Unfälle und Flugausfälle

Europa erlebt Chaos-Wintertag

Schnee und Eisregen haben den Auto- und den Luftverkehr in ganz Europa behindert. Tausende Passagiere waren zeitweilig gestrandet. Viele Autofahrer mussten sich in kilometerlange Staus einreihen.

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Video: Schneechaos in Frankfurt - Flugbetrieb läuft langsam wieder an
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Pünktlich zur Vorweihnachtszeit hält der Winter Einzug in Deutschland. Frost und Schneefälle sorgen bis ins Flachland für weiße Landschaften. Auf diesem Bild geht eine Spaziergängerin über die verschneite Panzerwiese in München.
Auch im Norden ist es weiß: Dünengras steht hier in einer verschneiten Dünenlandschaft im schleswig-holsteinischen Laboe. Die eisigen Temperaturen mit zweistelligen Minusgraden und der Ostseewind machen einen Spaziergang jedoch zur Qual. Ähnlich ...
... kalt wird diesem Vierbeiner sein. Der gestrickte Pulli schützt sicherlich nur mäßig gegen das Schneetreiben in Frankfurt (Main). Das Winterwetter wird schon eher ...
... der Eisbärin Vienna im Rostocker Zoo gefallen. Schnee und eisige Kälte sorgen geradezu für "heimische Verhältnisse" bei den Eisbären. In weiten Teilen von Mecklenburg-Vorpommern ...
... ist eine geschlossene Schneedecke anzufinden - wie hier der Hafen von Stralsund bei dichtem Schneetreiben. Ist die Ostsee noch größtenteils eisfrei, sorgen die Minusgrade hingegen für ...
... das Zufrieren erster Flüsse. Eisschollen treiben hier den deutsch-polnischen Grenzfluss Oder an der Autobahnbrücke in Frankfurt (Oder) stromabwärts.
In den deutschen Mittelgebirgen ist unterdessen der Wintersport die Hauptfreizeitaktivität. Wie hier auf einer Rodelpiste im Harz. Eine 40 Zentimeter dicke Schneedecke und das kalte Winterwetter locken am Wochenende viele Urlauber in den Harz.
Eine Lokomotive fährt unter Volldampf auf den verschneiten Brocken im Harz. Die Nacht zum Samstag (19.12.) ist auf dem Brocken die kälteste Dezembernacht seit 31 Jahren. Es werden 21,7 Grad auf dem höchsten Berg Norddeutschlands gemessen.
Auf dem Feldberg im Taunus sind ebenfalls die Wintersportler aktiv. Bei Temperaturen von minus 15 Grad Celsius genießen ein Vater und sein Kind die rasante Abfahrt mit dem Rodelschlitten.
Idyllischer geht es hier zu: ein wunderschöner Anblick bietet sich dieser Spaziergängerin auf dem Wallberg in der Nähe von Rottach Egern am Tegernsee (Oberbayern).
Auch diese Schlittenfahrer auf dem Wallberg lassen es eher ruhig angehen und genießen den Ausblick zwischen den verschneiten Bäumen auf das Umland.
Nahezu unberührt ist die Eisfläche auf dem zugefrorenen Hopfensee bei Hopfen (Schwaben). Trotz der frostigen Temperaturen der vergangenen Tage ist die Eisfläche vieler Seen in Süddeutschland jedoch noch nicht tragfähig.
Eisige Bedingungen für diejenigen, die draußen arbeiten müssen. Dick vermummt schneiden Erntehelfer am Tuniberg in Freiburg-Waltershofen gefrorene Trauben vom Rebstock. Bei klirrender Kälte von minus 15 Grad ernten hier rund zwanzig Helfer den Eiswein.
Auch die Fußballer haben kein Spielfrei. Trotz Minusgraden spielen sie in kurzen Hosen um die Herbstmeisterschaft der deutschen Fußball-Bundesliga.
Die Großstädter heizen ihre Wohnungen ein - Rauchschwaden steigen in der Innenstadt von Düsseldorf bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von minus 9 Grad Celsius aus den Kaminen der Häuser auf. Sieht das von oben noch ganz idyllisch aus, ...
