CeBIT 2010 Highlights

Schöne bunte Technik-Welt

Trotz gesunkener Ausstellerzahlen präsentiert die CeBIT auch 2010 ein breites Angebot für alle Technikfans und Fachbesucher. Wir zeigen eine Auswahl.

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Die Computermesse CeBIT in Hannover hat auch 2010 wieder ihre Türen für Technikfans und Fachleute geöffnet. Trotz sinkender Ausstellerzahlen bietet sich dem Besucher eine abwechslungsreiche Technikwelt.
Der Computerkonzern Apple hat keinen eigenen Stand auf der CeBIT, ist aber mit seinen Produkten bei anderen Herstellern und Anbietern, wie zum Beispiel am Stand der Telekom, omnipräsent.
Ein anderer großer Konzern ist dieses Jahr erstmals mit einem Stand vertreten - Google. Der Stand ist zwar nur klein, für die Branche und die Messe ist es aber ein wichtiges Signal. Der Suchmaschinenanbieter präsentiert sein neues Angebot "Street View".
3D ist wie schon auf der "Consumer Electronic Show" Anfang des Jahres in Las Vegas ein Hauptthema. Auch Angela Merkel überzeugte sich bei ihrem Messerundgang von der neuen Technologie.
Ein weiterer Trend auf der CeBIT 2010 ist das Cloud-Computing. Das Motto lautet: "Immer alles dabei" durch das Speichern von Daten im Netz. Der Zugriff darauf ist dadurch immer und überall möglich.
Bunt wird es am Stand von Microsoft. Zusammen mit Samsung stellen beide Hersteller den ersten Kinder-PC vor. Das Gerät, das es in verschiedenen bunten Designs gibt, ...
... soll besonders strapazierfähig sein und einen speziell entspiegelten Bildschirm zum Schutz der Augen haben. Dass neue Technik nicht nur im Kinderzimmer, sondern auch im Klassenzimmer angekommen ist, veranschaulicht das ...
... digitale Klassenzimmer von Microsoft. Es will zeigen, wie IT im Klassenzimmer das Lernen erleichtert, Austausch und Kreativität fördert sowie die Sachkenntnis und Medienkompetenz stärkt. Auf dem Bild ist das "Multitouch Whiteboard" zu sehen.
Genauso bunt wie die Kinder-PCs sind die Accessoires und Handytaschen von Ed Hardy. Um sich von anderen Anbietern abzuheben, setzt dieser Hersteller auf das Motto "Sex sells" und lässt seine Produkte von leicht bekleideten Models präsentieren.
Weniger sexy wirkt diese Brille. Eine Mitarbeiterin des SAP-Standes zeigt das sogenannte Head-mounted Display. Auf diesem werden Daten eingespiegelt, um Produkte leichter auffinden zu können. Einsatzgebiete sind beispielsweise Lager- und Logistikfirmen.
Stylischer wirkt da schon diese Videobrille. Verbunden mit einem iPod oder einem iPhone kann der Nutzer mit der Brille "cinemizer Plus" seine Lieblingsfilme oder Musikvideos an jedem beliebigen Ort betrachten.
Das Fraunhofer Institut zeigt am Beispiel einer Küche den Einsatz seiner iPoint-Technik. Diese besteht aus zwei Kameras, die die Bewegungen des Fingers aufnehmen und an den Computer übertragen. Die Technik ermöglicht eine Steuerung ohne Berührungen.
Der neue Vodafone Webby ist auf dem CeBIT-Stand von Vodafone zu sehen. Der Webby bietet Internet-Radio, Video- und Audio Dienste, Radiowecker, Online-Informationsdienste und Email sowie WiFi-Vernetzung.
Der Markt der Smartphones boomt. Mit dabei ist der Hersteller HTC. Das neue HTC Desire ist mit dem Android 2.1 Betriebssytem ausgerüstet sowie mit einem 1GHz Snapdragon-Prozessor und einem hochauflösenden 3,7 Zoll WVGA AMOLED-Display ausgestattet.
Die Halle 7 ist bei der CeBIT 2010 für automobile Techniken reserviert. Auch die Telekom ist mit einem Cockpit-Computer vertreten, mit dem man verschieden Programme wie Emails, News, Musik und Navigation vom Auto aus abrufen kann.
