Fußball: VfB Stuttgart

Hitzlsperger hämmert für Lazio

Nationalspieler, Kapitän des VfB Stuttgart - das war einmal. Nun verabschiedet sich Thomas "The Hammer" Hitzlsperger aus dem Ländle und spielt künftig in Italien. Lazio Rom ist sein neuer Arbeitgeber

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"The Hammer" geht zu Lazio: Hitzlsperger verlässt VfB Stuttgart.
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Deutschland qualifiziert sich als klarer Gruppensieger, ungeschlagen für die Fußball WM 2010. Russland spielt in der Relegation.
Aus Europa haben sich zudem bisher folgende Mannschaften direkt qualifiziert: Dänemark, Schweiz, Slowakei, Deutschland, der Europameister Spanien, England, Serbien, WM-Titelverteidiger Italien und auch die Niederlande sind dabei.
Aus Afrika haben sich qualifiziert: Gastgeber Südafrika sowie Ghana und die Elfenbeinküste.
Aus der Nord- und Mittelamerika-Gruppe spielen die USA, Mexiko und Honduras sicher in Südafrika. Costa Rica als Viertplatzierter muß noch in die Play-Offs. Gegner ist dort der Fünftplatzierte Südamerika Vertreter Uruguay.
Die Play-off-Spiele in Europa für die WM-Qualifikation bestreiten: Portugal, Griechenland, Slowenien, Russland, Bosnien-Herzegowina, Ukraine, Frankreich und Irland.
Aus Südamerika haben sich vier Mannschaften bereits qualifiziert: Rekordweltmeister Brasilien, Chile, Paraguay und auf dem letzten Drücker Argentinien.
Aus Asien fahren die "Socceroos" aus Australien sowie Japan, Südkorea und dessen Nachbar Nordkorea nach Südafrika.
Sie sind die "Königlichen" und sie gehen standesgemäß einkaufen: Real Madrid hat für die teuersten Transfers in der Fußballgeschichte gesorgt. Die Wirtschaftskrise scheint spurlos am Verein vorüberzugehen, denn ...
... seit Manuel Pellegrini (im Bild) als neuer Trainer und der steinreiche Bauunternehmer Florentino Perez als zurückgekehrter Präsident bei Real das Sagen haben, heißt die Devise: Einkaufen bis der Arzt kommt.
Nur die besten Spieler sollen es sein: Gerade haben die Madrilenen mit dem Rekordangebot von 94 Millionen Euro für Cristiano Ronaldo seinen Verein Manchester United und die übrige Fußballwelt geschockt. Wenn ManU da mal nicht schwach wird.
Auch auf Bayern-Star Franck Ribéry haben die Spanier mehr als ein Auge geworfen. Doch schon in den vergangenen Jahren haben sie die Maßstäbe in Sachen Transfersummen gesetzt. Hier die Top Ten der teuersten Einkäufe (Ablösesummen zum Teil geschätzt): ...
... Platz 10 für Juan Verón. Der Argentinier wechselte 2001 für 43,7 Millionen Euro von Lazio Rom zu Manchester United.
Auf Platz 9: Ronaldo. Als er sich noch in physischer Hochform befand (2002), legte Real Madrid 45 Millionen Euro bei Inter Mailand auf den Tisch.
Rang 8 für Andrej Schewtschenko. Er ging 2006 für 46 Millionen Euro vom AC Milan zum FC Chelsea.
Auf Rang 7 findet sich Christian Vieri wieder. 1999 kaufte ihn Inter bei Lazio für 46,5 Millionen Euro.
Einen Innenverteidiger ließ sich ManU 2002 46,7 Millionen Euro kosten. Rio Ferdinand kam von Leeds United und landet mit dieser Summe auf Platz 6.
Rang 5 für den Spanier Gaizka Mendieta (M.). Für 48 Millionen Euro kaufte ihn Lazio Rom 2001 beim FC Valencia ein.
Platz vier und 50-Millionen-Grenze geknackt: Hernan Crespo kostete im Jahr 2000 Lazio Rom 56,2 Millionen Euro. Ligakonkurrent AC Parma freute sich über das Geld.
Platz drei für diesen Transfer, der in der spanischen Liga im selben Jahr für Aufruhr sorgte: Portugals Mittelfeld-Genie Luís Figo ging für ...
... 61,4 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Real Madrid.
Erst vor wenigen Tagen wurde dieser Hammertransfer bekannt, der damit den 2. Platz besetzt: Real Madrid - wer sonst - holte sich den Brasilianer Kaká ...
... für schlappe 65 Millionen Euro. Das Konto des AC Mailand machte einen gehörigen Sprung.
Bislang unerreicht bleibt aber er: Frankreichs Ballzauberer Zinedine Zidane ist der teuerste Transfer aller Zeiten. Wiederum die "Königlichen" schlugen ...
... 2001 bei Juventus Turin zu und holten ihn für 71,6 Millionen Euro. Inzwischen ist auch Zidane wieder für Real aktiv: Er steht dem neuen Präsidenten als Berater zur Seite. Vielleicht flüstert er ihm ja noch mehr spektakuläre Transfers ein.
Hier noch der teuertste Torwarttransfer: Er ging 2001 in Italien über die Bühne. Juve überwies für Gianluigi Buffon 38,3 Millionen Euro nach Parma.
Von Rekordsummen ist die Bundesliga weit entfernt, doch auch hier ging gerade der teuerste Transfer über die Bühne. Für 30 Millionen Euro lotste sich der FC Bayern Stürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart ins Haus.

