3D fürs Wohnzimmer & Co

Highlights der CES 2010

Jedes Jahr im Januar trifft sich in Las Vegas die Elektronikbranche, um Technik-Highlights und -innovationen des kommenden Jahres zu präsentieren. Hier eine Auswahl der Höhepunkte 2010.

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CES, die Consumer Electronics Show, in Las Vegas ist die wichtigste Technologiemesse der Welt. Immer im Januar gibt sie einen Ausblick auf kommende Technikprodukte und -innovationen. Zur Eröffnung dieses Jahres stellt Microsoft-Chef Steve Ballmer ...
... den "Slate" vor, einen Minicomputer, der komplett per Touchscreen bedient wird. Hergestellt wird das Gerät von HP, als Betriebssystem fungiert Windows 7. Angeblich wird es als Konkurrenzprodukt zu einem von Apple geplanten Tablet-PC rausgebracht.
Den Trend zu kleinen Notebooks schreibt auch Sony mit seiner W-Serie fort. Weiteres Merkmal - für den Umweltschutz werden ausgewählte Bauteile zu 20 Prozent aus recycelten CDs und DVDs hergestellt.
Mit dem Skylight stellt Lenovo zur CES sein erstes Netbook mit ARM-Prozessor vor. Das Gerät soll die Lücke zwischen Smartphone und Netbook füllen. Weitere Ausstattung: 10 Zoll Display, 10 Stunden Akkulaufzeit und eine robuste Drahtlosverbindung.
Das große Thema vieler TV-Hersteller auf der CES 2010 ist 3D-Technik. 3D scheint zum nächsten großen Heimkino-Trend zu werden. Zahlreiche Hersteller stellen entsprechende Lösungen vor. Dreamworks hat dafür mit dem Elektronikkonzern Samsung und ...
... dem Filmtechnik-Spezialisten Technicolor eine Allianz geschlossen. Sie vermarkten ein Paket aus Fernseher, Blu-ray-Player und dem 3D-Film "Monsters vs. Aliens". Schön dünn ist das Gerät auf jeden Fall auch.
Fraglich ist aber, ob die Zuschauer so kurz nach der Anschaffung teurer Flachbild-Fernseher bereit sind, in noch teurere 3D-Geräte zu investieren. Das hängt nicht zuletzt davon ab, ob attraktive Inhalte zur Verfügung stehen.
Man könnte meinen, Apple steigt jetzt auch in den TV-Markt ein. Aber nein - der TV-Hersteller Hannspree hat hier seinen Designträumen freien Lauf gelassen. Und bei ...
... diesem TV-Gerät steht auch eher das Design im Vordergrund. Die Eisbärfigur soll den Umweltschutzgedanken des Konzerns verdeutlichen.
Fernsehen auf das iPhone bringt dieser Tivit Transmitter. Er ist ein tragbarer DVB-T-Empfänger, der über eine ausziehbare Antenne verfügt. Das Gerät ist batteriebetrieben und verfügt über einen eingebauten WLAN-Chip, der ein eigenes Netzwerk erstellt.
Dieses Samsung Handy hat gleich einen integrierten Fernsehempfänger an Bord. Live Fernseh-Vergnügen im Park oder am Strand steht hiermit also nichts mehr im Wege.
Einen Angriff auf Apples iPhone bringt Google mit seinem ersten Handy "Nexus One" auf den Markt. Als Betriebssystem ist exklusiv die Version 2.1 von Android an Bord. Die Revolution ist zwar ausgeblieben, aber eine Alternative zum iPhone ist es allemal.
Diese runden Geräte namens "Zoom" sollen verhindern, dass man sein Handy vergisst. Sie halten per Bluetooth Kontakt zum Telefon und schlagen Alarm, wenn sie außer Reichweite des Handys geraten.
Praktisch ist auch diese "Powermat". Komplett kabellos können Akkus von Blackberrys, iPhones & Co. einfach durch "Drauflegen" geladen werden. Das Mitschleppen lästiger Ladekabel entfällt somit.
Eine Weltneuheit - Microvision's SHOWWX Laser Pico Projector. Dieser Laserprojektor kann an Notebooks, Handy oder Digitalkameras angeschlossen werden und Bilder sowie Videos in VGA-Qualität auf beliebige Gegenstände projezieren. Mit seiner ...
