Was die Umfragewerte angeht, geht es mit der FDP rapide bergab. Zuletzt lagen die Liberalen nur noch bei acht Prozent. Nun treffen sich die Parteispitzen zu einem Krisengipfel in Berlin.
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Die Spitzen der FDP treffen sich nach dem schlechten Abschneiden der Liberalen bei den jüngsten Meinungsumfragen am Wochenende zu einer Krisensitzung. FDP-Präsidium und der Fraktionsvorstand der Liberalen sollen am Sonntag in Berlin zusammenkommen, wie ein Sprecher bestätigte. Auslöser für das kurzfristig einberufene Treffen war auch der Wirbel um die Mehrwertsteuerabsenkung im Hotelgewerbe.
Dem "Focus" zufolge will die FDP-Führung auch über die desolate Lage in der schwarz-gelben Koalition und die Strategie vor der der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sprechen. Themen seien zudem die Koalitionspläne für die noch umstrittene Gesundheitsreform und der Kauf der CD mit Steuersünderdaten.
FDP-Chef Guido Westerwelle kündigte zuvor an, er wolle sich durch die derzeit schlechten Umfragewerte für seine Partei nicht von seinem Kurs abbringen lassen. "Ich werde mich von Meinungsumfragen nicht beirren lassen", sagte Westerwelle im Bayerischen Rundfunk.
Der FDP-Chef räumte allerdings erneut "Anfangsschwierigkeiten" der schwarz-gelben Koalition im Bund ein. "Das kann ja niemand leugnen", sagte er im BR. Den Vorwurf der Klientelpolitik besonders gegen die FDP wies er aber zurück. Vielmehr gehe es um die Entlastung von Familien und die Stärkung des Mittelstandes.
Hundert Tage nach dem Start der Koalition aus Union und FDP im Bund war die FDP einer Umfrage der ARD auf acht Prozent abgerutscht. Bei der Bundestagswahl hatten die Liberalen noch ein Rekordergebnis von 14,6 Prozent erreicht. Die Union kam in der Umfrage unverändert auf 36 Prozent. Die SPD gewann einen Punkt dazu und kam auf 26 Prozent. Die Linke verbesserte sich um einen Punkt und kam auf elf Prozent. Die Grünen gewannen drei Punkte dazu und kamen auf 15 Prozent. Damit erreichten Union und FDP zusammen nur noch 44 Prozent, die anderen Parteien kamen hingegen auf 52 Prozent.