Aus Sorge um seine WM-Chance wechselt Nationalspieler Thomas Hitzlsperger mit sofortiger Wirkung vom VfB Stuttgart zu Lazio Rom. Wie der VfB bestätigte, ist der Verkauf des Mittelfeldspielers an den abstiegsbedrohten italienischen Erstligisten kurz vor dem Ende der Transferperiode perfekt. "Es fiel uns nicht leicht, Thomas gehen zu lassen, da er ein Spieler ist, der sich mit dem Verein sehr identifiziert hat", sagte Sportvorstand Horst Heldt auf der Internetseite des Bundesligisten.

Der Abschied falle ihm nicht leicht, wurde Hitzlsperger an gleicher Stelle zitiert. "Ich hatte hier eine tolle Zeit, und die positiven Erinnerungen an den Verein, seine Fans und diese Stadt überwiegen. Ich werde immer gerne nach Stuttgart zurückkommen." Das Ende sei für ihn nicht befriedigend. "Aber so ist Fußball."

Auch Lazio-Präsident Claudio Lotito bestätigte die Verpflichtung des schussgewaltigen Profis der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Nach dpa-Informationen zahlt Lazio für den 27-Jährigen, dessen Vertrag in Stuttgart zum Saisonende ausgelaufen wäre, eine Ablöse in Höhe von einer Million Euro. Über die Vertragslaufzeit im Land des Weltmeisters wurde zunächst nichts bekannt. Nach Informationen der Tageszeitung "Gazzetta dello Sport" wollte Lazio allerdings zunächst Sebastián Eguren vom FC Villareal aus Spanien verpflichten. Der Uruguayer habe jedoch die sportärztliche Untersuchung nicht bestanden.

Nachdem Hitzlsperger seinen Stammplatz beim VfB verloren hat, legte Bundestrainer Joachim Löw dem 51-maligen Nationalspieler einen Wechsel nahe, um seine WM-Teilnahme bei dem Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli in Südafrika nicht zu gefährden. Denn für einen Platz im deutschen Kader braucht der seit Monaten formschwache Linksfuß Spielpraxis. Unter dem neuen VfB-Trainer Christian Gross war Hitzlsperger im zentralen Mittelfeld der Schwaben zuletzt nur noch die Nummer vier hinter Sami Khedira, Christian Träsch und Zdravko Kuzmanovic gewesen. Unter Gross-Vorgänger Markus Babbel hatte er die Kapitänsbinde verloren.

Einen Wechsel hatte Hitzlsperger unter der Woche jedoch nur als "Notlösung" bezeichnet. Nun erklärte er: "Es ist ein Privileg, in einer Top-Liga im Ausland zu spielen. Und ich möchte die gute Tradition der Deutschen, die in Italien erfolgreich gespielt haben, fortsetzen."

In Hitzlsperger verlässt bereits der vierte Spieler den VfB in der Winterpause. Zuvor hatte der Club bereits Ludovic Magnin (FC Zürich), Jan Simak (FSV Mainz 05) und Yildiray Bastürk (Blackburn Rovers) abgegeben. Gekommen ist Linksverteidiger Cristian Molinaro von Juventus Turin. Der aus der Jugend des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München stammende Hitzlsperger war 2005 vom englischen Premier-League-Club Aston Villa nach Stuttgart gekommen. Beim VfB feierte er 2007 die deutsche Meisterschaft. Mit der Nationalelf wurde er 2006 WM-Dritter und 2008 Vize-Europameister.

(dpa, N24)

31.01.2010 15:22 Uhr

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