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"Eskalation der Gewalt"

Japanischer Walfänger rammt Walschützer

Erneut ist es zu einem Zwischenfall zwischen einem japanischen Walfangschiff und der australischen Meeresschutzorganisation Sea Shepherd gekommen. Die Gewalt eskaliert, so der Sea Shepherd-Chef.

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Bei der Kollision Anfang Januar war der Trimaran «Ady Gil» in zwei Teile zerbrochen, die sechs Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Video: Japanische Waljäger - Tierschützer absichtlich gerammt?

Einen Monat nach dem Zusammenstoß eines japanischen Walfangschiffs mit einem Schnellboot von Walschützern ist es erneut zu einem Zwischenfall in antarktischen Gewässern gekommen. Die australische Meeresschutzorganisation Sea Shepherd beschuldigte japanische Walfänger, eines ihrer Schiffe absichtlich gerammt zu haben. Die "Yushin Maru No. 3" sei mit der "Bob Barker" bei Cape Denley in australischen Gewässern kollidiert und habe dabei oberhalb der Wasserlinie ein ein Meter großes Loch in das Walschützer-Boot gerissen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Der Chef der Sea-Shepherd-Mission, Paul Watson, sprach von einer "fortgesetzten Eskalation der Gewalt" der Japaner. Seit dem Zusammenstoß des Walfängers "Shonan Maru No. 2" mit dem Trimaran "Ady Gil" der Meeresschutzbewegung am 6. Januar, der bislang nicht geahndet worden sei, fühlten sich die Japaner offenbar zu allem berechtigt und hätten "keine Gewissensbisse, die Besatzung von Sea Shepherd zu gefährden", sagte Watson. Australier und Neuseeländer riskierten in diesen Gewässern täglich ihr Leben im Kampf gegen Walfänger. Watson rief Australien und Neuseeland zu rechtlichen Schritten auf.

Bei der Kollision Anfang Januar war der Trimaran "Ady Gil" in zwei Teile zerbrochen, die sechs Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Der Vorfall ereignete sich laut der Organisation etwa 1.300 Seemeilen südlich der tasmanischen Hauptstadt Hobart. Sea Shepherd reichte gegen die Besatzung des Walfängers Klage wegen Piraterie ein und will Schadensersatz fordern. Australien und Neuseeland leiteten Untersuchungen ein.

Prominente Unterstützer gegen Walfang

Die Flotte der Sea Shepherd bestand bislang aus drei Schiffen. Die Ende der 70er Jahre gegründete Bewegung hat prominente Unterstützer aus Hollywood, unter anderem von Sean Penn, Pierce Brosnan und Martin Sheen.

Japan jagt die Tiere trotz eines seit 1986 bestehenden internationalen Moratoriums. Das Land macht sich dabei eine Ausnahmeregelung zunutze, wonach die Jagd auf Wale zu Forschungszwecken erlaubt ist.

(AFP, N24)

07.02.2010 13:02 Uhr

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