Fußball: Testspiele
Viele Große suchen noch nach der Form
Bei den Testspielen am Mittwoch ist deutlich geworden: Nicht nur Löws Elf ist noch nicht warm für die WM. So gibt es etwa auch für England, Frankreich und Italien noch eine Menge zu trainieren.
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England am Boden, Ägypten oben auf: Den Briten gelang es erst spät, die Führung durch BVB-Star Mohammed Zidan umzudrehen.
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Die Fußball-WM in Südafrika kann kommen, der Ball rollen, die Teams sind qualifiziert. Der Titel wird unter 32 Teams ausgespielt. Fußballzwerge sind ebenso dabei wie Fußballgiganten. Wir stellen Ihnen die Teilnehmer vor.
Zu den "großkopferten" Fußballnationalmannschaften zählen beispielsweise die Argentinier, die bislang zweimal Weltmeister (1978, 1986) wurden. 15-mal waren sie Copa América Sieger, einmal Konföderations-Pokalsieger (1992) und ...
... zweimal Olympiasieger. Argentinien qualifizierte sich im Spiel gegen Uruguay (im Bild), was den wahrscheinlich besten argentinischen Spieler aller Zeiten, Diego ...
... Maradona besonders freute. Das Team der Albiceleste steht noch heute in seinem Schatten.
Als stärkste Fußballmannschaft Ozeaniens gilt das australische Nationalteam. Trotzdem ist die Liste der Erfolge, die über den ozeanischen Kontinent hinausgehen, kurz. Nur zweimal haben die Socceroos an der WM teilgenommen (1974 und 2006).
Mit fünf Weltmeisterschaftstiteln ist die brasilianische Fußballnationalmannschaft die weltweit Erfolgreichste. Zuletzt gewann die Seleção die WM 2002 (im Bild).
Das Team Brasiliens konnte als einzige Nationalmannschaft an jeder bisherigen Weltmeisterschaftsendrunde teilnehmen. Sie gewannen den Copa América achtmal und den Konföderationen-Pokal dreimal.
Die chilenische Fußballnationalmannschaft ist eine der erfolgreicheren Südamerikas. Zuletzt nahm Chile 1998 an einer WM teil. Bei der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika landete die Nationalelf überraschend nur einen Punkt hinter Brasilien.
Die Dänische Fußballnationalelf kann einige Erfolge auf internationaler Ebene vorweisen. Dreimal haben sie an Weltmeisterschaften teilgenommen. Zusätzlich waren sie bei allen Europameisterschaften von 1984 bis 2004 dabei.
Die Deutsche Fußballnationalmannschaft ist eine der erfolgreichsten der Welt. Siebenmal hat es die DFB-Auswahl ins Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft geschafft. Dreimal ...
... (1954, 1974 und 1990 - im Bild) trugen die Deutschen den WM-Titel davon, viermal (1966, 1982, 1986, 2002) war Deutschland Vize-Weltmeister. Der ehemalige Nationalspieler Lothar Matthäus (l) ...
... nahm an den meisten WM-Spielen teil. Die Deutsche Nationalelf überholte sogar Brasilien mit elf Halbfinalteilnahmen. Außer in den Jahren 1930 und 1950 war die DFB-Auswahl bei allen Weltmeisterschaften dabei.
Die Fußball-Landesauswahl der Elfenbeinküste, die Ivorische Fußballnationalmannschaft, gewann bei internationalen Turnieren die afrikanische Kontinentalmeisterschaft 1992 und
sie belegten den 4. Platz beim Konföderation-Pokal 1992.
Die englische Nationalmannschaft hat gegenüber den anderen britischen Auswahlteams die meisten Erfolge zu verzeichnen.
1966 holte England im eigenen Land den WM-Titel. Die Nationalelf gewann ganze 34-mal die British Home Championship. Für Südafrika qualifizierten sie sich im Spiel gegen Kroatien (im Bild).
Für die honduranische Fußballnationalmannschaft war der größte Erfolg bis heute die Qualifikation zur Fußball-WM 1982.
Der amtierende Fußball-Weltmeister Italien gewann gegen Frankreich die WM 2006. Die so genannte ...
... Squadra Azzurra gehört zu den erfolgreichsten Nationalmannschaften im Fußball. Vier WM-Siege hat die Nationalelf bereits davongetragen, auch die Fußball-EM hat sie einmal gewonnen.
Die Fußballnationalmannschaft Japans ist seit den 1990ern eine der stärksten Mannschaften Asiens. Sie hat bei der Asienmeisterschaft dreimal den Sieg davongetragen. In der WM-Endrunde stand sie 1998, 2002 und 2006.
