Tausende pilgern zu Grab

Pakistan trauert an zweitem Bhutto-Todestag

Am zweiten Todestag der ehemaligen pakistanischen Regierungschefin Benazir Bhutto haben sich Tausende an ihrem Grab versammelt. Die Sicherheitsvorkehrungen waren massiv.

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Trauer um Bhutto

An der Grabstätte von Benazir Bhutto im südpakistanischen Dorf Garhi Khuda Bakhsh brachen zahlreiche Trauernde in Tränen aus, schlugen sich auf die Brust und zitierten Koranverse. Das Ereignis war von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet, es kamen allerdings deutlich weniger Bhutto-Anhänger als an ihrem ersten Todestag. Vor einem Jahr waren hunderttausende Menschen zu ihrem Grab gepilgert.

In Sprechchören forderte die Menge die pakistanische Regierung auf, den Mord an Bhutto am 27. Dezember 2007 endlich aufzuklären. Nach dem Mordanschlag auf die Oppositionsführerin in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi hatte die Regierung in Islamabad eine Untersuchung des Attentats durch die Vereinten Nationen gefordert. Der pakistanische Regierungschef Yousuf Raza Gilani sagte bei seinem Besuch an Bhuttos Grab, die UN-Untersuchung sei um einen Monat bis Ende Januar verlängert worden. Dann werde das pakistanische Volk über die Erkenntnisse informiert.

Nach dem Anschlag war Bhuttos Mann Asif Ali Zardari zum pakistanischen Staatschef gewählt worden. Seine Regierung wird derzeit massiv kritisiert, unter anderem wegen der anhaltenden islamistischen Gewalt im Land. Bei einer Trauerveranstaltung im nahegelegenen Naudero verteidigte Zardari seine Politik. "Glaubt nicht, dass wir schwach sind. Seht unsere Toleranz nicht als unsere Schwäche an", sagte er in einer Rede vor Anhängern seiner Partei.

Seine Regierung wisse, "wie man kämpft". Auseinandersetzungen zwischen den staatlichen Institutionen würden das Land schwächen, warnte Zardari. Damit nahm er Bezug auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Mitte Dezember, das ein Amnestiegesetz kippte, das Zardari und zahlreiche andere Politiker schützte.

(N24, AFP)

27.12.2009 15:59 Uhr

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