Rücken auch mit abgenutzten Bandscheiben trainieren

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Sinnvolle Übungen stabilisieren die Wirbelsäule - und das ist auch für Menschen mit abgenutzten Bandscheiben gut. (Bild: dpa)

Auch Menschen mit abgenutzten Bandscheiben können ihren Rücken trainieren. Vorher sollte aber ein Arzt nachschauen, ob es nur leichte Abnutzungen sind oder etwas Schwereres.

Darauf weist Georg Stingel hin, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken im niedersächsischen Selsingen. Außerdem sollte der Arzt erklären, welche Übungen der Patient besser vermeidet.

Das sei besonders wichtig, wenn die Bandscheiben fast ganz weg sind oder ein Vorfall diagnostiziert wurde. Denn durch falsche Übungen könnte der Patient die Bandscheiben dann so weit herausdrücken, dass sie auf den Nervenstrang in der Wirbelsäule drücken. «Und das kann gewaltige Folgeschäden verursachen», warnte Stingel. Grundsätzlich behandle die moderne Orthopädie aber leichte Bandscheibenvorfälle nicht mehr mit Operationen, sondern oft zunächst mit speziellem Training.

Leichte Abnutzungen der Bandscheiben seien bei Senioren normal, sagte Stingel. Betroffene könnten meist problemlos Sport treiben, sollten ihre Übungen aber nur unter der Anleitung von qualifizierten Trainern machen. «Das Training sollte nicht in der Bude um die Ecke stattfinden.» Sinnvoll seien vor allem Übungen, die Bauch-, Gesäß- und Rückenmuskulatur dehnen und kräftigen. «Aber auch die Beckenbodenmuskeln sollten trainiert werden», empfahl Stingel - «auch von den Männern». Alle diese Muskeln stabilisierten zusammen den Rumpf. «Je stabiler ich die Wirbelsäule halte, desto besser ist die Haltung, desto leichter kann ich Schmerzen und Schäden verhindern.»

(DPA)

26.02.2010 13:58 Uhr

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