Kamerun hat bereits viermal den Afrika-Cup gewonnen, 2002 das letzte Mal. Für die kamerunische Nationalelf bedeutete das Erreichen des Viertelfinales der WM 1990 einen großen Erfolg.
Innerhalb der CONCACAF ist die mexikanische Fußballnationalmannschaft eine der Besten. Mexiko hat bereits fünfmal den Titel des CONCACAF Gold Cup, einmal den des Konföderationen-Pokals und dreimal den der CONCACAF-Meisterschaft geholt.
Ihre größten Erfolge feierte die neuseeländische Fußballnationalmannschaft mit den Qualifikationen zur Fußball-WM 1982 in Spanien, bei der die All Whites aber alle Spiele verloren, und mit der zur WM 2010.
An acht Fußball-Weltmeisterschaften und acht Europameisterschaften nahm bisher die niederländische Fußballnationalmannschaft teil. Sie war das erste europäische Team, das sich für die WM 2010 qualifizierte und zwar ...
... gegen Schottland (im Bild). Die größten Erfolge waren für die Oranje der EM-Titel 1988 und zwei Vizeweltmeisterschaften 1974 und 1978.
Die Super Eagles schafften es zweimal bis ins Achtelfinale einer WM. Die Nigerianische Fußballnationalmannschaft siegte zweimal beim Afrika-Cup und wurde 1996 Olympiasieger. Sie zählt zu den erfolgreichsten Fußballnationalmannschaften Afrikas.
1966 stand die Nordkoreanische Nationalelf bei der WM im Viertelfinale gegen England. Zum ersten Mal seitdem war die Mannschaft 2009 zu einem Freundschaftsspiel in West-Europa und qualifizierte sich überraschend erstmals wieder für eine WM.
Nach Brasilien und Argentinien ist die Paraguayische Nationalmannschaft momentan in Südamerika die drittbeste Mannschaft. Die Nationalelf qualifizierte sich ...
... durch einen Sieg gegen Argentinien für die WM 2010 (im Bild).
Die Schweizer Fussballnationalmannschaft führte Ottmar Hitzfeld zur WM-Qualifikation. Nachdem sie seit den 1960ern jahrelang erfolglos blieben, waren die Qualifikationen für die WM 1994 und die EM 1996 die ersten großen Erfolge.
Die serbische Fußballnationalmannschaft wird von der FIFA und der UEFA als direkter Nachfolger der Jugoslawischen und der Serbisch-Montenegrinischen Fußballnationalmannschaft behandelt.
Die slowakische Fußballnationalmannschaft hatte sich seit 1998 nicht mehr für eine WM qualifizieren können.
Laut der FIFA-Weltrangliste ist das spanische Team zurzeit die zweitbeste Nationalmannschaft der Welt. La Furia Roja (rote Furie) heißen die Fußballer seit sie bei den Olympischen Spiele 1920 überraschend Silber holten.
Das Gastland Südafrika wurde erst vor 15 Jahren wieder in die FIFA aufgenommen. Seitdem konnten sie mit einer souveränen Leistung in Länderspielen überzeugen. Die Bafana bafana („die Jungs“) nahmen an zwei WMs (1998 und 2002) teil.
Die südkoreanische Fußballnationalmannschaft zählt zu den erfolgreichsten asiatischen Mannschaften. Die Fußball-Elf hatte sich seit 1986 durchgehend für die WM qualifiziert und belegte 2002 gegen Japan den 4.Platz.
Die US-amerikanische Fußballnationalmannschaft konnte Mexiko beim CONCACAF Gold Cup 2007 besiegen. 2009 erreichten sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte das Finale des Konföderationen-Pokals.
Mit einem Sieg gegen Ägypten (im Bild) hat sich auch Algerien für Südafrika qualifiziert. Der Afrikameister von 1990 ist damit nach 1982 und 1986 zum dritten Mal bei einer Fußball-WM dabei.
Der größte Torerfolg gelang dem Team 1973 mit einem 15:1 gegen den Jemen. Seine höchste Niederlage musste Algerien 1976 gegen die DDR einstecken (5:0).
Griechenland fährt ebenfalls nach Südafrika. Es ist nach 1994 erst die zweite WM-Teilnahme der Hellenen. Damals schieden sie in der Vorrunde aus. Besser machten sie es 2004 bei der Europameisterschaft.
Trainer Otto Rehagel führte sie damals zu ihrem bisher größten Erfolg: dem EM-Titel. Jetzt greifen sie sogar nach der Welt-Krone.
Ein Hoch auf Otto Rehhagel! Griechenland bezwang in der Europa-Relegation die Ukraine. Ebenfalls im letzten Moment auf den WM-Zug ist ...
