US-Automarkt im Januar

Toyota ist der Verlierer des Monats

Die Qualitätsprobleme machen Toyota ordentlich zu schaffen. In den USA verlor der Autobauer im Januar fast neun Prozent ein. Profitieren konnten davon Ford und General Motors.

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Toyota kämpft wegen Qualitätsproblemen mit seinem Image. In den USA haben die Probleme jetzt auch Marktanteile gekostet.

Die Rückrufaktion für Millionen Autos hat Toyota auf dem wichtigen US-Markt zurückgeworfen. Die Kunden kauften im Januar deutlich weniger Autos des japanischen Herstellers als das Jahr zuvor. Dadurch konnte sich der US-Rivale Ford an Toyota vorbeischieben und nach langer Zeit wieder den zweiten Platz in der Käufergunst einnehmen. Auf Platz eins steht mit Abstand General Motors (GM). Die beiden großen US-Hersteller legten am Beginn des Jahres kräftig zu. Toyota hingegen büßte mit knapp 99.000 verkauften Auto fast 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein, wie der Autohersteller in Torrance berichtete.

Vor allem Pick-up-Trucks und Geländewagen verkauften sich schlechter. Auch die beiden einstigen Verkaufsschlager Camry und Corolla blieben auf den Höfen der Händler stehen. Die Mittelklasse-Limousinen sind genauso von klemmenden Gaspedalen betroffen wie der Großteil der restlichen Modellpalette. Toyota hatte Mitte des Monats eine der größten Rückruf-Aktionen der Geschichte gestartet und wenige Tage darauf auch den Verkauf der gefährdeten Wagen eingestellt. Momentan ruht selbst die Produktion; sie soll erst in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden, wenn genügend funktionierende Pedale zur Verfügung stehen.

Lexus läuft weiter gut

Experten hatten allerdings mit noch dramatischeren Auswirkungen auf die Verkaufszahlen gerechnet. Die Tochtermarke Lexus konnte jedoch Schlimmeres verhindern: Während Autos mit Toyota-Emblem 12 Prozent verloren, gewannen die luxuriösen Lexus-Autos 14 Prozent beim Absatz hinzu. Auch der Hybridwagen Prius verkaufte sich gut. General Motors verkaufte im Januar 147.000 Wagen, ein Plus von 14 Prozent. Ford legte um 25 Prozent auf annähernd 117 000 Autos zu. Beide Hersteller lockten die Kundschaft mit neuen kleineren Wagen, bisher eine Domäne der asiatischen Konkurrenz.

Toyota lebte bisher von dem Ruf, sichere und hochwertige Autos zu bauen. Eine Serie von Unfällen hat das Vertrauen der Fahrer allerdings erschüttert. Nach wochenlangem Warten können Toyota- Besitzer in den USA diese Woche immerhin damit rechnen, dass die klemmenden Gaspedale repariert werden. Die nötigen Bauteile sollen alsbald an die Händler gehen. Kunden im Rest der Welt müssen sich indes gedulden. Für Deutschland kann Toyota nicht einmal sagen, wie viele Autos von dem Defekt betroffen sind. Das Gaspedal droht, in der gedrückten Stellung festzuhängen. Überdies kämpft Toyota mit rutschenden Fußmatten, die das Gaspedal verkeilen können. Weltweit sind insgesamt rund 8 Millionen Autos von beiden Mängeln betroffen.

(dpa, N24)

02.02.2010 21:51 Uhr

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