200.000 Autos betroffen
Auch VW bekommt sein Rückruf-Debakel
Ebenso wie Honda und Toyota muss nun auch Volkswagen Hunderttausende Autos in die Werkstätten rufen. Betroffen sind jedoch nur in Südamerika verkaufte Modelle der Typen Gol und Voyage.
Nach Toyota und Honda kommt der nächste Rückruf von Volkswagen: Europas größter Autokonzern bestellte in Brasilien 193.620 Autos wegen möglicher Probleme an den Radlagern in die Werkstätten. Es handelt sich dabei um die Modelle "Novo Gol" und "Voyage", wie VW mitteilte. An einigen Autos könne die Schmierung der Radlager an den Hinterrädern unzureichend sein. Dadurch könnten Geräusche entstehen und das Rad gebremst werden. Im extremen Fall könne sich das Rad sogar lösen. Die Rückruf-Aktion sei eine vorbeugende Maßnahme, um die Sicherheit der Kunden zu garantieren.
Die Prüfung in den Werkstätten sei kostenlos, die Dauer der Inspektion liege bei etwa eineinhalb Stunden. Die Besitzer der Autos sollen per Post informiert werden. Die Lager sollen entweder nachgefettet oder ersetzt werden. Nicht betroffen seien Autos, die nach dem Juli 2009 gebaut wurden. Der Gol ("Tor") ist das beliebteste Auto in Brasilien und wurde im vergangenen Jahr mehr als 300.000 Mal verkauft. VW ist Marktführer in Brasilien und hatte 2009 einen Anteil von 25,26 Prozent - vor Fiat mit knapp 25 Prozent. In den vergangenen Tagen hatten bereits die japanischen Hersteller Toyota und Honda hunderttausende von Autos in die Werkstätten zurückgerufen.
(dpa, N24)
11.02.2010 16:22 Uhr