... sorgt das Winterwetter leider auf dem Boden für teilweise chaotische Zustände. Unfälle und Staus verstopfen die Straßen, wie hier in München.
Heftige Schneefälle bringen auch den Verkehr auf der A3 Wiesbaden-Frankfurt zum Erliegen, nachdem sich zahlreiche Lastwagen auf der schneeglatten Fahrbahn querstellen. Der Verkehr staut sich zeitweise auf über 15 Kilometern.
Die extremen Witterungsbedingungen führen auch zur Sperrung des Eurotunnels unter dem Ärmelkanal. Der gesamte Zugreiseverkehr ist blockiert, was zu heftigen Staus bei anreisenden Lastwagen führt, die den Eurostar-Zug nutzen wollen.
Aufgrund heftiger Schneefälle muss auf Düsseldorfs Flughafen der Betrieb eingestellt werden. Trotz des Einsatzes von 20 Räumfahrzeugen ist es nicht möglich, die Start- und Landebahnen von Schnee freizuhalten. Einige Tausend Passagiere sind gezwungen, ...
... die Nacht im Flughafengebäude zu verbringen. Urlauber suchen sich somit einen Schlafplatz in der Abflughalle des Flughafens Düsseldorf. Das sind leider die Schattenseiten des deutschen Wintermärchens. Doch nicht nur bei uns ist Winter, ...
... auch Spanien wird von der Kältewelle erwischt. Hier ist die völlig verschneite Winterlandschaft auf dem 1.050 m hohen Pyrenäenpass Ibañeta zu sehen. In Spanien lösen arktische Kälte und Schneeglätte ähnlich wie in Deutschland ein Verkehrschaos aus.
Die Schweizer sind die Winterverhältnisse schon eher gewöhnt, aber die extremen Minusgrade sind auch hier selten. Der Fluss Kander im Berner Oberland dampft, wegen seines im Vergleich zur Außenluft wärmeren Wassers. Minus 34,2 Grad werden gemessen.
Neben Europa sind auch Teile der USA vom Wintereinbruch betroffen. Ein heftiger Blizzard über New York sorgt für massenhaften Neuschnee. Doch ob Europa oder USA, ...
... genießen wir die Winterwunderwelt so gut es geht und hoffen, dass der Schnee etwas liegen bleibt. Denn was würde es Schöneres geben, als eine weiße Weihnacht. Die N24.de-Onlineredaktion wünscht all ihren Nutzern eine fröhliche Weihnacht!
Eisige Temperaturen in Deutschland: Sogar große Jets erstarren angesichts zweistelliger Minustemperaturen.
Nicht nur am Flughafen Dresden, sondern bundesweit mussten Spezialisten die Maschinen enteisen. Erst dann konnten sie starten. Auch deshalb mussten ...
urlaubsreife Passagiere in Frankfurt am Main lange auf ihren Flug nach Havanna warten.
Ihre Condor-Maschine stand in Frankfurt im Stau. Zu viele Flugzeuge mussten zur Enteisungsanlage. Nach stundenlangem Warten ...
musste zudem die Crew ausgewechselt werden, weil ihre Dienstzeit überschritten war.
Insgesamt haben die Passagiere acht Stunden auf ihren Flug in die Sonne gewartet.
Während die einen über das Winterwetter fluchen, freuen sich Mensch …
… und Tier über die weiße Pracht im Überfluss.
Auch die Rodelpiste war lange nicht so gut.
Da kennt die Freude keine Grenzen, ...
obwohl es fast arktisch kalt war. Das beweisen auch diese Bilder von N24-Usern.
In Berlin-Köpenick sank die Außentemperatur auf minus 19 Grand Celsius.
In Wolkramshausen (Thüringen) haben Uwe und Marlen Schlabe immerhin minus 15 Grad gemessen.
Und hier macht es sich Familie Schlabe an kalten Tagen gemütlich und ...
wagt ab und zu einen Blick auf den nahegelegenen verschneiten Bahnhof.
Aus der warmen Stube heraus hat Axel Friedrich aus Berlin seinen zugeschneiten Balkon fotografiert.
Wie man sieht, ist es draußen im Moment sogar dem Schneemann zu kalt.
