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Fußball: Länderspiel

Schwache DFB-Elf versagt im WM-Test

Im Länderspiel gegen Argentinien trat die DFB-Elf verunsichert und ideenlos auf. Die Niederlage war vorprogrammiert. Über das 0:1 konnte das Team von Jogi Löw am Ende sogar noch froh sein.

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WM-Test in München: Die Deutschen Miroslav Klose (M) und Bastian Schweinsteiger (r) im Zweikampf mit dem Argentinier Jonas Gutierrez (l).
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Diego Maradona: Am Ball ein Genie, doch außerhalb des Fußballplatzes hat Argentiniens Ausnahme-Fußballer viele Niederlagen hinnehmen müssen.
Die Liste der Titelerfolge ist lang: Weltmeister, Serienmeister und UEFA-Cup-Sieger. In den 1980er Jahren gehört der 166 cm große Argentinier zu den populärsten Fußballern.
Mit 16 Jahren bestreitet der am 30. Oktober 1960 geborene Diego Armando Maradona sein erstes Länderspiel. Mit 18 Jahren zählt er bereits zur Weltklasse.
Nach der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien wechselt er mit 22 Jahren nach Europa zum FC Barcelona. Hier wird Maradona aber nicht glücklich, nicht auf dem Fußballplatz und nicht außerhalb.
Mit seinem Wechsel 1984 nach Italien zum SSC Neapel beginnen seine besten Fußballer-Jahre. 1986 folgt der Höhepunkt: Mit der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft gewinnt er die Weltmeisterschaft in Mexiko.
Am legendärsten sind seine beiden Tore im Viertelfinalspiel gegen England. Das erste Tor befördert er regelwidrig mit Hilfe seiner Hand über den englischen Torhüter Peter Shilton ins Netz. Danach spricht er von "der Hand Gottes", die das Tor erzielt hat.
Den zweiten Treffer erzielt er nach einem atemberaubenden Dribbling über den halben Platz. Dieser Treffer wurde 2002 von der FIFA zum "WM-Tor des Jahrhunderts" gewählt.
Gegen Ende seiner Laufbahn beginnt sein Image als Fußball-Gott zu bröckeln. 1991 wird ihm bei einer Dopingprobe die Einnahme von Drogen nachgewiesen. Nach dem Rauswurf beim SSC Neapel wird er in Argentinien wegen seines Drogenkonsums verhaftet.
1992 wagt er sein Comeback beim FC Sevilla. Bei der WM 1994 feiert er seine Rückkehr in die argentinische Nationalmannschaft.
Doch nach der Vorrunde ist bereits Schluss, weil er wegen nachgewiesenen Dopings vom Turnier ausgeschlossen wird. Insgesamt wird er für 15 Monate von der FIFA gesperrt.
In dieser Zeit versucht sich Diego Maradona als Trainer bei zwei argentinischen Zweitligisten. Seine Trainerbilanz fällt aber erfolglos aus.
1995 kehrt er noch mal als Spieler zurück. Doch seine Leistungen sind mehr als mangelhaft und der Drogenkonsum zeigt deutliche Spuren in der Kondition und dem Aussehen des einstigen Superstars.
In die argentinische Nationalmannschaft kehrt er nicht mehr zurück. Nach 91 Länderspielen, 21 WM-Einsätzen und acht Toren bei vier Weltmeisterschaften hängt Maradona das weiß-blaue Trikot an den Nagel.
Es folgt ein Hin und Her an Abschieden und Comebacks. 1996 versucht der mittlerweile schwer kokainabhängige Maradona in einer Schweizer Klinik den ersten Drogenentzug.
Im Jahr 1997 meldet sich Maradona zum zweiten Mal auf dem Rasen zurück. Doch nur nach sechs Wochen wird er wieder bei einer Dopingprobe erwischt.
Schlagzeilen bekommt Maradona nicht mehr durch fußballerische Erfolge. In den Medien wird mehr über seine Drogensucht und Fettleibigkeit berichtet.
Dafür sieht man ihn mal im Boxring …
… oder auf dem Golfplatz.
Äußerlich ist der einstige Fußballstar nicht mehr zu erkennen. Die Spuren seines ausschweifenden Lebens zeigen deutliche Spuren.
Folge dessen ist im Jahr 2000 ein Herzinfarkt, von dem er sich bei einem Urlaub auf Kuba zu erholen versucht.
