Zu aufregend?

Mann stirbt nach "Avatar"-Besuch

In Taiwan ist ein Mann nach dem Besuch des 3D-Kinofilms "Avatar" an einer Hirnblutung gestorben. In China soll der Blockbuster derweil aus ganz anderen Gründen aus den Kinos verschwinden.

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In dem epischen Fantasy-Abenteuer "Avatar - Aufbruch nach Pandora" (Kinostart 17. Dezember) entführt Star-Regisseur James Cameron ("Titanic“, "Aliens – Die Rückkehr“, "Terminator“) sein Publikum in eine faszinierende neue Welt.
Gemeinsam mit Jake Sully (Sam Worthington) taucht der Zuschauer in eine fesselnde Story ein und geht auf eine Reise voller Gefahren und Entdeckungen: Vor Jahren wurde Jake Sully schwer verwundet und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt. Als ...
... ihm für ein Projekt das Angebot unterbreitet wird, zum weit entfernten Planeten Pandora zu reisen, willigt er schnell ein, um seinem für ihn sinnlos gewordenen Leben zu entkommen. Denn dort erwarten ihn ...
... unvorstellbar schöne und farbenreiche Landschaften aus üppigen Regenwäldern mit fantastischen Pflanzen und Tieren. Doch Pandora ist nicht unbewohnt: ...
Die Na'vis sind die Ureinwohner des Planeten und leben im Einklang mit der Natur, die sie umgibt.
Pandora ist reich an dem für den Menschen sehr wertvollen Rohstoff Unobtainium. Da der Mensch in der Atmosphäre Pandoras nicht existieren kann, wurde ein wissenschaftliches Projekt initiiert, ...
... bei dem genetisch manipulierte Hybride aus menschlicher und Na'vi-DNA erschaffen wurden: die so genannten Avatare. Ein Avatar wird von einem Menschen mental gesteuert, ...
... indem das menschliche Gehirn und die Gefühlsrezeptoren über eine spezielle Technologie mit dem Avatar-Körper verbunden sind.
Leiterin des Projekts ist die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver), die Jake zunächst skeptisch gegenüber tritt.
Während Jakes Erkundigungen auf Pandora trifft er die junge und schöne Na'vi Frau Neytiri (Zoe Saldana), die ihn sofort fasziniert.
Durch sie lernt er nach und nach das Leben und die Kultur der Na'vis kennen. Doch je mehr Zeit Jake mit den Na’vis verbringt, ...
... desto mehr gerät er in einen Konflikt, mit sich selbst und mit seiner Außenwelt. Er muss sich entscheiden, ...
... auf wessen Seite er steht – in einem Kampf, der über das Schicksal einer ganzen Welt entscheidet.
Für den Soundtrack des Films wird Erfolgskomponist James Horner (Mitte im Bild, u.a. Braveheart, Titanic, Apollo 13) gewonnen. Er schreibt den von Leona Lewis (links im Bild) gesungen Titelsong zum Film "I see you". Rechts ist James Cameron zu sehen.
James Cameron erdenkt die Story zum Film bereits vor 14 Jahren, jedoch fehlen damals die technischen Möglichkeiten zur Umsetzung seiner Vision.
Jetzt, nach vier Jahren aktiver Produktionsarbeit, bietet "Avatar" ein völlig neuartiges Kinoerlebnis. Bis zuletzt arbeiten James Cameron und sein Team fieberhaft am Feinschliff des Films.
Am meisten Zeit nehmen Tonmischung und Spezialeffekte in Anspruch - letztere sind auch der höchste Kostenfaktor des Films, der mit großer Wahrscheinlichkeit teurer wird als alles, was bislang für die große Leinwand produziert worden ist.
Experten schätzen, dass "Avatar" als erster Film überhaupt die Budgetgrenze von 500 Millionen Dollar überschreiten wird.
Regisseur Cameron kann von einer derartigen Kostenexplosion nur Positives abgewinnen: "Das Kinopublikum profitiert davon, wenn die Studios durchdrehen und Unsummen für ihre Filme verpulvern." Soll das Kinopublikum entscheiden, ob Cameron Recht behält.
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Der Starauflauf ist jedes Jahr groß bei der Verleihung der amerikanischen "Golden Globes". Trotz Regen wollten sich auch George Clooney und seine derzeitige Freundin Elisabetta Canalis sowie ...
