Älter, reifer, grauer

Schumi greift zur Tönung

Michael Schumacher ist nicht nur Rekordweltmeister in der Formel 1. Er ist auch 41 Jahre und eitel noch dazu: Der Kerpener überrascht mit einem intimen Bekenntnis.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Bekommt Schumi hier Insidertipps zum Thema Haarefärben? (Archivbild)
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Mercedes GP präsentiert das neue Dreamteam in der Formel 1: Mit viel Brimborium stellen sich Altmeister Michael Schumacher und Shooting-Star Nico Rosberg den Kameralinsen und ...
... strahlen um die Wette. Keiner soll glauben, dass zwischen den beiden etwas anderes herrscht als richtig verstandene Konkurrenz innerhalb des Teams. Die beiden ...
... posieren daher auch einmütig auf einem umlackierten Modell des Sieger-Boliden von 2009. Erst in wenigen Tagen lüften die Stuttgarter die Plane von dem Silberpfeil, den die beiden steuern werden. Farblich bleibt er so wie im Bild.
Schumi hat ja schon mehrfach erklärt, dass sein Ziel der Titel sei. Der Kerpener ist hochmotiviert. Mercedes-Chef Dieter Zetsche bremst ihn ein wenig aus: "Wir sind ein neues Team - geben Sie uns ein bisschen Zeit." Und so ...
... schlägt der Rekordweltmeister auch etwas leisere Töne an: "Ich bin überzeugt, dass Mercedes GP Petronas für den Kampf um die Weltmeisterschaften in einer sehr guten Position sein wird, und ich werde meinerseits alles dafür tun."
Was erhofft man sich nicht alles von den beiden: "Wir machen die deutsche Nationalmannschaft der Formel 1 perfekt", so Zetsche. "Ein bisschen Nationalstolz ist berechtigt." Bleibt zu hoffen, dass Schumi und Rosberg, ...
... die Erwartungen übererfüllen. Deutschland freut sich auf die Farben schwarz-rot-silber - in Anlehnung an die Flagge der Republik. Aber warum so bescheiden: Gold darf's dann schon sein, meine Herren.
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Die meisten WM-Titel, die meisten Siege, die meisten Punkte, die meisten Pole Positions. Das alles hat nur ein Formel-1-Pilot erreicht: Michael Schumacher. Eigentlich genug für eine Karriere. Doch Schumi will mehr.
Der 40-Jährige will es noch einmal wissen - und startet als "Renn-Opa" für Mercedes in die kommende Saison. Es wird ein langfristiges Vergnügen für seine Fans. Denn Schumi will drei Jahre ...
... im Silberpfeil um die WM-Krone kämpfen. Über viele Jahre war Schumi das Maß aller Dinge in der Königsklasse des Motorsports. Die Konkurrenten sahen ihn in der Regel von hinten und ...
... kein anderer durfte sich bis dato so häufig den Sieger-Schampus einfüllen wie Schumi.
Er ist in einer Reihe zu nennen mit Rennfahrergrößen wie Ayrton Senna, ...
... Alain Prost, ...
... oder Niki Lauda: Doch keiner von ihnen hat die Geschichte der Formel 1 ...
... so sehr geprägt wie der Mann aus dem Kölner Umland.
Alles begann auf der heimischen Kartbahn in Kerpen, auf der Schumi bereits als Sechsjähriger die schnellsten Runden drehte.
Vater Rolf erkannte die Qualitäten des Sprösslings und begann ihn zu fördern. So wurde Schumi 1984 deutscher Kartmeister der Junioren, 1987 Kart-Europameister und 1990 deutscher Formel-3-Meister.
Doch wer hätte gedacht, dass sich hier die große Karriere eines Seriensiegers anbahnt?
Wenn überhaupt jemand, dann Manager Willi Weber. Er ebnete Schumacher den Weg in die Formel 1: 1991 bekam Schumi den freigewordenen Platz im Jordan-Cockpit und gab am 25. August im belgischen Spa sein Debüt - dank eines kleinen Tricks seines Managers.
