Dungkäfer führte zu tödlicher Verseuchung bei Harzer Käse

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Käse

Die tödliche Bakterien-Verseuchung von in Österreich produziertem Käse ist nach Angaben des Herstellers durch einen betriebsinternen Fehler im November 2009 verursacht worden. Die Schutzkulturen bei der Käseproduktion, gesetzlich erlaubte Konservierungsmittel, seien durch ein Versehen ausgetauscht worden, teilte das Unternehmen Prolactal mit.

Bislang vorliegenden Informationen zufolge kamen durch den Verzehr von Käse aus diesem Unternehmen fünf Österreicher und drei Deutsche ums Leben. Der Käse wurde am 23. Januar zurückgerufen. Bei den zurückgerufenen Käsesorten "Reinhardshof, Harzer Käse" und "Reinhardshof, Bauernhandkäse mit Edelschimmel" waren Listeria-Bakterien festgestellt worden.

Als Überträger der Bakterien wurden bei Prolactal Dungkäfer ermittelt. Solche Käfer seien bei ersten Listeriennachweisen im Herbst 2009 auf UV-Insekten-Fallen und auf Klebefolien entdeckt worden. Sie seien offenbar trotz engmaschiger Fliegengitter durch ein geöffnetes Fenster in die Fertigung gelangt, erklärte das Unternehmen. Die Schutzkulturen hätten gegen die Ausbreitung der Bakterien helfen können, allerdings sei dieser Schutz durch das versehentliche Austauschen der Kulturen weggefallen.

(AFP)

28.02.2010 18:41 Uhr

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