... Jennifer Aniston und Schauspielkollege Gerard Butler das Event nicht entgehen lassen. Kein Wunder, schließlich gelten die "Golden Globes", die in den Kategorien Film und Fernsehen vergeben werden, …
… als bedeutendste Film-Auszeichnung nach den "Oscars" und als wichtigster Fernseh-Preis nach den "Emmys". Außerdem wird der "Golden Globe" auch als Vorbote für den "Oscar" gehandelt (im Bild: Heidi Klum und Ehemann Seal).
Mickey Rourke musste sich 2009 zwar "nur" mit dem Golden Globe als "Bester Schauspieler" ("The Wrestler") zufrieden geben. Aber manch anderer hielt nach der goldenen Weltkugel ein paar Wochen später auch den Goldjungen in seinen Händen. So wie …
… dieser Herr, der auch der Gewinner des Abends ist: James Cameron freut sich über die Preise "Bester Regisseur" und "Bester Film" in der Kategorie Drama für sein 3D-Abenteuer "Avatar – Aufbruch nach Pandora". Zusammen mit …
… den "Avatar"-Schauspielern Sam Worthington (l.), Zoe Saldana (M.), Sigourney Weaver (r.) und Produzent Jon Landau (2.v.r.) strahlt Cameron (2.v.l.) um die Wette. Vielleicht bekommt Cameron nun bald nach "Titanic" seinen zweiten Oscar?
Zweimal Grund zur Freude auch für den deutschsprachigen Raum: Christoph Waltz präsentiert stolz den Preis als "Bester Nebendarsteller". Für seine Rolle als Nazi in "Inglourious Basterds" wurde der Östereicher bereits mehrfach ausgezeichnet. Aber nie ...
... war der "Oscar" so greifbar nah wie jetzt. Das weiß mit Sicherheit auch Regisseur Quentin Tarantino, der Waltz hier auf der After-Show-Party glücklich in die Arme schließt. Und auch für ihn stehen die Chancen ...
... für den wichtigsten Filmpreis gut: Der österreichische Regisseur Michael Haneke bekam den Golden Globe für den "Besten fremdsprachigen Film" "Das Weiße Band". Die deutsch-österreichische Produktion wird im März 2010 ...
... bei den Oscars für Deutschland ins Rennen um den "Besten ausländischen Film" gehen.
Sie hat schon sechs der goldenen Erdkugeln zuhause, jetzt kommt Nummer sieben dazu: Meryl Streep zeigt stolz ihre Trophäe für "Beste Hauptdarstellerin" im Bereich Musical/Komödie für "Julie & Julia".
Auch sie ist "Beste Hauptdarstellerin", allerdings in der Kategorie "Drama". Für ihre Leistung in dem Film "The Blinde Side" erhielt Sandra Bullock ihren ersten Golden Globe.
Er teilt seinen Erfolg gerne und herzlich mit Ehefrau Susan: Robert Downey Jr. ist in Geberlaune, nachdem er für seine Rolle in "Sherlock Holmes" mit einem Golden Globe als "Bester Schauspieler (Musical/Komödie)" geehrt wurde.
Kultstatus erlangte Jeff Bridges als "Der Dude" in der Komödie "The Big Lebowski". Seinen ersten Golden Globe bekam er jetzt als "Bester Hauptdarsteller" in einem Drama: "Crazy Hearts".
Freut sich, und Nicole Kidman freut sich mit: Newcomerin Mo'nique hält lachend den Preis als "Beste Nebendarstellerin" in ihren Händen. Mit ihrer Rolle in dem Sozialdrama "Precious" feierte die Schauspielern ihren Durchbruch.
Bradley Cooper und Mike Tyson (r.): Der ehemalige Boxprofi hat immer mal wieder Ausflüge in die Schauspielerei unternommen. Jetzt darf er sich als Ensemble-Mitglied von ...
... "The Hangover" über den Preis "Bester Film" im Bereich Komödie/Musical freuen. Umrahmt von den Mitwirkenden präsentiert Regisseur Todd Phillips die Auszeichnung.
"Bester Schauspieler" in einer Fernsehserie: "Dexter"-Darsteller Michael C. Hall. Trotz seiner Krebserkrankung ließ es sich Hall nicht nehmen, den Preis selbst abzuholen. Unter den hier Vorgestellten ist er als TV-Star allerdings der Einzige, der sich ...
... keine Hoffnungen auf den Oscar machen kann. Christoph Waltz allerdings sollte sich besser schon einmal an das Posieren mit goldenen Trophäen gewöhnen!
Video: Camerons "Avatar" - Viereinhalb Jahre Produktionszeit
Video: "Avatar" im Kino - Sci-Fi-Abenteuer mit Botschaft
Video: Trailer zum Film - Avatar - Aufbruch nach Pandora