Willi Weber hatte Teambesitzer Eddie Jordan gesteckt, Schumi sei schon oft in Spa gefahren und kenne die Strecke sehr gut. Das war natürlich glatt gelogen - der Neuling fiel bereits in der ersten Runde aus.
Doch er hatte den Fuß in der Formel-1-Tür. Manager Weber zeigte ihm wo es langging und so bekam der Kerpener einen Vertrag bei Benetton.
Schumacher genoss das Vertrauen von Teamchef Flavio Briatore (r.), das sich schon bald auszahlte. Wieder in Spa feierte Schumi 1992 seinen ersten Grand-Prix-Sieg und landete auf Anhieb auf Rang drei der Weltmeisterschaftswertung.
Nach einem weiteren Formel-1-Lehrjahr legte Schumacher 1994 richtig los: Er holte mit Benetton den WM-Titel, ...
... und zwar mit einem Punkt Vorsprung vor Dauer-Konkurrent Damon Hill. Schumi ist damit der erste deutsche Formel-1-Weltmeister.
1995 geht die Erfolgsgeschichte weiter: Schumacher verteidigt als jüngster Fahrer seit WM-Beginn 1950 den Titel, gewinnt zudem als erster Deutscher die beiden Heimrennen in Hockenheim und auf dem Nürburgring.
Danach hätte er es einfach haben können: Die damals dominierenden Teams Williams Renault oder McLaren Mercedes versuchten, ihn zu sich zu locken.
Doch Schumi entschied sich für die eine lange Durststrecke fristende Scuderia Ferrari. 1995 wechselte er für die Rekordgage ...
... von 40 Millionen Mark zum italienischen Rennstall. Es folgten durchwachsene Jahre mit etlichen Siegen - genauso wie mit zahlreichen Ausfällen.
Schumacher war einige Male nah dran am WM-Titel, musste sich aber am Ende doch Jacques Villeneuve (1997) ...
... oder Mika Häkkinen (1998) geschlagen geben.
Doch Ferrari hielt an ihm fest, verlängerte seinen Vertrag sogar vorzeitig - was sich schon bald bezahlt machen sollte.
Zuvor musste Schumi allerdings die schwierigste Situation seiner Rennfahrerkarriere überstehen. Beim Grand Prix in Silverstone ...
... raste er fast ungebremst frontal in einen Reifenstapel. Bei dem Unfall erlitt er einen doppelten Beinbruch.
Er musste für sechs Rennen pausieren, die WM war gelaufen.
In den letzten beiden Saisorennen meldete er sich mit jeweils Platz zwei eindrucksvoll zurück.
2000: wahrscheinlich die spannendste Saison. Schumacher lag nach fünf Siegen klar auf Titelkurs, doch Mika Häkkinen verdrängte ihn von der Spitzenposition.
Doch Schumi wollte sich den Titel auf keinen Fall mehr nehmen lassen. Er legt zwei Siege drauf und holte sich im japanischen Suzuka den WM-Titel.
Als erster Ferrari-Pilot seit Jody Scheckter 1979 sicherte er sich damit die Fahrerkrone.
Die Scuderia, ganz Italien und Deutschland waren außer sich. Es folgen Titel im Jahrestakt: 2001 steht Schumi nach 13 Saisonrennen, ...
... ein Jahr später schon nach dem elften Grand Prix als Weltmeister fest.
Die Schar der Ferrari-Fans wurde größer und bunter, ...
... Schumi macht die Formel 1 in Deutschland zum beliebten Sonntagnachmittagsvergnügen.
Auch Schumi II, Michaels Bruder Ralf, stieg in die Königsklasse ein, debütierte ebenfalls bei Jordan. Zwar gelangen ihm insgesamt sechs Grand-Prix-Siege - an die Erfolge des älteren Bruders kam er allerdings nie heran.
Michael Schumacher fuhr unterdessen unbeirrt die WM-Titel sechs (2003) ...
... und sieben (2004) nach Hause.
Insgesamt holt er in seiner Karriere 91 Grand-Prix-Siege, 72 davon allein für Ferrari. Damit krönte er sich zum König der Rennfahrer, ...
... der von den Fans verehrt wurde.
Schumachers Erfolge sprachen sich auch andernorts herum.
2005 kam das Seuchenjahr, Schumi gelang nur ein Sieg. Und der ausgerechnet beim Skandalrennen von Indianapolis, bei dem nur sechs Autos ins Ziel kamen.
