Anklage gegen Erpresser

Genugtuung für Cindy Crawford

Für Topmodel Cindy Crawford dürfte das Genugtuung sein: Einem Mann, der sie mit einem zweideutigen Foto ihrer Tochter zu erpressen versucht hatte, wird nun in Deutschland der Prozess gemacht.

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Hat gut lachen - ihr Erpresser muss sich vor Gericht verantworten: Cindy Crawford (Archivbild)
Laut Wirtschaftsmagazin "Forbes" war Gisele Bündchen im vergangenen Jahr das bestbezahlte Model. Die 27-jährige Brasilianerin verdiente 35 Millionen Dollar.
Eine Deutsche auf Platz zwei der Geldtrangliste: Heidi Klum, 34, verdiente 14 Millionen Dollar.
Platz drei belegt Skandalnudel Kate Moss. Die 34-jährige Britin nahm 7,5 Millionen Dollar ein.
Platz vier: Adriana Lima aus Brasilien. Die 26-Jährige verdiente 7 Millionen Dollar.
Schön-reiche Niederländerin: Doutzen Kroes kam auf sechs Millionen Dollar - Platz fünf für die erst 23-Jährige.
Karolina Kurkova aus Tschechien, 24, liegt mit fünf Millionen Dollar auf Rang sechs.
Natalia Vodianova, 26-jährige Russin, belegt mit 4,8 Millionen Dollar Platz sieben.
Platz acht: US-Model Carolyn Murphy, 32, mit 4,5 Millionen Dollar.
Daria Werbowy, ukrainisch-kanadisches Model, belegt Platz neun. Die 24-Jährige verdiente zuletzt 3,8 Millionen Dollar.
Mit 3,5 Millionen Dollar schaffte es Miranda Kerr aus Australien noch in die Top Ten.
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Frankreichs Modemacher lassen sich nicht ins Bockshorn jagen. Die gedrückte Stimmung der vergangen Saison, als Edelschneider Christian Lacroix Insolvenz anmelden musste, scheint nach fünf Tagen Pariser Haute Couture wie weggeblasen.
Neue Ideen, innovative Designer wie Josephus Thimister oder Alexis Mabille und sprudelnde Kreativität bei den Altgedienten wie Jean Paul Gaultier oder Karl Lagerfeld für Chanel machen neue Lust auf Couture.
Ein virtuelles irdisches Paradies beschworen die beiden Valentino- Designer Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli in ihrer Präsentation am Mittwochabend.
Luftig, fast fliegend waren die Entwürfe - Kleider aus Seidenmousseline und Organza in Grau, Beige- und Zartrosétönen, ...
... in übereinander sich öffnende Formen und Lagen geschnitten, so dass sie selbst wie Blüten zu schaukeln schienen.
Zwischen all die soften Töne mischten sich aber auch kräftigere Farben wie Zitronengelb oder Kirschrot.
Die Entwürfe des Libanesen Elie Saab erinnerten in ihren bleichen verwischten Pastellen an impressionistische Gemälde.
Kurze Rüschenkleider und lange wehende Chiffongewänder, die - vorne geschlitzt und mit nur einem Träger versehen - viel Haut zeigten, ...
... kamen in Grau, Wasserblau, Rosé oder Beige.
Trotz der kostbaren Stickereien und schöner Aquarelldrucke erschien das Ganze etwas blass und uninspiriert.
Jean Paul Gaultier widmete sich in seiner Schau der Kultur Mexikos und ließ seiner überbordenden Fantasie freien Lauf.
Atemberaubend wirkten seine langen Mäntel und klirrenden Armreifen, die mehrfarbigen Sombreros mit Fransen und Spitzen und die hellgrünen Lederkleider, die aus Lianen geflochten zu sein schienen.
Andere Modelle erinnerten an Vogelfederkleider und schienen für einen Azteken-Ritus zu taugen.
Es gab Hüte, die wie Palmenstämme aussahen, und Zöpfe, die in seltsamen Axtformen vom Kopf abstanden. Geschichte und Gegenwart, Montezuma, die Conquistadores und Salma Hayek schienen sich ein Stelldichein zu geben.
Und dazwischen gab es die typischen Elemente von Gaultiers Modesprache ...
... zu entdecken: Marinelook und Marlene-Hose ...
... oder die Corsage mit Raketenbusen.
