"Jetzt gibt's Ärger"

Neue Erkenntnisse im Fall Dominik Brunner

So sollen die Täter stark alkoholisiert gewesen sein. Außerdem habe Brunner ein Jahr in einer Boxschule trainiert und bei dem Streit mit den Tätern als erster zugeschlagen haben.

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S-Bahn-Helfer Dominik Brunner - nun belasten ihn Zeugenaussagen.

Der vor vier Monaten auf einem Münchener S-Bahnhof zu Tode geprügelte Geschäftsmann Dominik Brunner hat einem Bericht des "Spiegel" zufolge im Streit mit den mutmaßlichen Tätern als erster zugeschlagen. Das Nachrichtenmagazin berichtete am Samstag unter Berufung auf Zeugenaussagen, Brunner habe nach dem Verlassen des S-Bahn-Zuges dem Fahrer der Bahn zugerufen: "Jetzt gibt's hier Ärger."

Danach habe er die Fäuste gehoben und sei auf die beiden Angreifer zugegangen. Er habe einem der beiden mutmaßlichen jugendlichen Täter dann einen Faustschlag ins Gesicht versetzt.

Reichlich Wodka und Bier

Die beiden Jugendlichen gingen laut "Spiegel" danach auf Brunner los, wobei einer der beiden einen Schlüsselbund als Waffe benutzt haben soll. Sie gingen demnach auf den Geschäftsmann los und boxten und traten ihn, auch nachdem er mit dem Kopf gegen ein Metallgeländer geschlagen und zu Boden gefallen sei. Die beiden ließen laut "Spiegel" erst von Brunner ab, als die Polizei eintraf. Brunner habe sich dann noch einmal aufgerichtet und gestöhnt, das sei jetzt aber hart gewesen. Danach sei er zusammengesackt und bewusstlos geworden.Der 18-jährige Markus S. soll vor der Tat eine halbe Flasche Wodka und fünf Flaschen Bier getrunken haben, der 17-jährige Sebastian L. zwei Flaschen Bier.

Bundesverdienstkreuz posthum verliehen

Bisherigen Ermittlungen zufolge hatte Brunner einer Gruppe Heranwachsender vor der Gewalttat seinen Schutz angeboten, nachdem diese von den mutmaßlichen Tätern belästigt wurden. Der Fall im September hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Brunner wurde wegen seiner Zivilcourage posthum das Bundesverdienstkreuz verliehen.

(AFP, N24)

06.02.2010 17:55 Uhr

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