Der Promi-Bonus macht's

Lady Gaga kämpft gegen Aids

Lady Gaga nimmt vielleicht sich und ihre Umwelt nicht so ernst. Bei einem Thema versteht die schrille Pop-Sängerin aber keinen Spaß: dem Kampf gegen Aids.

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Lady Gaga zeigt sich bei der Gala für die Aids-Forschung aus Überzeugung.
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Kaum eine andere Künstlerin polarisiert derzeit die Musikszene wie Lady Gaga. Auf der einen Seite ...
... ihre Fans, die sie als Stil- und Fashionikone verehren. Auf der anderen Seite ...
... Kritiker oder Leute, die sich wundern, wie man mit schrillen Outfits und provokanten Auftritten so viel Erfolg haben kann.
Im Juli kommt Lady Gaga im Rahmen ihrer Solotour für vier Konzerte nach Deutschland. Für ihre Besucher wird sie sicherlich wieder alles geben und zeigen.
Zum Beispiel schrille und provokante Outfits, die zum Teil mehr offenbaren, als sie sollten.
Ihre Bühnen-Outfits fertigt sie übrigens nach eigenen Angaben selber an.
Zu einer großen Show gehören für die Künstlerin natürlich auch ...
... auf den Händen getragen zu werden ...
... und voller Körpereinsatz - auch wenn man dabei manchmal mehr sieht, als einem lieb ist.
Doch wer verbirgt sich hinter diesem Phänomen Lady Gaga? Ein kleiner Rückblick ...
Lady Gaga heißt mit bürgerlichem Namen Stefani Joanne Angelina Germanotta. Sie wird 1986 in New York als Tochter einer wohl situierten New Yorker Familie mit italienischen Wurzeln geboren.
Von sich selbst behauptet sie: "Ich war schon immer eine Entertainerin. Schon als kleines Mädchen habe ich mich andauernd in Szene gesetzt, und im Grunde genommen mache ich das auch heute noch."
Schon im zarten Alter von vier Jahren lernt sie Klavierspielen und mit 17 ist sie eine von 20 auserwählten Teenagern, die schon vorzeitig an der Tisch School of the Arts (an der New York University) zugelassen werden.
Schließlich unterzeichnet sie noch vor ihrem 20. Geburtstag einen Vertrag und schreibt von nun an Songs für andere Popgrößen: u.a. für die Pussycat Dolls und Britney Spears.
Selbstredend will sie jedoch selber auf der Bühne stehen: "Ich habe in jedem Club in ganz New York City auf der Bühne gestanden: Zunächst waren es Reinfälle, dann konnte ich die Fans irgendwann für meine Show begeistern."
Auf dem amerikanischen Musikfestival Lollapalozza absolviert sie 2007 ihren bis dato größten Auftritt und sorgt mit Striptease- und Feuerwerks-Einlagen für großes Aufsehen.
Im Februar 2008 ist sie als Vorband der Pussycat Dolls zum ersten Mal auf Deutschlands Konzertbühnen zu sehen. Ihren Künstlernamen hat sie übrigens von Queens "Radio Gaga“-Klassiker entliehen.
Mit ihrer zweiten Single-Auskopplung "Pokerface" aus dem Album "The Fame" entwickelt sie sich innerhalb von wenigen Monaten zum absoluten Shootingstar. Der Song steht 13 Wochen auf Platz 1 der deutschen Singlecharts.
Auch das Album "The Fame" schafft es auf Platz 2 der deutschen Albumcharts. Nach eigenen Angaben handelt es, wie der Name vermuten lässt, davon, wie sich heute jeder wie ein Star fühlen kann: ...
"Es geht um Ruhm, aber um eine Art von Ruhm, die man mit anderen Menschen teilen kann. Jeder ist zu dieser Party eingeladen. Ich will ein Lebensgefühl mit den Leuten teilen; die Zuhörer sollen sich als Teil dieses Lifestyles fühlen."
Einen Preis kann sie auch mit ihrem Album abräumen: den OK! STYLE AWARD 2009 in der Kategorie Entertainment.
Auch wenn sie den Preis nicht persönlich abholt, ist die Freude bei Lady GaGa groß, denn sie lässt ausrichten, dass "Mode und junge Designer ihr ganz besonders am Herzen liegen und sie gerne ihre Designs trägt, um die jungen Wilden zu supporten!"
Den Wunsch nach "Lady Gaga"-Mode und -Accessoires erfüllt sie ihren Fans daher natürlich auch: Im eigenen "Lady Gaga" Shop finden ihre Anhänger T-Shirts, ...
... glühende Armreifen ...
... und Lady Gagas Sonnenbrillen-Kollektion.
Und um den Kontakt zu ihren Fans nicht zu verlieren, ist sie mit einem eigenen Profil bei Facebook vertreten. Dort nennt sie über drei Millionen registrierte Nutzer ihr Eigen, die sich als Fans geoutet haben.
Fleißig "zwitschern" kann das Dancepop-Girl auch - über den Onlinedienst "Twitter" versorgt sie ihre Anhänger mit mehr oder weniger interessanten Neuigkeiten aus ihrem Jetset-Leben. Über 520.000 Twitter-Nutzer verfolgen dies.
Und wer immer noch nicht genug von der Sängerin bekommt, kann sich für 4,99 Dollar das "Lady Gaga App" auf sein iPhone holen. Ähnlich dem Playstation Spiel "Guitar Hero" kann der User Lady Gaga Songs per Tippen aufs iPhone nachspielen.
Für ihre Deutschland-Auftritte verspricht sie eine noch ausgefeiltere Show: "Die neue Show ist, wenn man so will, die Haute-Couture-Version derjenigen Performance, die ich in den vergangenen Jahren in den New Yorker Clubs präsentiert habe. Insgesamt ...
... ist sie viel besser durchdacht, obwohl die zentralen Elemente – also die Discokugel, die Hot-Pants, der Pailletten-BH und hochhackige Schuhe – auch weiterhin zum Einsatz kommen werden. Nur ist die neue Show ...
... noch viel wilder und ausgefeilter; sie geht mehr in Richtung Pop-Performance-Kunst." Die wagemutigen Besucher müssen sich also auf eine "Shock Art"-Performance gefasst machen - so umschreibt Lady Gaga auch leicht ironisch ihre Shows.
Eines muss man dem Phänomen Lady Gaga wohl oder übel zugestehen: Sie hat von Klein auf gearbeitet und weiß, wie man sich mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen ins Rampenlicht bringt.
Ob das Stilmittel der Provokation bei ihr auf Dauer seinen Reiz verlieren wird?