Nur dieser Läufer kennt offenbar keinen Schmerz und kein Kältegefühl.
Alle anderen friert’s schon beim Gedanken ans Rausgehen oder auch bei diesem Anblick.
Mit Eis auf der Elbe und im Oder-Spree-Kanal hatten die Kapitäne vermutlich lange nicht mehr zu kämpfen.
Während sie ihre Schiffe durchs Eis navigieren, …
… lassen Fahrradfahrer ihre Drahtesel lieber stehen. Sturzgefahr besteht aber nicht nur für sie, sondern auch für Fußgänger.
Da hilft alles Schneeschieben nicht. Aber Schluss mit dem Negativen.
Wann gab es denn das letzte Mal einen so schönen verschneiten Winter in Deutschland?
Genau und deshalb sollte man …
… die "Märchenlandschaft" genießen, so lange sie da ist.
Denn dieses Wetter beschert uns …
… wunderschöne …
… Sonnenuntergänge und …
… sternenklare Nächte. Und so zaubert der Winter …
… Eiskristalle in die Natur – in dieser ...
… Glitzerwelt aus Eis schimmert …
… alles weiß.
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Zum 1. September tritt eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft. In diesem Zuge wird auch im Schilderwald ein bisschen aufgeräumt.
Von einem Verkehrsschild müssen wir uns richtig verabschieden, sieben andere sollen von Gefahrenzeichen zu so genannten Sinnbildern herabgestuft werden.
Das "Schnee- und Eisglätte"-Zeichen dürfen Straßenverkehrsbehörden auch künftig aufstellen, sobald sie ihrer "vorrangigen Prüfungspflicht" nachgekommen sind. Das Gleiche gilt für die Schilder …
… "Steinschlag", …
… "Split/Schotter" …
… "Fußgängerüberweg", …
… "Ufer", …
… "Flugbetrieb" und
… "bewegliche Brücke".
Gänzlich verabschieden müssen wir uns von dem Zeichen 150: "Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken".
Neu hinzukommen sollen drei Verkehrsschilder. Ein Zusatzzeichen "Inline-Skaten und Rollschuhfahren frei" soll das Skaten auch auf Radwegen und am rechten Fahrbahnrand ausdrücklich zulassen.
Auch neu beschildert wird der Beginn und das Ende einer Zone mit "Parkraumbewirtschaftung". Die aufwändige Beschilderung, die bisher die Autofahrer daran erinnert hat, ein Parkticket zu holen oder eine Parkscheibe gut sichtbar auszulegen, soll wegfallen.
Ebenfalls neu im Schilderwald ist die "durchlässige Sackgasse": Im oberen Teil des Zeichens kann mit einem Piktogramm angezeigt werden, dass es für Radfahrer und Fußgänger doch ein Durchkommen gibt.
Am letzten Adventswochenende haben Winterstürme ...
in weiten Teilen der USA für Chaos gesorgt. Wie hier in Chicago ...
oder in Seattle (Bild) sorgten die Schneestürme für ...
verschneite Straßen und ...
Verkehrsbehinderungen. Es kam zu ...
unzähligen Unfällen. Vielerorts ging ...
ohne Schneefräse oder zumindest ...
schweißtreibende Handarbeit kaum etwas.
Ob zu Fuß oder mit dem Auto ...
der Weg zur Arbeit oder nach Hause geriet oftmals zur Rutschpartie.
Doch die viele weiße Pracht sorgte bei manchem auch für Freude.
In New York genossen viele Bewohner ihren sonntäglichen Spaziergang durch den Schnee.
Und in Seattle kam im Schneeschauer ...
sogar bei den Weihnachtsmännern richtige Partystimmung auf.
Ein Spieler der Seattle Seahawks verwandelte das Match gegen die New York Jets kurzerhand in eine Schneeballschlacht.
Viele Menschen genießen ungeachtet aller Nachteile ...
die ungewohnte Schneemenge ...
oder erfreuen sich an der weißen Schneeidylle.
Und für die Kinder ist die weiße Pracht ohnehin ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk.

