Besuch im Weißen Haus

Obama versteckt den Dalai Lama

US-Präsident Barack Obama hat den Dalai Lama im Weißen Haus empfangen. Die Öffentlichkeit bekam davon nicht viel mit. Um China nicht zusätzlich zu verstimmen, fand das Treffen "im Verborgenen" statt.

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Barack Obama hat wie angekündigt den Dalai Lama empfangen. Der US-Präsident achtete jedoch darauf, China nicht noch zusätzlich zu reizen.
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Reinkarnation, Wiedergeburt, Weisheit: Der Dalai Lama ist die höchste kultisch-religiöse Autorität des Buddhismus.
Der auch als ozeangleicher Lehrer beschriebene Mönch ist laut buddhistischer Vorstellung ein Mensch, der sich aus Mitgefühl entschlossen hat, ...
... durch Reinkarnation wieder in das Leben oder „in die gewöhnliche menschliche Existenz“ einzutreten, ...
... um anderen Wesen dienen zu können. Er gilt als Gestalt, ...
... die den Menschen guten Willens das Elixier der Barmherzigkeit und Weisheit bringt.
Sicherlich auch wissenswert ist seine formelle europäische Anrede. Hier spricht man ihn nämlich mit "Seine Heiligkeit" an. Ihn wie die Tibeter ...
... "Kundün, Yeshe Norbu" oder "Gyalwa Rinpoche" zu nennen, könnte hierzulande doch einige Schwierigkeiten bereiten.
Der gegenwärtige 14. Dalai Lama ist der Mönch Tenzin Gyatso. 1935 in Tibet geboren, ...
... wurde er im Alter von fast zwei Jahren von zwei Mönchen entdeckt. Diesen war er zuvor in einer Vision erschienen, was dazu führte, dass den Mönchen einiges klar wurde: Dieser Junge …
… musste der wiedergeborene Dalai Lama sein, der 1933 verstorben war: Thub-Idan-rgya-mtsho.
Mit vier Jahren gelangte er bereits ...
... in den Potala-Palast in Lhasa und wurde nur ein halbes Jahr später ...
... als 14. Dalai Lama durch die Sitringasol-Zeremonie inthronisiert. Na, wenn das keine steile Karriere ist. Von da an bekam er einen neuen Namen: ...
... Übersetzt bedeutet dieser „Heiliger Herr, gütiger Herr, mitfühlender Verteidiger des Glaubens, Ozean der Weisheit“. Zum Glück gibt er sich damit zufrieden, ...
... wenn man ihn Dalai Lama ruft. Am ...
... 17. November 1950 wurde dem damals 15-jährigen Dalai Lama die weltliche Herrschaft über Tibet übertragen. Bereits im Jahr 1959 floh er ...
... während des Tibetaufstands ins indische Exil. Vor der Flucht ...
... hatte er das Nechung-Orakel befragt, das ihm riet, Tibet zu verlassen.
Heute setzt sich der Dalai Lama neben seinen politischen Aktivitäten vor allem intensiv für ...
... einen friedfertigen, konstruktiven und mitfühlenden Dialog der Menschen ein – sowohl in religiöser als auch in allgemeiner Hinsicht. Er gilt als persönlicher Freund des Christentums und ...
... ist nach eigener Aussage davon überzeugt, dass Wissenschaft und die buddhistischen Thesen ohne Probleme vereinbar sind. 1989 wurde ihm für seine Bemühungen der Friedensnobelpreis verliehen.
Der noch recht fitte Botschafter des Buddhismus hat während seiner noch immer andauernden Amtszeit vielen Leuten ...
... den Glauben näher gebracht. Diese Spiritualität macht auch vor ...
... Hollywood nicht Halt. So ist zum Beispiel Richard Gere einer von vielen Anhängern des tibetanischen Buddhismus und auch ...
... Rockröhre Tina Turner zählt sich zu dieser Glaubensgemeinschaft. Weitere Anhänger sind ...
... Jackie Chan, ...
... Naomi Watts, ...
... Steven Seagal und ...
... Orlando Bloom. Laut Gerüchten sollen auch ...
... David und Victoria Beckham Blut geleckt haben und tatsächlich: ...
... Sieht Victoria nicht schon viel gelassener und freier aus?
Sogar die eigentlich katholisch aufgewachsene Latina Jennifer Lopez hat angefangen, den Buddhismus näher zu studieren, seit sie ...
... mit Richard Gere den Film "Darf ich bitten?" gedreht hatte. Und auch ...
... Keanu Reeves zählt sich seit Neuestem zu den Hollywood-Buddhisten.
Bereits seit ihrer Kindheit dabei ist Schauspielerin Uma Thurman. Ihre ...
... Eltern waren bereits Anhänger dieser Philosophie und gaben den Glauben an ihre Tochter weiter. Zu den fraglicheren Anhängern zählt ...
... das für seine Partyexzesse bekannte Supermodel Kate Moss, das sich laut Berichten zufolge der fernöstlichen Religion zugewandt und zu meditieren begonnen hat. In dieselbe Schublade könnte am auch ...