Hier schließt er auch Freundschaft mit Fidel Castro.
Sogar das Aussteigen aus dem Auto bereitet dem ehemaligen Dribbelkönig sichtlich Beschwerden.
Im August 2004 wird es ernst um sein Leben: Wegen hohen Blutdrucks, Atemnot und einer Lungenentzündung wird er in eine Klinik eingeliefert. Gerüchte, dass es sich erneut um die Folgen einer Überdosis Kokain handeln würde, werden von der Familie dementiert
Auch privat geht es bergab: 2004 wird seine Ehe mit Claudia Villafañe nach 15 Jahren geschieden.
Nach einer Entziehungskur unterzieht sich Maradona einer Magenverkleinerung, um sein chronisches Übergewicht zu bekämpfen. Immerhin speckt er von 123 auf 73 Kilogramm ab.
So langsam erholt sich Maradona von seinen Eskapaden.
Im August 2005 moderiert er eine eigene Fernsehshow: La Noche del 10 (Die Nacht der Nummer 10). In dieser Show, die bis Ende des Jahres im argentinischen Fernsehen läuft, spricht Maradona mit Prominenten und Fußballspielern aus aller Welt.
Sogar ein alter Freund ist zu Gast: Kubas-Staatschef Fidel Castro, …
… mit dem er eine Leidenschaft teilt: Fußball.
Maradona macht keinen Hehl draus, dass er ein Fan von Castro ist.
Sein Show-Talent beweist er auch als Tänzer.
Der Kult um Maradona kennt nach den vielen Skandalen trotzdem kein Ende. Es gibt ein Maradona-Musical oder …
… ein Maradona-Museum.
Seine Verehrung für neue Fußball-Götter zeigt er gerne.
Sogar Maradonas Leben wird verfilmt, Material gibt es ja genug: Regisseur Emir Kusturica widmet Maradona einen eigenen Dokumentarfilm "Maradona by Kusturica".
Inzwischen ist er wieder zurück bei seiner alten Bestimmung, dem Fußball. Maradona ist argentinischer Nationaltrainer. Bisher kann er aber keine Erfolge als Trainer verzeichnen.
Die argentinischen Gauchos stehen in jedem Fall hinter ihm.
Man kann nur hoffen, dass Maradona nicht so schnell wieder die Trainerbank verlässt, …
… sondern für neue Erfolge in der argentinischen Nationalmannschaft sorgt.
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Deutschland qualifiziert sich als klarer Gruppensieger, ungeschlagen für die Fußball WM 2010. Russland spielt in der Relegation.
Aus Europa haben sich zudem bisher folgende Mannschaften direkt qualifiziert: Dänemark, Schweiz, Slowakei, Deutschland, der Europameister Spanien, England, Serbien, WM-Titelverteidiger Italien und auch die Niederlande sind dabei.
Aus Afrika haben sich qualifiziert: Gastgeber Südafrika sowie Ghana und die Elfenbeinküste.
Aus der Nord- und Mittelamerika-Gruppe spielen die USA, Mexiko und Honduras sicher in Südafrika. Costa Rica als Viertplatzierter muß noch in die Play-Offs. Gegner ist dort der Fünftplatzierte Südamerika Vertreter Uruguay.
Die Play-off-Spiele in Europa für die WM-Qualifikation bestreiten: Portugal, Griechenland, Slowenien, Russland, Bosnien-Herzegowina, Ukraine, Frankreich und Irland.
Aus Südamerika haben sich vier Mannschaften bereits qualifiziert: Rekordweltmeister Brasilien, Chile, Paraguay und auf dem letzten Drücker Argentinien.
Aus Asien fahren die "Socceroos" aus Australien sowie Japan, Südkorea und dessen Nachbar Nordkorea nach Südafrika.
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Die WM-Partien in Südafrika werden in zehn Stadien ausgetragen: Zwei davon stehen in Johannesburg, die anderen in acht weiteren Gastgeberstädten.
Soccer City in Johannesburg: Nachdem das ursprüngliche Stadion abgerissen wurde, entsteht nun auf seinem Fundament eine neue, größere Arena. Hier wird das Finale der WM 2010 steigen, ...
... bei dem etwa 94.700 Fans dabei sein können.
Das zweite Stadion in Johannesburg ist Ellis Park. Es wurde 1928 zunächst als Rugbystadion erbaut, 1982 dann abgerissen und ausschließlich für Rugbyspiele wieder neu gebaut.
