Engelsflug und Flügellöwe

Karneval von Venedig eröffnet

Mit dem traditionellen "Volo dell'angelo", dem Engelsflug, hat in Venedig die Karnevalssaison begonnen. Der Engel ist in diesem Jahr eine Großnichte des Fiat-Magnaten Gianni Agnelli gewesen.

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Bis zum 16. Februar wird in Venedig Karneval gefeiert. Wie man sieht bei strahlend blauem Himmel.
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Die Narren sind los und trotzen selbst der Schweinegrippe. Da wird kurzerhand ...
... die H1N1-Pandemie zur topaktuellen Kostüm-Idee beim Karneval 2009.
Pünktlich um 11:11 Uhr am 11.11.2009 begann in den rheinischen Karnevalshochburgen die fünfte Jahreszeit.
Die Eröffnung der Fastnachtssaison wurde unter anderem in Mainz von den so genannten "Schwellkoeppen" gefeiert. Mit dreifach donnerndem Helau und Narhallamarsch ...
... leiteten die Narren die Saison ein. Dazu wurde das "naerrische Grundgesetz" verlesen und ...
... natürlich das Rathaus gestürmt (im Bild: Kölner Dom). Das Rathaus im Berliner Charlottenburg eroberten etwa 200 Karnevalisten, die sich ...
... nach der Übergabe des Rathaus-Schlüssels, hier an den Berliner Prinzen der Session 2009/2010, Andreas II. (l), mit der närrischen Ratssitzung auf die neue Karnevalssaison einstimmen konnten.
Nicht viel anders ging es im historischen Ratssaal in Erfurt zu.
Da durften natürlich auch die tanzenden Funken nicht fehlen.
Man sieht es ihnen an: Die Jecken wollen Spaß haben, verrückt aussehen und ...
... mal so richtig aus der Reihe tanzen, so wie hier auf dem Düsseldorfer Rathausplatz, wo 2009 unter dem Motto: "Jeck - we can" geschunkelt wurde.
Auch überall sonst haben die zum Teil "teuflischen" Jecken gefeiert, ...
... "gebützt" (geküsst), wenn auch mit Schutzmaske, und ...
... schließlich mitten in der Altstadt geschlafen.
Sogar dem King of Pop konnte man vermeintlich über den Weg laufen, wenn man sich ins närrische Treiben stürzte.
Auch die ganz kleinen Jecken müssen frühzeitig an Karneval herangeführt werden, ob ...
... es ihnen passt oder nicht.
Und wem diese Narren dann doch zu schrill und ausgeflippt sind, ...
... der geht einfach nach Hause. Am Aschermittwoch, dem 17. Februar 2010, ist das Ganze auch wieder vorbei.
Samba, Salsa, Heimatklänge: Hunderttausende feierten am Wochenende in Berlin den ...
... Karneval der Kulturen. Als Höhepunkt zog am Sonntag traditionell die große Straßenparade ...
... mit 72 Wagen und 98 Gruppen durch Kreuzberg und Neukölln. Während Multi-Kulti in den beiden Bezirken ohnehin an der Tagesordnung ist ...
... war es auf den Straßen noch bunter als sonst. 4700 Teilnehmer ...
... aus 70 Nationen zogen rund neun Stunden lang an den Schaulustigen vorüber. Im bunten Treiben ...
... wirkte sogar die "Unfarbe Weiß" wie eine Farbexplosion. Rund 700000 Menschen feierten nach Schätzungen des Veranstalters ...
... an den Straßenrändern mit.
Die Zuschauer der Straßenparade kamen mit Perücken, Fußballschals und Trachten aus dem Schwarzwald oder Afrika.
Neben der typischen Folklore ...
... gab es vor der Europawahl auch ein kleines bisschen Politik. Letztendlich ging es allen aber ...
... vor allem um eins: Lebensfreude pur! Und die ...
... hat viele Gesichter. Auch dieses Jahr wurde das Miteinander von Menschen ...
... aller Hautfarben und Nationalitäten gefeiert und ...
... die friedliche Dauerparty mit jeder Menge Sonnenschein belohnt.
Nadja Mau vom Karnevalbüro in der Berliner Werkstatt der Kulturen zog ...
... eine positive Bilanz. Der Karneval sei sehr schön gewesen, der Umzug künstlerisch anspruchsvoll.
Ob anspruchsvoll oder nicht, die feiernden ...