... Skandalnudel Amy Winehouse stecken. Auch sie will meditieren um ihr Chaos-Leben in den Griff zu bekommen. Tja, der Dalai Lama setzt Trends. Fragt man sich nur, ...
... ob er es in Zukunft auch schafft die französische "First Lady" Carla Bruni zu konvertieren. Wie es aussieht, ist sie auf dem besten Weg.
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US-Präsident Barack Obama beendet sein erstes Jahr im Amt. Zu seinen wichtigsten außenpolitischen Zielen zählte es, ...
... Glaubwürdigkeit und Handlungsfähigkeit der USA im Ausland wiederherzustellen.
Diese sah er durch seinen Vorgänger George W. Bush (l) ...
... schwer beschädigt.
Umfragen weltweit belegen, ...
... dass ihm der Stimmungsumschwung zugunsten der USA gelungen ist.
Am eindrucksvollsten symbolisiert das die Verleihung des Friedensnobelpreises an den US-Präsidenten.
Bei seiner Afghanistan-Politik wertet Obama den militärischen Einsatz im Wahlkampf als wichtigste Waffe gegen den Terror.
Eine im März vorgestellte neue Strategie konnte die Zunahme der Gewalt aber nicht stoppen.
Im Dezember entschloss sich Obama zur Eskalation: ...
Mehr als 100.000 Soldaten sollen den Sieg bringen, ...
... im Juli 2011 soll der Abzug beginnen.
Damit knüpfte Obama sein politisches Schicksal an die sehr unpopuläre militärische Fortsetzung des Einsatzes in Afghanistan.
Der Einsatz von US-Truppen im Irak war im Wahlkampf Obamas eines der wichtigsten Themen, ...
... inzwischen spricht kaum jemand mehr davon.
Obama wird wohl sein Versprechen einlösen können, ...
... den Einsatz zu Ende zu führen.
Am 31. August 2010 soll der Kampfeinsatz beendet und die Verantwortung an Iraks Truppen übertragen werden.
Sondereinheiten aus den USA sollen aber zur Terrorbekämpfung im Irak zurückbleiben.
Sein Versprechen, das Gefangenenlager Guantanamo binnen eines Jahres zu schließen, ...
... kann Obama nicht einlösen.
Noch immer sitzen etwa 200 Gefangene ein; manche gelten als unverdächtig, ...
... doch finden sich keine Länder, die sie aufnehmen wollen.
Ernst gemacht hat Obama mit der Zusage, mehr Rechtstaatlichkeit walten zu lassen: ...
Die 9/11-Drahtzieher sollen in New York vor ein Zivilgericht.
Ebenfalls unerfüllt blieb Obamas Versprechen, durch diplomatische Initiativen ...
... den Atomstreit mit dem Iran und ...
... den Nahostkonflikt zwischen Israel und ...
... den Palästinensern zu entschärfen.
Seine Dialogangebote an den Iran blieben ohne Erwiderung.
Und weder Israel ...
... noch die Palästinenser fanden sich zu Friedensinitiativen bereit, ...
... für die nicht nur Obama selbst bei Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (r) warb, ...
... sondern auch Sonderbeauftragte, die durch die Region reisten.
Obamas größter gesetzgeberischer Erfolg war die Verabschiedung ...
... eines 787 Milliarden Dollar umfassenden Konjunkturpakets.
Auch wenn die Wirtschaft wieder wächst, ...
... ist die Krise noch lange nicht beendet: ...
... Die Arbeitslosigkeit liegt bei zehn Prozent, ...
... das Budgetdefizit 2009 bei 1,42 Billionen Dollar.
Sollte die Konjunktur nicht bald anspringen, wird Obamas Popularität weiter sinken.
Obamas wichtigstes innenpolitisches Wahlkampfversprechen war die Gesundheitsreform.
Eine Krankenversicherung für die meisten Bürger - könnte bald umgesetzt werden.
Der Kongress feilt an den Details des Mammutprojekts.
Im Werben um eine parlamentarische Mehrheit hat Obama aber viele Zugeständnisse machen müssen, ...
... was vor allem die linke Basis enttäuschte.
Die geplante Reform der Finanzmärkte, die schärfer reguliert und ...
... besser vor halsbrecherischen Spekulationen geschützt werden sollen, ...
... tritt seit Monaten im Kongress auf der Stelle.
Kritiker fürchten eine neue Spekulationsblase.
Obamas jüngstes Projekt einer Sonderabgabe für Banken mag den Zorn vieler Bürger auf die Banken besänftigen, ...
... Ersatz für eine wahre Reform ist sie nicht.
In Obamas Wahlkampfslogans "Hope" und "Change" (Hoffnung und Wandel) ...
... kam auch die Sehnsucht vieler Bürger nach einem Ende des bitteren Parteienstreits in Washington zum Ausdruck.
Obamas Versprechen, überparteilich zu regieren, kann als gescheitert betrachtet werden.
Die konservativen Republikaner ließen Obamas Initiative praktisch geschlossen abblitzen und setzen auf Polarisierung.
