Auflage für Staatshilfen

BayernLB steigt bei SaarLB aus

Die BayernLB stößt ihre Beteiligung an der Landesbank Saar schrittweise ab. Mit der selbstverordneten Schrumpfkur werden Auflagen für erhaltene Staatshilfen erfüllt.

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Für 65 Millionen Euro übernimmt das Saarland zunächst 25,2 Prozent der SaarLB von der BayernLB.

Die angeschlagene Bayerische Landesbank trennt sich im Zuge ihrer Sanierung von der Mehrheit an der Landesbank Saar (SaarLB). Wie die BayernLB mitteilte, übernimmt das Saarland für 65 Millionen Euro 25,2 Prozent der Anteile an der SaarLB. Auch ihre verbleibenden Anteile will die BayernLB in den kommenden Jahren schrittweise an die Landesregierung abgeben. Die BayernLB hält nach dem ersten Verkaufsschritt noch 49,9 Prozent an der SaarLB. Diese wird in Zukunft vom Saarland und dem Sparkassenverband Saar geführt.

Die Landesregierung hält bisher 10 Prozent an der Bank, der Sparkassenverband Saar 14,9 Prozent. Nach dem Kauf, der im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein soll, kommen beide zusammen auf 50,1 Prozent. Die Übertragung der weiteren SaarLB-Anteile der BayernLB an das Saarland solle auf Basis von Kaufoptionen schrittweise in den nächsten Jahren erfolgen, hieß es. "Die Abgabe der Anteile an der SaarLB ist ein wichtiger Baustein im Rahmen unseres Restrukturierungsprogramms, das wir mit diesem Schritt weiter konsequent umsetzen", erklärte der kommissarische BayernLB-Chef Stefan Ermisch.

Die Landesbank hat sich eine Schrumpfkur verordnet, um Auflagen der Europäischen Union (EU) für Staatshilfen zu erfüllen. Zuletzt war die BayernLB wegen ihres Milliardendebakels bei der maroden Klagenfurter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) in die Schlagzeilen geraten. Die HGAA stand kurz vor dem Zusammenbruch weshalb die BayernLB vergangene Woche ihre Mehrheitsbeteiligung zum symbolischen Preis von einem Euro komplett an die Republik Österreich abtrat. BayernLB-Vorstandschef Michael Kemmer musste daraufhin seinen Hut nehmen.

(APD, N24)

21.12.2009 13:10 Uhr

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