Nun wird es aber auch für die Fußball-WM genutzt. Nur kleine Umbauten waren nötig, so dass bereits beim Confed Cup im Juni 2008 Spiele dort ausgetragen werden konnten.
Bloemfontein ist die Hauptstadt der Provinz Freestate und die sechstgrößte Stadt Südafrikas. Die WM-Spiele werden hier im Free-State-Stadion stattfinden.
Die Zuschauer können sechs Spiele von etwa 48.000 Plätzen aus verfolgen.
Architekt Robert Hormes, Projektleiter für den Bau von Kapstadts WM-Stadion, auf der Baustelle. Er hat im Auftrag des deutschen Architekturbüros Von Gerkan, Marg und Partner wesentlichen Anteil ...
... an der Gestaltung der hochmodernen Sportarena, die in Kapstadts Vorort Green Point errichtet wird.
Die Fans werden dort nur wenige Meter vom Ozean entfernt sein, mit der eindrucksvollen Kulisse der Kapstädter Berge im Hintergrund.
Nach der Fertigstellung kann das Green-Point-Stadion rund 70.000 Fans beherbergen.
Das Nelson-Mandela-Bay-Stadion ist für 46.000 Zuschauer ausgelegt und steht in Port Elizabeth. Es verfügt über 150 VIP- und 60 Business-Logen.
Das moderne Stadion wurde ebenfalls unter Federführung des deutschen Architekturbüros gebaut.
Beim Errichten mussten besonders die Witterungsbedingungen der Gegend beachtet werden. Das Dach dient nicht nur dem Schutz vor Regen, ...
... sondern soll vor allem auch den häufig auftretenden Wind abhalten.
Diese Grafik von R&L Architects Interiors zeigt das Mbombela Stadion in Nelspruit.
Es liegt ca. 7 Kilometer vom Stadtzentrum und 12 Kilometer vom Flughafen Kruger-Mpumalanga entfernt.
Das Stadion hat seinen Namen von der Kommune, zu der auch die Stadt Nelspruit gehört. Mbombela bedeutet wörtlich "viele Menschen zusammen auf kleinem Raum".
Die Architekten haben die klassische Form eines abgerundeten Rechtecks gewählt, so dass allen Zuschauern beste Sicht garantiert ist.
Durban: Das Moses-Mabhida-Stadion wird an der Stelle errichtet, wo früher das inzwischen abgerissene King's-Park-Stadion stand.
Optisch wird es von zwei großen Stahlbögen geprägt, die das gesamte Stadiondach überspannen.
Mit seinen drei Rängen wird es Bestandteil des King-Park-Sportzentrums in Durban, in dem man auch Rugby oder Golf spielen kann.
Das Stadion wird nach der Fertigstellung eine Kapazität von mindestens 70.000 Plätzen haben. Damit ist es das zweitgrößte der fünf neu gebauten WM-Arenen.
Rustenburg: Der Royal Bafokeng Sports Palace wurde nach dem Volk der Bafokeng benannt, das im Gebiet rund um Rustenburg lebt.
Zur WM 2010 können hier rund 42.000 Ballhungrige Platz nehmen.
Das Peter-Mokaba-Stadion in Polokwane ist mit 45.000 Plätzen eine der kleineren Arenen, die für die Fußball-WM komplett modernisiert und ausgebaut werden. Benannt ist das Stadion nach dem bedeutenden afrikanischen Politiker Peter Mokaba.
Pretoria: Die offizielle Hauptstadt der Republik Südafrika empfängt zur WM 2010 Fußballanhänger aus aller Welt im Loftus-Versfeld-Stadion.
Es ist bereits erprobt in der Austragung wichtiger Sportveranstaltungen, denn ...
... es gehörte zu den vier Austragungsorte des Konföderationen-Pokals. Kapazität: 52.000 Plätze.
Obwohl noch nicht alle Stadien fertig sind: Nach Ansicht von FIFA-Präsident Sepp Blatter ist Südafrika ...
... technisch bereit für die WM. "Ich bin stolz - und auch Südafrika kann stolz darauf sein - dass die technischen Anlagen bereit sein werden; daran gibt es keinen Zweifel", sagte er in einem Interview des südafrikanischen Fernsehsenders SABC1.
Damit kann die Vorfreude auf Südafrikas Fußballfest ja weiter steigen.
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Egal ob klein oder riesig, alt oder neu: Erst die richtige Atmosphäre ...
... macht aus einem simplen Fußballstadion einen Vereinstempel, ein Freudenhaus der Fans, ein Kultstadion. N24.de stellt Sie Ihnen vor - Spielstätten wie das legendäre Anfield Stadium.