... PDA-Größe ist er dabei erstaunlich klein und durch den Batteriebetrieb portabel und flexibel einsetzbar.
In diesem Segment versucht sich auch die Firma 3M. Mit ihrem MPro120 Pocket Projector können auch Bilder und Videos von angeschlossenen Computern und Handys projeziert werden. Vorteil hier - eingebaute Lautsprecher ermöglichen auch Tonwiedergabe.
LG nutzt in diesem portablen DVD-Player und TV-Empfänger erstmals den in den USA entwickelten ATSC-M/H Standard. Neben DVB-H und DMB könnte er der dritte Übertragunsstandard für mobiles Fernsehen werden. Vorzüge: ein Rückkanal für interaktive Dienste.
Ein weiterer Trend auf der CES 2010 - E-Book-Reader. Dieser ist von Samsung entwickelt und wird als 6- und 10-Zoll-Variante auf den Markt kommen. Per Wi-Fi und Bluetooth gelangen die Inhalte auf das Gerät. Als Contentpartner ist Google an Bord.
Dieses E-Book ist von Entourage Edge entwickelt worden und verfügt gleich über zwei Displays. Es entspricht damit eher den Lesegewohnheiten einer Zeitung. Als Betriebssystem läuft Googles Android an Bord.
General Motors und OnStar haben gemeinsam eine App für Smartphones entwickelt, die Auskunft über den Zustand des Elektroautos Chevrolet Volt gibt, z.B. Ladezustand der Batterie, Fernsteuerung der Klimanlage oder Datendownload aus dem Bordcomputer.
Die Firma iLuv entwickelt speziell auf das iPhone abgestimmte Geräte. So wie diese Stereolautsprecher mit Dockingstation. Hier wird das Gerät mittels der Alarm-Funktion vom iPhone zum Wecker.
Auch die Firma Vestalife folgt der Devise: kannst du selber keinen besseren MP3-Player als den iPod bauen, nutze diesen lieber für deine eigenen Geräte. Wie in diesem Fall "Wings", ein Lautsprecher mit eingebauter Dockingstation in Kugeloptik.
Eine Symbiose aus Lautsprecher und Lichtspender will Hersteller Klipsch mit diesem Gerät darstellen. Der Lautsprecher wird in eine herkömmliche Glühbirnenfassung geschraubt, leuchtet auch und bekommt drahtlos Musiksignale übermittelt , die er abspielt.
Popbox ist der ultimative Netzwerk-Medienplayer. Es können sowohl eigene Medienbibliotheken von Fotos, Videos und Musik auf dem PC abgespielt als auch Inhalte von populären Online-Services wie Youtube, Shoutcast oder ähnlichem wiedergegeben werden.
Auch Sony steigt in den Ring der Mini-Videokameras ein. Die Bloggie-Serie richtet sich speziell an die Bedürfnisse jüngerer Nutzer und ermöglicht Filmaufnahmen in High Definition.
Wie von einem anderem Planeten sieht dieses Flugobjekt aus. Der Parrot AR.Drone lässt sich mit einem iPhone steuern – und überträgt dabei live einen Videostream auf das Display des Handys.
Und schließlich noch ein absolutes Muss für tauchende Filmfreaks - die Liquid Image Scuba Series HD320. Tauchgänge können mit dieser Hightech-Taucherbrille in bester Videoqualität aufgezeichnet werden - und der Kameramann hat dennoch die Hände frei.
Video: 3D auf dem Vormarsch - Las Vegas zeigt die Zukunft
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Am 5. Januar 2010 hat Google sein erstes Handy vorgestellt - das "Nexus One". Es ist eine Kampfansage an das Apple "iPhone" und andere Alleskönner-Handys. Der Internetkonzern verlängert damit seine Aktivitäten im Handy-Markt.
Seit knapp zwei Jahren ist Google bereits mit seinem Betriebssystem Android aktiv, jetzt hat der Technologiekonzern sein erstes eigenes Handy auf dem Markt. Aber was kann es genau und was kann es vor allen Dingen besser als seine Konkurrenten?
Es verfügt über viele technische Fähigkeiten, die bereits bei der Konkurrenz im Einsatz sind: Google verzichtet auf eine Tastatur und stattet das "Nexus One" mit einem berührungsempfindlichen Display aus, ...