Um diese hochartifizielle Kollektion zu fertigen, hatte der Modemacher bei einigen Entwürfen mit ...
... Studenten der Brüsseler Académie Royale des Beaux Arts zusammen gearbeitet.
Und es hätte nicht mal den Auftritt der attraktiven französischen Sängerin Arielle Dombasle im sexy Carmen-Kleid am Ende gebraucht, ...
... um zu zeigen: Hohe Schneiderkunst muss keinesfalls konservativ wirken.
Der Auftakt der Haute-Couture-Schauen für Frühjahr und Sommer in Paris fiel martialisch aus.
Der niederländische Modemacher Josephus Thimister schickte seine Models am Sonntagabend in Olivgrün auf den Laufsteg.
Selbst seine Etuikleider erinnerten an Uniformen - passend zum Thema seiner Kollektion "Üppigkeit und Blutvergießen".
Die Schau des französischen Designers Alexis Mabille, der dieses Model auf den Laufsteg schickte, ...
... wurde auch von US-Burlesque-Star Dita von Teese bewundert.
Auf die Suche nach Christian Diors Wurzeln hat sich Dior-Designer John Galliano bei seiner Haute-Couture-Schau am Montag in Paris begeben.
Seine Entwürfe für Frühjahr/Sommer 2010 knüpften nicht wie sonst an die 40er- und 50er-Jahre-Entwürfe des legendären Modemeisters an, sondern an Diors Quellen der Jahrhundertwende.
Für den Abend verwandelten sich Gallianos Ladys in Ballköniginnen.
Wie Partykleider von Androiden wirkten lange schmale Roben und Hosen von Designer Giorgio Armani.
Zwar gab es nur wenig Schmuck, doch dafür glitzerten Kostüme, schmale Hosenanzüge, Cocktail- und Abendkleider umso heller in silbrigen Weiß-, Creme- oder Grautönen.
Ein kreisförmiges Vollmondoberteil wand sich um dieses Model. Gleichzeitig glänzte die Oberfläche wie flüssiges Metall.
Karl Lagerfeld nannte seinen noblen Glitzer-Schick "Neon-Barock". Madame Pompadour, die berühmte Maitresse des 18. Jahrhunderts, schien ihn inspiriert zu haben.
Lagerfeld eröffnete mit hellen kurzen Tweedkostümen in Creme oder Rosé mit großen Glanzknöpfen oder Kordelborte.
Neben den eher zurückgenommenen Modellen gab es Rüschenkleider in runden Kokon-Formen, ganz aus Stoffblüten gefertigte Modelle und Silberjacken zum üppigen Tüllrock.
Das Traditionshaus Givenchy trifft mit diesem Model in schwarz und mit üppigen Spitzen sicherlich den Geschmack des Gothic-Fans.
Frank Sorbier hatte sich bei seiner Schau am Mittwoch nicht von der Mode-, sondern der Literaturgeschichte inspirieren lassen:
Seine schwarzen, handwerklich äußerst liebevoll gemachten Modelle waren tragischen Heldinnen gewidmet.
Und auch wenn manche Modelle eher der Kategorie "Skurill" angehören: trotz ihrer schwindelerregenden Preise, trotz der wenigen Marken, die noch die notwendigen aufwendigen Ateliers beschäftigen, ist die Hohe Schneiderkunst kein aussterbendes Gewerbe.
Sara Nuru ist "Germany's Next Topmodel": Die Jury um Heidi Klum kürte die 19-jährige Münchnerin mit äthiopischen Wurzeln zur Siegerin der ProSieben-Castingshow. "Ich bin so überglücklich", sagte die Gewinnerin, die nach der Entscheidung Tränen vergaoss.
In der Finalshow der vierten Staffel, die 15.000 Zuschauer in der Köln-Arena live verfolgten, setzte sich Sara …
… gegen die lange als Favoritin geltende 20-jährige Marie und die 18-jährige Mandy durch.
Zu Beginn des Abends ...
... schwebten die drei Finalistinnen ...
... in flatternden langen Kleidern von der Hallendecke. Im Laufe der Entscheidungssendung mussten sie ...
... unter anderem die Präsentationsfilme ihrer Konkurrentinnen ...
… anmoderieren, Dessous ...
... auf dem Laufsteg ...
... präsentieren und ...
... beim Rodeo-Reiten auf einem mechanischen Bullen ...
... für Fotos posieren.
