Warnstreiks gehen weiter

Frankfurt und Saarbrücken machen den Anfang

Im öffentlichen Dienst wird weiter gestreikt. Am Tag drei der Aktionen gehörten Frankfurt und Saarbrücken zu den ersten Städten, die von den Aktionen betroffen waren.

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Am dritten Tag der Warnstreiks im öffentlichen Dienst soll der Schwerpunkt nach Angaben der Gewerkschaft in Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und dem Saarland liegen.

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter: Am Tag drei der Aktionen gehörten die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Frankfurt zu den ersten, die ihre Arbeit nieder- und damit den Verkehr weitgehend lahmlegten. Im nordhessischen Kassel beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben Mitarbeiter der Stadtreinigung und des Klinikums an dem Warnstreik. "Wir stellen lediglich eine Notbesetzung, damit die Patienten versorgt bleiben", sagte eine Sprecherin.

U- und Straßenbahnen fahren in Frankfurt nicht

Verdi-Chef Frank Bsirske wird am Vormittag zu einer zentralen Kundgebung erwartet. "U- und Straßenbahnen fahren den ganzen Tag nicht", sagte der Sprecher der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiq, Klaus Linek. "Die U-Bahn ist mit das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs - das wird sich auswirken." Außerdem würden 16 von 49 Buslinien der Stadt nicht fahren. Um Mitternacht wollen die Beschäftigten in Frankfurt ihre Arbeit wieder aufnehmen, sagte Linek. Die Nachtbusse sind demnach nicht betroffen. Die von der Deutschen Bahn betriebenen S- und Regionalbahnen fahren regulär.

Schwerpunkt der Streiks in Hessen, Sachsen,, Sachsen-Anhalt und Saarland

Bereits am Donnerstag waren Reisende in den U-Bahn-Stationen über Lautsprecherdurchsagen über die geplanten Aktionen informiert worden. Im Rhein-Main-Gebiet sollen neben dem öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt, Gießen oder Hanau auch Bürgerämter, Kindertagesstätten und Kfz-Zulassungsstellen bestreikt werden - etwa in Darmstadt und Rüsselsheim. Am dritten Tag der Warnstreiks im öffentlichen Dienst soll der Schwerpunkt nach Angaben der Gewerkschaft in Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und dem Saarland liegen. Verdi fordert für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen fünf Prozent mehr Geld und bessere Ausbildungsvergütungen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen war am Montag in Potsdam ergebnislos vertagt worden.

(dpa, N24)

05.02.2010 07:05 Uhr

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