China größtes Autoland

Die Auto-Welt im Wandel

Der Autobauer Daimler hofft, die Talsohle beim Absatz durchschritten zu haben, Renault jubiliert, Rolls-Royce verzeichnet einen enormen Einbruch und China ist seit 2009 der größte Automarkt der Welt.

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China hat die USA 2009 als weltgrößten Automarkt abgelöst.
China hat auf der Auto-Show in Shanghai zu alten Tugenden zurückgefunden: Schöne Autos, wie hier der Maserati, werden ...
... von schönen Frauen präsentiert.
Das Filetstück von Porsche ist der neue Familienschlitten Panamera.
Mit dem Neuen will Porsche Nutzwert und Sportlichkeit verbinden.
Bei einer Länge von 4,97 Meter passt in die Limousine allerhand rein.
Zum Beispiel diese beiden Schönen. Naja, man kann sie auch am Kotflügel ...
... posieren lassen. Macht den Panamera noch schicker!
Auch Rover setzt bei der Präsentation seiner Modelle auf weibliche Grazie.
Asiatische Schönheit versus bulliger Jeep.
Selbstverständlich wird auch das Zubehör in Shanghai entsprechend präsentiert.
Schließlich sagen nicht nur die Felgen etwas über den Fahrer eines Fahrzeugs aus.
Bei so viel ansehnlicher Weiblichkeit muss man Angst haben, dass die Fahrzeuge in den Hintergrund geraten.
Aber Autos gibt es auch noch. Hier der neue Mazda MX-5.
Auch nicht zu verachten der neue MG6.
Selbst der kleine Toyota Yaris bekommt in Shanghai ein ganz neues Format.
Auch der Toyota Highlander darf so von sich behaupten: "Es kann nur einen geben!"
Während VW bei den letzten Automessen auf Models verzichtetet, wird in China der Polo wieder standesgemäß ausgestellt.
Mitsubishi präsentiert den neuen Lancer Sportback.
Chevrolet zeigt den neuen Camaro.
Cadillac wartet mit dem CTS auf.
GM überrascht mit dem nagelneuen Buick, der hier als Konzept vorgestellt wird.
Der Buick überrascht mit innovativen Einstiegsmöglichkeiten und ...
... GM lässt die Besucher ganz eigene Einblicke in den Innenraum des Buick nehmen.
Ford lässt seinen neuen Stadtflitzer, den Fiesta, mit einer ganz eigenen Bühnenshow auf das Publikum in Shanghai los.
Der Mazda Kiyora ist so futuristisch, dass sich die Frage stellt, ob das die Polizei erlaubt.
Auffällig ist in Shanghai, dass die Männer putzen und die Frauen die Autos präsentieren. Hier wird ein Roewe 550 auf Hochglanz poliert.
Ein Hingucker für das weibliche Publikum ist in China das Smart Cabriolet.
Ein ernstzunehmender Konkurrent für den kleinen Deutschen könnte in Asien der Nissan Nuvu werden, der allerdings erst als Konzept vorliegt.
Im ADAC-Crashtest ist der chinesische Mittelklassewagen BS4 von Brilliance durchgefallen: Null Sterne unter anderem wegen des fehlenden ESP.
Insgesamt sind die Insassen des BS4 beim Crash sehr hohen Belastungen ausgesetzt
Beim Seitencrash sieht es für den BS4 nicht ganz so schlecht aus
Beim Seitenaufprall ist jedoch auch der Bauchbereich der Insassen gefährdet
Der Airbag wird vom Fahrerkopf einfach durchschlagen.
Chrom-Verzicht: Das Mercedes W 124 Coupé (vorne) und seine Vorgänger
Coupé, Limousine und Kombi sind die Grundpfeiler des 124-Programms
Familienbande: Optisch orientiert sich der W 124 (Mitte) am Mercedes 190 (links)
Begehrtes Schaustück: Der W 124 auf der IAA 1985
Typisch für die damaligen Mercedes-Modelle ist die senkrecht zu stellende Motorhaube
An dem Abrißheck mit schräg gestellten Rückleuchten scheiden sich 1984 die Geister
Maßgeblichen Einfluß auf den 124er hatte der damalige Daimler-Chef Werner Breitschwerdt
Schön und praktisch: Das T-Modell kam wie der Allradantrieb 4matic 1985 auf den Markt
Der Aufpreis für die 4matic betrug damals immense 12.000 DM
Aufgehübscht: Modellpflege 1989 mit breiten Seitenschutzleisten
Erkennungszeichen ausgestellte Radhäuser: Der 500 E mit 326 PS wird bei Porsche gebaut
Von Anfang an ist der W 124 bei Tunern beliebt, hier eine AMG-Version
Ab 1992 im Angebot: Die Cabrioversion mit vier Sitzen
Ab 1993 läuft der W 124 offiziell als E-Klasse, erkennbar am Heckschriftzug
Bei der letzten Modellpflege 1993 gibt es weiße Blinker und einen anderen Kühlergrill
An den zweifarbigen Rückleuchten erkennt man die späten Jahrgänge des W 124
Hübsches Heck: Das T-Modell des W 124 wird bis 1996 gebaut
Ein beliebtes Zubehör waren und sind die weißen Blinker
Als Taxi noch heute im Einsatz: Der W 124 vor dem Mercedes-Museum (2.v.l.)

