EZB-Präsident

Merkel ebnet Weber den Weg

Bundesbank-Präsident Weber wird wohl Nachfolger von Trichet an der Spitze der Europäischen Zentralbank. Den Weg habe Bundeskanzlerin Merkel geebnet, berichtet die Wirtschaftswoche.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesbank-Präsident Axel Weber verstehen sich gut (Archivbild)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bundesbank-Präsident Axel Weber laut einem Medienbericht den Weg an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) geebnet. Weber komme als EZB-Präsident zum Zuge, weil Merkel im Vorfeld des informellen EU-Gipfels kommende Woche eine breite Mehrheit für den Portugiesen Vítor Constâncio als EZB-Vizepräsident gesichert habe, berichtet die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Notenbankkreise vorab. Dies werfe Webers einzigen Konkurrent um den Spitzenposten, den Italiener Mario Draghi, aus dem Rennen. Seit Wochen werde darüber spekuliert, dass Draghi chancenlos sei, sollte der Vizeposten an Constâncio gehen.

Die EU-Finnanzminister sollen bei ihrem ihren Treffen am 15. und 16. Februar über die Besetzung des EZB-Vizepostens entscheiden. Die Nachfolge des amtierenden EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet stehe formal zwar erst nächstes Jahr zur Entscheidung an, berichtet die „Wiwo“ weiter. Die Wahl von Constâncio aber würde Bundesbank-Präsident Weber den Aufstieg an die Spitze der EZB sichern. Merkel habe dafür auch die Unterstützung Frankreichs.

(AFP, N24)

06.02.2010 13:34 Uhr

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