Erdstöße und Tsunami

Schweres Beben vor Küste Chiles

Vor der Küste von Chile ereignete sich ein besonders schweres Erdbeben. Hunderte Tote sind zu beklagen. Und auch die materiellen Schäden in Santiago und der Großstadt Concepción sind immens.

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Mega-Beben vor Chile: Das fünftstärkste Erdbeben seit mehr als 100 Jahren hat am Sonnabend Chile erschüttert. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 8,8 ...
... lag im Südpazifik, 320 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Das Beben löste mehrere Tsunami-Wellen aus, die sich über den ganzen Ozean ausbreiteten.
Nach den Erdstößen am frühen Samstagmorgen (3.34 Uhr Ortszeit) verließen die Menschen geschockt und verängstigt ihre Häuser. Viele verbrachten aus Angst vor Nachbeben ...
... die restliche Nacht auf der Straße. Und tatsächlich, die Erde bebte viele Male. Über das Ausmaß der Schäden bestand in der Nacht noch weitgehend Unklarheit.
Das chilenische Fernsehen zeigte in der Nacht Bilder brennender Häuser. Offenbar waren bei dem Beben ...
... auch Gasleitungen beschädigt worden. Vielerorts sind zudem auch die Wasser- und Stromversorgung sowie das Telefon ausgefallen.
Unter den Trümmern eines eingestürzten Parkhauses sind Dutzende Autos begraben worden. Zunächst war nicht klar, ...
... ob sich in den verschütteten und teils völlig zerquetschten Wracks auch Menschen befanden.
Das Fernsehen zeigte Bilder verletzter und blutüberströmter Menschen. Staatspräsidentin Michelle Bachelet (rechts) drückte ihre ...
... Sorge und Hoffnung aus, dass trotz des heftigen Bebens und der offenbar immensen Schäden nur wenige Menschen starben.
Erst am Morgen zeigte sich dann das ganze Ausmaß der Schäden. Highways wurden in und um die Großstädte ...
... Santiago de Chile und Concepcion durch die Erdstöße teilweise zerstört.
Viele wurden während der Fahrt von dem Beben überrascht. Sie rasten auf den zerborstenen Hochstraßen ...
.. in breite Spalten oder gegen Hindernisse, die einen Tag zuvor noch nicht da waren.
Auch andernorts stürzten Hochstraßen und Brücken ein als beständen sie aus Lego-Steinen. Straßen wurden ...
... durch breite Risse und metertiefe Löcher zu gefährlichen Hindernis-Parcours.
Besonders schwer wurde die Großstadt Concepcion getroffen. Hier sind ...
... viele Häuser teils schwer beschädigt worden. Auf den Straßen versperren Gebäudetrümmer ...
... die Durchfahrt. Autos wurden unter herabgestürzten Häuserteilen begraben.
Auch in der Großstadt Talca südlich der Hauptstadt Santiago richtete das Erdbeben ...
... große Schäden an. In einigen Straßenzügen blieb kaum ein Haus unbeschädigt, ...
... viele sind sogar unbewohnbar geworden.
Feuerwehrleute suchen in den Trümmern fieberhaft nach Verschütteten.
Verzweifelt blicken viele Bewohner der Stadt auf die Trümmer ihrer Existenz.
Ihr Besitz liegt völlig zerstört unter Tonnen von Schutt begraben.
Große Schäden auch in Santiago: Aus den Trümmern zerstörter Häuser am Stadtrand steigt eine riesige Rauchsäule empor.
Dieses Mietshaus in der chilenischen Hauptstadt ist so schwer beschädigt worden, dass es nach dem Beben vermutlich ...
... unbewohnbar ist. Eine komplette Gebäudewand stürzte durch die schweren Erdstöße ein.
In den Trümmern ihres Zuhauses suchen diese Menschen nach ihren Habseligkeiten.
Bei diesem Haus wurde der Hausflur von geborstenen Gebäudeteilen völlig eingedrückt und unpassierbar gemacht.
Ein Mann sieht sich in einem völlig zerstörten Geschäft in Santiago um.
In den Trümmern eines Hauses läuft verängstigt ein Hund umher.