... Karnevalisten sorgten bei den Zuschauern für beste Sommerlaune.
Vier Tage befand sich Rio de Janeiro im Ausnahmezustand. Im Sambodrom präsentierten sich Brasiliens Sambaschulen im Kampf um die Meisterschaft der schönsten Tänzerinnen und ...
... der prächtig geschmückten Wagen.
In den deutschen Karnevalshochburgen lockten bei kalten Temperaturen die Funkenmariechen und Jecken hunderttausende Besucher zu den Rosenmontagszügen. Rio gegen Deutschland, N24.de schaut, wo die bessere Party lief. Werden Karnevalmuffel doch schwach?
Brasilien bietet natürlich den Vorteil, dass es - bei über 30 Grad Hitze - von vornherein klar ist, dass die Frauen nur mit Minimalbekleidung zu heißen Rhythmen die Hüften schwingen.
Zu knapp durfte die Bekleidung allerdings auch nicht sein. Das "Kostüm" einer Samba-Tänzerin wurde von der strengen Jury abgelehnt, es bestand nur aus einer Kopfbedeckung, einer Halskette und Armreifen ...
... sowie einem drei Zentimeter langen Stück Stoff zur Verhüllung des Wesentlichsten. Zugelassen wurde aber dieses Kostüm. Samba-Tanzen scheint augenscheinlich gut für die Bauchmuskeln zu sein.
Tanzen gehört natürlich auch in Deutschland zum Karneval dazu, wobei mehr "jeschunkelt" wird. Hier in München führen die Marktfrauen ...
... auf dem Viktualienmarkt den traditionellen "Tanz der Marktfrauen" auf. Da ließ es sich Oberbürgermeister Christian Ude auch nicht nehmen, das Parkett zu besteigen. Aber vielleicht hätte er sich doch mehr ...
... über diese heiße Raubkatze gefreut.
Zwar wenig Stoff, aber dafür glanzvoll in Szene gesetzt. In diesem Jahr scheint es aber unter den Brasilianerinnen einen neuen Trend zu geben, ....
... und zwar Bikinistreifen! Ist sowas nicht total unsexy und uncool? Anscheinend nicht, denn diese Tänzerin, ...
... die blone Dame in rosa, ...
... die Dame mit dem Spitzendeckchen um den Hals und ...
... diese mit den hübschen Federn stehen zu den weißen Flecken. Auch Schönheits-OPs scheinen in Brasilien Hochkonjunktur zu haben, denn was einem auf den Bildern so anguckt, ...
... kann nicht echt sein. Bei den Rosenmontagsumzügen sah das ...
.... schon anders aus. Hier sind die Oberweiten noch natürlich. Und wenn aufgepumpt wird, dann ...
... an anderen Stellen. Dieser üppige Busen gehört zu einem Teil eines Motivwagens. Eigentlich sollte es das Bikinioberteil nicht geben, da es sich aber ...
... um die Oberweite unserer Bundeskanzlerin handelt, wurde noch nachgebessert. In diesem Jahr nahmen die Jecken die deutsche Politik wieder ordentlich auf die Schippe. Auch das Konjunkturpaket ...
... der Bundesregierung wurde aufs Korn genommen. Aber nicht nur die Bundeskanzlerin bekam ihr Fett weg, sondern auch ....
... Nordrhein-Westfalens Landesvater Jürgen Rüttgers, der als geiziger Pappkamerad agierte.
Welcome Mr. President at the carnival!
Die Wagen im Sambodrom waren optisch um einiges prunkvoller und bombastischer. Politische Ironie fehlte hier. Es wurde auf riesige Aufbauten gesetzt mit ...
... animalischem Charakter in Heuschrecken-Form oder ...
... in Krokodil-Form.
Willkommen in der Geisterbahn, natürlich mit halbnackten Frauen!
Ein Motivwagen, der zu vielen Spekulationen aufruft: Es kann eigentlich nur was mit Fruchtbarkeit zu tun haben und wenn am Rande noch ...
... die Damen mit ihren Hüften schwingen, ist doch alles klar: Brasilianer, vermehret euch!
Vom bunten Treiben angesteckt und sichtlich begeistert: Top-Model Gisele Bündchen.
Die Kostüme ähnelten sich alle sehr: viele Federn, wenig Stoff und Riesenabsätze. Da wird den Tänzerinnen vieles abverlangt beim Samba-Marathon. Es gab aber auch noch andere Kostümierungen, wie etwa das Modell ...
... tropischer Vogel oder ...
... Goldmariechen oder ...