Der Autobauer Daimler hat nach einem 10-Prozent-Einbruch im Jahr 2009 die Talsohle durchschritten und rechnet mit steigenden Verkaufszahlen. Daimler-Chef Dieter Zetsche erwartet für 2010 einen Absatz leicht über dem Niveau von 2009. Im Krisenjahr hatte die Kernmarke Mercedes-Benz 9,7 Prozent auf 1,012 Millionen Stück verloren.

Zetsche sagte, der Konzern habe sich beim Absatz in der zweiten Jahreshälfte schrittweise verbessern können. Im vierten Quartal lagen die Verkaufszahlen um 13 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dazu habe neben der E-Klasse auch die neue Generation der S-Klasse beigetragen.

Renault ist einer der großen Gewinner

Der französische Autobauer Renault gehörte 2009 dagegen zu den großen Gewinnern auf dem deutschen Automarkt. Dank der Abwrackprämie steigerte der Hersteller den Absatz seiner Marken Renault und Dacia um 45 Prozent und verkaufte fast 240.000 Fahrzeuge. Die rumänische Billigtochter Dacia konnten ihren Absatz 2009 sogar mehr als verdreifachen. Insgesamt erhöhte die Renault-Gruppe ihren Marktanteil von knapp 5 auf gut 6 Prozent. Die Marke Renault selbst steigerte den Absatz von Personenwagen um 17 Prozent und blieb damit unter dem Durchschnitt der Branche.

Rolly-Royce mit Absatzeinbruch

Der Luxushersteller Rolls-Royce musste im abgelaufenen Jahr einen Absatzeinbruch um 17,3 Prozent auf 1.002 Autos hinnehmen. Ein schlechteres Ergebnis bei der BMW-Tochter verhinderte die Einführung des neuen Modells Ghost, von dem im Dezember die ersten 150 Exemplare ausgeliefert wurden.

China größtes Autoland

China hat die USA 2009 als weltgrößten Automarkt abgelöst. Nach Industrieangaben stieg der Pkw-Absatz auf 10,3 Millionen. Den gesamten Fahrzeugabsatz schätzte der chinesische Auto-Verband auf 13,6 Millionen, das wäre ein Anstieg um 45 Prozent gegenüber 2008. In den USA war der Absatz von Pkw und leichten Lkw im gleichen Zeitraum um 21 Prozent auf 10,4 Millionen Stück eingebrochen. Damit sind zum ersten Mal überhaupt in einem Land mehr Fahrzeuge als in den USA abgesetzt worden.

Toyota Prius punktet in Japan

Mit dem Toyota Prius ist erstmals ein Hybridauto meistverkauftes Auto in Japan geworden. Im Jahr 2009 wurde es insgesamt 208.876 Mal verkauft, wie die Vereinigung der Automobilhändler mitteilte. Die Absatzzahlen für den Prius haben sich damit gegenüber dem Vorjahr fast verdreifacht.

(APD, N24)

08.01.2010 20:30 Uhr

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