Ungläubig schaut diese Frau auf ihr nach dem Erdbeben völlig schief stehendes Wohnhaus.
Die Sachschäden in Chile sind nach dem Beben groß. Die Zahl der Toten und Verletzten blieb aber offenbar überschaubar.
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Acht Tage nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti hat ein starkes Nachbeben die Überlebenden in Angst und Schrecken versetzt.
Das Nachbeben hatte die Stärke 6,1, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Sein Zentrum lag knapp 60 Kilometer nordwestlich von Port-au-Prince in 22 Kilometern Tiefe.
Rettungskräfte konnten nach dem verheerenden Beben vergangener Woche unterdessen ...
... wie durch ein Wunder weitere Überlebende bergen.
Darunter auch ein erst 23 Tage altes Baby.
Die Versorgung der Erdbebenopfer kam wegen logistischer Probleme weiter nur langsam voran.
Während des Nachbebens rannten die Menschen mit ihren Habseligkeiten auf die Straße.
Das Welternährungsprogramm (WFP) erklärte, bislang seien rund eine Million Lebensmittelrationen an rund 200.000 Menschen verteilt worden.
Insgesamt brauchen drei Millionen Überlebende in Haiti dringend Unterstützung.
Ein Großteil der gespendeten Hilfsgüter liegen wegen logistischer Probleme bislang in Lagerhäusern oder wurden in die benachbarte Dominikanische Republik umgeleitet.
"Wir brauchen so viel. Lebensmittel, Kleidung, wir brauchen alles", sagte die 29-jährige Sophia Eltime.
Solange die Hilfe nicht nach Port-au-Prince kommt, wird geplündert, um das eigene Leben zu retten.
US-Verteidigungsminister Robert Gates kündigte die Entsendung eines Militärschiffes an, das die Trümmer im Hafen von Port-au-Prince beseitigen soll.
Für die Menschen in Port-au-Prince ist das Radio die einzige Informationsquelle. Schon vor dem Beben war der Rundfunk das meistgenutzte Medium. Die Hälfte der Haitianer sollen Analphabeten sein und können keine Zeitung lesen.
Wer es irgendwie fertig bringt, verlässt die Stadt. Eine Stadt des Grauens, deren Menschen zunehmend das Gefühl haben, von der eigenen Regierung im Stich gelassen zu werden.
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Einen Monat nach dem schweren Erdbeben am 13. Januar 2010, das in Haiti ein Bild der Verwüstung hinterließ, schreitet der Wiederaufbau schleppend und mühselig voran.
Die Trümmerberge dominieren den Anblick der zerstörten Erdbebenregion, wie hier in der besonders schwer betroffenen Hauptstadt Port-au-Prince.
Lange Schlangen bilden sich inmitten der Schuttmassen vor den Essensausgaben der Hilfskräfte.
UN-Soldaten überwachen die Essensverteilung, um die Menschen daran zu hindern, die Vorräte zu plündern. Auch an ...
... den Trinkwasseranlagen der Hilfsorganisationen stehen die Menschen Schlange, um sich das dringend benötigte frische Wasser abzufüllen.
In behelfsmäßigen Krankenstationen werden die Verletzten behandelt. Auch die Betroffenen werden in Nothilfe und Katastrophenbewältigung eingebunden, um die Rückkehr zur Normalität in ...
... Gang zu bringen. In provisorischen Schulen startet der Unterricht für die Kinder, die ...
... versuchen, wieder ein alltägliches Leben zu beginnen. Ein Rückblick: ...
... 17.01.2010: Die Menschen durchsuchen die Trümmer nach Überlebenden und geben die Hoffnung nicht auf.
Die Verteilung der dringend benötigten Hilfsgüter kommt nur langsam in Gang. Vor allem Wasser und Nahrungsmittel für die Bevölkerung werden dringend benötigt.
16.01.2010: Inmitten all der Hoffnungslosigkeit, des Elends und der Zerstörung, geschehen auf Haiti auch immer wieder kleine Wunder. Internationale Suchtrupps haben diese Frau ...
