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"Viele Unwahrheiten"

Löw auf Konfrontationskurs zu Zwanziger

Der Machtkampf beim Deutschen Fußball-Bund spitzt sich zu: Einen Tag nach den abgebrochenen Vertragsverhandlungen wirft Bundestrainer Löw DFB-Präsidenten Zwanziger vor, Unwahrheiten zu verbreiten.

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Bundestrainer Löw wehrt sich: "Es sind viele Unwahrheiten in Umlauf."
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Haben Sie ihn erkannt? Genau, der Herr mit dem eleganten Schnauzer - hier am Ball - ist Jogi Löw. Der Bundestrainer, geboren am 3.2.1960, war früher nämlich Spieler, für Stuttgart, Eintracht, KSC und den SC Freiburg - wo er bis heute Rekordtorschütze ist.
Obwohl Löw ein anständiger Fußballspieler gewesen ist, gründet sein heutiger Ruhm eher auf seiner sich anschließenden Trainerkarriere. Die beginnt Mitte der 90er beim VfB Stuttgart. 1995 wird der Badener Co-Trainer unter dem glücklosen Rolf Fringer.
Nach einer enttäuschenden Saison übernimmt Jogi und feiert gleich große Erfolge. In seinem ersten Jahr holt der VfB unter Löw den DFB-Pokal. 1998 erreichen die Schwaben das Finale des Europapokals der Pokalsieger. Gemeinsam mit dem ...
... so genannten "Magischen Dreieck" - Giovanne Elber, Krassimir Balakov und Fredi Bobic - ist Jogi Löws Arbeit der Garant für den Erfolg.
Und trotzdem: Joachim Löw hat Feinde im Verein, die den Klub-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder dazu bringen, Löw 1998 zu feuern und durch Winfried Schäfer zu ersetzen.
Den smarten Fußballlehrer mit dem unverkennbaren Dialekt zieht es an den Bosporus. Jogi Löw wird Trainer bei Fenerbahce Istanbul. Meisterschaft verpasst, Aus in der ersten Runde des UEFA-Pokals: Das Engagement währt nur ein Jahr.
Ebenso glücklos Löws Zeit 1999/2000 als Trainer beim Karlsruher SC. Die Badener wollen unbedingt den Aufstieg in die erste Liga schaffen. Doch Jogi kann's nicht richten, das Team gewinnt nur eins von 18 Spielen. Löw muss noch vor Ende der Spielzeit gehen.
Und die Misserfolgsserie reißt nicht ab: Bei Adanaspor in der Türkei überlebt Löw gerade einmal etwas mehr als zwei Monate. Er bleibt zunächst arbeitslos bis ihn endlich der FC Tirol Innsbruck engagiert. Löw führt das Team 2002 zur Meisterschaft.
Doch der Verein meldet Konkurs an, Jogi ist wieder arbeitslos. Nach einem Jahr unterschreibt er bei Austria Wien. Es läuft alles glatt, sein Team ist Tabellenführer. Nach einer Niederlage gegen den Tabellenletzten heißt es aber trotzdem: Koffer packen!
Und dann folgen die Zeiten, aus denen die meisten Jogi kennen. Nach verpatzter EM 2004 - Deutschland schied in der Vorrunde aus - tritt Rudi Völler als Bundestrainer ab und Jürgen Klinsmann übernimmt. Der Schwabe holt sich den Badener Löw an seine Seite.
Mit Oliver Bierhoff im Dreiergespann läutet der DFB damit eine neue, modernere Phase ein. Fitnesstrainer, Psychologen, die berühmten Gummi-Bänder - alle Methoden sind recht, um den deutschen Fußball aus dem spielerischen Mittelalter zu befreien.
Die Rollenverteilung ist dabei von Anfang an klar. Jürgen Klinsmann gibt den Motivator, den Antreiber, den, der den Kopf hinhält.
Und Jogi Löw? Der ist der Mann mit den Zetteln, der Kopf hinter dem deutschen Spiel, ein Taktiker und Planer.
Die beiden feiern Erfolge. Bei der WM 2006 erreicht die deutsche Mannschaft das Halbfinale, belegt am Ende Platz 3.
Eine Welle der Fußballeuphorie schwappt durch das Land. Das Führungsteam (links noch Torwarttrainer Andreas Köpke) erzielt Ergebnisse, die niemand dem kurz zuvor noch darniederliegenden deutschen Fußball zugetraut hatte.
Trotz des guten Abschneidens verlängert Jürgen Klinsmann nicht beim DFB. Für die Fans ist schnell klar: Nur mit "höggschder Disziplin" kann das Niveau gehalten werden.
Der zweite Mann wird zum ersten und führt das Projekt fort. Mit gelassener Souveränität tritt Löw in die Fußstapfen von Klinsmann.
Dabei setzt er weiter auf seinen eigenen Stil und professionellen Rat. Er behält den großen Betreuerstab bei und ...
... holt sich Hans-Dieter "Hansi" Flick als Assistenten an seine Seite.
