Selbstmordanschlag

Vier Zivillisten und ISAF-Soldat getötet

Bei den Kämpfen in Afghanistan ist erneut ein NATO-Konvoi von einem Selbstmordattentäter angegriffen worden. Nach Angaben der ISAF wurden bei dem Anschlag vier Zivilisten und ein Soldat getötet.

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Die Taliban berichteten nach dem Attentat von elf getöteten ISAF-Soldaten. Die Berichte wurden nicht bestätigt.
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Großoffensive in Afghanistan: Die Operation "Muschtarak" ("Gemeinsam") läuft seit dem 13. Februar 2010.
Afghanische Soldaten mit einem inhaftierten Taliban: Der Einsatz konzentriert sich auf die Bekämpfung der islamisch-fundamentalistischen Milizen im Süden Afghanistans.
Seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 ist es der bislang größte Angriff gegen die Taliban.
15.000 afghanische und ausländische Soldaten gehen gegen die Aufständischen in Helmand, der am stärksten umkämpften Provinz in Afghanistan, vor.
Kämpfer der afghanischen Nationalarmee bereiten sich auf ihren Einsatz vor.
Die meisten der ausländischen Soldaten, die an der Operation "Muschtarak" beteiligt sind, sind Briten und Amerikaner.
Ein Soldat der U.S Marines späht durch ein Loch in einer Mauer während eines Feuergefechts mit Taliban-Kämpfern.
Fahrzeuge mit US-Soldaten fahren über ein Schlachtfeld in Marschda, ein Distrikt, auf den sich das Kampfgebiet erstreckt. Der andere ist ...
... Nad Ali. Hier hält eine Soldatin Nachtwache auf einem Hausdach.
Bei der Großoffensive im Süden leisten die Taliban anhaltenden Widerstand gegen die vorrückenden Streitkräfte.
"Die Aufständischen sind taktisch versiert, haben Widerstandsfähigkeit und sind hinterlistig", so die Internationale Schutztruppe ISAF in ihrem Lagebericht.
Seit Beginn der Offensive wurden mehrere Soldaten getötet, darunter auch Briten und Amerikaner.
Festgenommen: Ein Taliban mit auf den Rücken gebundenen Händen. Nach Berichten von Korrespondenten amerikanischer und britischer Medien kamen ...
... bei der Operation "Muschtarak" bereits zahlreiche Taliban ums Leben.
Behören und Militärs nannten noch keine offiziellen Zahlen.
Afghanische Soldaten wärmen sich am Feuer.
Leidtragende einer solchen Offensive ist natürlich auch die Zivilbevölkerung.
Seit Beginn der Operation töteten ISAF-Soldaten bereits mehrfach versehentlich Zivilisten.
Ein amerikanischer Soldat trägt den 7-jährigen Sayd Rahman, um ihn in Sicherheit zu bringen.
Der Junge wurde während eines Kreuzfeuers zwischen ISAF-Soldaten und Tailban in der Nähe der Taliban-Hochburg von Mardscha angeschossen.
Absurde Normalität neben dem Kampfgebiet: Östlich der Operation "Muschtarak" wartet ein Afghane in Kabul auf Kunden, die sich gegen Geld wiegen lassen wollen.
Jugendliche spielen vor dem zerstörten Darul Aman-Palast Fußball.
Eine mit Stofffetzen improvisierte Vogelscheuche auf einem Feld in Helmand. Im Hintergrund bewaffnete US-Soldaten.
Neben der Großoffensive in Südafghanistan sind auch im Einsatzgebiet der Bundeswehr im Norden des Landes Militärschläge gegen die Taliban geplant.
Allerdings soll dieser Einsatz laut Bundesverteidigungsministerium nicht so groß angelegt sein wie die Operation "Muschtarak".

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen NATO-Konvoi sind in der südafghanischen Provinz Kandahar vier afghanische Zivilisten und ein ausländischer Soldat getötet worden. Ein Sprecher der NATO-geführten Internationalen Schutztruppe ISAF bestätigte, dass ein Soldat ums Leben gekommen sei, machte aber keine Angaben zu dessen Nationalität.

Vier Zivilisten bei Anschlag getötet

Das afghanische Innenministerium teilte mit, "vier unserer unschuldigen Zivilisten" seien getötet worden, ein weiterer Zivilist sei verletzt worden. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Kandahars Vize-Polizeichef Fasel Ahmad Schersad sagte, der Attentäter habe sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug im Distrikt Daman in den Konvoi gesteuert. Zu dem Anschlag sei es in der Nähe des Flughafens gekommen, auf dem die ISAF ihre zweitgrößte Militärbasis in Afghanistan unterhält. Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi sagte, elf ausländische Soldaten seien bei dem Angriff getötet worden. Angaben der Taliban zu Opferzahlen sind in der Regel übertrieben.

"Unmenschliche und unislamische Tat"

Am Sonntag waren bei einem Anschlag in Kandahars Nachbarprovinz Helmand elf Zivilisten getötet worden, darunter zwei Kinder und zwei Frauen. Der afghanische Präsident Hamid Karsai verurteilte den Anschlag in Helmand am Montag und sprach von "einer unmenschlichen und unislamischen Tat". In Helmand läuft seit mehr als drei Wochen die bislang größte Offensive gegen die Taliban, die nach dem Willen der USA anschließend auch aus Kandahar vertrieben werden sollen.

Aufständische im benachbarten Pakistan zerstörten am Montag einen Tanklastwagen mit Brennstoff für die ausländischen Truppen in Afghanistan. Zu dem Angriff sei es am Rand der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar gekommen, teilte die Polizei mit. Ein Aufständischer sei bei dem anschließenden Feuergefecht verletzt worden, zwei seien festgenommen worden. Taliban-Kämpfer greifen in Pakistan immer wieder Nachschubkonvois für die Truppen in Afghanistan an.

(dpa, N24)

01.03.2010 11:18 Uhr

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