... lebend aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen, unter dem sie seit 82 Stunden begraben lag.
Die allgemeine Versorgungslage auf Haiti ist weiterhin katastrophal. Es fehlt an medizinischem Gerät und Medikamenten. Die Verletzten können nur notdürftig behandelt werden.
Die internationalen Hilfsorganisationen arbeiten Tag und Nacht unter Hochdruck.
15.01.2010: Die Bergung der tausenden Toten kommt nur schleppend voran. Mit der Zeit steigt die Gefahr, dass sich Seuchen ausbreiten.
Die obdachlosen, verletzten und traumatisierten Überlebenden können die Katastrophe kaum begreifen. Es fehlt vor allem an Nahrungsmitteln und Wasser. Der Unmut nimmt zu.
"Sie werden langsam wütender und ungeduldiger", sagt der Sprecher der UN-Friedensmission, David Wimhurst.
Es drohen nach Angaben von Experten allerdings weitere Nachbeben. 14.01.2010: Dies und die schweren Verwüstungen des Erdbebengebiets erschweren ...
... die Bemühungen der Hilfsorganisationen. Große Transportmaschinen können nicht auf dem ...
... Flughafen der Hauptstadt Port-au-Prince landen. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,0 wurde der Tower beschädigt. Die ersten Rettungskräfte kommen nur auf Umwegen in die zerstörte Gegend. Leid und Elend beherrschen das Bild.
Etwa drei der neun Millionen Einwohner befänden sich in Not, heißt es. Das Ausmaß der Katastrophe wäre noch nicht abzusehen.
Die Regierung von Haiti befürchtet bis zu 100.000 Todesopfer. In der fast vollkommen zerstörten Hauptstadt Port-au-Prince werden noch ...
... immer verletzte Menschen unter den Trümmern vermutet. In Santo Domingo im Nachbarland Dominikanische Republik treffen Helfer und Reporter ein, um von dort in das Krisengebiet zu gelangen.
Auch eine Staffel mit Suchhunden aus Spanien und ein Team der Deutschen Welthungerhilfe sind auf dem Weg zu den Opfern des Bebens, um zu helfen.
Es herrschen chaotische Zustände. Die einen plündern, andere versuchen, Verschüttete mit ...
... bloßen Händen aus den Trümmern zu befreien.
Die medizinische Versorgung in Haiti ist zusammengebrochen, Krankenhäuser wurden zerstört und die in der Umgebung sind überlastet. Vor Ort werden provisorische Krankenstationen eingerichtet. Zahlreiche Länder schicken ...
... Hilfslieferungen nach Haiti. Über das UN-Welternährungsprogramm sollen in einem ersten Schritt 90 Tonnen Fertignahrung in die betroffene Gegend gesendet werden.
In der Millionen-Stadt Port-au-Prince beschädigte das Erdbeben auch den Präsidentenpalast und die Kathedrale schwer. Der Botschafter Haitis, Jean Robert Saget, sagte, die haitianischen Behörden suchten das Gespräch mit den Dominikanern, da ...
... Spannungen zwischen Haiti, dem ärmsten Land Amerikas, und der Dominikanischen Republik bestünden. Arme Haitianer arbeiten oder flüchten in das besser gestellte Land.
Der Tag des Bebens: Für vielen Haitianern sind die Minuten des Erdbebens allgegenwärtig. Am 13. Januar 2010, gegen 17 Uhr Ortszeit, verwüstete es den Inselstaat, vor allem aber die Hauptstadt Port-au-Prince. Es ist ...
... das schwerste Erdbeben in Haiti seit 1770. Wo man hinsieht: Zerstörung. Häuser stürzten ein, ...
... Mauern fielen um. Teile des Präsidentenpalastes, Hotels und Krankenhäuser brachen teilweise zusammen.
An jenem Mittwoch lagen Leichen auf der Straße, Schwerverletzte riefen nach Hilfe.
Verstörte Menschen kletterten suchend über die Trümmer oder liefen ziellos durch die Straßen.
Vor allem trifft es die armen Menschen auf Haiti. Die einstürzenden Betondecken ihrer Häuser hielten dem Beben nicht stand. Viele wurden darunter begraben. Erschreckendes ...