"J.L." formt aus oft jungen Spielern immer wieder eine international konkurrenzfähige Auswahl und führt die Elf zur Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Und dort wird er endgültig zu Legende und Sympathieträger.
Im letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Österreich spielen die Nerven verrückt. Es kommt zum Streit zwischen Jogi Löw, Österreich-Trainer Josef Hickersberger und dem vierten Offiziellen.
Der Schiedsrichter verweist Löw auf die Tribüne, für das kommende Viertelfinalspiel gegen Portugal darf er nicht auf der Trainerbank sitzen. Das Spiel gegen die Portugiesen ...
... verläuft dermaßen dramatisch, dass es Löw nicht mehr aushält. Der Gelegenheitsraucher steckt sich vor Nervosität eine an ...
... und pafft sich hektisch einen in der Glaskabine - unter den Augen der TV- und Fotokameras. Ein schlechtes Vorbild, der Herr Löw, aber eben auch nur ein Mensch.
Deutschland gewinnt gegen Portugal, übersteht auch das Halbfinale gegen die Türkei. Doch im Finale gegen Spanien folgt der Niederschlag: Die Iberer besiegen Jogis Jungs mit 1:0. Löw muss trösten. Der Titel war so nahe.
Aber einen Profi wie Joachim Löw haut das nicht um. Er baut weiter an seinem Konzept, führt die DFB-Elf erfolgreich zur WM nach Südafrika - Ausgang ungewiss.
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"54 -74 -90 -2010"? Bundestrainer Joachim Löw will wahrmachen, was ihm kaum jemand zutraut. Er will den WM-Pokal nach Deutschland bringen. Folgende Spieler hat er für die Mission Südafrika auserkoren:
Durch den Ausfall von Rene Adler rückt Schalkers Jung-Torhüter Manuel Neuer eine Position nach vorne. Er ist die neue Nummer eins im deutschen Kasten.
Tim Wiese, seines Zeichens Nummer eins bei Bremen, muss auf der Bank Platz nehmen. Auch er hat eine erstklassige Saison gespielt. Für den Sprung ins Tor hat es aber nicht gereicht.
In der Abwehr musste Löw mit Heiko Westermann einen herben Ausfall verkraften. Fest steht: Neu-Kapitän und Bayern-Verteidiger Philipp Lahm ist gesetzt. Ebenso steht wohl fest, dass
... Werder-Schlacks Per Mertesacker in der Innenverteidigung spielt. Doch die Frage, wen Jogi Löw neben ihm spielen lassen wird, ist noch unbeantwortet. Zur Auswahl stehen nicht mehr viele. Da wäre ...
... der Heiko Westermann vom FC Schalke 04. Kurz vor Ende des Trainingslagers in Südtirol muss der eigentlich favorisierte Abwehrmann verletzt aufgeben. Da bleibt eigentlich nur noch ...
...Stuttgarts Abwehrhoffnung Serdar Tasci. Doch der Esslinger türkischer Herkunft ist mit seinen 10 Länderspielen noch reichlich unerfahren.
Dabei ist auch Noch-Hertha-Kapitän Arne Friedrich. Er kann bereits auf rund 70 Länderspiele zurückblicken. Aber der Nationalmannschaftsveteran ist auch ein Kandidat für die rechten Abwehrseite. Doch dort könnte ein anderer Spieler seinen Platz einnehmen:
Der gebürtige Berliner Jerome Boateng. Der 21-jährige Verteidiger liebäugelt mit einem Wechsel auf die Insel.
Dennis Aogo, der beim HSV meist auf der linken Abwehrseite zum Einsatz kommt, ist zwar ein spiel- und kampfstarker Mann, aber noch reichlich unerfahren.
... Andreas Beck von 1899 Hoffenheim? Nach einer mittelmäßigen Saison ist es aber fraglich, ob er mehr als nur ein Backup für die Defensive darstellen wird.
Im Mittelfeld hat Jogi Löw mit einigen Problemen zu kämpfen: Michael Ballack fällt aus, er kann nach einem Foul von Ghana-Spieler Kevin Boateng nicht mit. Eine bittere Pille für ihn und für die deutsche Elf. Gerade da ...
... auch Stuttgarts Christian Träsch verletzt aufgeben musste. Er hätte womöglich die Rolle Ballacks spielen können. Aus der Traum für den jungen Mann. Da ruhen jetzt in der Defensive alle Hoffnungen auf ...
... Sami Khedira. Mit Anfang 20 hat er schon vieles erreicht: Deutscher Meister, U21-Europameister und nun die Nominierung für sie WM. Er ist Allrounder, zumeist im zentralen Mittelfeld unterwegs.
Einen sicheren Stand hat Bastian Schweinsteiger inne. Nach der besten Saison seiner Karriere ist seine Nominierung keine Frage. Der Mittelfeldmann gehört zu den international erfahrensten im Team und durfte auch schon die Kapitänsbinde tragen.
