Fußball: 1. Bundesliga

Vier Minuten reichen Leverkusen

Bayer Leverkusen gibt sich keine Blöße: Die Werkself fertigt den SC Freiburg mit drei Toren in nur vier Minuten ab und stürzt den Rekordmeister Bayern München wieder von der Tabellenspitze.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Kießlings 13. Saisontor eröffnete den Torreigen gegen den SC Freiburg.
Hoch hinaus: VfB Stuttgart. Hart gelandet: Borussia Dortmund. VfB-BVB 4:1.
Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Egal ob klein oder riesig, alt oder neu: Erst die richtige Atmosphäre ...
... macht aus einem simplen Fußballstadion einen Vereinstempel, ein Freudenhaus der Fans, ein Kultstadion. N24.de stellt Sie Ihnen vor - Spielstätten wie das legendäre Anfield Stadium.
Der Inbegriff des Fußballstadions: Gänsehaut pur, von der 1. bis zur 90. Minute. Pausenlose Anfeuerung der heimischen "Reds" und der Fußballsong überhaupt "You'll never walk alone" - da wird selbst Oma Kasulke zum Liverpool-, ähm Fußballfan.
Ein weiteres Stadion mit Kultcharakter steht ebenfalls auf der Insel. Das Old Trafford in Manchester. Mehr als 76.000 Fans passen auf die Ränge, die ausschließlich mit Sitzschalen bestückt sind. Bald sollen es 95.000 sein, damit auch ...
... der Nachwuchs-"Red Devil" seinen Platz findet.
Das Arsenal Stadium in London ist eigentlich ...
... nur als "Highbury" bekannt. Arsenal London spielte hier. Sein kleines Spielfeld (100×67 Meter) war eine Besonderheit. Es fasste 38.500 Zuschauer und verfügte nur über Sitzplätze. Als es zu klein für den ...
... ständigen Champions-League-Teilnehmer Arsenal wurde, entstand das Emirates Stadium. Knapp 60.000 Fans passen rein, es ist nach Wembley und Old Trafford die drittgrößte Arena in England. Aber den Kultstatus des Highbury, dem Nick Hornby ...
... mit "Fever Pitch" gewissermaßen ein Denkmal gesetzt hat, muss es sich erst erarbeiten. Arsene Wenger, Arsenal-Übertrainer, wird dabei helfen. Beim Bau des Emirates beteiligte er sich aber nicht. Das ist in Deutschland schon anders: ...
... Da packen Fans, Trainer und Vorstand schon mal handwerklich mit an, wenn das Geld nicht so locker sitzt. Beispiel gefällig? 1. FC Union Berlin. Die Spielstätte der "Eisernen", die "Alte Försterei", 1920 eingeweiht, musste modernisiert ...
... werden. Um Geld zu sparen, griffen rund 2.000 Unioner zu Maurerkelle und Schweißgerät und zauberten die "AF" zu einem ...
... modernen Schmuckkästchen. Von den derzeit knapp 20.000 Plätzen sind etwa 17.500 zum Stehen gedacht. Das sorgt für die nötige Stimmung. Die komplette Überdachung sorgt dafür, dass die Fans im Trockenen stehen und sich voll und ganz ...
... auf die Unterstützung ihres Teams konzentrieren können - und das in einem "wunderschönen, liebevoll sanierten Altbau in bester Lage". Und niemals vergessen ...
... "Eisern Union!".
Union Berlin wird oft als "St. Pauli" des Ostens bezeichnet, eine Fanfreundschaft existiert auch. Kein Wunder bei der einzigartigen Stimmung am "Millerntor".
Die "Stadion-Perle" fasst derzeit etwa 23.000 Zuschauer. Die Mischung macht's: Da steht der Lude neben dem Beamten. Da sitzt die Rentnerin neben einem Türsteher und der Kiffer neben dem Großbürgerlichen aus gutem Haus. Aber spätestens wenn AC/DCs ...
... "Hells Bells" erklingt und die Pauli-Mannschaft ins Stadion einläuft, vereint sie alle die kollegiale Gänsehaut. Bleibt nur zu hoffen, dass ...
... das "neue" Millerntor - das Stadion wird seit 2006 erweitert - auch eine Stimmungskanone bleibt.
In Aachen müssen sich die lautstarken Fans der Alemannia gar an ein völlig neues Wohnzimmer gewöhnen. Der altbekannte Tivoli ist nicht mehr. Mit einem Sieg gegen Werder Bremen wurde er gewissermaßen zu Grabe getragen.
Eng, voll, nah am Spielfeld: Da werden die Fans zum wichtigen "12. Mann". Unvergessen: Die "Streichholzparade" - wenn bei Abendspielen das Flutlicht kurz ausgeschaltet wurde und ...