Sara Nuru ist die vierte Gewinnerin des ProSieben-Modelcastings. Die ...
… vierte Staffel von "Germany's next Topmodel" war ...
... nach Angaben von ProSieben die bislang erfolgreichste. Im Schnitt ...
… verfolgen demnach 23,8 Prozent der 14- bis 49-jährigen Zuschauer ...
… die Sendung. In der jungen Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen lag den Angaben zufolge der durchschnittliche Marktanteil vor dem Finale sogar bei 36,4 Prozent, im Finale dann bei knapp 30 Prozent.
Ein Küsschen von einem Engelchen: "Uns'" Heidi - Top-Model Klum - haucht dem geneigten Betrachter einen sanften Liebesgruß zu. Womit haben wir das verdient? Na, klar: Victoria's Secret Fashion Show lag mal wieder an!
Was das bedeutet? Also von vorne: Unterwäsche-Hersteller Victoria's Secret ...
... hat sich Gedanken darüber gemacht, was Frauen im kommenden Jahr drunter anziehen könnten.
Heraus kam dabei Extravagantes und ...
Nobles. Aber auch ...
... schlichtere Wäsche ist in der neuen Kollektion dabei.
Das Ganze wurde soeben mit viel Glitter und Gedröhns vorgeführt. Ein amerikanischer TV-Sender ...
... zeichnete die Chose auf, zeigt dem US-Volk die hautreiche Schau Anfang Dezember.
Als Model bei der Wäsche-Vorführung dabei zu sein, ist so etwas wie der Ritterschlag für Laufstegschönheiten.
Wer besonders lieb ist, bekommt Flügel verliehen. Wer sie trägt, ist "Engel" von Victoria's Secret. Bedeutet: Ein Haufen Kohle und die Verpflichtung, als eine Art Botschafterin des Unternehmens aufzutreten.
Eine Mischung aus Playboy-Häschen und Pressesprecher also.
Doch zurück zum Wesentlichen, der Show an sich. Schon vorab herrschte reges Treiben hinter den Kulissen. Heidi bekam noch die richtige Frisur verpasst, ...
... während andere sich um das rechte Augen-Make-Up sorgten.
Kennt man von Oma: Lockenwickler sind aber auch in der Welt der Superschönen im Einsatz.
Und dann konnte es schon bald los gehen. Was sich ausnimmt wie die Menu-Karte eines Delikatessen-Restaurants, ist die Ablaufübersicht der Show mit den entsprechenden Outfits der Damen. Also: Richtige Reihenfolge einprägen und ...
... losmarschieren. Alle Augen ruhen auf den Mädels, die ...
... sich vor den Kameras drehen und ...
... wenden.
Das Schaulaufen - hier "Engel" Adriana Lima - hatte übrigens das Resort Fontainebleau in Miami Beach als Austragungsort.
Wo sich die Grazien heute zeigen, ...
... ist ein exklusives Urlaubsparadies, in dem sich ...
... die Reichen und Schönen tummeln. An Urlaub war aber bei der Fashion Show nicht zu denken. Die Höschen waren zwar knapp, doch das Beiwerk dürfte ...
... schon etwas auf die Waage bringen. Harte Arbeit also.
Da muss sich Paris Hilton nicht grämen, dass sie nur als Gast zugegen war. Hätte man schließlich ins Schwitzen kommen können, und das ist ja nichts für so eine Hotelerbin.
Andere müssen für ihr Geld ...
... noch etwas tun. So etwa auch ...
... Schmuse-Sänger Usher, der das Spektakel moderierte. Hier stiebitzt ihm Heidi Klum ...
... den Hut und setzt ihn sich kurzerhand selbst auf. Hach, wie neckisch.
Der R'n'B-Star - hier wieder mit Hut - hatte aber bestimmt schon unangenehmere Jobs zu verrichten. Denn was er ...
... aus nächster Nähe zu sehen bekam, war ...
... ganz schön reizvoll.
Apropos reizvoll: Den Aufforderungen, die dem Höschen dieser Dame zu entnehmen sind, kommen viele ...
... sicherlich gerne nach.
Am Ende waren alle total happy: Die Models, die ein paar Dollar mehr in den nicht existenten Taschen haben, der Unterhosenfabrikant sowieso und nicht zuletzt der geneigte Betrachter. Gerne wieder - im nächsten Jahr.