Chaos in Europas vorweihnachtlichem Flugverkehr: Durch Absagen, Verspätungen und Schließungen ganzer Flughäfen saßen tausende Passagiere in Frankfurt, Mailand, Amsterdam oder London fest. Auch der Berliner Flughafen Tegel wurde wegen Blitzeises vorübergehend geschossen. Der Zug Eurostar nahm nach einer Pannenserie im Ärmelkanal-Tunnel einen reduzierten Betrieb zwischen Frankreich und England auf. Ebenso wie im Flugverkehr gab es jedoch einen enormen Rückstau bei den ungeduldigen Passagieren. Deutschland zeigte sich beim Blick aufs Thermometer zweigeteilt: Während im Südwesten Temperaturen von bis zu 13 Grad gemessen wurden, blieb es im Nordosten mit bis zu minus vier Grad weiter frostig. Dort stehen auch die Chancen für eine Weiße Weihnacht besonders hoch.

Wetter extrem hieß es in Freiburg: Dort stieg die Temperatur innerhalb von zweieinhalb Tagen um 34 Grad Celsius. Einen besonderen Rekord vermeldete der ADAC: Am Montag - dem astronomischen und kalendarischen Winteranfang mit dem kürzesten Tag des Jahres - ging dort alle drei Sekunden ein Notruf ein. Mit 28.654 Einsätzen der "Gelben Engel" wurde der bisherige Rekord von 25.386 Pannenhilfen vom 7. Januar 2009 übertroffen. 90 Prozent der Hilfesuchenden hatten demnach Startprobleme durch schwache Batterien.

Tausende Passagiere gestrandet

Auf Deutschlands größter Luftverkehrs-Drehscheibe in Frankfurt waren 8000 Menschen in der Nacht zu Dienstag durch eine wetterbedingte mehrstündige Airport-Schließung blockiert. Allein die Lufthansa hatte rund 250 Flüge abgesagt. Empörte Passagiere äußerten Unmut und Frust. Mehr als 3000 Passagiere verbrachten die Nacht auf dem Frankfurter Flughafen, nachdem die zugeschneiten Pisten gesperrt worden waren. Helfer stellten rund 1000 Feldbetten auf. Etliche Passagiere mussten in startbereiten Flugzeugen ausharren. Weitere 5000 Flugreisende wurden in umliegenden Hotels untergebracht. Auch nach Öffnung der Startbahnen am Dienstagmorgen hielten Behinderungen an. Betroffen seien Ziele in der ganzen Welt, sagte ein Flughafensprecher. Bis zu einstündige Verspätungen und Flugabsagen gab es auch am Flughafen Hamburg.

Schnee und Eis plagten auch Flughäfen in Großbritannien. Der Billigflieger Easyjet strich am Airport Luton bei London bis zum Mittag alle Verbindungen. In Italien saßen mehr als 1000 Passagiere fest. Die Mailänder Flughäfen Malpensa und Linate mussten zeitweise geschlossen werden, auf den Autobahnen der Emilia-Romagna kamen Autofahrer kaum noch voran. In Mailand sind 800 Soldaten eingesetzt, um dort dem Schnee-Notstand zu begegnen. Entspannung dagegen in Belgien, Österreich, Tschechien, Bulgarien und vor allem in Spanien, wo die Kältefront bereits abgezogen ist. Der Schnee, der noch am Montag den Madrider Flughafen teilweise blockiert und zur Absage von mehr als 300 Flügen geführt hatte, war am Dienstag geschmolzen. Im Flugverkehr gab es eine Normalisierung.

Auto in Österreich explodiert

In Deutschland sorgten trotz regional einsetzender milderer Temperaturen erneut eisglatte Straßen für zahlreiche Unfälle. In Niedersachsen war die Autobahn 7 zwischen Hildesheim und dem Kreuz Hannover-Süd vorübergehend nach dem Unfall zweier Lastwagen gesperrt. Der bayerisch-tschechische Grenzübergang Waidhaus wurde in der Nacht wegen eines Unfalls zeitweise gesperrt.

Mit originellen, aber nicht immer wirksamen Lösungen sorgten Kältegeplagte für Schlagzeilen. Im österreichischen Kärnten etwa hat ein Rentner sein Auto mit einem Heizstrahler enteisen wollen und es damit zum Explodieren gebracht. Der Wagen und die Garage brannten aus. Fahrlässig handelte ein Betrunkener in Celle (Niedersachsen), der an seinem komplett schneebedeckten Auto nur ein kleines Guckloch freigekratzt hatte. Polizisten stoppten ihn auf eisglatter Straße. Ein Alkoholtest ergab 2,43 Promille.

(dpa, N24)

23.12.2009 13:21 Uhr

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