... Brummkreisel oder ...
... Springbrunnen bestehend aus Nymphen.
Hier kommen wir zur Kategorie "Grusel".
Hier hat sich wohl jemand verlaufen!
Na gut, die Kostümierungen bei den Rosenmontagsumzügen waren lange nicht so heiß wie in Rio, aber dort ist es auch wärmer.
Die Börsianer in Frankfurt am Main bewiesen trotz fallender Kurswerte Humor und ließen den Anzug und das Kostüm zu Hause.
Da soll jemand nochmal sagen, Börsenmaklerinnen sind langweilig und spießig.
Die üblichen Kostüme, die man jedes jahr zum Karneval sieht: Funkenmariechen, ...
...komisch aussehende Clowns, ...
... noch mehr Funkenmariechen, ...
... Frauentruppen im Einheitslook, ...
... und noch ein winkendes Funkenmariechen.
Es geht aber auch in die skurrile Ecke: Alufolie mit rosa Girlanden, ...
... der Drache Tabaluga und ...
... das Modell "gerupftes" Huhn.
Und wie machen es sich die Jecken und Narren richtig lustig trotz miesem Wetter? Natürlich mit ...
... Kamellen, die ...
... mit dem Regenschirm einfach aufgefangen werden. Unbedingt dabei sein muss aber auch ...
... der Alkohol.
Na dann, Prost!
Was bracht man in Rio, um auf Touren zu kommen?
Den richtigen Tanzpartner, ...
... feuchte Abkühlung bei heißen Temperaturen und ...
... die eine oder andere nette Behandlung einer Tanzkollegin.
Fazit des Ganzen? Wer schon immer Karnevalmuffel war, wird auch einer bleiben, da können noch so heiße Temperaturen locken.
Huaaargh! Ja ist denn schon wieder Karneval?
Vor dem großen Wettstreit der Sambaschulen in ...
... Rio, wärmen sich die Mädels ...
... in Sao Paulo schon mal auf, wobei ...
... man bei 30 Grad im Schatten und ...
... derart heißen Einblicken ...
... eher eine kleine Abkühlung bräuchte.
Noch knapper, noch glamouröser, noch ...
... aufregender sollen dann die Outfits für den Showdown ...
... ausfallen. Dafür wird in der "Cidade Maravilhosa" seit Tagen ...
... gewerkelt, was das Zeug hält. Denn nicht nur die ...
... Tänzerinnen und Tänzer sollen sich von ihrer schönsten ...
... Seite zeigen. Die Prachtwagen gelten als Aushängeschild ...
... der konkurrierenden Sambaschulen. Aber nicht nur die makellosen ....
... Jungs und Mädels dürfen in den Straßen der "wundervollen Stadt" feiern, denn ...
... der Karneval in Rio hat viele Gesichter.
Ob Fidel Castro ...
... oder Barack Obama. Ob ...
... Männlein, Weiblein oder ...
... noch nicht so ganz entschlossen: Die Menschenmassen, die zum Feiern die Straßen der brasilianischen Karnevalshochburg stürmen ...
... sind wirklich bunt gemischt. Während die ...
... Sambaköniginnen (Foto 2008) ...
... auf möglichst (Foto 2008) ...
... wenig Kleidung (Foto 2008) ...
... setzen (Foto 2008) und stattdessen ...
... nicht mit Reizen ...
... scharfen Kurven oder ...
... anderen augenfälligen Argumenten geizen, gibt es für ...
... weniger offenherzige Karnevalisten ...
... farbenfrohe Alternativen. Denn ...
... mit wilden Farben, die das .
... ganze Spektrum des Regenbogens abdecken, kann man ...
... durchaus punkten.
Wenn König Momo alias ...
... Milton Junior von Rios Bürgermeister Eduardo Paes symbolisch ...
... die Herrschaft über die Stadt übergeben wird, dann strahlt nicht nur ...
... seine schöne Königin Maia, sondern auch die zahlreichen ...
... Gäste aus aller Welt.
Zum Auftakt des wilden Treibens ...
... gaben sich die Schönheiten der ...
... "Moulin Rouge"-Truppe die Ehre. Und ein paar ...
... knackige Jungs haben die Mädels auch mitgebracht. Da ...
... fliegen nicht nur die Fetzen, sondern auch die Rüschen.
Kleiner Trost für die Herrenwelt: Was man nicht im Ausschnitt hat, ...
... hat man eben im, ähhh, am Kopf.
In Samba City wird eben auch im Jahr 2009 ...
... in jeglicher Hinsicht der Marsch geblasen.