Nicht erschrecken: Das ist Heidi Klum in ihren Halloween-Kostümen von 2003 (links) bis 2005 (rechts).
Heidi Klum hat das Verkleiden sichtlich im Blut: 2006 (links) ging sie als Apfel und Schlange in einem, um ihre Schwangerschaft zu kaschieren. 2007 empfing sie ihre Gäste im sexy Katzenoutfit.
2003 glitzterte Heidi auf ihrer jährlichen Party "Heidis Haunted Halloween" von Kopf bis Fuß in Gold.
Nicht ganz so gruselig verkleidet kamen die Gäste noch im Jahr 2003: Model Erin O`Connor, ....
... Model Larissa Bonderanko, ...
... und auch Designer Marc Bouwer haben sich nicht an Halloween-übliche Verkleidungsregeln gehalten.
Aber immerhin: Die Hansons haben sich in Kostüme geschmissen und tauchten als böse Biene, Prinzessin und gruseliger Gorilla auf.
2004: Heidi schwebt als rote, sexy, wilde Teufelsdame durch den Partysaal.
Und endlich: Auch die Gäste haben Blut geleckt und gehen in ihren Halloween-Rollen auf. Vampir Andrea Parker "beißt" Kevin Sorbo.
Heidi schockiert Ehemann und Schmusesänger Seal.
Süße Hexe: Jaime Gleicher.
TV -"Teufel" Montel Williams hat seine Tochter mit zu Heidis Party gebracht.
Das einzig bedrohliche an Samantha Coles Outfit ist die Spritze in ihrer Hand.
2005: Vamp-Girl Heidi wird von Polizist Seal "abgeschleppt".
Ob sich Kelly Bensimon mit diesem Outfit für verkleidet hielt, weiß nur sie selbst. Aufmerksamkeit hat sie jedenfalls bekommen.
Dann doch lieber pink à la Theodora Richards. Das ist definitiv besser als ...
... Grinse- MTV-VJ Quddus.
Ganz im Zeichen Halloweens: Designer Zac Posen erscheint gruselig.
Catwoman alias Ines Rivero: Nicht schaurig, dafür sexy.
Jason Biggs hat sich in bayrische Tracht geschmissen. Trägt allerdings Dirndl statt Lederhosen.
Heidi gibt sich für ihre Outfits richtig viel Mühe und steckt Jahr für Jahr mehr Gäste mit ihrer Verkleidungs-Laune an.
Für Ehemann Seal steht fest, dass Heidi ihn an Halloween nur küsst, wenn er sich verkleidet hat.
Hingucker: Heidis Trainer David Kirsch kommt nackt als Leopard!
2006: Ein Kuss für Seal, der sich als "Eva" verkleidet hat.
Ahoi: Gast Kyle MacLachlan kommt als Pirat.
Heidi hat ihre zur Topmodel gekürte Lena G. dabei. Hübsch im Dirndl.
Rapper Lil' Jon hat sich - einfallsreich - als Rapper verkleidet.
Jeremy Piven schaut sich sicherheitshalber noch mal um.
Dirndl sind wohl in: Auch Schauspielerin Lauren Woodland schmückt sich bayrisch.
Heidi zusammen mit Designer Jeffrey Sebelia, der von Heidis Kostüm begeistert ist.
Lindsay Gareth taucht als gute Fee auf, ebenso ...
... wie Minnie Driver.
Heidi und Seal. Sie verkleidete sich als Apfel und Schlange in einem, um ihre Schwangerschaft zu kaschieren. Er ging passenderweise als "Eva".
2007: In diesem Jahr war Heidi wieder völlig sexy.
Die Gäste sind durchweg alle verkleidet: Designer Rami Kashou mit dunklen Augenringen und blutigen Wunden, ...
... Schauspielerin Tamie Sheffield erinnert irgendwie an "Sailor Moon", ...
... Caroline D'Amore rinnt auch bereits das Blut aus dem Mund und ...
... Rick Fox kommt als Zorro auf Heidis Halloween Party.
Auch Deutsche sind unter den Gästen: Heidi begrüßt Thomas Gottschalk und seine Frau Thea.
Weitere Gäste in unschlagbaren Kostümen waren der Musiker Pittsburgh Slim, ...
... Designer Santino Rice ...
... und auch Schauspielerin Carly Seal.
Heidis Schwager James Samuel ist ebenfalls bestens für die Halloween Party kostümiert.
Und hier noch eine tolle Idee: Kyle MacLachlan kommt als verletzter Golfer, ...
... und hat trotz Ball im Kopf gut lachen. Und wenn er seinen "Verletzungen" nicht erlegen ist, dann kommt er bestimmt auch 2008 wieder zu Heidis Halloween Party.