... wurde auch aus den Slums an den Berghängen von Port-au-Prince berichtet. Dort waren die Hänge teilweise abgerutscht.
Die Luft war auch noch Stunden nach dem Beben voll Staub von den eingestürzten Gebäuden, ...
... um deren Zustand sich seit Jahren kaum jemand gekümmert hat. Deshalb stürzten bei dem Beben viele von ihnen ein wie Kartenhäuser.
Viele Organisationen und Staaten kümmern sich seit der Katastrophe um eine umfassende Hilfe für den Karibikstaat. Die deutsche Regierung hat bereits mehr als eine Million Euro zur Verfügung gestellt.
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Ein Seebeben der Stärke 9 im Indischen Ozean führte am 26. Dezember 2004 zur Katastrophe. Es löste einen Tsunami aus, der sechs Stunden später auf die paradiesischen Küstenorte rund um den indischen Ozean traf. Das ...
... Epizentrum des Bebens lag rund 150 Kilometer vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra. Dadurch war Indonesien am stärksten von der Naturkatastrophe betroffen.
Durch die Flutwelle und deren Folgen verloren über 166.000 Menschen ihr Leben. Wo sie an Land traf, hinterließ sie Verzweiflung, Chaos, und Verwüstung!
Aber der Welle der Vernichtung folgte eine beispiellose weltweite Welle der Hilfsbereitschaft. Etwa 2 Millionen Menschen wurden bereits kurz nach der Katastrophe mit sauberem Wasser, Nahrung ...
... medizinischer Hilfe und Notunterkünften versorgt. Aber die eigentliche harte Arbeit hatten sie noch vor sich. Denn 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos! Außerdem richtete die Riesenwelle insgesamt ...
... einen Schaden von knapp 7 Milliarden Euro an. Die internationale Gemeinschaft stellte rund 9,15 Mrd. Euro zur Verfügung, von denen vier Milliarden gespendet wurden.
Zehntausende Fachkräfte wurden ausgebildet, um beim Wiederaufbau zu helfen. Allein in der besonders schwer getroffenen indonesischen Provinz Aceh haben über fünfhundert Hilfswerke aus mehr als fünfzig Ländern …
... 140.000 Häuser und 1.500 Schulgebäude gebaut. Mehr als tausend Krankenstationen, Kiniken, zahlreiche Straßen, sowie Brücken wurden erneuert.
In Aceh geht es heute vielen Menschen dank der beispiellosen internationalen Hilfe wirtschaftlich besser als vorher. Aber auch die politische Lage entspannte sich, …
... denn vor dem Tsunami herrschte in der Provinz 30 Jahre lang Bürgerkrieg. Nach der Naturkatastrophe riefen die Rebellen einen Waffenstillstand aus. Bis heute hält der Frieden zwischen den Konfliktparteien.
Doch das gemeinsame Leid führte nicht immer zu mehr Verständnis zwischen den verfeindeten Volksgruppen. Sri Lanka wurde mit 35.000 Todesopfer und einer halben Million Obdachlosen …
… vom Tsunami am zweitschwersten betroffen. Aber viele Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser, die nach dem Tsunami mühsam wiederaufgebaut worden sind, wurden dann im Konflikt zwischen …
… den tamilischen Separatisten und der Regierung erneut zerstört. Nach dem offiziellen Ende des Bürgerkriegs seit Mai 2009 hofft man nun auf eine stabilere Lage im Land und …
… dass der Tourismus, einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren Sri Lankas, wieder anspringt.
Indien war nach Sri Lanka und Indonesien mit 12.407 Toten und 3.874 Vermissten am drittschwersten von dem verheerenden Tsunami betroffen. 647.599 Menschen wurden damals obdachlos.
Auf den Inselgruppen Andamanen und Nikobaren kamen 3.500 Menschen ums Leben, über 25.000 Personen verloren ihre Häuser. Die geschockten Familien wussten anfangs nicht wohin.
Der Bundesstaat Tamil Nadu hatte besonders viele Tote zu beklagen. Katastrophale Folgen hatte die Naturkatastrophe vor allem für den Distrikt Nagapattinam. Dort ...