Der Inbegriff des Fußballstadions: Gänsehaut pur, von der 1. bis zur 90. Minute. Pausenlose Anfeuerung der heimischen "Reds" und der Fußballsong überhaupt "You'll never walk alone" - da wird selbst Oma Kasulke zum Liverpool-, ähm Fußballfan.
Ein weiteres Stadion mit Kultcharakter steht ebenfalls auf der Insel. Das Old Trafford in Manchester. Mehr als 76.000 Fans passen auf die Ränge, die ausschließlich mit Sitzschalen bestückt sind. Bald sollen es 95.000 sein, damit auch ...
... der Nachwuchs-"Red Devil" seinen Platz findet.
Das Arsenal Stadium in London ist eigentlich ...
... nur als "Highbury" bekannt. Arsenal London spielte hier. Sein kleines Spielfeld (100×67 Meter) war eine Besonderheit. Es fasste 38.500 Zuschauer und verfügte nur über Sitzplätze. Als es zu klein für den ...
... ständigen Champions-League-Teilnehmer Arsenal wurde, entstand das Emirates Stadium. Knapp 60.000 Fans passen rein, es ist nach Wembley und Old Trafford die drittgrößte Arena in England. Aber den Kultstatus des Highbury, dem Nick Hornby ...
... mit "Fever Pitch" gewissermaßen ein Denkmal gesetzt hat, muss es sich erst erarbeiten. Arsene Wenger, Arsenal-Übertrainer, wird dabei helfen. Beim Bau des Emirates beteiligte er sich aber nicht. Das ist in Deutschland schon anders: ...
... Da packen Fans, Trainer und Vorstand schon mal handwerklich mit an, wenn das Geld nicht so locker sitzt. Beispiel gefällig? 1. FC Union Berlin. Die Spielstätte der "Eisernen", die "Alte Försterei", 1920 eingeweiht, musste modernisiert ...
... werden. Um Geld zu sparen, griffen rund 2.000 Unioner zu Maurerkelle und Schweißgerät und zauberten die "AF" zu einem ...
... modernen Schmuckkästchen. Von den derzeit knapp 20.000 Plätzen sind etwa 17.500 zum Stehen gedacht. Das sorgt für die nötige Stimmung. Die komplette Überdachung sorgt dafür, dass die Fans im Trockenen stehen und sich voll und ganz ...
... auf die Unterstützung ihres Teams konzentrieren können - und das in einem "wunderschönen, liebevoll sanierten Altbau in bester Lage". Und niemals vergessen ...
... "Eisern Union!".
Union Berlin wird oft als "St. Pauli" des Ostens bezeichnet, eine Fanfreundschaft existiert auch. Kein Wunder bei der einzigartigen Stimmung am "Millerntor".
Die "Stadion-Perle" fasst derzeit etwa 23.000 Zuschauer. Die Mischung macht's: Da steht der Lude neben dem Beamten. Da sitzt die Rentnerin neben einem Türsteher und der Kiffer neben dem Großbürgerlichen aus gutem Haus. Aber spätestens wenn AC/DCs ...
... "Hells Bells" erklingt und die Pauli-Mannschaft ins Stadion einläuft, vereint sie alle die kollegiale Gänsehaut. Bleibt nur zu hoffen, dass ...
... das "neue" Millerntor - das Stadion wird seit 2006 erweitert - auch eine Stimmungskanone bleibt.
In Aachen müssen sich die lautstarken Fans der Alemannia gar an ein völlig neues Wohnzimmer gewöhnen. Der altbekannte Tivoli ist nicht mehr. Mit einem Sieg gegen Werder Bremen wurde er gewissermaßen zu Grabe getragen.
Eng, voll, nah am Spielfeld: Da werden die Fans zum wichtigen "12. Mann". Unvergessen: Die "Streichholzparade" - wenn bei Abendspielen das Flutlicht kurz ausgeschaltet wurde und ...
... angezündete Streichhölzer und Feuerzeug-Flammen die Fußballarena in ein Lichtermeer verwandelten. Tja, die Aachener Fans wissen, worauf es ankommt. Jetzt wird umgezogen - in ...
... den "neuen" Tivoli. Seit Mitte 2008 entsteht die neue Heimstätte unweit des "alten" Tivoli und soll ...
... mit Beginn der Saison 2009/2010 die neue Heimat von Alemannia Aachen werden. Für Groundhopper ein Muss!
Groundhopper sollten aber auch einen Abstecher nach Dortmund machen. Dort steht quasi der "Tempel des BVB-Kults".