... angezündete Streichhölzer und Feuerzeug-Flammen die Fußballarena in ein Lichtermeer verwandelten. Tja, die Aachener Fans wissen, worauf es ankommt. Jetzt wird umgezogen - in ...
... den "neuen" Tivoli. Seit Mitte 2008 entsteht die neue Heimstätte unweit des "alten" Tivoli und soll ...
... mit Beginn der Saison 2009/2010 die neue Heimat von Alemannia Aachen werden. Für Groundhopper ein Muss!
Groundhopper sollten aber auch einen Abstecher nach Dortmund machen. Dort steht quasi der "Tempel des BVB-Kults".
Früher Westfalenstadion, hört das größte Stadion Deutschlands, in dem etwas mehr als 80.000 Fans Platz haben, heute auf den Namen Signal-Iduna-Park. Aber was soll's: Die "gelbe Wand", eine Stehplatz-Tribüne mit 24.454 Plätzen, sucht in Europa ...
... ihresgleichen. 24.454 Fans, die ununterbrochen ihre Mannschaft zum Sieg schreien wollen - vor allem wenn es gegen den Lieblingsggener Schalke 04 geht.
Da ist Stimmung in der Bude bei Deutschlands heißestem Derby. Dann lernen selbst ...
... die Kleinsten: "Schalke schlagen is dat schönste uffe Welt!.
Die "Königsblauen" sehen das natürlich anders. Aber auch Schalke 04 besitzt ein echtes Schmuckstück für seine Heimspiele.
Die Arena "AufSchalke" ist allerdings kein reines Fußballstadion, sondern eine Mehrzweck-Arena. Da wird auch schon mal Biathlon betrieben oder geboxt. Die Stimmung in der knapp 61.000 Zuschauer fassenden "Turnhalle" (das Dach und der Rasen sind ...
... fahrbar) kann sich dennoch problemlos mit der in Dortmund messen. Das mittlerweile "Veltins-Arena" heißende Stadion wurde 2001 nach knapp dreijähriger Bauzeit fertiggestellt und ersetzte damit ...
... das Parkstadion als Heimspielort des FC Schalke 04. Die "Schaaalke, Schaaalke"-Rufe sind seitdem noch etwas lauter geworden.
Etwas kleiner, aber nichtsdestotrotz ein Kultstadion: Die Bielefelder Alm.
Zwar sind von 27.300 Plätzen knapp 20.000 Sitzplätze, der Stimmung tut das aber keinen Abbruch - vor allem wenn der Gegner VfL Bochum heißt, geht es in der ...
... seit 2004 heißenden Schüco-Arena heiß her. Seit Mitte der 90er gibt es eine, mal mehr mal weniger gesunde, Rivalität. Die Bochumer indes ...
... waren lange stolz, dass ihr Ruhrstadion einfach Ruhrstadion hieß. Mittlerweile firmiert es unter Rewirpower-Stadion, was der Stimmung in dem kleinen und kompakten, aber mit steilen Rängen versehenen Viereck keinen Abbruch tut. Wenn mal nichts ...
... los sein sollte, steht der VfL wohl im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Aber sonst gilt: Abstiegskampf (oder Aufstiegskampf) und dazu am besten noch Flutlicht, garniert mit einer Currywurst und heimischem Bier und fertig ist der Kultstadion-Besuch!
Fußballkult direkt, ohne Schnickschnack, ohne Show? Ab ins Georg-Melches-Stadion an der Hafenstraße in Essen! Spielstätte des Viertligisten Rot-Weiss Essen. 18.500 Stehplätze bei einem 22.500er Fassungsvermögen hätten eine höhere Spielklasse verdient.
Borussia Mönchengladbach hatte lange Zeit den "Bökelberg". Eine Institution. Mehr Tradition in der Bundesliga ging fast nicht: Deutsche Meisterschaften wurden hier gefeiert, ebenso wie die Frisur von Günther Netzer.
Aber auch für die Borussen-Fans hieß es irgendwann Abschied nehmen von ihrer guten Stube. Am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel dort statt. Borussia besiegte dabei den TSV 1860 München mit 3:1. Das letzte Tor erzielte Arie van Lent.
Danach wurde das Bökelbergstadion abgerissen. Die "Fohlen" mussten umziehen und spielen heute im Borussia-Park. Das Stadion - 2004 eröffnet, Fassungsvermögen über 54.000 Zuschauer - bietet immerhin ...
... mehr als 16.000 Stehplätze.
Was den Gladbachern ihr "Bökelberg" war den Frankfurtern ihr "Waldstadion". Es war nicht perfekt, weil nicht ganz wasserdicht, aber man konnte dort Fußball leben und Stars wie Lajos Detari, Uwe Bein, Tony Yeboah oder Jay-Jay Okocha bewundern. Doch ...
... dann kam die Fußball-WM 2006 und ein neues Stadion, eine Arena mit Dach sollte her. Heute heißt das Waldstadion ...
... Commerzbank-Arena, hat ...