Arrivierter erscheint auch der mit 21 Jahren zwar noch junge Mesut Özil. Bei Werder eine Wucht und auch im Nationaltrikot oft spitze. Er könnte mit einen anderen Bremer die deutsche Flügelzange geben:
Marko Marin. Nach Bernd Schneider hat Deutschland endlich wieder einen technisch starken Wirbeler auf der offensiven Außenseite. Und torgefährlich ist er auch noch. Doch auf dieser Position hat Löw noch einen anderen jungen Spieler auf dem Zettel:
Ein weiterer Allrounder ist Wolfsburgs Christian Gentner, der im Sommer zum VfB Stuttgart zurückkehren wird. Der Schwabe ist einer, den man immer mal in die Partie bringen kann.
Bayerns Shooting-Star der Saison Thomas Müller. Ob hinter den Spitzen, auf der Außenbahn oder als Stoßstürmer. Der 20-Jährige sorgt jeder Zeit für Wirbel auf dem Platz. Da wäre aber auch noch ...
...der Hamburger Marcell Jansen. Der Ex-Bayern-Profi ist links beheimatet, offensiv begabt, aber auch als linker Verteidiger einsetzbar. Weil er so vielseitig ist, passt er perfekt in einen Turnierkader.
Bayern-Leihgabe Toni Kroos, der bei Leverkusen eine klasse Spielzeit abgeliefert hat (9 Tore, 11 Assists) ist von Joachim Löw benannt worden. Ebenso wie ...
... Offensivkraft Piotr Trochowski. Der beidfüßige Spielmacher vom Hamburger SV ist trotz einer schwachen Saisonleistung mit dabei.
Die Auftritte von Mario Gomez im Nationaldress sind oft glücklos gewesen. Doch Joachim Löw hält große Stücke auf ihn. Ein andere Bayern-Spieler hat, aufgrund der letzten Jahre, wohl die Nase vorn in Sachen Stammplatz:
Miroslav Klose. Der Bayern-Star gehört schon seit langem zum festen Inventar des DFB-Teams. Auch wenn seine Torausbeute mit 3 Treffern in dieser Saison eher mager ausfiel, vertraut Löw weiterhin auf ihn.
Klicken wir uns weiter durch das "Mittelfeld der Jungen und Wilden". Jung und wild, da fallen gleich eine Reihen von Namen, deren Träger allesamt dank guten Leistungen in den letzten Monaten mit zur WM dürfen. Aaron Hunt von Werder Bremen etwa oder ...
21 Tore in 32 Spielen. Diese Trefferquote lässt keine Fragen offen. Mit Stefan Kießling wird bei der WM zu rechnen sein.
Ambitioniert in seine Nationalmannschaftskarriere gestartet ist Cacau, Stürmer beim VfB Stuttgart. Im Schlussspurt der Bundesliga hat er nochmal richtig zugeschlagen (10 Tore in der Rückrunde) und sich die Nominierung verdient.
Und da wäre noch ein letztes Stürmer-Sorgenkind. Lukas Podolski trifft einfach nicht in der Liga. Im weiß-schwarzen Dress dagegen ist er immer für einen Treffer gut. Ob es für die erste Elf am Ende langt, wird sich zeigen.
Bitteres WM-Aus für Rene Adler - Bayers Nummer eins muss unters Messer!
Auch Bayer-Kapitän Simon Rolfes wird nicht mit nach Südafrika reisen. Der 28-jährige hat die WM aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.
Marcel Schäfer vom VfL Wolfsburg muss dem Hamburger Dennis Aogo Platz machen. Der Außenverteidiger hat von Jogi Löw kein Ticket für Südafrika erhalten.
Thomas Hitzlsperger ist aus dem Rennen. Beim VfB gescheitert und bei Lazio Rom nur Bankdrücker.
Nach längerer Verletzung zum Jahresbeginn wieder im Aufbau ist Leverkusens Angreifer Patrick Helmes. Für seinen Club und die Nationalelf hatte er zuvor stets gefährlich wirken können. Wenn er sich reinhängt, dann wird es noch was mit Südafrika.
Einer der in den Planungen von Jogi Löw immer wieder auftaucht, ist der von Robert Huth. Der England-Legionär gilt allerdings nicht gerade als technisch versiert. Er hat daher eher Außenseiter-Chancen auf einen Einsatz bei der WM.
Er ist der bislang letzte Neuling in der Ära Joachim Löw: Der Stuttgarter Christian Träsch gab beim 7:2-Tespielsieg in Dubai gegen die Vereinigten Arabischen Emirate sein Debüt im Nationaltrikot.
In seiner gut dreijährigen Amtszeit hat der Bundestrainer damit bereits 29 Profis in die Nationalelf berufen.
Die Schar der Neulinge stieg während der Asienreise Anfang Juni 2009 noch einmal an, als zahlreiche Stammkräfte absagen mussten. So kam auch VfB-Stürmer Cacau ...
... zu seinem ersten Länderspieleinsatz. Erst kurz davor hatte er seinen deutschen Pass bekommen und konnte in Asien mit dem nun ehemaligen VfB-Kollegen Mario Gomez gemeinsam auf Torejagd gehen.