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Damit hat niemand gerechnet: US-Präsident Barack Obama erhält den Friedensnobelpreis 2009. Das Osloer Komitee würdigt damit seine "außergewöhnlichen Bemühungen um eine Stärkung der internationalen Diplomatie und um Zusammenarbeit zwischen den Völkern".
Damit kommt Barack Obama (im Bild mit First Lady Michelle) schon ein Jahr nach seiner Wahl zum Staatsoberhaupt der USA zu höchsten Weihen. Dabei ist eine anschließende Bilanz seiner Amtszeit noch nicht möglich. Doch der ...
... fünfköpfige Nobelpreisausschuss begründet den Schritt damit, dass eine Person selten so viele Hoffnungen auf Frieden geweckt habe. Zudem habe seine Vision für eine atomwaffenfreie Welt die Entscheidung beeinflußt.
Barack Obama wird es gut tun. Hat er doch derzeit innenpolitisch mächtig zu kämpfen. Der Glanz der ersten Wochen ist dahin und sein Mammutprojekt Gesundheitsreform stottert gewaltig. Zu ungewöhnlich ist das Vorhaben für US-amerikanisches Empfinden.
Doch ungewöhnliche Maßnahmen passen ins Bild eines ungewöhnlichen Präsidenten. Barack Obama ist der erste schwarze Staatslenker Amerikas. In seinem Land gilt er als Symbol für die Hoffnung, Rassendiskriminierungen ein Ende zu bereiten. Und vor allem ...
... gilt er in der Welt und bei seinen Landsleuten als Gegenentwurf zu seinem umstrittenen Vorgänger, dem republikanischen Hardliner George W. Bush. Seine liberale Einstellung ist sicherlich auch der Biografie Obamas zu verdanken.
Barack Obama wird 1961 als Barack Hussein Obama Jr. auf Hawaii geboren. Seine Mutter Stanley Ann Dunham und sein Vater Barack Obama haben sich an der Universität von Hawaii kennengelernt.
Obamas Großeltern kümmern sich rührend um den Familiennachwuchs. Hier spielt der kleine Barack Obama mit seinem Großvater am Strand.
Barack Obamas Eltern lassen sich 1963 scheiden. Seine Mutter heiratet erneut. Mit dem späteren Ölmanager ging die kleine Familie nach Indonesien.
In dieser Schule in Indonesien drückt Barack Obama die Schulbank.
1971 kommt Barack Obama nach Hawaii zurück, wo er von seinen Großeltern aufgezogen wird. 1979 legt er seinen Highschool-Abschluss ab.
Nach zwei Jahren am Occidental College in Los Angeles zieht es Barack Obama 1981 an die Columbia-Universität in New York, wo er einen Abschluss in Politikwissenschaften erlangt.
Nach kurzer Tätigkeit für eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft geht Obama nach Harvard. An der Harvard Law School macht er 1991 seinen Doktor der Rechtswissenschaft „mit großem Lob“.
In Harvard lernt Barack Obama seine spätere Ehefrau Michelle Robinson kennen. Später wächst die Familie mit der Geburt der beiden Töchter Malia (*1999) und Sasha (*2001).
Seit 1992 engagiert sich Obama als Landespolitiker des Bundesstaates Illinois, wo er 1996 in den Senat gewählt wurde. Im Jahr 2000 strebt Obama den Gang ins US-Repräsentantenhaus an, unterliegt in den Vorwahlen jedoch seinem Kontrahenten Bobby Lee Rush.
2004 zieht Barack Obama in den US-Senat ein. Gleichzeitig unterstützt er den damaligen Präsidentschaftsbewerber John Kerry bei dessen Wahlkampf.
Am 10. Februar 2007 verkündet Barack Obama in Springfield (Illinois) unter großem Jubel erstmals seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur.
Seine Gegner bei den Vorwahlen sind Hillary Clinton und John Edwards. Edwards gibt sich am 30. Januar 2008 bereits frühzeitig geschlagen.
Als harte Gegnerin erweist sich jedoch Hillary Clinton, die frühere First Lady. Bis zum Ende der Vorwahlen hält sie an ihrer Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten fest.
Obwohl längst chancenlos, gibt Clinton erst am 7. Juni offiziell ihren Rückzug bekannt. Gleichzeitig versichert sie Obama ihre volle Unterstützung.
Obamas Gegner zum Wahltag am 4. November 2008 heißt nun John McCain. Auch wenn die beiden Kontrahenten in Wahlumfragen lange gleichauf liegen, unterliegt McCain. Zu groß ist der Wunsch der Amerikaner nach "Change", dem Schlüsselwort Obamas Kampagne.
Am 20. Januar 2009 tritt Barack Obama sein Amt an. Die sehr frühe Ehrung des Nobelpreiskomitees ist Segen und Fluch zugleich. Denn letzten Endes ist sie auch Verpflichtung, die ausgerufenen Ziele zu erreichen.