... erreichten die Flutwellen eine Höhe von etwa sechs Metern und forderten etwa 5.500 Todesopfer. Diese Frau kann nicht fassen, dass die Trümmer alles sind, was von ihrem Haus übrig geblieben ist.
Indien lehnte damals ausländische Hilfe ab und war der Meinung, die mit der Katastrophe einhergehenden Probleme allein bewältigen zu können – die Folge: volle Auffanglager.
Auch in Thailand wurden vor allem touristisch erschlossene Küstenstreifen hart getroffen. Die Aufräumarbeiten schienen kein Ende zu nehmen. Besonders stark waren Phuket und Phi Phi von den Flutwellen betroffen, wie ...
... der Vergleich der Bilder kurz nach dem Tsunami 2004 und ein Jahr danach deutlich macht. Straßen waren nicht mehr befahrbar (Im Bild: Phuket) ...
... und ganze Häuser wurden weggespült. (Im Bild: PhiPhi)
Insgesamt wurden in Thailand nach offiziellen Angaben 5.395 Menschen durch die gewaltigen Flutwellen getötet. Viele Urlauber filmten das Eintreffen der Wassermassen mit ihren Kameras.
Die Regierung Thailands war überzeugt, keine ausländische Unterstützung in Anspruch nehmen zu müssen. Vielen der betroffenen Menschen wurde allerdings unzureichend beim Wiederaufbau geholfen. Fünf ...
... Jahre nach dem katastrophalen Tsunami erinnern in den betroffenen Regionen mehrere Gedenkstätten an das Unglück von 2004, wie hier in Bangkok.
Damit es in Zukunft nicht zu solch desaströsen Folgen eines Tsunamis kommt, wurde am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam ein aufwändiges Frühwarnsystem entwickelt, das bei Tsunami-Gefahr Alarm auslöst.
Finanziert wurde das Projekt, das ca. 50 Millionen Euro kostet, von der Bundesregierung. Dabei sollen 160 mit GPS ausgestattete Messstationen im indonesischen Küstengebiet Informationen sammeln und auf vorgelagerten Inseln Pegelstände dokumentieren.
Von noch größerer Bedeutung ist eine rechtzeitige Evakuierung der Bevölkerung. Ein deutsches Projekt "Last Mile Evacuation" befasst sich mit der Massenflucht. Für den Ernstfall wurde in Thailand bereits eine Evakuierungsroute ausgeschildert.
Da eine erfolgreiche Flucht nur durch regelmäßiges Training erreicht werden kann, werden Rettungsübungen durchgeführt - Denn eine ...
... Tsunami-Welle baut sich durchaus innerhalb von nur 20 Minuten nach einem Beben vor der Küste auf. (Im Bild: Krabi/Thailand 12/2004 und 12/2005)
Deutschland beteiligte sich auch an der direkten Katastrophenhilfe. Beamte des BKA und Sanitätsoffiziere der Bundeswehr halfen in den Krisengebieten unter anderem bei der Identifizierung der Opfer.
Auch Caritas, Diakonie Katastrophenhilfe und Malteser-Hilfsdienst stellten erste Hilfen wie Nahrungsmittel, Trinkwasser und Notunterkünfte für 50.000 Opfer zur Verfügung.
Die dramatischen Zerstörungen in Südostasien über Weihnachten 2004 zogen eine außergewöhnliche Spendenbereitschaft nach sich. Allein in Deutschland kamen 670 Millionen Euro für die Opfer zusammen.
Nach dem 26.12.2004 war die Zukunft des Tourismus in den ursprünglich beliebten Reiseländern ungewiss. Doch schnell zog es viele Sonnenanbeter wieder in die Strandhotels am Indischen Ozean. (Im Bild: Strand von Patong)
Gerade Khao Lak in Thailand erfreut sich wieder großer Beliebtheit unter den Urlaubern. Hier waren 2004 auch viele Deutsche ums Leben gekommen. 13 Deutsche werden bis heute vermisst. Inzwischen herrscht hier jedoch längst wieder die pure Ferienidylle.