Der Wolfsburger Christian Gentner lieferte im Meisterschaftsendspurt eine derart überzeugende Leistung ab, dass er während der Asienreise sein Debüt geben durfte, genauso wie ...
... Schalkes Torhüter Manuel Neuer. Damit ist auch der harte Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor mit Blickrichtung WM 2010 eröffnet.
Er war der erste Neuling unter Löw: Manuel Friedrich, damals noch beim FSV Mainz, inzwischen bei Bayer Leverkusen aktiv. Er lief im August 2006 erstmals für Deutschland auf.
Im selben Spiel stand auch Malik Fathi, damals Hertha BSC Berlin, erstmals für Deutschland auf dem Platz. Es blieb bis dato bei diesem einen Spiel, Fathi spielt inzwischen für Spartak Moskau.
Debütant im Oktober 2006 gegen Georgien: Der Bremer Clemens Fritz.
Auch HSV-Mittelfeld-Ass Piotr Trochowski lief in diesem Spiel erstmals für Deutschland auf, ...
... genauso wie Jan Schlaudraff, damals noch in Aachen unter Vertrag. Nach seinem desaströsen Jahr beim FC Bayern München geht er inzwischen für Hannover auf Torejagd - und ist vielleicht bald wieder ein Kandidat für Joachim Löw.
Auch der Wolfsburger Alexander Madlung lief 2006 erstmals für Deutschland auf. Bisher kam er auf zwei Einsätze.
Mario Gomez feierte im Februar 2007 beim 3:1-Erfolg gegen die Schweiz seinen Einstand. Seine zwischenzeitlich torlose Durststrecke ging beim 7:2-Sieg gegen die Vereinigten Arabischen Emirate zu Ende: Der Neu-Bayern-Stürmer steuerte einen Viererpack bei.
Im selben Spiel gab der Stuttgarter Roberto Hilbert sein Debüt, er kommt bislang auf elf Einsätze im deutschen Trikot.
Gleich drei Leverkusener Spieler kamen im März 2007 gegen Dänemark zu ihrem ersten Einsatz: Simon Rolfes, ...
... genauso wie Stürmer Stefan Kießling ...
... und Gonzalo Castro.
Noch ein Leverkusener, der aber noch in Diensten des 1. FC Köln stand, als er sein erstes Länderspiel absolvierte: Patrick Helmes ist seit 2007 in der Nationalmannschaft dabei.
Der Schalker Christian Pander streifte sich im August 2007 erstmals das deutsche Trikot über. Es war ein Aufeinandertreffen mit England, Deutschland siegte 2:1.
Debütanten 2008 gegen Österreich: die Schalker Heiko Westermann...
... und Jermaine Jones. Der Mittelfeldspieler besitzt aber zwei Pässe und hat dem DFB die Freundschaft inzwischen aufgekündigt. Er kickt nun für die amerikanische Nationalmannschaft.
Dieser Dribbelkünstler überzeugte in seinem ersten Länderspiel-Einsatz gegen Weißrussland im Mai 2008: der (Noch)-Gladbacher Marko Marin.
Serdar Tasci vom VfB Stuttgart durfte bereits acht Mal Nationalmannschaftsluft schnuppern - erstmals im August 2008 gegen Belgien.
Im Kampf um die dauerhafte Nummer eins im deutschen Tor gab er einen überzeugenden Einstand: René Adler stand im Oktober 2008 beim 2:1-Sieg gegen Russland erstmals zwischen den Pfosten.
Er war bereits für die U21 im Einsatz und kam 2008 gegen England zu ersten Länderspielehren: der Hoffenheimer Marvin Compper.
Diese Hoffnungen hatte sich auch sein Vereinskollege Tobias Weis gemacht, das England-Spiel musste er sich aber von der Bank aus anschauen. Sein Debüt gab er 2009 während der Asienreise.
Noch ein Debütant 2008 gegen England: Abwehrspieler Marcel Schäfer, der vier Jahre lang in Diensten des TSV 1860 München stand und 2007 nach Wolfsburg wechselte. Dort fiel er in der Meisterschaftssaison mit guten Leistungen auf.
Auch er mischt mit im Kampf um den Platz im deutschen Tor: Bremens Keeper Tim Wiese kam gegen England 2008 zu seinem ersten Länderspieleinsatz.
Der Hoffenheimer Andreas Beck schlüpfte im Februar 2009 erstmals ins Nationaldress. Seinen ersten Einsatz bekam er im Testspiel gegen Norwegen, das die Deutschen 0:1 verloren.
Bei diesem Grottenkick absolvierte auch Mesut Özil sein erstes Länderspiel. Es blieb bislang das einzige - der DFB-Pokal, den er später mit Werder Bremen holte, dürfte darüber etwas hinwegtrösten.
Der schlabbernde Trainingsanzug ist out - an der Seitenlinie wird aufgeschniegelt, nicht erst seit Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann und sein damaliger Co Joachim Löw mit blauem Hemd im Zwillingspack für modisches Aufsehen sorgten.
