Es geht wieder los

GM-Manager erhalten Bonuszahlungen

Dadurch sollen wichtige Führungskräfte gebunden werden. General Motors wies aber auch darauf hin, dass die Manager 2009 auf viel Geld verzichtet hätten. Die EU stellt derweil Bedingungen an Opel.

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Nach einer "Durststrecke" 2009 sollen nun wieder Bonuszahlungen fließen.

Manager des amerikanischen Opel-Mutterkonzerns General Motors erhalten offenbar wieder Bonuszahlungen. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich habe aus Detroit die Information, dass kein Gehaltsverzicht mehr abverlangt wird und dass einige Sonderboni bekommen sollen." Laut Vorabmeldung bestätigte der US-Automobilkonzern die Aussagen im Grundsatz.

2009 auf Geld verzichtet

GM habe aber zugleich darauf hingewiesen, dass die Manager 2009 auf ihre variable Vergütung verzichtet und zusätzlich zehn Prozent Abschlag beim Grundgehalt akzeptiert hätten. Eine Wiedereinführung diene der Bindung wichtiger Führungskräfte und sei an die erfolgreiche Umsetzung der Geschäftsziele gekoppelt. Den Angaben zufolge wolle General Motors bis Mitte nächster Woche um Kreditzusagen oder Kreditgarantien für sein Europageschäft in einer Gesamthöhe von 2,7 Milliarden Euro nachsuchen.

EU stellt Bedinungen an Opel

Die Bewilligung staatlicher Beihilfen für Opel knüpft EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes an strenge Bedingungen. Standorte spielten für die Kommission keine Rolle, entscheidend sei, "ob General Motors nachweisen kann, dass die europäischen Töchter mittelfristig ohne staatliche Beihilfen überleben können", sagte Kroes dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).

Bislang habe noch keine Regierung Beihilfen zur Genehmigung in Brüssel angemeldet. "Ich erwarte allerdings, dass dies noch geschehen wird." Die scheidende Wettbewerbskommissarin betonte, ihr liege noch kein Geschäftsplan für die europäischen GM-Standorte vor. Ihr persönlicher Eindruck sei, dass "GM sich nicht in Europa engagieren würde, wenn das Geschäft hier keine Zukunft hätte". Klar sei jedenfalls, dass Beihilfen nur vertretbar seien, "wenn das Geld in die Entwicklung innovativer umweltfreundlicher Produkte fließt".

(AP, N24)

07.02.2010 17:31 Uhr

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