... ein bewegliches Dach, und ist immer ...
... noch nicht perfekt, will heißen wasserdicht. Beim Confed-Cup 2005 hielt das Dach den Regenmassen nicht ganz stand. Doch irgendwie sympathisch, oder? Eines hat sich auch mit der neuen Arena nicht geändert: Die Fans ...
... der Eintracht sind die lautesten und einfallsreichsten der Liga, ihr Ruf ist weithin legendär. Das ...
... weiß man auch auf dem "Bieberer Berg", wo die Offenbacher Kickers spielen. Quasi das Schalke 04 von Eintracht Frankfurt. Das Stadion ist noch ein Stadion. Egal ob man sitzt oder steht: Man hat das Gefühl, die Tribünen vibrieren, wenn der OFC gewinnt.
Einst war der "Berg" für seine bengalischen Feuer berühmt. Die sind mittlerweile in allen deutschen Stadien verboten. Dennoch: Hier kann man Fußballtradition noch riechen und schmecken.
Kein Wunder, dass der damalige Fußball-Weltmeister Brasilien vor der WM 2006 sein einziges öffentliches Training im Stadion am Bieberer Berg hatte. Wer dabei war, wird's nie vergessen!
Für das 1921 erbaute Stadion und für die Fans bleibt nur zu hoffen, dass der OFC auch bald wieder höher als in der 3. Liga spielt.
Hier schnürte Fritz Walter schon seine Töppen: Wer sich nach Kaiserslautern aufmacht, den Betzenberg hinauf zum Fritz-Walter-Stadion, weiß, was es heißt, ...
... ein "Roter Teufel", ein Lautern-Fan zu sein. Hier schlägt das "Herz der Pfalz".
Kaiserslautern hat knapp 100.000 Einwohner. Da scheint ein Stadion mit 48.500 Plätzen etwas überdimensioniert, fast größenwahnsinnig. Aber in der Pfalz bedeutet Heimatverbundenheit eben noch etwas.
Selbst in der 2. Liga, in der der 1. FC Kaiserslautern derzeit spielt, kommen rund 34.000 Zuschauer im Schnitt - europaweit einzigartig.
Und wehe, wenn sie losgelassen!
In der Millionenstadt Hamburg darf das Stadion mit 57.000 Plätzen noch etwas größer ausfallen.
Wer in der obersten Reihe der Arena Platz nimmt, sollte ein Fernglas mitnehmen. Dann lassen sich hervorragend Taktik und Spielweisen der Teams analysieren.
Die Fans sind, ganz untypisch für Norddeutsche, gar nicht unterkühlt. 10.000 Stehplätze sorgen dafür, dass auf den Rängen die Lutzi abgeht. Ein Ausbau auf 61.000 Plätze beginnt zum Jahreswechsel. Fehlt eigentlich nur noch der FC St. Pauli als Gegner.
Das "Grünwalder Stadion", eigentlich Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße, gehört zu 1860 München wie der Alkohol zum Stadionbier. Hier feierten die "Löwen" einst ihre Fußballfeste und immerhin eine Meisterschaft (1966).
Heute spielt nur noch die 2. Mannschaft der "Löwen" an der Grünwalder Straße.
Die analoge Anzeigetafel erinnert an die guten alten Zeiten.
Kein Wunder, dass die Fans ihrem "Sechz'ger-Stadion" nachtrauern. Heutzutage ...
... müssen sich die "Blauen" mit den ungeliebten "Roten", dem FC Bayern München, ein Stadion teilen. Wobei Stadion eigentlich der falsche Ausdruck ist: Die Allianz-Arena ist zwar riesig (69.901 Plätze machen sie zur Nr. 3 in Deutschland), Stimmung ...
... kommt in dem "Schlauchboot" oder "Autoreifen" genannten Rund aber nur auf, wenn die "Großkopferten" Bayern gegen noch "Großkopfertere" spielen, wie den AC Mailand, Manchester United oder den FC Barcelona.
Kein Wunder, dass Ex-Manager Uli Hoeneß etwas neidisch nach Barcelona schaut.
Dort steht das Camp Nou, Heimstätte des aktuellen Champions-League-Siegers. Das Stadion gilt als eines der stimmungsvollsten Europas. Mit einstmals 120.000 Zuschauern und derzeit knapp 98.000 ist es das größte Stadion Europas und schon allein ...
... deshalb Kult. Nach einem Umbau durch den Stararchitekten Norman Foster sollen weitere 10.000 Plätze hinzukommen.
Bleibt nur noch das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro. Zur Fußball-WM 1950 gebaut, sollen damals 200.000 Menschen das Gruppenspel Brasilien-Uruguay gesehen haben. Heute fasst es 96.000 Zuschauer und ist WM-Stadion 2014.
Dafür wird es mondernisiert und bleibt zwei Jahre für den regulären Spielbetrieb geschlossen. Eine bittere Pille für Groundhopper.