In der Wahl der Kleidung unterstrichen sie während der WM 2006 eindrucksvoll, dass sie fußballerisch auf einer Linie liegen.
Wie alle sportlichen Details wurde auch der Griff in den Kleiderschrank vor dem Spiel penibel abgestimmt, was sich, am Grad des Erfolgs gemessen, ja offenbar gelohnt hat.
Das testete Löw nach Klinsmanns Abgang auch am neuen Co-Trainer Hansi Flick (hier mit Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff).
Doch wenig später wagte Jogi Löw die modische Emanzipation in der Wahl der Kleidung und der Accessoires.
Blau bleibt nun im Schrank, Jogi greift eher mal zu schwarz ...
... oder grau. Bleibt abzuwarten, in welchem sportlichen Erfolg das gipfelt.
Wenn's mit dem Fußball mal nicht mehr klappt, kann er sich mit diesem Foto aber auch als Skitrainer bewerben.
Jürgen Klinsmann geht seit seiner Rückkehr in die Bundesliga modisch auch eigene Wege. Mal im bekannten hemdsärmeligen Blau ...
... mal eher zugeknöpft - das könnte auch auf den jeweiligen Zustand seiner Mannschaft hindeuten.
Unbestätigten Angaben zufolge zog er an diesem Tag in Erwägung sich selbst einzuwechseln, um so den Totalausfall im Bayern-Sturm zu kompensieren.
Zweifellos setzte er bislang die modischen Akzente in der Bundesliga, was von einem Italiener auch nicht anders zu erwarten ist. Mantel, Anzug, Krawatte...
... waren Markenzeichen von "Mister" Giovanni Trapattoni. Er sah als Bayern-Trainer selbst bei einer Niederlage gut aus.
Obwohl: Hier hat der Stilberater auf der ganzen Linie versagt!
Der legitime Nachfolger Trapattonis: Stuttgarts Trainer Armin Veh. Hier sportlich leger, ...
... hier elegant im Anzug.
Fazit: In Stuttgart kann man ruhig mal einen Blick an die Seitenlinie wagen.
Nun zur gegensätzlichen Klamotten-Philosophie: Otto Rehhagel kam praktisch mit dem Trainingsanzug auf die Welt. Ob im griechischen Dress, ...
... als Bayern-Trainer in der passenden Klamotte ...
... oder als "König Otto" von Bremen: Ohne seinen Trainingsanzug trat er den Weg auf den Platz nicht an.
Im hohen Norden scheint es auch das einzig tragbare Outfit an der Seitenlinie zu sein. Das bestätigen HSV-Trainer Martin Jol ...
... und erst recht sein Bremer Pendant Thomas Schaaf, der sich locker den Titel "König der Trainingsklamotte" verdient.
Auf der inoffziellen Trainer-Kleidungs-Geschmacksskala landet er damit weit im Minusbereich, ...
... auch wenn die Bremer Trikotfarben (grün-orange) modische Verfehlungen im Prinzip schon vorgeben. Hilfreich ist dieses Outfit lediglich für die Bremer Spieler - falls sie mal vergessen, wer ihr Coach ist.
Das reißen weder das Basecape ...
... noch der Pelzkragen wieder raus.
Aber immerhin: Es geht doch!
Er hat sich definitv zu seinem Vorteil entwickelt: Jürgen Klopp hatte hier noch das Mainzer Karnevals-Zelt übergestreift.
... und wagte sich in Mainz auch nur im Dress auf den Platz.
Modisch war der Wechsel zu Borussia Dortmund für ihn auf jeden Fall ein Gewinn ...
... und fürs Derby gegen Schalke macht er sich inzwischen auch mal richtig schick. Dafür gab's nicht nur einen Punkt im Spiel, sondern auch ein Sonderlob.
Noch so ein Kandidat, der sich im Sack offensichtlich wohlfühlt. Kölns Trainer Christoph Daum legt jedenfalls Wert auf Bewegungsfreiheit in sämtlichen Gemütszuständen.
Toben, hüpfen, Spieler anschreien - dafür bietet das Sportdress natürlich alle Möglichkeiten.
Obwohl auch Christoph Daum schon in der schicken Variante gesichtet wurde.
Dass Bruno Labbadia sein Fußballtrikot eintauschte, ...
... hat sich für den Leverkusener Trainer sichtlich gelohnt. Im Anzug tauchte er an der Seitenlinie wieder auf und kann damit ebenso punkten ...
... wie Kollege und Wolfsburg-Oberhaupt Felix Magath. Passend zum jeweiligen Verein wählt er auch die Accessoires.
Ob Krawatte im Wolfsburger grün ...
... oder roter Schal während der Tätigkeit bei den Bayern: Hier wird auf Stil geachtet.
Und hier noch ein Rückkehrer, der nicht nur Fußball sondern auch Klamotten der alten Schule zurück in die Liga bringt. Hier im Trainingsanzug als Nürnberger Coach ...
... wird Hans Meyer auch im grünen Gladbacher Dress seinen Spielern Beine machen. Und wir stellen fest: Der Schlabberlook an der Seitenlinie ist offensichtlich nicht totzukriegen.