Wegen Erpressung des Models Cindy Crawford hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart einen 26 Jahre alten Mann angeklagt. Der Prozess soll vor dem Amtsgericht Kirchheim stattfinden, wie die Justizbehörde mitteilte. Edis K. hatte im Sommer 2009 in den USA versucht, Crawford und ihren Mann Rande Gerber zu erpressen. Er hatte ein Foto, das die damals siebenjährige Tochter des Paares zeigt - auf einem Stuhl sitzend an Händen und Füßen gefesselt und geknebelt.

Das Foto war bei einem "Räuber- und Gendarmspiel" entstanden und über ein ehemaliges Kindermädchen in die Hände des 26-Jährigen gelangt. Er drohte laut Staatsanwaltschaft, das Bild an die Boulevardpresse zu verkaufen, falls sie ihm nicht eine größere Geldsumme zahlten. Die Stuttgarter Justizbehörde berichtete, das Ehepaar habe ihm am 14. Juli 2009 einen Betrag von 1.000 US-Dollar gezahlt und im Gegenzug das Foto erhalten.

Immer neue Forderungen

Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ergaben, dass sich der 26-Jährige zwei Tage später erneut bei der Familie telefonisch meldete und mehr Geld forderte. Er sagte, er habe immer noch das Foto in elektronischer Form. Crawford und Gerber gingen nach Angaben der Stuttgarter Ermittler zunächst nicht mehr auf seine Erpressungsversuche ein. Mitte September brachte der 26-Jährige noch einmal seine Drohung vor und forderte mindestens 5.000 US-Dollar.

Wenige Tage später nahm ihn die US-Einwanderungs- und Zollbehörde wegen Verstoßes gegen die Einwanderungsbestimmungen in Gewahrsam und schob ihn einen Monat später nach Deutschland ab. Anfang November 2009 nahm der 26-Jährige von Deutschland aus telefonischen Kontakt mit dem Ehepaar auf und forderte die Überweisung von insgesamt 100.000 US-Dollar innerhalb der nächsten drei Tage auf sein Girokonto in Deutschland. Er drohte, sonst würde er das Foto an die Medien verkaufen.

Danach fiel ihm laut Staatsanwaltschaft jedoch ein, dass ein solch hoher Geldbetrag ihn gegenüber der Agentur für Arbeit in Erklärungsnot brächte. Deshalb wollte er ein Konto im Ausland eröffnen und reiste am 13. November in die Türkei.

Erpresser stellte sich freiwillig

Inzwischen wurde der Erpressungsfall in den deutschen Medien bekannt. Der 26-Jährige erfuhr, dass er in Deutschland gesucht wurde. Aus Angst, in der Türkei festgenommen zu werden, flog er früher als geplant nach Deutschland zurück und stellte sich am Abend des 16. November der Polizei in Nürtingen. Das Amtsgericht Stuttgart erließ Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Seither ist er in Untersuchungshaft.

Die Anklage lautet auf Erpressung und versuchter Erpressung in zwei Fällen. "Bislang hat er nur einzelne Tathandlungen eingeräumt", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

(apn, N24)

02.02.2010 13:00 Uhr

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