TV-Debüt bei Fox

Sarah Palin enttäuscht Erzkonservative

Sarah Palin hat mit ihrem Debüt als TV-Kommentatorin viele Anhänger enttäuscht. Die Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin blieb trotz Anfeindungen gegenüber Präsident Barack Obama eher zurückhaltend.

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Sarah Palin soll es auf die Präsidentschaft abgesehen haben. Ihre TV-Auftritte könnten ihr bei diesem Vorhaben helfen.
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Die Republikanerin Sarah Palin hat einen neuen Job: Nachdem sie ihr Amt als Gouvernerin des US-Bundestaates Alaska im Juli 2009 niedergelegt hat und 2008 aus ihrem Traum ...
... der Vizepräsidentschaft an der Seite von John McCain nichts geworden ist, wechselt sie nun ins Showgeschäft. Beim amerikanischen Fernsehsender Fox News versucht sich Palin künftig ...
...als Kommentatorin von politischen Nachrichtensendungen und als Moderatorin von einer Reality-Serie. Fernsehluft hat sie bereits 2008 beim TV-Duell mit ihrem demokratischen Gegner John Biden geschnuppert. Weitere Tipps für die Showkarriere könnte ...
... sie sich bei ihrer "Doppelgängerin" Tina Fey (l.) holen. Der amerikanische Comedy-Star sorgt mit seiner Parodie auf die Republikanerin während der Präsidentschaftswahlen 2008 für viele Lacher und macht das so hervorragend, dass sie ...
... dafür sogar mit einem Emmy ausgezeichnet wird. Allerdings vermuten Experten, dass hinter Palins angepeilter Fernsehkarriere ein ernster Hintergrund steckt: Der gesteigerte Bekanntheitsgrad durch die Fernsehpräsenz könnte ihr bei einer ...
... von Palin nicht ausgeschlossenen Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2012 nutzen. In der letzten Zeit hat sie vor allem durch die Veröffentlichung ihrer Memoiren und ...
... die öffentlich ausgetragenen Streitereien mit ihrem ehemaligen Schwiegersohn Levi Johnston (im Bild neben Palins Tochter Bristol) von sich Reden gemacht.
Das Showgeschäft und die Politik: Auch diese Dame kennt beide Welten, auch wenn sie sie in der anderen Reihenfolge wie Sarah Palin "betreten" hat. Möglicherweise kommt Ihnen diese Frau als Erwachsene eher unbekannt vor. Ein Filmstar war sie nämlich ...
... als kleines Mädchen: Shirley Temple gehört in den 1930er Jahren zu den ersten Kinderstars, die Hollywood hervorgebracht hat. Als süßer Fratz mit Ringellocken und Stepptanzeinlagen verzaubert sie ihr Publikum. Doch mit der Pubertät endet für Temple ...
... die Filmkarriere. Später geht sie in die Politik, kandidiert 1966 für die Republikaner für einen Sitz im Kongress, verliert allerdings. 1969 arbeitet sie als Abgeordnete in der UN-Vollversammlung und 5 Jahre später als US-Botschafterin in Ghana.
"Ronald Reagan?! Der Schauspieler?!" In der Science-Fiction-Komödie "Zurück in die Zukunft" glaubt Doc Brown dem Zeitreisenden Marty McFly kein Wort, als der ihm 1955 wahrheitsgemäß voraussagt, dass Reagan 1985 Präsident der Vereinigten Staaten ist.
In der Tat macht sich Reagan vor seiner Wahl zum US-Präsidenten ...
... in Hollywood als Schauspieler einen Namen. Mit Filmen wie "John loves Mary" (im Bild mit Filmpartnerin Patricia Neal) aus dem Jahr 1949 feiert er aber eher kleine Erfolge. Ab Ende 1950 dreht er immer weniger Filme, verstärkt dafür allerdings ...
... sein Engagement in der Politik. 1962 tritt er in die repulikanische Partei ein, wird fünf Jarhe später Gouverneur von Kalifornien und von 1981 bis 1989 schließlich der 40. Präsident der Vereinigten Staaten.
Neben Ronald Reagan dürfte Arnold Schwarzenegger der bekannteste Politiker sein, der zuvor mit der Schauspielerei sein Geld verdient hat (Szenenfoto aus "Collateral Damage", 2002).
Insbesondere durch seine erfolgreichen "Terminator"-Filme wird er in Hollywood zum Superstar. Nach "Terminator 3" (Szenenfoto) hängt er 2003 - bis auf ein paar Cameoaufritte - die Schauspielerei zu Gunsten der ...
... Politik an den Nagel - auch das mit Erfolg: Seit 2003 regiert der Republikaner als Gouverneur den Bundesstaat Kalifornien. An Schwarzenegger nimmt sich sein Freund ...
... Ralf Möller wohl gerne ein Beispiel. Wie Schwarzenegger feiert Möller zunächst Erfolge in der Bodybuilder-Szene, bevor er sich Ende der 1980er Jahre auf die ...
... Schauspielerei konzentriert. Zu seinen bekanntesten Rollen gehört die des Hagen in dem Oscar-prämierten Momumentalfilm "Gladiator". Seit Mitte 2000 engagiert sich Möller auch ...
... öffentlich in der Politik. Eine Begegnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Februar 2005 führt dazu, dass Möller anschließend Wahlkampf für die CDU macht. Im darauffolgenden Jahr startet er mit Bundesministerin Ursula von der Leyen zusammen ...
... die bundesweite Veranstaltungsreihe "Starke Typen" für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers unterstützt die Initiative.
In November 2009 trifft Möller Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin zu einer Diskussionsveranstaltung zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Möller will offenbar fest Fuß in der Politik fassen. Das will auch ...
... er: Schauspieler Peter Sodann unterstützt die Partei "Die Linke". Diese nominiert ihn im Oktober 2008 zum Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. Bei der Wahl im Mai 2009 ist Sodann allerdings chancenlos. Aber das Gute an diesen "Zweitberufen" ...
... ist ja, dass man zur Not wieder auf das erste Standbein zurückgreifen kann. So kann sich Sodann überlegen, ob er nicht doch irgendwann mal wieder als "Tatort"-Kommissar ermitteln will (Szenenfoto: "Bei Auftritt Mord"). Sieht ja auch ganz spannend aus!
Video: Abrechnung - Sarah Palin stellt Biographie vor
Video: Wirbel um Sarah Palin - Alaskas Gouverneurin tritt zurück

