"Avatar 2" geplant

Murdoch hofft auf neuen Geldsegen

Rupert Murdochs News Corporation verdiente 2009 in den Kinos gutes Geld. Auf den Erfolg soll bald mit der Fortsetzung von "Avatar" aufgebaut werden. Auch sonst läuft es für den Medienriesen prächtig.

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Medienmogul Rupert Murdoch hat gut Lachen. Das Jahr 2009 war für seinen Konzern - auch dank Avatar - im Kino ein echtes Erfolgsjahr.
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In dem epischen Fantasy-Abenteuer "Avatar - Aufbruch nach Pandora" (Kinostart 17. Dezember) entführt Star-Regisseur James Cameron ("Titanic“, "Aliens – Die Rückkehr“, "Terminator“) sein Publikum in eine faszinierende neue Welt.
Gemeinsam mit Jake Sully (Sam Worthington) taucht der Zuschauer in eine fesselnde Story ein und geht auf eine Reise voller Gefahren und Entdeckungen: Vor Jahren wurde Jake Sully schwer verwundet und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt. Als ...
... ihm für ein Projekt das Angebot unterbreitet wird, zum weit entfernten Planeten Pandora zu reisen, willigt er schnell ein, um seinem für ihn sinnlos gewordenen Leben zu entkommen. Denn dort erwarten ihn ...
... unvorstellbar schöne und farbenreiche Landschaften aus üppigen Regenwäldern mit fantastischen Pflanzen und Tieren. Doch Pandora ist nicht unbewohnt: ...
Die Na'vis sind die Ureinwohner des Planeten und leben im Einklang mit der Natur, die sie umgibt.
Pandora ist reich an dem für den Menschen sehr wertvollen Rohstoff Unobtainium. Da der Mensch in der Atmosphäre Pandoras nicht existieren kann, wurde ein wissenschaftliches Projekt initiiert, ...
... bei dem genetisch manipulierte Hybride aus menschlicher und Na'vi-DNA erschaffen wurden: die so genannten Avatare. Ein Avatar wird von einem Menschen mental gesteuert, ...
... indem das menschliche Gehirn und die Gefühlsrezeptoren über eine spezielle Technologie mit dem Avatar-Körper verbunden sind.
Leiterin des Projekts ist die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver), die Jake zunächst skeptisch gegenüber tritt.
Während Jakes Erkundigungen auf Pandora trifft er die junge und schöne Na'vi Frau Neytiri (Zoe Saldana), die ihn sofort fasziniert.
Durch sie lernt er nach und nach das Leben und die Kultur der Na'vis kennen. Doch je mehr Zeit Jake mit den Na’vis verbringt, ...
... desto mehr gerät er in einen Konflikt, mit sich selbst und mit seiner Außenwelt. Er muss sich entscheiden, ...
... auf wessen Seite er steht – in einem Kampf, der über das Schicksal einer ganzen Welt entscheidet.
Für den Soundtrack des Films wird Erfolgskomponist James Horner (Mitte im Bild, u.a. Braveheart, Titanic, Apollo 13) gewonnen. Er schreibt den von Leona Lewis (links im Bild) gesungen Titelsong zum Film "I see you". Rechts ist James Cameron zu sehen.
James Cameron erdenkt die Story zum Film bereits vor 14 Jahren, jedoch fehlen damals die technischen Möglichkeiten zur Umsetzung seiner Vision.
Jetzt, nach vier Jahren aktiver Produktionsarbeit, bietet "Avatar" ein völlig neuartiges Kinoerlebnis. Bis zuletzt arbeiten James Cameron und sein Team fieberhaft am Feinschliff des Films.
Am meisten Zeit nehmen Tonmischung und Spezialeffekte in Anspruch - letztere sind auch der höchste Kostenfaktor des Films, der mit großer Wahrscheinlichkeit teurer wird als alles, was bislang für die große Leinwand produziert worden ist.
Experten schätzen, dass "Avatar" als erster Film überhaupt die Budgetgrenze von 500 Millionen Dollar überschreiten wird.
Regisseur Cameron kann von einer derartigen Kostenexplosion nur Positives abgewinnen: "Das Kinopublikum profitiert davon, wenn die Studios durchdrehen und Unsummen für ihre Filme verpulvern." Soll das Kinopublikum entscheiden, ob Cameron Recht behält.
Video: Kino-Spezial - Avatar - ein Film bricht alle Rekorde
Video: James Camerons "Avatar" - Weltweit kommerziell erfolgreichste Film
Video: 3D-Spektakel "Avatar" - Im Studio: Knut Elstermann, Filmkritiker
Video: Camerons "Avatar" - Viereinhalb Jahre Produktionszeit

Der US-Medienriese News Corporation steht vor einem Geldregen durch den Erfolg des 3D-Kinoschlagers "Avatar". Im laufenden Vierteljahr werden die Einnahmen des Films, der weltweit bereits zwei Milliarden Dollar eingespielt hat, in die Kassen von Rupert Murdochs Medienimperium strömen. Im Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal verbuchte die News Corp. zuletzt einen eher mageren Gewinn von 254 Millionen Dollar, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss bekanntgab. Allerdings hatte in dem Quartal ein Rechtsstreit ein Loch von 500 Millionen Dollar in die Bilanz geschlagen.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. "Wir sind aus der Krise als überlegener Inhalteanbieter hervorgegangen", sagte Murdoch. Vor einem Jahr hatte die News Corp. noch einen Rekordverlust von 6,4 Milliarden Dollar eingefahren, wegen massiver Abschreibungen unter anderem auf den übernommenen Dow-Jones-Konzern. Zudem war in der Wirtschaftskrise das Werbegeschäft eingebrochen. Seitdem hat sich die News Corp. berappelt. Das Wachstum werde in den kommenden Monaten anhalten, sagte Murdoch.

Web-Inhalte nur noch gegen Gebühr

"Avatar - Aufbruch nach Pandora" startete Mitte Dezember und ist bereits der kommerziell erfolgreichste Film der Geschichte. Man werde sich mit Regisseur James Cameron um eine Fortsetzung bemühen, kündigte Murdoch an. Insgesamt läuft die Filmsparte von News Corp. auf Hochtouren: Auch "Ice Age 3", "X-Men Origins: Wolverine" und "Nachts im Museum 2" füllten die Kassen. Der Bereich steigerte den operativen Gewinn auf 324 Millionen Dollar nach 212 Millionen vor einem Jahr. Zu Murdochs Konzern gehört das Filmstudio 20th Century Fox, die Fernsehsender-Kette Fox, Zeitungen wie oder die britischen "Times" und "Sun" sowie Buchverlage. Auch Bezahlsender wie "Sky Deutschland" sind Teil des Medienimperiums.

Der Multimilliardär kämpft auch verbissen gegen die verbreitete Gratismentalität im Internet und will Inhalte seiner Tochterfirmen nur noch gegen Geld hergeben. So schränken seine Zeitungen nach und nach ihre kostenlosen Angebote ein. "Der Wert der Inhalte ist jetzt klar", sagte Murdoch. Er verspricht sich vor allem durch die wachsende Zahl der internetfähigen Handys gute Geschäfte. Die Zeitungssparte steigerte den operativen Gewinn um 30 Prozent auf 259 Millionen Dollar, unter anderem dank eines besseren Werbegeschäfts bei ihrem Flaggschiff "Wall Street Journal".

(dpa, N24)

03.02.2010 19:30 Uhr

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