Der Iran hat die Internationale Atombehörde offiziell über den Beginn der Urananreicherung auf 20 Prozent informiert. Der umstrittene Prozess selbst soll schon sehr bald beginnen.
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Im Atomstreit mit dem Westen hat der Iran die internationale Atombehörde in Wien (IAEA) über die jüngsten Schritte des islamischen Landes informiert. Das bestätigte der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Ali Asghar Soltanieh. In dem Brief habe die iranische Führung die IAEA über den Beginn der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent informiert, hieß es.
Die Weltmächte hatten in den vergangenen Monaten immer wieder gehofft, Teheran zur Unterzeichnung eines Abkommens bewegen zu können, das die Anreicherung des Urans im Ausland vorsieht. Der Iran braucht den Brennstoff nach eigenen Angaben für den Betrieb eines medizinischen Forschungsreaktors. Teheran hatte daraufhin immer wieder auf Zeit gespielt und Gegenvorschläge gemacht, die jedoch für die Weltmächte nicht akzeptabel waren.
Soltanieh erklärte am Montag, sein Land habe nun lange genug gewartet, um grünes Licht für die Urananreicherung zu bekommen. "Wir haben unsere Vorschläge gemacht, aber noch keine Antwort bekommen", fügte er hinzu. Jedoch bleibe die Möglichkeit, dass der Deal doch noch zustande kommt, weiter offen.
Inspekteure sollen Aktivitäten überwachen dürfen
Die Anreicherung soll nach Angaben des Leiters der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, am Dienstag in der zentraliranischen Anlage Natans beginnen. Soltanieh erklärte, IAEA-Inspekteure seien dazu eingeladen, die Aktivitäten zu überwachen.
Die westlichen Mächte verdächtigen die islamische Republik, eine Atombombe bauen zu wollen, und drängen den Iran zur Zusammenarbeit mit der Atomenergiebehörde. Seit Jahren sind deswegen UN-Sanktionen gegen den Iran in Kraft.