Penny senkt im Preiskampf der Discounter Preis für Butter

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Penny-Filiale

Die Discounter senken bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Preise: Bei der Rewe-Tochter Penny sinkt der Preis für das 250-Gramm-Päckchen Butter von Montag an von 99 Cent auf 80 Cent. Das Fachblatt "Lebensmittelzeitung" hatte bereits vor einigen Tagen berichtet, dass der Preis für Butter um rund 20 Cent fallen werde, nachdem er im vergangenen Jahr von 65 auf 99 Cent gestiegen war.

Penny gebe mit der Preissenkung Einkaufspreisvorteile an seine Kunden weiter, erklärte das Unternehmen in Köln. Im vergangenen Jahr hatten die Lebensmitteldiscounter zwölfmal die Preise gesenkt, Mitte Januar dann das erste Mal im neuen Jahr. Günstiger wurden etwa Frühstücksflocken und Pflanzenöle.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hatte den "ruinösen Preiswettbewerb" im Lebensmitteleinzelhandel scharf kritisiert und die "unverzügliche Beendigung" angemahnt. Die Preissenkungsspielräume durch die günstiger gewordenen Rohstoffe seien "längst ausgereizt", und die Verbraucher zeigten sich fast unbeeindruckt von den Billigangeboten.

Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) konnten die Discounter ihre Marktanteile im vergangenen Jahr tatsächlich nicht noch einmal ausweiten. Der Marktanteil des größten deutschen Lebensmitteldiscounters Aldi schrumpfte von 19 auf 18,4 Prozent, wie die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf eine GfK-Erhebung berichtet. Der Anteil von Lidl stagnierte demnach bei 9,8 Prozent.

Gfk-Experte Wolfgang Twardawa sagte dem Magazin, die Ära des stürmischen Wachstums der Discounter sei vorbei. Ursache seien der harte Preiskampf und Rückgänge im Geschäft mit Aktionsartikeln sowie strukturelle Probleme. Die Discounter würden sich durch den Ausbau ihrer Filialnetze zunehmend selbst Konkurrenz machen.

Aufgrund der Preissenkungen gaben die Kunden der GfK zufolge im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Euro weniger im Lebensmitteleinzelhandel aus als im Vorjahr. Die Ausgaben sanken demnach auf 150,1 Milliarden Euro.

Aldi musste den laut "Wirtschaftswoche" wohl schärfsten Umsatzeinbruch der Firmengeschichte hinnehmen - einen Rückgang um vier Prozent. Auch die "Lebensmittelzeitung" hatte berichtet, dass die Einnahmen des Unternehmens zurückgegangen seien. Dennoch habe Aldi 2009 gut verdient.

(AFP)

31.01.2010 18:49 Uhr

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