Forscher kommen Schlüsselgen beim Älterwerden auf die Spur

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DNA-Doppelhelix

Forscher haben eine Genveränderung ausfindig gemacht, die Menschen drei bis vier Jahre eher altern lässt. "Unsere Untersuchung legt nahe, dass manche Menschen genetisch darauf programmiert sind, schneller alt zu werden", erklärten britische und niederländische Wissenschaftler in einer Studie, die im Fachblatt "Nature Genetics" veröffentlicht wurde. Die Auswirkungen des veränderten Gens seien "beträchtlich". Die Menschen würden nicht nur früher alt, sondern seien womöglich auch anfälliger für altersbedingte Krankheiten wie Herzprobleme und bestimmte Krebserkrankungen.

Verantwortlich dafür sind die so genannten Telomere - kleine Bestandteile, die wie eine Schutzkappe an der Spitze eines Chromosoms sitzen, wie das Team um den britischen Wissenschaftler Tim Spector erklärte. Jedes Mal, wenn eine Zelle sich teilt, verkürzen sich die Telomere.

Die Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn vergleicht dies mit der Plastikhülse am Ende von Schnürsenkeln - wenn das Plastik nicht mehr da ist, fransen die Schuhbänder aus. Bei Menschen, die genetisch bedingt die Variante mit kürzeren Telomeren haben, verschleißen diese schneller, und die Zelle stirbt ab. Die neu gefundene Veränderung liegt der Studie zufolge in der Nachbarschaft eines Gens namens TERC, das schon bei Mäusen mit einem beschleunigten Alterungsprozess in Verbindung gebracht wurde.

(AFP)

08.02.2010 18:29 Uhr

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