Fünf Millionen im Jahr
Steuerzahler zahlt für Kreditmediatoren
Die von Bundeswirtschaftsminister Brüderle eingeführten Kreditmediatoren werden für den Steuerzahler teuer. Fünf Millionen Euro kosten die fünf Angestellten bei einem Monatsgehalt von 15.000 Euro.
Der von der Bundesregierung aus Sorge vor einer Kreditklemme ernannte Kreditmediator kommt den Steuerzahler womöglich teuer zu stehen. Für die acht Mitarbeiter des Büros seien im Schnitt Monatsgehälter von mehr als 15.000 Euro eingeplant, berichtete die "Frankfurter Rundschau". Damit kosteten sie den Staat mehr als ein Staatssekretär, der ein Grundgehalt von 11.000 Euro monatlich habe. Insgesamt beträgt der Etat für den Kreditmediator, der künftig bei Streitigkeiten zwischen Banken und Unternehmen schlichten soll, laut "FR" fünf Millionen Euro.
"Brüderles Selbstbedienungsladen"
Heftige Kritik an den geplanten Ausgaben kam von den Grünen: Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Kerstin Andreae, sprach mit Blick auf Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) von "Brüderles Selbstbedienungsladen". "Die FDP schafft neue lukrative Pöstchen auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, statt einen Staatssekretär einzusparen, wie sie immer vollmundig verkündet hat."
Kritik hatte bereits die Ernennung des Kreditmediators ausgelöst: Den Posten übernimmt der bisherige Chef der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), Hans-Joachim Metternich, ein langjähriger Weggefährte Brüderles. Metternich soll am 1. März die Arbeit mit seinem Team in Frankfurt am Main aufnehmen.
(AFP, N24)
01.02.2010 09:02 Uhr





