Walschützer vs. Walfänger
Schnellboot nach Kollision gesunken
In der Antarktis ist das Schnellboot "Ady Gil" der Umweltaktivisten von "Sea Shepherd" gesunken. Das Boot war bei einer Kollision mit einem Walfangschiff schwer beschädigt worden.
Zwei Tage nach der Kollision mit einem japanischen Walfangschiff ist ein Boot der Tierschutzorganisation Sea Shepherd in der Antarktis gesunken. Wie der Gründer und Präsident der Organisation zum Schutz der Wale, Paul Watson, mitteilte, habe die "Ady Gil" immer mehr Wasser aufgenommen und sei nicht mehr zu retten gewesen. Die Aktivisten hatten versucht, den Hightech-Trimaran zu einer französischen Forschungsstation zu schleppen. Das Schnellboot war am Mittwoch rund 2500 Kilometer südlich der australischen Insel Tasmanien mit dem japanischen Walfangbegleitschiff "Shonan Maru 2" zusammengestoßen. Dabei wurde der Bug des Bootes, das 2008 den Weltrekord für die schnellste Weltumrundung eingefahren hatte, abgetrennt. Walfänger und Tierschützer machten sich gegenseitig für die Kollision verantwortlich.
Alle sechs Besatzungsmitglieder der "Ady Gil", fünf Neuseeländer und ein Niederländer, waren gerettet und von einem anderen Sea-Shepherd-Boot aufgenommen worden. Die Seefahrtsbehörden in Neuseeland und Australien untersuchen den Unfall. Nach der Kollision hatte Sea Shepherd die neuseeländische Regierung aufgefordert, Marineschiffe zum Schutz seiner drei Boote zu entsenden. Dies hat Außenminister Murray McCully abgelehnt. Wenn Menschen entschlossen seien, ihr Leben auf hoher See zu riskieren, sei es nicht Aufgabe der Regierung, sie zu schützen, sagte er dem neuseeländischen Rundfunk.
(dpa, N24)
08.01.2010 08:56 Uhr