Früher Westfalenstadion, hört das größte Stadion Deutschlands, in dem etwas mehr als 80.000 Fans Platz haben, heute auf den Namen Signal-Iduna-Park. Aber was soll's: Die "gelbe Wand", eine Stehplatz-Tribüne mit 24.454 Plätzen, sucht in Europa ...
... ihresgleichen. 24.454 Fans, die ununterbrochen ihre Mannschaft zum Sieg schreien wollen - vor allem wenn es gegen den Lieblingsggener Schalke 04 geht.
Da ist Stimmung in der Bude bei Deutschlands heißestem Derby. Dann lernen selbst ...
... die Kleinsten: "Schalke schlagen is dat schönste uffe Welt!.
Die "Königsblauen" sehen das natürlich anders. Aber auch Schalke 04 besitzt ein echtes Schmuckstück für seine Heimspiele.
Die Arena "AufSchalke" ist allerdings kein reines Fußballstadion, sondern eine Mehrzweck-Arena. Da wird auch schon mal Biathlon betrieben oder geboxt. Die Stimmung in der knapp 61.000 Zuschauer fassenden "Turnhalle" (das Dach und der Rasen sind ...
... fahrbar) kann sich dennoch problemlos mit der in Dortmund messen. Das mittlerweile "Veltins-Arena" heißende Stadion wurde 2001 nach knapp dreijähriger Bauzeit fertiggestellt und ersetzte damit ...
... das Parkstadion als Heimspielort des FC Schalke 04. Die "Schaaalke, Schaaalke"-Rufe sind seitdem noch etwas lauter geworden.
Etwas kleiner, aber nichtsdestotrotz ein Kultstadion: Die Bielefelder Alm.
Zwar sind von 27.300 Plätzen knapp 20.000 Sitzplätze, der Stimmung tut das aber keinen Abbruch - vor allem wenn der Gegner VfL Bochum heißt, geht es in der ...
... seit 2004 heißenden Schüco-Arena heiß her. Seit Mitte der 90er gibt es eine, mal mehr mal weniger gesunde, Rivalität. Die Bochumer indes ...
... waren lange stolz, dass ihr Ruhrstadion einfach Ruhrstadion hieß. Mittlerweile firmiert es unter Rewirpower-Stadion, was der Stimmung in dem kleinen und kompakten, aber mit steilen Rängen versehenen Viereck keinen Abbruch tut. Wenn mal nichts ...
... los sein sollte, steht der VfL wohl im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Aber sonst gilt: Abstiegskampf (oder Aufstiegskampf) und dazu am besten noch Flutlicht, garniert mit einer Currywurst und heimischem Bier und fertig ist der Kultstadion-Besuch!
Fußballkult direkt, ohne Schnickschnack, ohne Show? Ab ins Georg-Melches-Stadion an der Hafenstraße in Essen! Spielstätte des Viertligisten Rot-Weiss Essen. 18.500 Stehplätze bei einem 22.500er Fassungsvermögen hätten eine höhere Spielklasse verdient.
Borussia Mönchengladbach hatte lange Zeit den "Bökelberg". Eine Institution. Mehr Tradition in der Bundesliga ging fast nicht: Deutsche Meisterschaften wurden hier gefeiert, ebenso wie die Frisur von Günther Netzer.
Aber auch für die Borussen-Fans hieß es irgendwann Abschied nehmen von ihrer guten Stube. Am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel dort statt. Borussia besiegte dabei den TSV 1860 München mit 3:1. Das letzte Tor erzielte Arie van Lent.
Danach wurde das Bökelbergstadion abgerissen. Die "Fohlen" mussten umziehen und spielen heute im Borussia-Park. Das Stadion - 2004 eröffnet, Fassungsvermögen über 54.000 Zuschauer - bietet immerhin ...
... mehr als 16.000 Stehplätze.
Was den Gladbachern ihr "Bökelberg" war den Frankfurtern ihr "Waldstadion". Es war nicht perfekt, weil nicht ganz wasserdicht, aber man konnte dort Fußball leben und Stars wie Lajos Detari, Uwe Bein, Tony Yeboah oder Jay-Jay Okocha bewundern. Doch ...
... dann kam die Fußball-WM 2006 und ein neues Stadion, eine Arena mit Dach sollte her. Heute heißt das Waldstadion ...
... Commerzbank-Arena, hat ...
... ein bewegliches Dach, und ist immer ...
... noch nicht perfekt, will heißen wasserdicht. Beim Confed-Cup 2005 hielt das Dach den Regenmassen nicht ganz stand. Doch irgendwie sympathisch, oder? Eines hat sich auch mit der neuen Arena nicht geändert: Die Fans ...
