Rupert Murdochs News Corporation verdiente 2009 in den Kinos gutes Geld. Auf den Erfolg soll bald mit der Fortsetzung von "Avatar" aufgebaut werden. Auch sonst läuft es für den Medienriesen prächtig.
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Der US-Medienriese News Corporation steht vor einem Geldregen durch den Erfolg des 3D-Kinoschlagers "Avatar". Im laufenden Vierteljahr werden die Einnahmen des Films, der weltweit bereits zwei Milliarden Dollar eingespielt hat, in die Kassen von Rupert Murdochs Medienimperium strömen. Im Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal verbuchte die News Corp. zuletzt einen eher mageren Gewinn von 254 Millionen Dollar, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss bekanntgab. Allerdings hatte in dem Quartal ein Rechtsstreit ein Loch von 500 Millionen Dollar in die Bilanz geschlagen.
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. "Wir sind aus der Krise als überlegener Inhalteanbieter hervorgegangen", sagte Murdoch. Vor einem Jahr hatte die News Corp. noch einen Rekordverlust von 6,4 Milliarden Dollar eingefahren, wegen massiver Abschreibungen unter anderem auf den übernommenen Dow-Jones-Konzern. Zudem war in der Wirtschaftskrise das Werbegeschäft eingebrochen. Seitdem hat sich die News Corp. berappelt. Das Wachstum werde in den kommenden Monaten anhalten, sagte Murdoch.
Web-Inhalte nur noch gegen Gebühr
"Avatar - Aufbruch nach Pandora" startete Mitte Dezember und ist bereits der kommerziell erfolgreichste Film der Geschichte. Man werde sich mit Regisseur James Cameron um eine Fortsetzung bemühen, kündigte Murdoch an. Insgesamt läuft die Filmsparte von News Corp. auf Hochtouren: Auch "Ice Age 3", "X-Men Origins: Wolverine" und "Nachts im Museum 2" füllten die Kassen. Der Bereich steigerte den operativen Gewinn auf 324 Millionen Dollar nach 212 Millionen vor einem Jahr. Zu Murdochs Konzern gehört das Filmstudio 20th Century Fox, die Fernsehsender-Kette Fox, Zeitungen wie oder die britischen "Times" und "Sun" sowie Buchverlage. Auch Bezahlsender wie "Sky Deutschland" sind Teil des Medienimperiums.
Der Multimilliardär kämpft auch verbissen gegen die verbreitete Gratismentalität im Internet und will Inhalte seiner Tochterfirmen nur noch gegen Geld hergeben. So schränken seine Zeitungen nach und nach ihre kostenlosen Angebote ein. "Der Wert der Inhalte ist jetzt klar", sagte Murdoch. Er verspricht sich vor allem durch die wachsende Zahl der internetfähigen Handys gute Geschäfte. Die Zeitungssparte steigerte den operativen Gewinn um 30 Prozent auf 259 Millionen Dollar, unter anderem dank eines besseren Werbegeschäfts bei ihrem Flaggschiff "Wall Street Journal".