- und Multimedia-Fähigkeiten im Angebot.
Auch auf der zweiten großen Technik-Messe in Deutschland - der IFA - beherrschte im September der Trend zur mobilen Kommunikation, Information und Unterhaltung das Geschehen.
Allerdings nicht nur, denn in Berlin waren auch wieder einmal die Flachbildfernseher ...
... große Stars der Messe - insbesondere wenn sie mit LED-Technologie und HDTV-Empfang aufwarten konnten.
Kein Wunder: Alle großen TV-Sender haben 2009 mit der Ausstrahlung in HDTV-Qualität begonnen oder planen den Einstieg für das Jahr 2010.
Und noch ein Trend: Über kurz oder lang werden E-Book-Reader wie Amazons Kindle wohl das Buch aus Papier ablösen. 2009 brachten mehrere weitere Hersteller Geräte auf den Markt.
Im Juni sorgte Apples großer Rivale Microsoft für Aufsehen - diesmal jedoch mit einem Frontalangriff auf den Suchmaschinenriesen Google. Die Suchmaschine "Bing" ...
... löste das erfolglos gebliebene Microsoft "Live Search" ab. Bing tritt im Netz vergleichbar minimalistisch auf wie Google, will mit wechselnden Themes jedoch auch Design-Fans begeistern.
Wichtiger ist jedoch die Technik: Hier hat Microsoft ordentlich bei Google gespickt. So lassen sich auch Bilder und Videos suchen. Und der Suchalgorythmus soll vergleichbar intelligent zu dem des Marktführers sein.
2009 war auch das Jahr des Social Web. Soziale Netzwerke wie Facebook und Xing oder der Kurznachrichtendienst Twitter ...
... zogen immer mehr Menschen in ihren Bann. Gleichzeitig wurden sie auch zunehmend professionell genutzt, sei es als Vetriebs- und PR-Kanal ...
... oder als weitere Möglichkeit Online-Inhalte an den Mann oder die Frau zu bringen. Auch N24.de war damit erfolgreich.
Rund 7000 Follower ließen sich im Dezember 2009 bereits per N24-Twitter-Channel über das Weltgeschehen auf dem Laufenden halten.
Und: Die Konflikte im Iran nach der Wiederwahl Mahmud Ahmadinedschads und die Berichte via Twitter haben auch das Potential der Dienste für eine freie Berichterstattung deutlich gemacht.
Eine netzrelevante politische Debatte hatte im April Familienministerin Ursula von der Leyen angestoßen. Sie vereinbarte mit den größten Internetprovidern die Sperrung von Seiten ...
... mit kinderpornografischen Inhalten. Per Gesetz sollen in Zukunft alle deutschen Provider dazu verpflichtet werden, entsprechende Sperren einzurichten und Web-Stoppschilder aufzustellen.
Die Netzgemeinde reagierte darauf empört. Auf Demonstrationen und mit Aktionen im Internet wurde vor der Zensur im Web gewarnt. Momentan liegt das Gesetz auf Eis. Bundespräsident Horst Köhler zögert mit seiner Unterschrift.
Dass die Freiheit im Netz so vehement verteidigt wurde, war in diesem Jahr eigentlich nicht weiter verwunderlich. Immerhin wurde das Internet ...
... am 26. Oktober 40 Jahre alt und einem Geburtstagskind legt man keine Ketten an. Leonard Kleinrock legte am 29. Oktober 1969 den Schalter um. Sein Team ...
... vernetzte damals erstmals zwei Großrechner, die 500 Kilometer weit auseinander lagen. Das ARPANET war entstanden - gewissermaßen die Saat aus der dann das Internet erwuchs.
Und auch die E-Mail hatte 2009 gewissermaßen Geburtstag. Vor 25 Jahren - am 3. August 1984 - wurde in Deutschland an der Uni Karlsruhe die erste Mail empfangen.
Eng verbunden mit der Entwicklung des Internets ist die der Browser. In diesem Jahr kam wieder frischer Wind in den zuletzt stagnierenden Browser-Markt.
Im März brachte Microsoft die inzwischen achte Version des Internet Explorers auf den Markt. Der hatte sich nicht nur optisch rausgeputzt sondern wurde auch deutlich flotter und kompatibler zu den geltenden Web-Standards.
Auch die Konkurrenz hat 2009 nicht geschlafen. Mozilla veröffentlichte im Juni mit Version 3.5 eine deutlich verbesserte Version des Firefox, die dank neuer JavaScript-Engine deutlich schneller wurde. Und ...
... nachdem Google im Jahr 2008 die erste Version seines Browsers Chrome veröffentlichte, folgten in diesem Jahr die Versionen 2 und 3. MIt zahlreichen wichtigen Verbesserungen und Bugfixes.
Eines der größten IT-Highlights des Jahres war sicherlich die Veröffentlichung des neuen Windows 7 am 22. Oktober. Nach den enttäuschenden Verkaufszahlen des Vorgängers Vista ...
... wollte Microsoft nun endlich wieder den großen Wurf. Dafür wurde Windows hauptsächlich um die vielen nervenden Systemdialoge der Vorgängerversion entschlackt.
In Sachen Hardware-Anforderungen wurde Windows 7 auf Genügsamkeit getrimmt. Dadurch läuft es auch noch auf vielen älteren Rechnern. Auf neueren Geräten ist es sogar ausgesprochen flott.
Zudem wurden dem Betriebssystem zahlreiche Funktionen verpasst, die Nutzer anderer Plattformen (Mac, Linux) bisher auf Windows-Systemen vermisst hatten.
In den ersten Wochen deutete sich an, dass Windows 7 tatsächlich hervorragend vom Markt angenommen wird. Die Freude darüber wird Microsoft aber womöglich dadurch etwas getrübt, ...
... dass Google ein eigenes Betriebssystem ankündigte. Chrome OS soll mit einem revolutionären Online-Konzept künftig Windows Konkurrenz machen. Ob das aufgeht, muss sich jedoch erst noch zeigen.
Für Spiele-Fans war das Jahr 2009 eher unspektakulär. Keine neue Konsolen-Generation, kein Mega-Seller unter den Games. Immerhin spendierte Nintendo ...
... im April nach dem Marktstart in Japan im November 2008 nun auch den europäischen Outdoor-Zockern ein Update seines Handhelds DS.
Auffälligste Neuerung des DSi waren der SD-Karten-Slot und die beiden VGA-Kameras an der Außen- ...
... und der Innenseite des Gerätes. Dank der mitgelieferten Bildbearbeitungssoftware lassen sich nicht nur ...
... Schnappschüsse machen. Diese können zudem mit zahlreichen Effekten spielerisch veredelt werden.
Im Oktober zog auch Sony mit einer getunten Version seiner PlayStation Portable nach. Die PSP Go ist nun ...
... deutlich leichter und handlicher. Außerdem bietet sie mit einem 16 Gigabyte großem Flashspeicher reichlich Platz für heruntergeladene Games.
Die auffälligste Neuheit ist jedoch der Slide-Mechanismus. Unter dem verschiebbaren LCD-Display verbergen sich die wichtigsten Steuerelemente.
Eine echte Neuheit war 2009 die Gamescom. Erstmals fand die frühere Spielemesse Games Convention in diesem Jahr in Köln statt. 458 Aussteller zeigten ...
... den rund 250.000 Besuchern vom 19. bis zum 23. August die Neuheiten der Games-Branche. Highlights waren etwa die Fortsetzungen ...
... der Actonhits Bioshock und Mafia. Aufsehenerregende Neuheiten waren jedoch Mangelware. Immerhin: Stars wie ...
... Tony Hawk, Smudo oder Stefanie Heinzmann und natürlich zahlreiche freundliche Messe-Hostessen sorgten dafür, dass den Besuchern dennoch nie langweilig wurde.
Das Multimedia-Jahr 2009 geht zuende. Den Technik-Fans wird es dank einer Fülle kleiner Innovationen in guter Erinnerung bleiben - trotz aller Krisenstimmung.