Die Navis der Zukunft sollen viel mehr als nur Wegweiser sein. Garmin wird in diesem Jahr seine Navi-Funktion ecoRoute weiterentwickeln, welche direkte Anweisungen für sparsames Fahren liefert. Der Fahrer sammelt dabei "grüne Punkte".
Die Firma IBM präsentiert auf ihrem CeBIT-Stand das Model eines Elektrofahrzeugs. Die IBM-Abteilung "Forschung" konzipiert und testet ein intelligentes Stomversorgungsnetz für Elektrofahrzeuge.
Der Hersteller "Connected Living" veranschaulicht den Einsatz seiner Sensorplattform. An Finger und Handgelenk befestigt, liefert sie per Übertragung an einen Computer zahlreiche Informationen über Gesundheitszustand, Trainingsplan und Trainingserfolge.
Weiterhin liefert der Hersteller "Connected Living" eine bequeme Temperatursteuerung für Wohnungen. Über eine Fernbedienung kann ein Nutzer die Temperatur in den verschiedenen Räumen seines Hauses einstellen und abspeichern.
Forscher der TU Clausthal präsentieren die "intelligente Theke". Das System hilft, den Überblick über verkaufte Getränke zu bewahren und verhindert, dass zum Beispiel zu viel Bier ins Glas gezapft wird. So soll der Verbrauch um bis zu 8% reduziert werden.
Auch Gesundheitsthemen sind vertreten: Ein Aussteller zeigt die "silent sound"-Anwendung. Die Technik transformiert Lippenbewegungen in eine computergenerierte Stimme um beispielsweise stummen Menschen Telefonate zu ermöglichen.
Dieses elektronische Gerät der spanischen Firma OESIA Networks dient zur Erfassung von Gesundheitsdaten. Spanien ist in diesem Jahr das Partnerland der CeBIT und mit zahlreichen Firmen und Aktivitäten vertreten.
Für ausreichend Spaß ist natürlich auch gesorgt: Der Parrot AR.Drone mit vier Rotorblättern lässt sich mit einem iPhone steuern und fliegen und überträgt dabei live einen Videostream auf das Display des Handys.
Und wer sich nach einem anstrengenden Messerundgang zurücklehnen und ausruhen will, kann den amtierenden Weltmeistern im Roboter-Fußball zuschauen. Das Team "B-Human" der Uni Bremen lässt auf der CeBIT 2 Mannschaften à 2 Spieler gegeneinander antreten.
Video: Highlights der CeBIT 2010 - Die Zukunft liegt in der Vernetzung
Video: Touchscreen war gestern - Neuartige Fingersteuerung für PCs
Video: CeBIT 2010 - Das digitale Klassenzimmer
Video: Einfacher Einkaufen - Das Schaufenster von Morgen
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Der Internetriese Google will mit seinem Straßenfoto-Dienst "Street View" einen weiteren Mehrwert seiner Google Maps liefern. Zur Einführung im Mai 2007 waren lediglich fünf Städte in den USA per Rundum-Sicht erkundbar. Seitdem ...
... sind die Wagen mit den Hightech-Kameras auf zahlreichen Straßen, Nationalparks und Fahrradwegen unterwegs. Google sammelt Bilder der Orte unter Verwendung einer speziellen Ausrüstung, besonderen Kameras und unter Einsatz von GPS-Technik. So können ...
... Bilder eines bestimmten Standortes aufgenommen und entsprechend angepasst werden. Nach Aufnahme der Bilder werden diese zu einem 360-Grad-Panoramabild zusammengefügt. Derzeit ist "Street View" ...
... für mehr als ein Dutzend Länder in Nordamerika, Europa und des Asien-Pazifik-Raums verfügbar. Deutsche Karten des Dienstes sollen noch 2010 angeboten werden. Besonders in Deutschland ist Google jedoch auf regen Widerstand gestoßen. Insbesondere ...
... Datenschützer kritisieren die ungehemmte Datensammelwut. Die rollenden Kameras lichten Häuser, parkende Autos und zufällig vorbeilaufende Passanten ab. Google veröffentlicht diese Bilder ohne die Genehmigung der aufgenommenen Passanten einzuholen.