... der Eintracht sind die lautesten und einfallsreichsten der Liga, ihr Ruf ist weithin legendär. Das ...
... weiß man auch auf dem "Bieberer Berg", wo die Offenbacher Kickers spielen. Quasi das Schalke 04 von Eintracht Frankfurt. Das Stadion ist noch ein Stadion. Egal ob man sitzt oder steht: Man hat das Gefühl, die Tribünen vibrieren, wenn der OFC gewinnt.
Einst war der "Berg" für seine bengalischen Feuer berühmt. Die sind mittlerweile in allen deutschen Stadien verboten. Dennoch: Hier kann man Fußballtradition noch riechen und schmecken.
Kein Wunder, dass der damalige Fußball-Weltmeister Brasilien vor der WM 2006 sein einziges öffentliches Training im Stadion am Bieberer Berg hatte. Wer dabei war, wird's nie vergessen!
Für das 1921 erbaute Stadion und für die Fans bleibt nur zu hoffen, dass der OFC auch bald wieder höher als in der 3. Liga spielt.
Hier schnürte Fritz Walter schon seine Töppen: Wer sich nach Kaiserslautern aufmacht, den Betzenberg hinauf zum Fritz-Walter-Stadion, weiß, was es heißt, ...
... ein "Roter Teufel", ein Lautern-Fan zu sein. Hier schlägt das "Herz der Pfalz".
Kaiserslautern hat knapp 100.000 Einwohner. Da scheint ein Stadion mit 48.500 Plätzen etwas überdimensioniert, fast größenwahnsinnig. Aber in der Pfalz bedeutet Heimatverbundenheit eben noch etwas.
Selbst in der 2. Liga, in der der 1. FC Kaiserslautern derzeit spielt, kommen rund 34.000 Zuschauer im Schnitt - europaweit einzigartig.
Und wehe, wenn sie losgelassen!
In der Millionenstadt Hamburg darf das Stadion mit 57.000 Plätzen noch etwas größer ausfallen.
Wer in der obersten Reihe der Arena Platz nimmt, sollte ein Fernglas mitnehmen. Dann lassen sich hervorragend Taktik und Spielweisen der Teams analysieren.
Die Fans sind, ganz untypisch für Norddeutsche, gar nicht unterkühlt. 10.000 Stehplätze sorgen dafür, dass auf den Rängen die Lutzi abgeht. Ein Ausbau auf 61.000 Plätze beginnt zum Jahreswechsel. Fehlt eigentlich nur noch der FC St. Pauli als Gegner.
Das "Grünwalder Stadion", eigentlich Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße, gehört zu 1860 München wie der Alkohol zum Stadionbier. Hier feierten die "Löwen" einst ihre Fußballfeste und immerhin eine Meisterschaft (1966).
Heute spielt nur noch die 2. Mannschaft der "Löwen" an der Grünwalder Straße.
Die analoge Anzeigetafel erinnert an die guten alten Zeiten.
Kein Wunder, dass die Fans ihrem "Sechz'ger-Stadion" nachtrauern. Heutzutage ...
... müssen sich die "Blauen" mit den ungeliebten "Roten", dem FC Bayern München, ein Stadion teilen. Wobei Stadion eigentlich der falsche Ausdruck ist: Die Allianz-Arena ist zwar riesig (69.901 Plätze machen sie zur Nr. 3 in Deutschland), Stimmung ...
... kommt in dem "Schlauchboot" oder "Autoreifen" genannten Rund aber nur auf, wenn die "Großkopferten" Bayern gegen noch "Großkopfertere" spielen, wie den AC Mailand, Manchester United oder den FC Barcelona.
Kein Wunder, dass Ex-Manager Uli Hoeneß etwas neidisch nach Barcelona schaut.
Dort steht das Camp Nou, Heimstätte des aktuellen Champions-League-Siegers. Das Stadion gilt als eines der stimmungsvollsten Europas. Mit einstmals 120.000 Zuschauern und derzeit knapp 98.000 ist es das größte Stadion Europas und schon allein ...
... deshalb Kult. Nach einem Umbau durch den Stararchitekten Norman Foster sollen weitere 10.000 Plätze hinzukommen.
Bleibt nur noch das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro. Zur Fußball-WM 1950 gebaut, sollen damals 200.000 Menschen das Gruppenspel Brasilien-Uruguay gesehen haben. Heute fasst es 96.000 Zuschauer und ist WM-Stadion 2014.
Dafür wird es mondernisiert und bleibt zwei Jahre für den regulären Spielbetrieb geschlossen. Eine bittere Pille für Groundhopper.