Kühler Empfang für den Dalai Lama in Washington: Zwar hat US-Präsident Barack Obama das Oberhaupt der Tibeter trotz Kritik aus China im Weißen Haus getroffen. Allerdings waren keine Kameras und Mikrofone zugelassen, es gab auch keinen gemeinsamen Auftritt vor der Presse. Dies gilt in Washington als Geste Obamas, die chinesische Führung nicht zusätzlich zu verärgern und die ohnehin angespannten Beziehungen zu China nicht weiter zu verschlechtern. Ein Sprecher des State Departement sprach von "komplexen Beziehungen" beider Staaten. Das Weiße Haus meinte in einer achtzeiligen Erklärung, Obama habe seine "starke Unterstützung für die Erhaltung der einzigartigen religiösen, kulturellen und sprachlichen Identität Tibets und für den Schutz der Menschenrechte der Tibeter in der Volksrepublik" bekräftigt. Er unterstütze den Ansatz der Gewaltlosigkeit des Dalai Lama. Beide Seiten sollten den Dialog fortsetzen.

Peking hatte bereits im Vorfeld des Besuchs heftig protestiert und mit Sanktionen gegen amerikanische Firmen gedroht. Man werde "notwendige Maßnahmen" ergreifen, ließ Peking verlauten. Die chinesische Regierung wirft dem Oberhaupt der Tibeter Separatismus vor. Umfangreiche US-Waffenlieferungen an Taiwan sowie anhaltende Differenzen über Handels- und Währungsfragen belasten die Beziehungen zusätzlich. Anscheinend aus Protest gegen das Treffen zeigte China dem US-Flugzeugträger "USS Nimitz" und rund 5000 US-Matrosen in Hongkong die kalte Schulter. Entgegen sonstigen Gepflogenheiten wollten chinesische Militärs dem Schiff keinen Besuch abstatten, berichtete die "South China Morning Post". Der Flugzeugträger und vier Begleitschiffe waren kurz zuvor zu einem viertägigen Besuch eingetroffen.