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Die Erde in Indonesien bebt - schon wieder. In einer der erdbebenreichsten Regionen der Welt sind die Bewohner leidgeprüft, doch ...
... die Katastrophe, die sich nach den Erschütterungen vom 30. September andeutet, könnte ...
... schlimmer sein als vieles zuvor.
Das Seebeben der Stärke 7,6, dessen Epizentrum etwa 50 Kilometer vor der Küstenmetropole Padang auf Sumatra liegt, bringt ...
... mindestens 500 Gebäude zum Einsturz, darunter auch ein großes Krankenhaus, ein Hotel und ...
... eine Schule. Die Infrastruktur der Großstadt mit rund 900.000 Einwohnern ist lahmgelegt, Strom- und Telefonleitungen ...
... gekappt. Die Bewohner stehen Schlange, um Benzin zu ergattern, das nun für die Stromversorgung benötigt wird.
Nach ersten Angaben verloren rund 500 Menschen ihr Leben, bis zu 1.000 Todesopfer werden befürchtet, tausende sollen noch unter den Trümmern liegen.
Die Krankenhäuser der Stadt sind überfüllt.
Nach dem Beben sind die Aufräum- und Bergungsarbeiten in vollem Gange, brennende Gebäude müssen gelöscht werden, als eine zweite ...
... Erschütterung der Stärke 6,8 den Atem der Bewohner Padangs stocken lässt.
Diese Mal liegt das Epizentrum rund 240 Kilometer südlich der Stadt, wieder ...
... stürzen Gebäude ein. Die Region befindet sich in einem ...
... Zustand des Chaos'. Der Bürgermeister Padangs wendet sich über den Rundfunk ...
... an die Weltöffentlichkeit. Man benötige ...
... dringend Hilfe. Und wer in die Augen ...
... der Bewohner Padangs blickt, erkennt, dass ..
... das nicht nur so dahin gesagt ist. Die Hilfsorganisationen reagieren sofort und rufen zu Spenden für die ...
... Katastrophenregion auf. Erste Helfer sind bereits vor Ort, um die Rettungsarbeit des indonesischen ...
... Militärs zu unterstützen. Noch immer ist die Gegend um Padang im Ausnahmezustand, die ...
... wahren Ausmaße des Unglücks werden wohl erst Tage nach den Beben sichtbar werden.
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Samoa nach dem Tsunami: Teile des friedlichen Südseeparadieses gleichen einem Kriegsschauplatz.
Straßen sind überflutet. Trümmer, mitgerissene Autos und sogar Schiffe türmen sich in den Küstenregionen.
Eigentlich ist die Inselgruppe Samoa im Südpazifik für ihre paradiesischen Strände und ...
... idyllischen Buchten bekannt. Zu den rund 180.000 Bewohner Samoas gesellen sich daher ...
... auch stets viele sonnenhungrige Touristen, die Erholung abseits des Massentourismus suchen.
Doch jetzt ist das Inselparadies nordöstlich von Australien und Neuseeland von einem ...
... verheerenden Tsunami heimgesucht worden. Um 6.48 Uhr morgens gab es rund 200 Kilometer vor der Küste ...
... ein schweres Seebeben der Stärke 8,0 auf der Richterskala. Die Wissenschaftler in den Tsunami-Warnzentren reagierten schnell.
Binnen Minuten nach dem schweren Beben lösten sie eine Tsunami-Warnung aus. In den meisten Fällen ...
... bleibt die Flutwelle aus. Doch diesmal war es anders. Eine Karte der Region zeigt die Entwicklung des Tsunamis.
Im nahegelegenen Französisch-Polynesien ergriffen sofort ...
... viele Touristen die Flucht, eilten Richtung Flughafen. Doch hier blieb der Tsunami folgenlos.
Anders auf Samoa, wo die Menschen nach der Warnung in höher gelegene Regionen flüchteten.
Die Stadt Fagatago auf Amerikanisch-Samoa wurde von der Flutwelle ...
... regelrecht überrollt. Häuser wurden zerstört, ...
... Autos wurden wie Spielzeug davongespült. Schiffe wurden ...