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat mit einer Reaktion auf die abgebrochenen Vertragsverhandlungen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) für weiteren Zündstoff gesorgt. Der 50-Jährige hat dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, indirekt vorgeworfen, viele Unwahrheit gesagt sowie ihn und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff in den Verhandlungen unter Druck gesetzt zu haben. Damit spitzt sich der Machtkampf beim DFB 126 Tage vor dem Auftakt der WM-Endrunde in Südafrika immer weiter zu.

"Ganz bewusst haben wir uns in den vergangen Wochen nicht konkret zur Vertragssituation geäußert. Umso verwunderter sind wir über die plötzlich in der Öffentlichkeit diskutierten angeblichen Vertragsdetails. Dadurch sind viele Unwahrheiten in Umlauf gekommen. Einen Handschlag-Vertrag hat es zum Beispiel nicht gegeben", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme Löws am Freitagnachmittag. Theo Zwanziger hatte vor Weihnachten 2009 öffentlich bekannt gegeben, dass man sich mit Löw per Handschlag auf eine Vertragsverlängerung geeinigt habe.

Am Donnerstag waren die Vertragsverhandlungen bei einer DFB-Präsidiumssitzung nach nur fünf Minuten abgebrochen und auf die Zeit nach der WM verschoben worden, weil die Vorstellungen beider Seiten nicht in Einklang zu bringen waren. Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff für ihre Unterschrift unter einen neuen Vertrag einen Bonus gefordert haben. Nach SID-Informationen sollte diese Summe in Höhe von etwa einem Jahresgehalt jedoch unter Löw, Bierhoff, Assistent Hansi Flick und Torwart-Bundestrainer Andreas Köpke aufgeteilt werden. Bierhoff soll zudem ein Veto-Recht bei der Besetzung des Bundestrainerpostens beansprucht haben.