Empfang im Hinterzimmer

Mitarbeiter des Dalai Lama erklärten, das geistige Oberhaupt der Tibeter wollte Obama über die Lage in seiner Heimat und den Stand der Gespräche mit China informieren. Der Dalai Lama lebt seit seiner Flucht aus Tibet 1959 im Norden Indiens im Exil. Er setzt sich für eine größere Autonomie Tibets ein. China-Experten in Washington sehen allerdings ungeachtet der zunehmenden Spannungen zwischen Peking und den USA keine dramatische Zuspitzung voraus. "Beiden Seiten wollen jeden ernsthaften Bruch vermeiden", meinte Prof. Robert Barnett von der Columbia Universität in New York. Allerdings gebe sich Peking "immer selbstbewusster auf der internationalen Bühne" und dulde keine Einmischung in der Tibet-Frage.

Das Treffen Obamas mit dem Dalai Lama fand nicht im Oval Office statt, sondern im angrenzenden "Kartenzimmer", was als Teil der Privaträume im Weißen Haus gilt. Allerdings hatten auch frühere Präsidenten den Tibeter nicht im Oval Office empfangen, wo die Gespräche mit Staats- und Regierungschefs stattfinden. "Für China zählen diese symbolischen Details", meinte Barnett. "Für Tibet und die Tibeter ist nur wichtig, dass sich die Beiden treffen."

Beziehungen zu China abgekühlt

Obama hatte sich noch im vergangenen November geweigert, mit dem Dalai Lama während dessen USA-Aufenthalt zusammenzukommen. Damals ging es ihm darum, kurz vor seiner Asien- und Chinareise die Führung in Peking nicht zu verärgern. Seit Obamas Amtsbeginn vor einem Jahr hatte Washington die Kritik an der Menschenrechtspolitik Chinas deutlich gedämpft. Gemeinsame Interessen wie das Vorgehen gegen die Weltwirtschaftskrise und gegen den Klimawandel hätten Vorrang, hieß es in Washington zur Begründung.

Trotz dieses neuen "weichen Kurses" sind die Beziehungen zwischen den USA und China allerdings in jüngster Zeit erheblich abgekühlt. Grund ist unter anderem eine US-Waffenlieferung von über sechs Milliarden Dollar an Taiwan, die Peking scharf kritisiert. Außerdem wirft Washington China vor, seine Währung künstlich niedrig zuhalten, um so seine Exporte immer weiter zu steigern. Für Spannungen sorgt zudem das Thema Internet-Freiheit in China.

(dpa, N24)

18.02.2010 20:08 Uhr

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