In Afghanistan bahnt sich eine neue Großoffensive gegen die Taliban an. Tausende Soldaten rücken bereits in der Unruheprovinz Helmand vor. Der Großangriff soll dort endgültig für Ruhe sorgen.
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Afghanische und ausländische Truppen planen in der südafghanischen Taliban-Hochburg Helmand eine Offensive mit tausenden Sicherheitskräften gegen die Aufständischen. Mindestens tausend afghanische Polizisten, ebenso viele einheimische Soldaten und "viele tausend" Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF würden gegen die Taliban in der Unruheprovinz vorrücken, sagte ISAF-Sprecher Eric Tremblay in Kabul. Der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, General Sahir Asimi, sagte, es sei das Ziel, die Zivilbevölkerung von den Aufständischen zu trennen, Zivilisten zu schützen und den Wiederaufbau zu ermöglichen. Die Offensive werde "bald" beginnen.
Bei einem Sprengstoffanschlag im Süden Afghanistans wurden unterdessen zwei US-Soldaten getötet. Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte mit, zu dem Anschlag sei es am Vortag gekommen. Einzelheiten gab die NATO-geführte Truppe nicht bekannt. Nach Angaben des unabhängigen Internetdienstes icasualties.org waren vor den jüngsten Opfern seit Jahresbeginn bereits mindestens 47 ausländische Soldaten in Afghanistan gewaltsam ums Leben gekommen. Das vergangene Jahr war das bislang verlustreichste für die internationalen Truppen seit Beginn des Einsatzes Ende 2001. Bei Anschlägen und Gefechten starben mehr als 450 Soldaten.