Große Ernüchterung 100 Tage vor dem WM-Start: Die deutsche Nationalmannschaft hat im wichtigsten Test vor dem Turnier in Südafrika gegen Argentinien eine verdiente 0:1 (0:1)-Pleite kassiert. Gonzalo Higuain erzielte in der 45. Minute den entscheidenden Treffer gegen eine lange Zeit ohne Mut und Ideen auftretende DFB-Elf. Von der unsicheren Nummer 1 René Adler über die schwachen Verteidiger Jerome Boateng und Serdar Tasci bis hin zur harmlosen Offensive zeigte sich keiner der deutschen Südafrika-Kandidaten in WM-Form. Für Bundestrainer Joachim Löw bleiben nach der ersten Niederlage nach zehn Spielen weiter viele Baustellen offen.

Wie schon vor vier Jahren nach dem ernüchternden 1:4 gegen Italien unter Jürgen Klinsmann, der gegen die Argentinier unter den 65.152 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Münchner Stadion saß, muss der Bundestrainer ganz auf die unmittelbare Turniervorbereitung von Mitte Mai an setzen. Symptomatisch für das deutsche Spiel: Der eingewechselte Cacau prüfte in der 76. Minute erstmals den ansonsten beschäftigungslosen argentinischen Schlussmann Sergio Romero. In den letzten Minuten feierten sogar die deutschen Fans jeden Ballkontakt der spielstarken Argentinier unter Trainer Diego Maradona.

