Ringen um Ratiopharm

Teva und Pfizer mit besten Aussichten

Im Bieterkampf um den Pharmahersteller Ratiopharm sind laut einem Bericht Teva und Pfizer die aussichtsreichsten Kandidaten. Alle anderen Interessenten sollen aus dem Rennen sein.

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Ratiopharm gehört derzeit noch zu der verschuldeten Merckle-Gruppe.
Video: Börse am Abend - Merckle-Gruppe trennt sich von ratiopharm
Video: Ratiopharm-Gründer - Industrieller Merckle begeht Selbstmord
Der Milliardär Adolf Merckle ist tot. Im Alter von 74 Jahren beging der Unternehmer Selbstmord.
Aus Verzweiflung über die Lage seines Firmenimperiums warf sich Merckle in Blaubeuren bei Ulm vor einen Zug.
Zuvor war seine Unternehmensgruppe, zu der auch HeidelbergCement und ratiopharm gehören, in eine Notlage geraten. Angehörige sagten, "die Ohnmacht, nicht mehr handeln zu können" hätten ihn gebrochen.
Immer wieder begehen Menschen des öffentlichen Lebens Suizid. So etwa auch die Ehefrau des Altkanzlers, Hannelore Kohl. Seit mehreren Jahren litt sie unter einer Lichtallergie, lebte lange Zeit isoliert.
Am 5. Juli 2001 starb Hannelore Kohl, die sich jahrelang für Unfallverletzte mit Schäden des Zentralnervensystems eingesetzt hatte, durch eine Überdosis Tabletten in Ludwigshafen.
Unter bekannten Selbstmördern finden sich viele Künstler. So etwa auch der Sänger der Grunge-Band Nirvana.
Am 5. April 1994 starb Kurt Cobain in seinem Haus in Seattle. Cobain hatte sich mit einer Schrottflinte in den Kopf geschossen. Zudem fanden die Ärzte eine Überdosis Heroin in seinem Blut.
Cobains Suizid löste weltweit Entsetzen und Trauer unter den Fans der Band aus.
Vier Jahre später wurde Rob Pilatus mit einer Überdosis Alkohol und anderen Drogen tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Pilatus (r) wurde als Sänger des Pop-Duos Milli Vanilli bekannt. Später stellte sich heraus, dass Pilatus nicht selbst gesungen hatte.
Am 2. Juli 1961 erschoss sich der Schriftsteller und Nobel-Preisträger Ernest Hemingway. Der dem Alkohol zugeneigte US-Amerikaner ...
... litt zeitlebens unter Depressionen.
Am 29. Juli 1890 starb der niederländische Maler Vincent van Gogh an den Folgen einer Schussverletzung. Van Gogh hatte sich die Kugel selbst in den Oberkörper geschossen, ob er sich tatsächlich töten wollte oder ob es sich lediglich ...
... um einen Hilferuf gehandelt hatte, ist nicht aufgeklärt. Noch heute verehren Millionen Menschen van Goghs Werke.
Als Folge schwerer Depressionen schied die britische Schriftstellerin und Verlegerin Virginia Woolf aus dem Leben. Am 28. März 1941 ging Woolf in den Fluss Ouse bei Lewes in Sussex, ein großer Stein in ihrem Mantel sollte sicherstellen, dass sie ertrinkt.
Ob es sich bei dem Tod des Journalisten und Schriftsteller Kurt Tucholsky um einen Selbstmord handelt, ist umstritten. Gewiss ist, dass der Publizist in der Nacht vom 20. auf den 21.12.1935 in Göteborg an einer Überdosis Schlaftabletten starb.
Durch die Nazi-Herrschaft ins Exil gezwungen, setzte der schwer an Krebs erkrankte Sigmund Freud seinem Leben am 23. September 1939 ein Ende.
Der Begründer des Psychoanalyse, auf diesem Foto gemeinsam mit seiner Frau Martha zu sehen, bat seinen Arzt um Sterbehilfe. Der gewährte sie ihm und verabreichte die gewünschte Dosis Morphin.
Immer wieder haben sich in der Vergangenheit auch Diktatoren und Verbrecher der Verantwortung durch Selbstmord entzogen. So beendete der kambodschanische Machthaber Pol Pot 1998 sein Leben, da er eine Auslieferung an die USA befürchtete.
Auch zahlreiche Nationalsozialisten umgingen auf diese Weise, für Holocaust und Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Neben Adolf Hitler begingen unter anderen Hermann Göring, Joseph Goebbels, Heinrich Himmler und Erwin Rommel Selbstmord.
Viele Terroristen der RAF setzten ihrem Leben selbst ein Ende. Ulrike Meinhof etwa erhängte sich am 9. Mai 1976 in der JVA Stuttgart. Andreas Baader erschoss sich in der sogenannten Todesnacht von Stammheim im Oktober 1977 selbst.

Beim geplanten Verkauf des Pharmaherstellers Ratiopharm zeichnet sich laut einem Bericht ein Bieterwettbewerb zwischen den Arzneimittelherstellern Teva und Pfizer ab. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise berichtete, gehören die beiden Pharmakonzerne zusammen mit dem schwedischen Finanzinvestor EQT zu den drei Bietern in der Endrunde des Verfahrens. Sie sollen bis Anfang Februar verbindliche Angebote vorlegen. Alle anderen Interessenten seien aus dem Rennen.

Dem Private-Equity-Fonds EQT räumen Beobachter dem Bericht zufolge allerdings nur geringe Chancen ein, da die Konkurrenten aus der Pharmabranche über das größere strategische Interesse, höheres Synergie-Potenzial und die stärkere Finanzkraft verfügten. Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind, erwarten demnach einen Preis für Ratiopharm von etwa 2,8 bis 3 Milliarden Euro.

Der Erlös soll weitgehend zur Entschuldung des bisherigen Eigners, der Merckle-Gruppe, verwendet werden, die sich vor gut einem Jahr auf Druck ihrer Gläubigerbanken zum Verkauf von Ratiopharm verpflichtet hatte. Das Verkaufsverfahren startete offiziell im vergangenen Juni. Die Merckle-Gruppe und die beteiligten Unternehmen wollten dem Bericht zufolge zum Stand der Verkaufsverhandlungen keine Stellung nehmen.

(apn, N24)

19.01.2010 09:23 Uhr

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