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner macht bereits klar, dass sie "Street View" für eine "millionenfache Verletzung der Privatsphäre" hält. Google reagiert auf diese Kritik und macht auf allen Fotos Kennzeichen und Gesichter unkenntlich.
Weiterhin erarbeitet Google speziell für Deutschland technische Voraussetzungen, die besondere Rechte der Nutzer ermöglicht: Jetzt soll jeder, der nicht möchte, dass sein Haus im Internet gezeigt wird, das Bild löschen lassen können. Gesichter und ...
... Autokennzeichen werden automatisch unkenntlich gemacht. Falls das Computerprogramm etwas übersieht, will Google auf einen entsprechenden Hinweis hin nachbessern. "Diese Angebote gelten nur in Deutschland" sagt Google-Vertreter Arndt Haller.
Der Online-Konzern argumentiert den Kritiken zum Trotz, dass es bei der neuen Straßenansicht nur um die faszinierende Möglichkeit gehe, sich fremde Städte anzusehen. Aber wie funktioniert nun dieser Dienst genau?
Über den Link maps.google.de gelangt man zur Karte und über das Suchfeld kann man einen beliebigen Ort weltweit suchen. Sofern für diesen Ort "Street View" verfügbar ist, leuchtet oben links über dem Zoom-Balken ein gelbes Männchen auf.
Per "Drag and Drop" kann das Männchen mit der Maus genommen werden, anschließend leuchten alle verfügbaren Straßen mit "Street View" blau auf. Nun kann das Icon auf eine gewünschte Straße gezogen werden, von der im Anschluss ...
... die 360-Grad-Sicht angezeigt wird. Auf dem Bild sind wir auf der Tower Bridge in London gelandet. Linien und Pfeile auf den Straßen ermöglichen eine Navigation und Fortbewegung im "Street View" Modus. Neben London können ...
... so zahlreiche Sehenswürdigkeiten erkundet werden. Man kann durch die Steine im englischen Stonehenge wandern, ...
... den Eifelturm in Paris bewundern, ...
... das Colosseum in Rom umrunden und ...
... den Trubel am Times Square in New York bestaunen.
Zu besonderen Anlässen bietet Google auch passende Informationen an. So können Nutzer zu Olympia 2010 in Vancouver die Abfahrtspisten der Ski-Wettbewerbe oder die Skisprungschanzen virtuell erkunden.
Bisweilen erhält Google von Eigentümern privater Attraktionen die Genehmigung zur Veröffentlichung von Bildern in "Street View". So beispielsweise Bilder aus dem Disneyland Paris.
Und auch weltbekannte Plätze wie die Sterne des Hollywood Boulevard in Los Angeles, ...
... die Oper in Sydney, ...
... der Ocean Drive in Miami oder ...
... ein Tempel im japanischen Kyoto können per Mausklick besucht werden. Kurios und teilweise peinlich können allerdings die Aufnahmen der Google-Bilder für einige Passanten werden ...
Diese beiden wollten vielleicht nicht bei Ihrem Besuch eines Sexshops in Amsterdam aufgenommen werden.
Ebenso wenig wie wohl diese junge Dame, die neugierig dem Google-Fotowagen hinterher schaut, scharf auf ein Foto war. Derartig peinliche und lustige Street View Bilder, die während der Google-Aufnahmen geschossen wurden, machen im Internet ihre Runden.
Die automatische Gesichtserkennung der Google-Software stößt manchmal auch an ihre Grenzen, wie zum Beispiel bei diesem Poster der Band "U2". Oder sind etwa nur Bono und The Edge wichtig?
Auch Unfälle passieren während der Aufnahmen. Wenn allerdings Tote oder Schwerverletzte zu sehen sind, nimmt Google diese Bilder von der Seite.
Google selbst beweist auch Humor und versteckt so genannte "Easter Eggs" in den Aufnahmen. Hier haben sie beispielsweise einen lebensgroßen "Pegman", das Icon des Dienstes, vor dem Hafen in Rotterdam platziert.