Großer Respekt auf beiden Seiten

Von Beginn an war zu erkennen, dass das Duell der beiden internationalen Schwergewichte ein Ergebnis-Spiel werden sollte. Die Teams begegneten sich mit großem Respekt. Zunächst scheuten auch die südamerikanischen Kreativ-Künstler das letzte Risiko. Löw hatte seiner Elf im ersten Länderspiel des Jahres und dem wichtigsten WM-Test eine extreme Sicherheitstaktik verordnet, um das schnelle Offensivspiel der Argentinier zu verhindern. Wie schon zuletzt in den beiden entscheidenden EM-Qualifikationsspielen gegen Russland setzte der 50-Jährige auf ein 4-2-3-1 System mit Miroslav Klose als einziger echter Spitze. Der zuletzt in der Bundesliga glücklose Angreifer erhielt zunächst den Vorzug vor seinem Vereinskollegen Mario Gomez.

Erstmals durfte Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger im zentralen Mittelfeld neben Kapitän Michael Ballack ran. Dafür kam auf der rechten Seite der 20 Jahre alte Münchner Thomas Müller vor seinem Heimpublikum zum Debüt in der DFB-Auswahl. Auch Lukas Podolski, im Trikot des 1. FC Köln seit mehr als 1300 Minuten ohne Torerfolg, erhielt das Vertrauen des Bundestrainers. Doch in einer von Taktik geprägten Anfangsphase konnte sich keiner der Offensiv-Protagonisten in Szene setzen. Der zweimalige Weltmeister Argentinien stand in der Abwehr kompakt und ließ praktisch keine Tormöglichkeiten zu.

Schwachstellen Özil und Klose

Chelsea-Profi Ballack musste viel Defensiv-Arbeit verrichten. Die Kreativ-Abteilung um Schweinsteiger, Podolski und den Bremer Mesut Özil blieb blass - was vor allem daran lag, dass Özil noch immer der starken Form des vergangenen Jahres hinterherhinkt. Auch Klose war die fehlende Spielpraxis anzumerken. Wie verabredet, blieb er zur Pause in der Kabine und wurde durch Gomez ersetzt. So hatten die Deutschen, die erstmals im neuen schwarzen "Auswärts-Trikot" mit weißer Hose und schwarzen Stutzen aufliefen, in den ersten 45 Minuten nicht eine Torchance. Im Gegensatz zur "Albiceleste": Zunächst tanzte Angel di Maria Serdar Tasci und Jerome Boateng aus, traf anschließend aber nur die Latte (38.).

Maradona hatte seine aktuell stärkste Mannschaft auf den Rasen geschickt - und kurz vor der Pause zahlte sich die Überlegenheit aus. Nach einem Stellungsfehler des Bremers Per Mertesacker stürmte Higuain auf Adler zu, der übermotiviert sein Tor verlassen hatte und von dem Real-Madrid-Profi überlaufen wurde. Auf der anderen Seite hätte drei Minuten zuvor ein unmotiviertes Foul von Argentiniens Abwehrmann Nicolas Otamendi an Klose zu einem Elfmeterpfiff führen können - der englische Referee Martin Atkinson ließ weiterspielen.

Cacau mit einziger ernster Torchance

Das Bild änderte sich nach der Pause nur wenig. Lange Zeit hatten die Argentinier das Spiel souverän im Griff. Erst mit den Einwechslungen von Cacau (67. für Özil) und Toni Kroos (67. für Müller) kam etwas mehr Schwung in die Offensive. Der Stuttgarter Cacau prüfte nach 76 Minuten erstmals den argentinischen Schlussmann Sergio Romero, nachdem zuvor Ballack bei zwei schwachen Kopfball-Versuchen das Tor der Gäste nicht in Gefahr bringen konnte. Eine Schrecksekunde gab es für Bayern-Trainer Louis van Gaal. Martin Demichelis musste in der 57. Minute nach einem Zusammenprall mit Ballack verletzt auf einer Trage vom Platz gebracht werden.

(dpa, N24)

03.03.2010 22:57 Uhr

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