Zahnloses TV-Debüt der republikanischen US-Politikerin Sarah Palin: Ohne rhetorische Highlights, ohne echte Spitzen verlief der erste Auftritt der ehemaligen Vizepräsidentschafts-Kandidatin als Kommentatorin beim erzkonservativen Sender Fox News. Sie wolle eine "faire und ausgewogene Analyse" abgeben, sagte Palin bei ihrem 20-minütigen Einstand bei der "O'Reilly-Show". Zwar kritisierte sie Präsident Barack Obama ("Natürlich fallen seine Umfragewerte"), bemängelte die geplante Gesundheitsreform, und beteuerte immer wieder, die Regierung habe "den Kontakt mit dem amerikanischen Volk verloren". Doch echte Breitseiten blieben aus. Trotz mehrfachen Drängens wollte sich die Hardline-Politikerin nicht für einen Militärschlag gegen den Iran aussprechen. Dies solle eine "letzte Option" bleiben, meinte Palin, die im schwarzen Kostüm mit braver Halskette und großer Brille auftrat.

Der Deal, für den Rupert-Murdoch-Sender zu kommentieren, hatte Schlagzeilen in den USA ausgelöst. Insider behaupten, die populistische Politikerin wolle ihre nunmehr regelmäßige TV-Präsenz vor allem als Sprungbrett für eine Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2012 nutzen. Erst unlängst hatte sie mit ihren Memoiren "Going Rogue: An American Life" (etwa: Außer Rand und Band: Ein amerikanisches Leben) einen Medien-Coup gelandet. Palin hatte im Wahlkampf 2008 als Vize-Kandidatin des unterlegenen John McCain Furore gemacht. Während Anhänger sie als neuen republikanischen "Politiker-Typ" feierten, machten sich Kritiker über rhetorische Patzer lustig. Auch bei Fox News wurde die frischgebackene Meinungsmacherin gefragt, ob die Behauptung böser Zungen denn wirklich richtig sei, dass sie Nord- und Südkorea nicht unterscheiden könne. Palins Antwort: "Natürlich sind das nur Lügner."

(dpa, N24)

13.01.2010 18:26 Uhr

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