Schumi musste dem neuen Weltmeister Fernando Alonso den Vortritt lassen, belegte in der WM-Wertung sogar nur den dritten Platz.
Doch 2006 meldete er sich noch einmal zurück: Nachdem er zwischenzeitlich bereits 25 Punkte Rückstand auf Alonso hatte, holt er den Spanier drei Rennen vor Saisonschluss noch ein. Doch im vorletzten Rennen seiner Karriere ...
... scheidet er mit Motorschaden aus. Wiederum holt sich Alonso den Titel.
Ob nun sieben oder acht Titel: Die Fans können es verschmerzen.
Weniger gut zu verdauen ist allerdings der Rücktritt von Michael Schumacher. Am 22. Oktober 2006 fährt er sein - vorerst - letztes Rennen und wird danach gebührend von den Fans ...
... und seinem Team verabschiedet (hier mit Teamchef Jean Todt und Kollege Felipe Massa).
So sagten ihm die Fans auf Wiedersehen.
Wirklich Abschied vom Motorsport hat Schumi allerdings nie genommen. Egal ob als Beobachter an der Rennstrecke ...
... oder als Berater des Ferrari-Teams mit guten Tipps für Felipe Massa: Schumi ist seinem Sport treu geblieben. Ein Comeback im Cockpit schloss er aber bis heute immer aus.
Nun könnte er sein sportliches Rentnerdasein in Vufflens am Genfer See mit seiner Familie und einem geschätzten Vermögen von mehr als einer halben Millionen Euro genießen, stattdessen ...
... lässt ihn der Rausch der Geschwindigkeit nicht los. Inzwischen geht Schumacher auf zwei Rädern ...
... bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft an den Start.
Auch wenn er dort sicher nicht mit weniger Ehrgeiz auf die Strecke geht, musste er in dieser Saison ...
... jede Menge Lehrgeld zahlen. Bei einigen Rennen war er als Bruchpilot unterwegs.
Das Wichtigste aber : Schumi blieb unverletzt, sodass er auch weiterhin sein sportliches Multitalent ...
... unter Beweis stellen kann. Etwa beim Fußball, wo er bei zahlreichen Benefizturnieren ...
... leidenschaftlich gern dem Leder hinterherjagt.
Auch auf anderen Plätzen macht Schumi eine gute Figur.
Ebenso ist er noch im Kart anzutreffen, ...
... oder beim Race of Champions, dem traditionellen Saisonabschluss der Formel 1. Hier gewann er gemeinsam mit Nachwuchshoffnung Sebastian Vettel (2.v.l.) kurz vor Weihnachten.
Und Babyface Vettel hat sich bestimmt noch ein paar gute Tipps vom Superstar geholt. Der 21-jährige Vettel könnte übrigens fast als Schumis Sohn durchgehen: Michael Schumacher feierte am 3. Januar seinen 40. Geburtstag.
Der wurde allerdings ganz abgeschieden mit Frau Corinna, den Kindern Mick und Gina-Maria sowie ein paar guten Freunden ...
... irgendwo im Schnee gefeiert. Nun kommt Schumi zurück, die Fans sind begeistert: ...
"Schumi: Nur du bist der Beste."

Formel-1-Superstar Michael Schumacher (41) versteckt die Spuren des Älterwerdens. "Ich habe 2005, glaube ich, angefangen, meine Haare ab und zu zu färben. Der eine wird eben ein bisschen früher grau, der eine ein bisschen später", sagte der Rekord-Weltmeister der "Bild am Sonntag".

Auch an seinem Körper sei die Zeit nicht spurlos vorbeigangen, bekannte der Kerpener, der in dieser Saison nach drei Jahren Pause ins Formel-1-Auto zurückkehrt. "Ich jogge sehr wenig, denn ich habe Probleme mit Rücken und Knie seit ich 14 bin", erklärte Schumacher. Er könne zwar problemlos drei Stunden Fußball spielen, "aber nicht eine Dreiviertelstunde geradeaus laufen. Da entzünden sich bei mir schnell die Knie."

(dpa, N24)

31.01.2010 21:08 Uhr

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Leute