Angreifer haben in der Nacht zum Freitag die Website des Kurzmeldungsdienstes Twitter für rund eine Stunde lahmgelegt. Unter twitter.com erschien laut US-Medien die Nachricht einer Gruppe namens "Iranian Cyber Army". Das Unternehmen aus San Francisco erklärte, die Einträge in die Datenbank für Domainnamen (Domain Name System, DNS) seien manipuliert worden, so dass Nutzer beim Aufrufen der Adresse auf eine andere Website umgeleitet wurden. Das Problem sei aber behoben. Nutzer kamen nicht zu Schaden, konnten nur den Dienst nicht verwenden.

Neue IP-Adresse führt in die Irre

Die Attacke betraf nur die Website. Wer den Dienst über lokal installierte Programme (Clients) auf dem Handy oder Computer nutzt, konnte Kurzmeldungen schreiben und herunterladen. Derartige Software greift über Schnittstellen auf die Server des Unternehmens zu - diese ließen die Angreifer nach bisherigen Erkenntnissen unangetastet. Offenbar haben sie auch keine Passwörter von Nutzern gestohlen.

Das DNS ist eine Art Telefonbuch fürs Internet. Denn wenn man im Browser eine Adresse wie twitter.com aufruft, muss dieser Name in eine für Computer lesbare Nummernkombination übersetzt werden - die IP-Adresse. Bei dem Kurzmeldungsdienst ist das etwa 168.143.162.116. Diese Aufgabe erledigen Server. Bei der Manipulation von Twitter wurde offenbar eine andere IP-Adresse eingetragen, die zur Website der "Iranian Cyber Army" führte.

Den genauen Grund für die Panne nannte das Unternehmen zunächst nicht. "Es sieht nach einem gezielten Angriff auf Twitter aus", sagte der IT-Experte Daniel Bachfeld von der Zeitschrift "c't" in Hannover. Möglicherweise seien einem Systemadministrator die Zugangsdaten zum DNS-Server gestohlen worden, etwa durch einen Phishing-Angriff oder einen Trojaner, ein Spionage-Programm. Beim Phishing versuchen Kriminelle, über gefälschte Websites an Nutzerdaten zu kommen. Möglich sei auch, dass Twitter selbst einen der Datenbank-Server betreibe und die Angreifer in diesen eingedrungen seien.

Wider amerikanische Medienkontrolle?

Über die "Iranian Cyber Army" ist wenig bekannt. In ihrer Nachricht heißt es in schlechtem Englisch, die USA wollten das Internet kontrollieren. Dies sei nun aber nicht mehr der Fall: "We Control And Manage Internet By Our Power", schreibt die Gruppe. US-Medien spekulieren über einen Zusammenhang mit den Protesten nach den iranischen Präsidentschaftswahlen im Juni, als tausende Menschen ihren Unmut an der staatlichen Zensur vorbei über Twitter kundtaten und Demonstrationen organisierten.

Twitter ist in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Sicherheitspannen aufgefallen. Das 2006 gegründete Unternehmen wächst derzeit rasant und hat weltweit mehr als 58 Millionen Nutzer.

(dpa, N24)

18.12.2009 12:54 Uhr

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