Der Autobauer Daimler hofft, die Talsohle beim Absatz durchschritten zu haben, Renault jubiliert, Rolls-Royce verzeichnet einen enormen Einbruch und China ist seit 2009 der größte Automarkt der Welt.
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Der Autobauer Daimler hat nach einem 10-Prozent-Einbruch im Jahr 2009 die Talsohle durchschritten und rechnet mit steigenden Verkaufszahlen. Daimler-Chef Dieter Zetsche erwartet für 2010 einen Absatz leicht über dem Niveau von 2009. Im Krisenjahr hatte die Kernmarke Mercedes-Benz 9,7 Prozent auf 1,012 Millionen Stück verloren.
Zetsche sagte, der Konzern habe sich beim Absatz in der zweiten Jahreshälfte schrittweise verbessern können. Im vierten Quartal lagen die Verkaufszahlen um 13 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dazu habe neben der E-Klasse auch die neue Generation der S-Klasse beigetragen.
Renault ist einer der großen Gewinner
Der französische Autobauer Renault gehörte 2009 dagegen zu den großen Gewinnern auf dem deutschen Automarkt. Dank der Abwrackprämie steigerte der Hersteller den Absatz seiner Marken Renault und Dacia um 45 Prozent und verkaufte fast 240.000 Fahrzeuge. Die rumänische Billigtochter Dacia konnten ihren Absatz 2009 sogar mehr als verdreifachen. Insgesamt erhöhte die Renault-Gruppe ihren Marktanteil von knapp 5 auf gut 6 Prozent. Die Marke Renault selbst steigerte den Absatz von Personenwagen um 17 Prozent und blieb damit unter dem Durchschnitt der Branche.
Rolly-Royce mit Absatzeinbruch
Der Luxushersteller Rolls-Royce musste im abgelaufenen Jahr einen Absatzeinbruch um 17,3 Prozent auf 1.002 Autos hinnehmen. Ein schlechteres Ergebnis bei der BMW-Tochter verhinderte die Einführung des neuen Modells Ghost, von dem im Dezember die ersten 150 Exemplare ausgeliefert wurden.
China größtes Autoland
China hat die USA 2009 als weltgrößten Automarkt abgelöst. Nach Industrieangaben stieg der Pkw-Absatz auf 10,3 Millionen. Den gesamten Fahrzeugabsatz schätzte der chinesische Auto-Verband auf 13,6 Millionen, das wäre ein Anstieg um 45 Prozent gegenüber 2008. In den USA war der Absatz von Pkw und leichten Lkw im gleichen Zeitraum um 21 Prozent auf 10,4 Millionen Stück eingebrochen. Damit sind zum ersten Mal überhaupt in einem Land mehr Fahrzeuge als in den USA abgesetzt worden.
Toyota Prius punktet in Japan
Mit dem Toyota Prius ist erstmals ein Hybridauto meistverkauftes Auto in Japan geworden. Im Jahr 2009 wurde es insgesamt 208.876 Mal verkauft, wie die Vereinigung der Automobilhändler mitteilte. Die Absatzzahlen für den Prius haben sich damit gegenüber dem Vorjahr fast verdreifacht.