... welches jedoch mit 800 x 480 Bildpunkten größer ausfällt als beim iPhone. Weitere Austattungsmerkmale: HSPA, WLAN inklusive 802.11n-Support, Bluetooth und eine ...
... 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz. Die Rückseite ist angeblich mit Teflon beschichtet. Der Speicher lässt sich bis 32 GByte aufstocken, geplant ist eine 4 GByte große microSD-Karte beizulegen. Auffällig ist ...
... der 1 GHz schnelle Snapdragon-Prozessor von Qualcomm, der im Inneren seine Arbeit verrichtet. Dieser ist nach Angaben des Herstellers der derzeit schnellste verfügbare Handy-Chip auf dem Markt. Als Betriebssystem ist exklusiv ...
... die verbesserte Version 2.1 von Googles Android installiert. Es soll Verbesserungen bei der Navigation bringen und verfügt über die bereits in der Vorgängerversion enthaltene kostenlose Navigations-Software. Innovativ ist ...
... die aktive Geräuschunterdrückung. Ein zweites Mikrofon auf der Rückseite hilft der Elektronik Nebengeräusche zu eliminieren, so dass man seinen Gesprächspartner besser versteht.
Praktisch in der Hand und Tasche dürfte es auf jeden Fall liegen. Das "Nexus One" besitzt die Maße von 119 x 59,8 x 11,5 Millimeter bei einem Gewicht von 130 Gramm.
Fünf Homescreens, aufgepeppte Icons und animierte Hintergründe stehen ab Werk zur Verfügung. Außerdem unterstützt das Gerät zahlreiche Webanwendungen wie unter anderem ...
... Google Earth, Wetter-Widget, verbesserte Verwaltung von Facebook-Kontakten und die vorinstallierte Navigationsfunktion Google Maps Navigation. Absoluter Vorteil des "Nexus One" gegenüber Apples iPhone ist, ...
... dass es vieles von dem, was man sich beim iPhone für teures Geld im App Store hinzu kaufen muss, wie etwa eine Navigationssoftware, beim "Nexus One" ab Werk dazu gibt.
Hergestellt wird das Google-Handy vom taiwanischen Spezialisten HTC, der mit Eigenentwicklungen bereits seit einiger Zeit selbst auf den lukrativen Markt der Smartphones drängt. Auf dem Bild ist Peter Chou, CEO von HTC, bei der Pressevorführung zu sehen.
Hier preist Erick Tseng, Senior Produkt Manager von Google, die Vorteile seiner neuen Wunderwaffe gegen Apple an. Schlaflose Nächte brauchen er und seine Kollegen nicht zu haben - erste Testeindrücke vom Handy fallen durchaus positiv aus. Außerdem ...
... ist die Vertriebsstrategie ein Vorteil für Google. Während das iPhone in vielen Ländern nur in Kombination mit bestimmten Mobilfunkverträgen zu bekommen ist, kann man das "Nexus One" auch ganz ohne Vertrag bekommen. Käuflich zu erwerben, ...
... wird es ausschließlich über einen eigens eingerichteten Web-Shop von Google sein. In den USA kostet es ohne Vertrag 529$ (370€), mit Zwei-Jahres-Vertrag von T-Mobile USA 179$ (125€). Die Preise für Deutschland stehen noch nicht fest. Bei uns ...
... soll es im kommenden Frühjahr auf den Markt kommen. Lediglich Kunden in den USA, Großbritannien, Singapur und Hongkong können es bereits jetzt kaufen. Vorteile für den Konsumenten wird Googles Handy auf jeden Fall bringen: Erstmals ...
... geht ein Unternehmen gegen Apple in Stellung, das die Fähigkeiten und Möglichkeiten hat, Bewegung in den Markt zu bringen. Bei Apple ist man also gezwungen das nächste iPhone so zu verbessern, ...
... dass es sich wieder deutlich von der Konkurrenz abhebt. Und möglicherweise ergeben sich auch Verbesserungen bei den Kauf- und Vertragsmodalitäten für das iPhone - so dass sich Groß und Klein den Traum vom iPhone erfüllen können.

(N24, Danilo Brandt)

08.01.2010 11:17 Uhr

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