Ein Blick in die neuartige Panorama-Welt von Googles "Street View" lohnt sich also auf jeden Fall. Sei es zum Erkunden des gebuchten Urlaubsortes, oder zur Suche nach kuriosen Bildern. Mal schauen, was auf den deutschen Aufnahmen zu finden sein wird.
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In diesen Tagen steht Barcelona ganz im Zeichen von Smartphones, Handys und mobilen Diensten. Die weltgrößte Handymesse "Mobile World Congress" (MWC) zeigt Trends und kommende Geräte der Mobilfunkbranche.
Zentrales Thema vieler Hersteller sind Smartphones. Kleine kompakte Alleskönner die mit zahlreichen Apps je nach Belieben erweitert werden können. Rund um das Messegelände sorgt insbesondere der Hersteller ...
... Samsung mit zahlreichen großflächigen Plakaten für Aufmerksamkeit. Thomas Richter, Executive Vice President, stellt hier das neue Smartphone "Wave" vor. Das kommende Flagschiff ...
... besitzt ein Touchscreen mit der neuen Super-Amoled genannten Technik. Dieses sorgt für eine gestochen scharfe und ruckelfreie Darstellung auf dem 3,3-Zoll-Display.
Im Inneren sorgt ein Ein-Gigahertz-Chip für ausreichend Rechenleistung für das installierte Betriebssystem und zusätzlich aufspielbare Apps.
Dem Nutzer ist eigentlich egal, welches Betriebssystem auf dem Handy installiert ist, Hauptsache man kann problemlos telefonieren und mit dem Handy arbeiten. Wichtig wird das Betriebsystem jedoch ...
... bei der Möglichkeit für erweiterbare Zusatzprogramme, sogenannte Apps. Diese sind an das jeweilige Betriebssystem und dessen App-Datenbank gebunden.
Eine Lösung für dieses Problem stellen Nokia und Intel mit ihrem Projekt "MeeGo" auf dem MWC vor. Die neue Software soll als offene Plattform die Vernetzung und Optimierung der Benutzerfunktionen unterschiedlicher Geräte ermöglichen.
Ein weitere wichtiger Trend auf dem MWC 2010 ist die Gratis-Navigation fürs Handy. Das Navigations-Handy "Garmin-Asus Nüvifon" wurde bereits vor zwei Jahren vorgestellt und soll jetzt endlich ab Mai in die Läden kommen.
Das Android-Handy "nüvifone A50" soll die wesentlichen Navigationsfunktionen der mobilen Garmin-Navis bieten - wie Fahrspurassistent mit Kreuzungsansicht, Abbiegehinweise oder Straßennamen mit Sprachausgabe.
Spannend bleibt, wie andere Hersteller wie BlackBerry mit dem Thema umgehen. Der Hersteller stellt auf dem MWC sein neues Smartphone "Storm 2" vor, welches mit seinem Touchscreen deutlich besser auf Berührungen reagieren soll als der Vorgänger.
Sony Ericsson präsentiert das neue "Xperia X10 mini". Ein Smartphone mit absoluten Mini-Maßen: Das Android-Handy mit GPS-Empfänger misst ...
... gerade mal 8,3x5x1,6 Zentimeter und wiegt 88 Gramm. Sein Bildschirm bringt es auf eine Diagonale von 6,5 Zentimeter.
Und auch Microsoft kommt mit einem Update seines Windows Mobile Betriebssystems zur Handymesse - der Version 7. Diesmal will Microsoft alles richtig machen. Erstmals gibt es für das Smartphone Angebote von "Zune" (Musik & Video) und "Xbox Live" (Spiele).
Die Bedienoberfläche wurde deutlich übersichtlicher gestaltet. Laut Microsoft ist es via Windows 7 sehr einfach, soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter per Handy zu nutzen, Fotos ins Internet hochzuladen oder Office-Dokumente zu bearbeiten.
Der Mobile World Congress in Barcelona zeigt, dass mobile Smartphones zunehmend zu vollwertigen Rechnern werden. Außerdem besitzt der Markt mit Apps ein enormes Potential, dem sich die Hersteller mit ihren verschiedenen Betriebssystemen stellen müssen.

(N24, Danilo Brandt)

02.03.2010 17:06 Uhr

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