Chavez attackiert Bush

Unruhen in Tibet politisches Kalkül?

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Bush im Oktober 2007 in Washington. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat den USA Förderung von Gewalt in Tibet vorgeworfen.
Video: Tibet - DOSB lehnt Olympiaboykott ab

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat den USA Förderung von Gewalt in Tibet vorgeworfen. Damit wolle Washington die Olympischen Spiele in Peking sabotieren, sagte Chavez in einer Rede am Montagabend in Caracas. Es gehe den Vereinigten Staaten darum, China mit allen Mitteln zu spalten.

Hinter den Unruhen in Tibet stünden deshalb imperialistische Interessen. Mit dieser Begründung rief Chavez zur Unterstützung Pekings und der Olympischen Spiele auf. Venezuela unterhält enge Beziehungen zu China.

Die tibetische Exilregierung hat ihre Angaben zur Zahl der Todesopfer bei Chinas gewaltsamem Vorgehen gegen die Proteste in Tibet auf rund 140 erhöht. In ganz Tibet seien bis Montagabend etwa 140 Todesfälle im Zuge der gewaltsamen Zusammenstöße bestätigt worden, sagte der Chef der tibetischen Exilregierung, Samdhong Rinpoche, am Dienstag im nordindischen Dharamsala. Zuletzt hatte die Exilregierung von 130 Toten gesprochen. Dabei beruft sie sich auf eigene Quellen in Tibet. Peking hat die Himalaya-Region von der Außenwelt abgeriegelt, unabhängige Informationen sind nur sehr schwer zu erhalten. Die chinesische Regierung gibt die Zahl der Toten mit 19 an.

Die Proteste hatten vor zwei Wochen in Erinnerung an einen blutig niedergeschlagenen Aufstand der Tibeter gegen die chinesische Herrschaft im März 1959 begonnen. Auch in anderen chinesischen Landesteilen mit einem großen tibetischen Bevölkerungsanteil kam es daraufhin zu Ausschreitungen.

(AP,AFP, N24)

25.03.2008 08:21 Uhr

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