Nach vorläufigen Berechnungen belaufen sich die Kosten für die großangelegte Rückrufaktion bei Toyota auf rund 1,4 Milliarden Euro. Allen in Deutschland sind 215.796 Fahrzeuge betroffen.
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Vom Toyota-Rückruf wegen klemmender Gaspedale sind in Deutschland 215.796 Autos betroffen. Das sagte eine Sprecherin von Toyota Deutschland in Köln. Betroffen sind unterschiedliche Baujahre der Modelle AYGO, iQ, Yaris, Auris, Corolla, Verso, Avensis und RAV4. Dem Kraftfahrtbundesamt seien die Fahrgestellnummern aller betroffenen Wagen mitgeteilt worden, so dass nun alle Fahrzeughalter gezielt und zügig informiert werden könnten.
Insgesamt 1,8 Millionen Autos mit Gaspedal-Problemen
Insgesamt muss der japanische Autobauer in Europa bis zu 1,8 Millionen Fahrzeuge wegen der Gaspedal-Probleme in die Werkstätten holen. Die Pedale müssen der Sprecherin zufolge nicht ausgebaut werden, sondern mit einem zusätzlichen Distanzstück versehen werden. Die ersten dieser Teile sollten in der nächste Woche geliefert werden. "Das wird ein Werkstatt-Aufwand von einer halben Stunde sein."
Auch in 2,3 Millionen amerikanischen Autos können die Gaspedale in der durchgetretenen Stellung festhängen, der Verkauf der betroffenen Modelle war in den USA gestoppt worden. Zudem wurde eine frühere Rückrufaktion jüngst auf weitere 1,1 Millionen Fahrzeuge ausgeweitet, weil sich Fußmatten mit Pedalen zu verkeilen drohten. Am Mittwoch gab Toyota zudem ein Problem mit den Bremspedalen beim Vorzeigemodell Prius bekannt, dessen Umfang aber noch unbekannt ist.
Der Rückruf von Millionen Toyota-Fahrzeugen wegen technischer Probleme mit den Gaspedalen kostet den japanischen Autohersteller nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag. Die erwarteten Kosten für die Pannenserie gab Toyota mit bis zu 180 Milliarden Yen (rund 1,4 Milliarden Euro) an. Die Summe setze sich aus Reparaturkosten bei den betroffenen Wagen und Verkaufsausfällen zusammen.