Der traumhafte Rückrundenstart von Bayer 04 Leverkusen ist perfekt: Drei Spiele, drei Siege, und mit dem 3:1 (3:0) gegen den SC Freiburg zum 13. Mal nacheinander Tabellenführer - das ist der Stoff, aus dem Meister gemacht werden. Innerhalb von vier Minuten machten Stefan Kießling mit seinem 13. Saisontor (36.), Eren Derdiyok (37.) und Sami Hyypiä (40.) bereits vor der Pause alles klar. Freiburgs Felix Bastians traf vor 26 000 Zuschauern noch zum Freiburger Ehrentreffer (66.). Mit 44 Punkten wahrte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes nach nach dem 20. Spieltag der Fußball- Bundesliga ihren Vorsprung von zwei Zählern auf Rekordmeister FC Bayern München.

Neben dem FC Barcelona ist Leverkusen der einzige Club in den fünf europäischen Top-Ligen, der in dieser Spielzeit noch ohne Liga-Niederlage ist. Der SC Freiburg ist nach der vierten Schlappe in Serie weiter nur einen Punkt von Relegationsplatz 16 entfernt, erzielte aber immerhin nach 465 Minuten wieder ein Tor.

Während Leverkusen mit derselben Elf wie beim 3:0 gegen Hoffenheim startete, brachte Freiburgs Trainer Robin Dutts in Du-Ri Cha, Julian Schuster und dem vom Afrika-Cup heimgekehrten Kameruner Mohamadou Idrissou gegenüber dem 0:1 gegen Stuttgart drei neue Spieler. Nach dem ersten Abtasten vergab Stefan Kießling nach einem Fehler von Gästetorwart Simon Pouplin die erste Möglichkeit zur Leverkusener Führung (11.). Der zuvor fünfmal sieglose Aufsteiger spielte auf der Gegenseite munter mit und hatte kurz darauf gleich zwei große Torchancen - doch Nationaltorwart Rene Adler rettete binnen 60 Sekunden glänzend gegen Du-Ri Cha und Idrissou. Allerdings fehlte den schnellen Freiburger Kontern oft die Genauigkeit im Passspiel.

Auf der Gegenseite vergaben Toni Kroos (22.) und Manuel Friedrich mit einem Schuss aus spitzen Winkel an den linken Außenpfosten (31.) hochkarätige Bayer-Chancen, doch dann ging es Schlag auf Schlag. Kießling beendete nach 487 Minuten mit einem Kopfball seine Torflaute (36.), Pouplin spielte Sekunden darauf eine Rückgabe von Heiko Butscher in die Füße Eren Derdiyoks, der sich bedankte und zum 2:0 traf (37.). Nur drei Minuten später sorgte Sami Hyypiä per Kopf für die Vorentscheidung.