... an Land getragen. Auch in Pago, ebenfalls auf Amerikanisch-Samoa, ...
... ist das Ausmaß der Zerstörung enorm. Die Straßen sind von Müll und Trümmern übersät.
Auch in der Stadt Leone: Zerstörung und Trümmer so weit das Auge reicht.
Rettungskräfte und andere Helfer suchen in den Überresten der Häuser und in Autowracks nach Opfern.
Und sie beginnen damit, wieder etwas Ordnung in das Chaos zu bringen. Sie arbeiten daran, dass aus dem ...
... Tsunami-Katastrophengebiet wieder schnell das Tropenparadies wird, das jedes Jahr viele Touristen auf die Inseln zieht.
Italienische Rettungskräfte arbeiten sich in fieberhafter Eile auf der Suche nach Überlebenden durch die Trümmer eingestürzter Häuser. In der Nacht ...
... bebte um das Epizentrum L'Aquila die Erde.
Im Zentrum der Rettungsbemühungen: ein eingestürztes Studentenwohnheim, in dem sich ein halbes Dutzend Menschen befinden soll.
"Es ist die schlimmste Katastrophe seit Beginn des Jahrtausends", sagte Guido Bertolaso, Leiter des Zivilschutzes.
Bereits in den vergangenen Tagen gab es mehrfach Erschütterungen in der Region.
Mit bloßen Händen gruben Bewohner und Einsatzkräfte nach Verschütteten - die oft ...
... nur tot geborgen werden konnten.
Der Erdstoß riss die Menschen in der Region Abruzzen in der Nacht um 03.32 Uhr aus dem Schlaf.
"Wir sind beim ersten Zittern aus der Wohnung geflüchtet", berichtet ein Augenzeuge.
Tausende Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Häuser.
Agostino Miozzo vom Zivilschutz sagte dem Sender Sky Italia: "Unser Ziel ist es, allen heute Abend ein Dach über dem Kopf zu geben."
Der Zivilschutz sprach von 10.000 bis 15.000 beschädigten Häusern.
Die frühen Morgenstunden ...
... bringen das ganze Ausmaß ...
... der Zerstörung ...
... ans Tageslicht.
Nach Angaben des Bürgermeisters Massimo Cialente wurden auch zahlreiche Häuser ...
... im historischen Kern der Stadt beschädigt.
Die Aufräumarbeiten sind zwar bereits in vollem Gange ...
... die Anwohner der Stadt L'Aquila, in der 70.000 Menschen leben, stehen aber noch immer unter Schock.
Am Montag um 14.28 Uhr Ortszeit (8.28 Uhr MEZ) bebte im Südwesten Chinas die Erde und richtete Chaos und Verwüstung an.
Das Erdbeben erreichte eine Stärke von 7,8. Hier geht ein Mann in einem Krankenhaus in Chengdu (Provinz Sichuan) die Treppen zwischen dem Schutt hinab.
Ein Trümmerberg: Das ist alles, was von Häusern in Dujiangyan übrig blieb.
Ein Mann versucht, einige brauchbare Dinge aus dem Schutthaufen zu retten.
Aufgeregte Diskussionen unter den Einwohnern: Innerhalb weniger Sekunden fielen Häuser einfach in sich zusammen.
Besonders schwer betroffen war eine Schule in Dujiangyan. Das Gebäude war zur Unterrichtszeit voll besetzt, viele Kinder kamen unter den einstürzenden Wänden ums Leben.
Rettungskräfte versuchen, aus den Trümmern überlebende Schüler zu bergen.
Schweres Gerät kann nur vorsichtig eingesetzt werden: Die Bergungskräfte suchen das Schulgelände ab. Es hieß, allein 900 Schüler seien dort ums Leben gekommen.
Häuser evakuiert: Patienten eines Krankenhauses in Fuyang wurden zunächst auf die Straße gebracht.
Medizinisches Personal packt Hilfsmaterial für die Schüler in Dujiangyan zusammen, um dort eine schnelle Erstversorgung gewährleisten zu können.
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(N24)

01.03.2010 14:39 Uhr

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