Obamas Schuss ins All

Kein Geld für neue Mondmission

Sein Vorgänger wollte hoch hinaus, doch US-Präsident Barack Obama muss sparen. Und wie es scheint, fällt dem präsidialen Rotstift auch die geplante Mondmission zum Opfer.

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Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Keine neue Mondlandung unter US-Präsident Barack Obama - vorerst.
Rund 40 Jahre ist das besondere Ereignis nun her: Die Mondlandung. Die wohl faszinierendste Unternehmungen der Menschheitsgeschichte hat am 21. Juli ihr Jubiläum.
"Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für die Menschheit" hieß es damals, als ...
… Neil Armstrong, der Kommander der "Apollo 11", …
... das erste mal einen Fuß auf den Mond setzte. Seit Jahrhunderten träumten Wissenschaftler davon, ...
... dem etwa 384.000 Kilometer von der Erde entfernten Planeten näher zu kommen. Die Crew, ...
... bestehend aus Neil Armstrong, ...
... Buzz Aldrin, Charlie Duke, Alan Bean, Edgar Mitchell und sieben weiteren Astronauten, ...
... wurden weltweit als Helden gefeiert, wie hier im texanischen Houston in einer NASA-Zentrale.
Überall auf der Welt, wie hier in Paris, verfolgen Zuschauer ...
... das einmalige Ereignis und sehen, wie hier Edwin E. Aldrin über die Oberfläche des bisher so unerforschten Planeten läuft.
Auch in Deutschland wird eine Live-Übertragung gezeigt. Der Journalist Günter Siefarth kommentiert damals das Erlebnis.
Doch trotz der Bilder tauchen immer mehr Stimmen auf, die die Glaubwürdigkeit der NASA und die der US-Regierung anzweifeln. Verschwörungstheorien, ...
... die ohne weiterführende Recherche überzeugend wirken, sprechen sich in der Gesellschaft herum. Die Rede ist von ...
... „falschem“ Schattenwurf, ...
... „verdeckten“ Fadenkreuzen auf Bildern ...
... oder die „wehende“ Fahne, die eigentlich nicht hätte wehen dürfen, laut der Theoretiker. All dies zählen sie als „Belege“ für offensichtlich montierte Bilder. Des Weiteren nennen sie Motive der Amerikaner, wie ...
... der technologische "Sieg" als wichtigste Machtdemonstration gegenüber der Sowjetunion ...
... oder erklären, dass die Landung von den damaligen Problemen in Vietnam ablenken sollte.
Hinzu kommt noch ein weiteres Motiv: Die NASA könnte um ihr Raumfahrtbudget in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar gefürchtet haben, wenn sie nicht Erfolge vorweisen konnte.
Hier sieht man die Besatzung nach der Landung auf der Erde, wie - zwar noch immer in Quarantäne - sie mit dem damaligen US-Präsident Richard Nixon spricht.
Zweieinhalb Tage müssen die Familien und Angehörigen darauf warten, dass die Astronauten wieder aus der Quarantäne-Anlage kommen und ...
... sie den Mond wieder nur aus gewohnter Distanz sehen können.
Heute nacht war es soweit: Die letzte totale Mondfinsternis bis 2011. Also Pech für den, der verschlafen hat.
Das Naturschauspiel war von ganz Europa aus zu beobachten.
Während einer totalen Mondfinsternis befindet sich der Mond vollständig im Kernschatten der Erde ...
.. trotzdem ist er weiterhin schwach sichtbar. Meist in braunen und rötlichen Farbtönen.
Die maximale Dauer einer totalen Mondfinsternis beträgt 115 Minuten. Aber genug mit den Fakten...
...hin zur atemberaubenden Schönheit dieses Anblickes ...
... den manche natürlich aus besonders exklusiver Position heraus genießen können.
Und für den sich das frühe Aufstehen oder am besten gar nicht erst schlafen gehen, definitiv lohnt.
Egal ob in Mexiko ...
... oder Bulgarien, die Menschen waren fasziniert. Und natürlich bestens ausgerüstet.
Also dann: Wir sehen uns 2011!

US-Präsident Barack Obama rückt vom Plan seines Vorgängers George W. Bush für eine neue Mondmission ab. In seinem Haushaltsentwurf für 2011 sind nach Medienberichten keine Mittel für die Fortsetzung des Constellation-Programms der NASA vorgesehen, das auf die Entwicklung von Ares-Raketen für eine Rückkehr zum Erdtrabanten bis 2020 und spätere Reisen zum Mars abzielte.

Obama will seinen Haushaltsplan an diesem Montag vorstellen. Darin sind Einsparungen im Umfang von 20 Milliarden Dollar enthalten, wie Obama selbst in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Demnach will er bestimmte Etat-Teile in den nächsten drei Jahren einfrieren. Die NASA ist den Medienberichten zufolge, die sich auf Angaben von Regierungsbeamten stützen, davon aber nicht betroffen. Sie soll im Zeitraum der nächsten fünf Jahre sogar sechs Milliarden Dollar mehr ausgeben dürfen. Aber nicht für Reisen zum Mond oder Mars: Die US-Raumfahrtbehörde soll stattdessen zunächst hauptsächlich in die Entwicklung privat betriebener Raumfahrzeuge investieren.

Damit sollen dann Astronauten gegen eine Gebühr in einer Art Taxi- Service zur Internationalen Raumstation ISS befördert werden. Die NASA will ihre veralteten Raumfähren, das bisherige Transportmittel, in diesem Jahr einmotten. Nur noch fünf Shuttle-Flüge sind geplant, der nächste soll Anfang Februar beginnen. Nach der Stilllegung ist die NASA bei Reisen zur ISS vorläufig auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen. Die Raumstation soll laut dem Haushaltsentwurf mindestens fünf Jahre länger als ursprünglich geplant in Betrieb bleiben: Das wäre bis 2020, wie es heißt.

Obama schließe aber langfristig Missionen über den Erdorbit hinaus nicht aus. So solle an der Entwicklung neuer Technologien gearbeitet werden, die eines Tages die Erforschung von Asteroiden und des inneren Sonnensystems durch Menschen ermöglichten. Reisen über die niedrigere Erdumlaufbahn hinaus werde es aber allenfalls nach 2020 geben - und keine Mondstation, wie sie Bush als «Sprungbrett» für eine spätere bemannte Mars-Mission geplant hatte.

Der Obama-Vorgänger hatte das Constellation-Programm 2004 aus der Taufe gehoben. Demnach sollte eine Ares-Rakete mit einer Orion- Raumkapsel an der Spitze Astronauten auf den Weg zum Mond bringen. Ares-Raketen waren auch als Shuttle-Ersatz vorgesehen, und zudem sollte eine stärkere Raketenvariante für Marsreisen entwickelt werden. Eine von Obama eingesetzte Kommission war jedoch im vergangenen Jahr zum Schluss gekommen, dass eine Verwirklichung des Programms mehr Geld verschlingen würde, als es sich die NASA erlauben kann.

Nach Schätzungen hat die Behörde bereits rund neun Milliarden Dollar in das Constellation-Projekt gesteckt. Auch vor diesem Hintergrund erwarten Experten erheblichen Widerstand im Kongress gegen Obamas Plan, das Programm nun zu streichen.

(dpa, N24)

31.01.2010 16:54 Uhr

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