Pop-Sängerin Lady Gaga (23) ist ihr Engagement gegen Aids eine echte Herzensangelegenheit. Das würde allerdings nicht daran liegen, dass sie viele schwule Freunde und Fans habe. "Wenn die Leute merken, dass ich das mache, sagen sie meisten: 'Engagierst du dich gegen Aids wegen deiner Beziehungen zu Homosexuellen?' Dann sagte ich meistens: 'Nein, Aids ist keine Krankheit von Homosexuellen.' Ich will wirklich erreichen, darauf aufmerksam zu machen, was Aids heutzutage bedeutet", sagte die zweifache Grammy-Gewinnerin der US-Tageszeitung "USA Today".

Sie wolle ihren Promi-Status positiv einsetzen. "Die Leute schauen wegen deines Erfolgs zu dir auf. Meine Botschaft an meine Fans ist immer die: 'Liebe dich selbst, befreie dich selbst, werde zu dem, der du gerne sein möchtest'", so Lady Gaga, die mit bürgerlichen Nam0en Stefani Germanotta heißt. Kosmetikhersteller MAC brachte unter ihrem Namen einen Lippenstift auf den Markt, von dessen Verkaufserlös ein Teil in die Aids-Forschung fließt.

(dpa, N24)

16.02.2010 13:23 Uhr

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