Unter strahlend blauem Himmel hat sich beim traditionellen "Volo dell'angelo", dem Engelsflug des Karnevals von Venedig, eine junge Schöne vom Campanile auf den Markusplatz geschwungen. In einer Konfettiwolke stürzt sich die 22-Jährige vom 99 Meter hohen Glockenturm unter brausendem Beifall in die maskierte Menge. Der Engel ist in diesem Jahr die 22-jährige Bianca Brandolini D'Adda - eine Großnichte des Fiat-Magnaten Gianni Agnelli.

"Ich hatte schreckliche Angst", erzählt das Mädchen in einem raschelnden, weißen Rüschenkleid kurz nach der Landung dem italienischen Fernsehen. Dennoch sei es so schön gewesen, dass sie sofort noch einmal springen würde. Ihr "Landeplatz", die berühmte Piazza San Marco, ist für das zehntägige Kostümfest auch in diesem Jahr komplett in einen fantastischen Zaubergarten verwandelt worden.

"Ein Markusplatz, der auch die venezianischen Familien erfreut", schwärmten die Organisatoren. Aber auch Tausende von Touristen wandelten bereits in dem blumigen Garten um die riesige, grüne Statue des geflügelten Markuslöwen, dem Wahrzeichen der Stadt. Die floreale Magie scheint Erfolg zu haben: Von über 75 000 begeisterten Kostümfans berichteten italienische Medien.

Karneval: Wie Musik in den Ohren

"Carnevale di Venezia", das klingt den Narren in aller Welt wie Musik in den Ohren. Die meisten denken an aufwendige Masken, prunkvolle Kostüme: Der venezianische Mummenschanz hat sich jedoch verändert. Nach dem Motto "Sensation - 6 Sinne für 6 Stadtviertel" sieht das Programm keine Masken in den offiziellen Umzügen mehr vor und will die karnevalsmüden Einwohner von Venedig stärker einbeziehen. Jedes Stadtviertel hat einen bestimmten Sinn zugeteilt bekommen, wobei der "6. Sinn" - der Geist samt seiner Vorstellungskraft - dem Viertel San Marco zugeordnet wurde, dem Herzen der Stadt rund um den Markusplatz.

Als einen Höhepunkt der Karnevalstage präsentierte der künstlerische Leiter Marco Balich diesmal ein Spiel: Bei dem "Carnivalia" getauften Amüsement können Besucher sich in einer Art Schnitzeljagd durch die Lagunenstadt bewegen. Dabei entdecken sie auf den Spuren des legendären Frauenhelden Casanova venezianische Geschichte und Geschichten rund um das Fest der Verkleidung.

Am Vorabend hatte auf dem Markusplatz der 80-jährige italienische Theaterschauspieler Ferruccio Soleri tausende Menschen zum Lachen gebracht. Für besonderes Aufsehen sorgte auf der Open-Air-Bühne bei fünf Grad und Regen vor allem auch ein Striptease - außerhalb des Programms. Wohl in Anspielung auf die britische Filmkomödie "Ganz oder gar nicht" (1997), in der Arbeitslose in ihrer Verzweiflung versuchen, mit Strippen Geld zu verdienen, wollten drei Beschäftigte des US-amerikanischen Aluminiumriesen Alcoa auf ihre Lage aufmerksam machen. Der in die roten Zahlen gerutschte Konzern hatte vor kurzem angekündigt, seine Werke in Italien sechs Monate lang zu schließen. Das "schönste Fest der Welt" in venezianischer Version dauert noch bis zum 16. Februar.

(Katie Kahle, dpa, N24)

07.02.2010 15:54 Uhr

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