Untreue-Verdacht
Neue Razzien nach BayernLB-Debakel
Um das Debakel um die BayernLB aufzuklären, hat die Staatsanwaltschaft weitere Durchsuchungen durchgeführt. Neben Büros des bayerischen Städtetags war auch der Landes-Sparkassenverband betroffen.
Bei ihren Ermittlungen zum BayernLB-Debakel hat die Staatsanwaltschaft München Büros des Bayerischen Städtetags und des Sparkassenverbandes durchsucht. Betroffen gewesen sei auch das Büro des Städtetags-Chefs und Regensburger Oberbürgermeisters Hans Schaidinger (CSU), sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München. Hintergrund der Durchsuchungen sei der Untreue-Verdacht im Zusammenhang mit dem Kauf der früheren BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria. Bei den betroffenen Institutionen handele es sich aber nicht um Beschuldigte, sondern um "Dritte", sagte die Sprecherin.
Die Behörde ermittelt seit Monaten wegen des milliardenschweren Fehlkaufs der Kärntner HGAA. Dabei prüft sie, ob unter der Führung des früheren BayernLB-Chefs Werner Schmidt im Jahr 2007 absichtlich ein zu hoher Kaufpreis für die marode österreichische Bank gezahlt wurde. Kurz vor Weihnachten musste die HGAA notgedrungen an Österreich abgetreten und verstaatlicht werden.
(dpa, N24)
09.02.2010 15:21 Uhr





