Erwartungen sinken

ZEW: Erholung - aber kein Aufschwung

Laut ZEW-Umfrage unter Wirtschaftsfachleuten hat Deutschland noch einen steinigen Weg aus der Rezession vor sich. Der monatliche Index sank zum vierten Mal in Folge leicht.

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Aufwärts geht es nach Expertenmeinung nicht, aber auch auch nicht so richtig abwärts.

Der Weg aus dem Rezessionstal ist nach Ansicht von Finanzmarktexperten noch lang. Die monatliche Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Fachleuten ergab, dass 2010 zwar mit wirtschaftlicher Erholung, nicht aber mit einem Aufschwung zu rechnen sei. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland fielen um 3,2 Punkte auf nun 47,2 Punkte. Es war der vierte Rückgang in Folge. Der Index liegt aber weiterhin über seinem historischen Mittelwert von 27,0 Punkten.

Besondere Skepsis äußerten die Finanzmarktexperten laut ZEW für die Fahrzeugbranche sowie Konsum und Handel. In diesen Bereichen würde für das kommende halbe Jahr eine rückläufige Entwicklung erwartet. Deutlich verbessert hätten sich hingegen die Aussichten für den Maschinenbau.

Erholung eher Schritt für Schritt als sprunghaft

Analysten der Nord LB erklärten, die leichte Eintrübung bei den Erwartungen sei für sich genommen noch kein Beinbruch. "Allerdings sei darauf hingewiesen, dass diese Zeitreihe nun bereits das vierte Mal in Folge rückläufig ist." Damit werde deutlich, welche konjunkturelle Entwicklung zu erwarten sei: Die Rezession sei überwunden die schlimmen Auftrags- und Produktseinbrüche seien überstanden. "Gleichzeitig dürfte die deutsche Konjunktur aber über Jahre hinweg mit den Spätfolgen der Krise zu kämpfen haben."

Fazit der Nord LB-Analysten: Die erste ZEW-Umfrage 2010 fällt verhalten aus. "Mit Blick auf die konjunkturelle Erholung kann man Xavier Naidoo - einen der bekanntesten Söhne der Stadt Mannheim - zitieren: 'Dieser Weg wird kein leichter.'" Nach der Euphorie einer überwundenen Rezession rücke nun wieder der nüchterne Blick für die Risiken in den Mittelpunkt. "Die Erholung wird sich fortsetzen - aber nicht sprunghaft, sondern eher Schritt für Schritt."

(apn, N24)

19.01.2010 13:00 Uhr

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