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Kampf gegen Taliban

ISAF-Truppen vor neuer Großoffensive

In Afghanistan bahnt sich eine neue Großoffensive gegen die Taliban an. Tausende Soldaten rücken bereits in der Unruheprovinz Helmand vor. Der Großangriff soll dort endgültig für Ruhe sorgen.

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US-Soldaten in der afghanischen Unruheprovinz Helmand. Dort bahnt sich jetzt eine neue Großoffensive mit tausenden Soldaten an.
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Ein sowjetischer Soldat winkt vom gepanzerten Mannschaftswagen auf der Fahrt zur sowjetischen Grenze. Am 15. Februar 1989 verlassen die letzten von insgesamt etwa einer halben Million Sowjetsoldaten nach fast zehn Jahren Krieg Afghanistan.
Für den Krieg zahlt die Sowjetunion einen hohen Preis: 15.000 tote Soldaten und Einbußen an internationalem Ansehen. Bereits die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau boykottieren viele Lander aus Protest gegen die militärische Intervention.
Dem sowjetisch-afghanischen Krieg folgt der Bürgerkrieg. Unterschiedliche Gruppen bekämpfen sich gegenseitig, die Taliban (Archivfoto, November 1996) gewinnen im Land die Oberhand und nehmen 1996 Kabul für sich ein.
Unterschlupf für Osama Bin Laden (Archivfoto; 1988 in Jalalabad): Mitte der 1990er Jahre entwickelt sich Afghanistan zur "Brutstätte" für Terroristen.
Ab 1996 herrscht das Taliban-Regime mit strengsten religiösen Gesetzen. Frauen etwa dürfen das Haus nur noch in kompletter Verschleierung, der sogenannten "Burka" verlassen (Archivfoto 2002).
Ungestraft Einspruch erheben geht nur noch in der Fremde: Ein Kind aus Afghanistan im November 1996 in Frankfurt bei einem Protestmarsch durch die Stadt gegen die Taliban-Miliz und den fortwährenden Krieg in Afghanistan.
Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001, ausgeübt vom Terrornetzwerk El Kaida. Die USA verlangen daraufhin von Afghanistan die Auslieferung des Terror-Chefs Osama Bin Laden.
Schüler in Berlin protestieren am 8. Oktober 2001 gegen den "Krieg gegen den Terror": Die USA hatten in der Nacht zuvor erste militärische Aktionen gegen das radikal-islamische Taliban-Regime in Afghanistan begonnen.
Mit Hilfe der afghanischen Nordallianz, die die Bodentruppen stellt, führen die USA im Oktober 2001 eine Invasion Afghanistans durch.
Ein Kämpfer der Nordallianz hält sich die Ohren zu, als er am 11. November 2001 auf Talbian-Stellungen feuert.
Durch die Invasion gelingt es der Allianz zwar, die Taliban zu stürzen, allerdings bleiben Zerstörung, Verwüstungen und natürlich menschliche Opfer nicht aus. Gerade die zivile Bevölkerung hat unter dem Krieg ...
... zu leiden. Der 12-jährige Sabiullah sitzt im November 2001 vor den Ruinen seines Elternhauses. Der Einschlag einer US-Bombe in Kabul hatte in dem Viertel ein kleines Erdbeben ausgelöst. Der Junge war unter den Trümmern des Hauses verschüttet worden.
Frauen ohne Burka und mit Arbeit - unter dem Taliban-Regime undenkbar. 22 Afghaninnen werden nach einer entsprechenden Ausbildung Polizistinnen in Herat.
Bundeswehrsoldaten im Auftrag der ISAF in Taloqan bei Kundus: Seit 2001 engagieren sich deutsche Soldaten für Sicherheit und Wiederaufbau in Afghanistan. Bei einem Truppenabzug befürchten Politiker und Militärs die Rückkehr von Terrorzellen.
Auf der Afghanistan-Konferenz 2001 wird er zum Präsidenten der Übergangsregierung ernannt. Im November 2009 wird Hamid Karsai in einer umstrittenen Wahl erneut Staatspräsident. Der einstige Hoffnungsträger steht mittlerweile stark in der Kritik.
Lachend spielen Kinder auf einem alten sowjetischen Panzer. Der Krieg ist im Alltag Afghanistans überall gegenwärtig.
"Wen würden Sie wählen, wenn nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?"
"Wie bewerten Sie das deutsche Gesundheitssystem?"
"Für wie wichtig halten Sie eine Gesundheitsreform?"
"Was halten Sie davon, das die Bundesregierung weitere 500 Soldaten nach Afghanistan schicken will?"
"Finden Sie es richtig oder falsch, das die Bundesregierung 50 Millionen Euro für ein Aussteigerprogramm der Taliban beisteuert?"
"Für wie wahrscheinlich halten Sie einen Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan im Jahre 2011?"
Video: N24 Klartext - Wie wichtig ist die Afghanistanhilfe?
Video: Inside Afghanistan - Schwarzkopfs Video-Tagebuch - 28.01.2010
Video: Inside Afghanistan - Schwarzkopfs Video-Tagebuch - 27.01.2010

Afghanische und ausländische Truppen planen in der südafghanischen Taliban-Hochburg Helmand eine Offensive mit tausenden Sicherheitskräften gegen die Aufständischen. Mindestens tausend afghanische Polizisten, ebenso viele einheimische Soldaten und "viele tausend" Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF würden gegen die Taliban in der Unruheprovinz vorrücken, sagte ISAF-Sprecher Eric Tremblay in Kabul. Der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, General Sahir Asimi, sagte, es sei das Ziel, die Zivilbevölkerung von den Aufständischen zu trennen, Zivilisten zu schützen und den Wiederaufbau zu ermöglichen. Die Offensive werde "bald" beginnen.

Bei einem Sprengstoffanschlag im Süden Afghanistans wurden unterdessen zwei US-Soldaten getötet. Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte mit, zu dem Anschlag sei es am Vortag gekommen. Einzelheiten gab die NATO-geführte Truppe nicht bekannt. Nach Angaben des unabhängigen Internetdienstes icasualties.org waren vor den jüngsten Opfern seit Jahresbeginn bereits mindestens 47 ausländische Soldaten in Afghanistan gewaltsam ums Leben gekommen. Das vergangene Jahr war das bislang verlustreichste für die internationalen Truppen seit Beginn des Einsatzes Ende 2001. Bei Anschlägen und Gefechten starben mehr als 450 Soldaten.

(dpa, N24)

03.02.2010 17:02 Uhr

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