In Taiwan ist ein Mann an einer Hirnblutung gestorben, nachdem er sich das 3-D-Spektakel "Avatar" im Kino angesehen hatte. Der 42-Jährige habe unter hohem Blutdruck gelitten und sich während des Kinobesuchs zunächst unwohl gefühlt, sagte der Notarzt Peng Chin Chih. Bereits auf dem Weg ins Krankenhaus sei der Mann bewusstlos geworden. Die Ärzte hätten dann eine Blutung im Gehirn festgestellt, an deren Folgen er elf Tage später starb. Die Symptome seien vermutlich durch die "übermäßige Aufregung" im Kino ausgelöst worden. Die Zeitung "China Times" sprach anschließend von dem ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Science-Fiction-Film. In Internetforen hatten andere Zuschauer über Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Sehstörungen geklagt, nachdem sie sich "Avatar" und andere 3-D-Filme im Kino angesehen hatten.

Verbannung aus chinesischen Kinos

In China darf "Avatar" trotz eines regelrechten Besucheransturms in der Mehrheit der Kinos ab Freitag nicht mehr gezeigt werden. Kinos in Peking berichten, lediglich in Lichtspieltheatern mit 3D-Technologie könnte der bisher erfolgreichste Film in China noch gesehen werden. Inwieweit der Siegeszug des prämierten Hollywood-Streifens in China aus ideologischen Gründen oder wegen seiner starken Konkurrenz für heimische Filme gestoppt werden soll, blieb unklar.

Der Science-Fiction hat bei Chinesen einen Nerv getroffen, weil sich viele durch die Geschichte über die gewaltsame Vertreibung eines Volkes an das Schicksal ihrer eigenen Familien erinnert fühlen, die zwangsweise ihre Häuser für neue Immobilienprojekte verlassen müssen. China hat 1700 Lichtspieltheater mit mehr als 4000 einzelnen Kinosälen, von denen aber nur gut 500 dreidimensional ausgelegte Filme zeigen können.

"Konfuzius" als Ersatz

Chinas Propagandabehörden wollen "Avatar" vorzeitig auslaufen lassen, "weil er die Besucher an Zwangsumsiedlungen denken lässt und möglicherweise Gewalt auslösen könnte", berichtete die Hongkonger Zeitung "Apple Daily". Auch nehme der ausländische Film heimischen Produktionen die Einnahmen weg. "Avatar" wird von Samstag an durch den chinesischen Streifen "Konfuzius" ersetzt, mit dem traditionelle Werte des Philosophen propagiert werden sollen.

Die bekannte Kolumnistin Hung Huang beschrieb in der "China Daily", warum sich viele Chinesen mit dem Na'vi-Volk in dem Fantasie- Film identifizieren und sprach von einem "sozialen Phänomen". "All die zwangsweisen Umsiedlungen alter Nachbarschaften in China machen uns heute zu den einzigen Erdenbürgern, die wirklich das Leid der Na'vi nachempfinden können."

Parallelen zu den Na'vi

Der berühmte Blogger Han Han meinte: "Für Zuschauer in anderen Ländern ist eine solche brutale Räumung jenseits ihrer Vorstellungskraft. Es kann nur auf einem anderen Planeten oder in China stattfinden." Selbst die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua schrieb, viele Kinogänger sähen in dem Film "eine erfolgreiche Schlacht gegen eine Zwangsräumung". In dem Drama fänden Chinesen "einen bekannten sozialen Konflikt" wieder - erzwungene Abrisse durch Immobilienunternehmen und Stadtverwaltungen.

"Ich frage mich, ob James Cameron heimlich in China gelebt hat, bevor ihm eine solchen Idee für die Geschichte von "Avatar" kam, wenngleich mit einem vielversprechenden Ende", zitierte die Staatsagentur einen Blogger. Offen zitierte Xinhua auch den Kommentar eines Internetnutzers: "Wenn in China ein Immobilienunternehmen ein Stück Land haben will, müssen die Bewohner weichen - wenn sie sich weigern, greift das Immobilienunternehmen zu Gewalt."

Golden Globe für besten Film

In den ersten acht Tagen hatte "Avatar" in China bereits die Rekordsumme von 300 Millionen Yuan (30 Millionen Euro) eingespielt. Ob das erklärte Ziel von 500 Millionen Yuan nach dem weitgehenden Rückzug noch erreicht werden kann, ist ungewiss. Der Film hatte eigentlich über die wichtige Ferienzeit zum chinesischen Neujahrsfest noch bis Ende Februar in den Kinos laufen sollen. "Avatar" hatte in der Nacht zum Montag den Golden Globe als bester Film des Jahres gewonnen. Auch wurde sein Regisseur James Cameron von der Vereinigung der Auslandspresse in Hollywood ausgezeichnet.

(dpa, N24)

19.01.2010 12:08 Uhr

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