Das Parlament in Portugal hat die Einführung der Homo-Ehe beschlossen: Die Abgeordneten in Lissabon stimmten in erster Lesung einem Gesetzentwurf der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Socrates zu, der das Recht der Homosexuellen auf Eheschließung vorsieht. Zugleich lehnten sie Entwürfe der Grünen und der Linken ab, Homosexuellen auch das Adoptionsrecht zuzugestehen.
Kurz vor der Abstimmung hatte Ministerpräsident José Socrates das Recht der Homosexuellen auf Eheschließung im Namen von "Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Humanismus" verteidigt. Vor dem Parlament in Lissabon sagte er, der vorliegende Gesetzentwurf solle das jahrzehntelange Unrecht gegenüber Homosexuellen wiedergutmachen.
Die Debatte über die geplante Neuregelung verlief verhältnismäßig unaufgeregt - anders als vor der entsprechenden Neuregelung im benachbarten Spanien 2005. Obwohl auch Portugal stark vom Katholizismus geprägt ist, gab die katholische Kirche frühzeitig zu erkennen, dass sie sich aus der Gesetzgebung heraushalten wolle.
(AFP)
08.01.2010 15:18 Uhr