Nach der Pause versuchten die Gastgeber zu zaubern, doch Derdyoks Hackentrick und der Volleyschuss des neben Hyypiä überragenden Toni Kroos' verfehlten ihr Ziel. Erneut Derdyok vergab nach einer guten Stunde das mögliche 4:0, auf der Gegenseite fiel dann völlig überraschend das 1:3. Bastians nutzte eine Unaufmerksamkeit der bei einsetzendem Schneefall zeitweise nicht mehr sattelfesten Abwehr. Doch der Freiburger Druck verpuffte schnell wieder, die Gastgeber verwalteten den Vorsprung.

Stuttgart putzt BVB

Der VfB Stuttgart hat die beeindruckende Erfolgsserie von Borussia Dortmund gestoppt und seine bemerkenswerte Aufholjagd fortgesetzt. Mit dem 4:1 (1:0) gegen die zuvor zwölfmal nacheinander ungeschlagenen Westfalen schafften die unter ihrem neuen Trainer Christian Gross weiter unbezwungenen Schwaben den Anschluss an das Mittelfeld der Fußball-Bundesliga. Durch ein unübersichtliches Eigentor von Dortmunds Felipe Santana ging der VfB in der 14. Minute 1:0 in Führung, Lucas Barrios traf mit seinem 10. Saisontor (55.) zum Dortmunder Ausgleich. Zdravko Kuzmanovic (77.), Ciprian Marica (86.) und Christian Träsch (89.) trafen dann zum VfB- Sieg. In der mit 43 000 Zuschauern ausverkauften Baustelle Mercedes-Benz Arena hatte Stuttgarts Stürmer Ciprian Marica (48.) zuvor einen an ihm verursachten Foulelfmeter vergeben.

Dem VfB, der Stunden vor dem Spiel hatte der VfB den sofortigen Wechsel von Nationalspieler Thomas Hitzlsperger zum abstiegsbedrohten italienischen Club Lazio Rom bekanntgegeben hatte, reichte unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw zunächst eine solide Leistung zur Halbzeit-Führung. Ein klare spielerische Linie war jedoch nicht zu erkennen, gelungene Kombination wechselten mit Fehlpässen ab. Nach dem vergebenen 2:0 und dem überraschenden Dortmunder Ausgleich gaben sich beide Teams mit dem Punkt nicht zufrieden, der VfB schaffte dann in der turbulenten Schlussphase den insgesamt verdienten Sieg.

Die Gastgeber spielten zu Beginn druckvoll nach vorne und wurde nach 14 Minuten belohnt. Alexander Hleb bediente mustergültig Neuzugang Cristian Molinaro, der passte in den Fünfmeterraum zu Marica. Aus dem Gewühl heraus prallte der Ball von Hüfte des Innenverteidigers Felipe Santana über die Linie. Unklar blieb, ob dabei auch die Hand von Pawel Pogrebnjak im Spiel war. "Mit allen Körperteilen haben beide den Ball reingemacht", sagte VfB-Manager Horst Heldt zur Halbzeit am «Sky»-Mikrofon, BVB-Geschäftsführer Hans- Joachim Watzke meinte: "Die Hand war wohl dran, aber das müssen wir akzeptieren, fertig aus." Die Gäste zeigten sich von dem unglücklichen Rückstand nur kurz beeindruckt. Sowohl Patrick Owomoyelas Kopfball (20.) als auch der Fernschuss von Nelson Valdez (24.) verfehlten ihr Ziel nur knapp. Insgesamt blieb der BVB aber zu harmlos.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit vergab der Gastgeber das 2:0. Marica wurde von Owomoyela im Strafraum klar gefoult, knallte aber den fälligen Elfmeter an die Unterkante der Querlatte (48.). Ähnlich kurios wie die VfB-Führung fiel dann der Dortmunder Ausgleich: Nach einem Foul an Pogrebnjak, der kurz zuvor nach einer Schwalbe «Gelb» gesehen hatte, warteten die Stuttgarter vergeblich auf den Pfiff von Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen). Kevin Großkreutz nutzte die Konfusion und passte unbedrängt zu Barrios, der zum 1:1 einschoss (55.).

Mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze in die Torwartecke von BVB-Schlussmann Marc Ziegler traf der erst kurz zuvor eingewechselte Kuzmanovic zum 2:1 (77.). Subotic rettete gegen Tasci kurz darauf auf der Linie, Lehmann auf der Gegenseite kurz darauf gegen Valdez. Marica machte dann kurz vor Schluss alles klar (86.), Träsch erhöhte dann zum zu hoch ausgefallenen 4:1.

(dpa, N24)

31.01.2010 19:30 Uhr

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Sport