Volle Konzentration auf WM

"Von unserer Seite wurde ein verhandelbarer Vorschlag vorgelegt, uns dagegen wurde ein nicht-verhandelbares Angebot zugestellt, über das ich innerhalb von 48 Stunden entscheiden sollte. Unsere ganze Konzentration gilt seit sechs Jahren dem Erfolg der Nationalmannschaft - auch im Sinne der Entwicklung und Reputation des deutschen Fußballs. Dabei stehen Teamwork, Loyalität und Respekt an erster Stelle für mich. In diesem Sinne werden wir uns in den nächsten Wochen intensiv auf die WM in Südafrika vorbereiten", hieß es in dem Statement weiter.

DFB-Boss Zwanziger hielt sich zurück. Ich habe die Aussagen des Bundestrainers zur Kenntnis genommen und freue mich darüber, dass er es genauso sieht wie wir, dass wir die volle Konzentration auf die WM legen müssen", sagte Zwanziger.

Damit herrscht zwischen den vier Spitzenkräften des Verbandes und der Nationalmannschaft Eiszeit. Das Quartett wird am Sonntag (12.00 Uhr) gemeinsam im Warschauer Kulturpalast die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2012 in Polen und der Ukraine verfolgen. Seit Donnerstag steht in den Sternen, ob Joachim Löw im Herbst zum Auftakt der WM-Quali überhaupt noch auf der Bank sitzt.

"Da muss viel passiert sein"

"Da muss viel passiert sein, dass es zu so einem Eklat kommen kann", mutmaßte Bayern-Präsident Uli Hoeneß (58) in der Bild: "Ich bin überrascht. Im Dezember habe ich noch gelesen, dass sich Zwanziger und Löw per Handschlag geeignet haben. Ich dachte, dass bei den beiden Handschlag-Qualität vorhanden ist." In der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main war man im Laufe des Freitags um Schadenbegrenzung bemüht, eine Lösung war aber nicht in Sicht.

Auf den Fluren machte der Vorwurf einer "unmoralischen Forderung" an die sportliche Führung die Runde. Zwanziger und seine Präsidiumskollegen, die eine angemessene Gehaltsaufstockung vorgesehen hatten, sollen von dieser Nachforderung regelrecht geschockt gewesen sein.

(Jürgen Zelustek und Ulf Zimmermann, sid, N24)

05.02.2010 19:22 Uhr

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