... Frankreich aufgesprungen - nach einem Sieg und einem Unentschieden in der Verlängerung gegen Irland. Für die "Grande Nation" ist es bereits die 13. Teilnahme, 1998 wurden "Le Bleus" Weltmeister.
Neben Argentiniens Messi und Brasiliens Kaka ist Portugals Ronaldo der dritte Superstar dieser WM. Sein Heimatland musste zwar auch in die Relegation, bezwang dort aber Bosnien und feiert so seine fünfte WM-Teilnahme. Portugals ...
... Fußballgott Eusebio (l.) wird's freuen.
Zwei WM-Titel hat Uruguay bisher gewonnen. Allerdings liegen die Endspielsiege etwas zurück (1930, 1950). Zwei Vize-Weltmeisterschaften stehen zudem zu Buche. In der Relegation warfen die Charrúas (Himmelblauen) Costa Rica raus.
Superstar der "Urus" ist Athletico-Madrid-Stürmer Diego Forlan.
Eines der Überraschungsteams bei der WM in Südafrika ist zweifelsohne Slowenien. Dank des Bochumer Profis Zlatko Dedic sicherte sich der "Fußballzwerg" gegen Russland in der Relegation die Teilnahme ...
... an seiner zweiten WM-Endrunde nach 2002 (Mannschaftsbild). Das Tean um ...
... Milivoje Novakovic könnte auch bei der WM für Überraschungen sorgen.
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"54 -74 -90 -2010"? Bundestrainer Joachim Löw will wahrmachen, was ihm kaum jemand zutraut. Er will den WM-Pokal nach Deutschland bringen. Folgende Spieler hat er für die Mission Südafrika auserkoren:
Durch den Ausfall von Rene Adler rückt Schalkers Jung-Torhüter Manuel Neuer eine Position nach vorne. Er ist die neue Nummer eins im deutschen Kasten.
Tim Wiese, seines Zeichens Nummer eins bei Bremen, muss auf der Bank Platz nehmen. Auch er hat eine erstklassige Saison gespielt. Für den Sprung ins Tor hat es aber nicht gereicht.
In der Abwehr musste Löw mit Heiko Westermann einen herben Ausfall verkraften. Fest steht: Neu-Kapitän und Bayern-Verteidiger Philipp Lahm ist gesetzt. Ebenso steht wohl fest, dass
... Werder-Schlacks Per Mertesacker in der Innenverteidigung spielt. Doch die Frage, wen Jogi Löw neben ihm spielen lassen wird, ist noch unbeantwortet. Zur Auswahl stehen nicht mehr viele. Da wäre ...
... der Heiko Westermann vom FC Schalke 04. Kurz vor Ende des Trainingslagers in Südtirol muss der eigentlich favorisierte Abwehrmann verletzt aufgeben. Da bleibt eigentlich nur noch ...
...Stuttgarts Abwehrhoffnung Serdar Tasci. Doch der Esslinger türkischer Herkunft ist mit seinen 10 Länderspielen noch reichlich unerfahren.
Dabei ist auch Noch-Hertha-Kapitän Arne Friedrich. Er kann bereits auf rund 70 Länderspiele zurückblicken. Aber der Nationalmannschaftsveteran ist auch ein Kandidat für die rechten Abwehrseite. Doch dort könnte ein anderer Spieler seinen Platz einnehmen:
Der gebürtige Berliner Jerome Boateng. Der 21-jährige Verteidiger liebäugelt mit einem Wechsel auf die Insel.
Dennis Aogo, der beim HSV meist auf der linken Abwehrseite zum Einsatz kommt, ist zwar ein spiel- und kampfstarker Mann, aber noch reichlich unerfahren.
... Andreas Beck von 1899 Hoffenheim? Nach einer mittelmäßigen Saison ist es aber fraglich, ob er mehr als nur ein Backup für die Defensive darstellen wird.
Im Mittelfeld hat Jogi Löw mit einigen Problemen zu kämpfen: Michael Ballack fällt aus, er kann nach einem Foul von Ghana-Spieler Kevin Boateng nicht mit. Eine bittere Pille für ihn und für die deutsche Elf. Gerade da ...
... auch Stuttgarts Christian Träsch verletzt aufgeben musste. Er hätte womöglich die Rolle Ballacks spielen können. Aus der Traum für den jungen Mann. Da ruhen jetzt in der Defensive alle Hoffnungen auf ...
... Sami Khedira. Mit Anfang 20 hat er schon vieles erreicht: Deutscher Meister, U21-Europameister und nun die Nominierung für sie WM. Er ist Allrounder, zumeist im zentralen Mittelfeld unterwegs.
Einen sicheren Stand hat Bastian Schweinsteiger inne. Nach der besten Saison seiner Karriere ist seine Nominierung keine Frage. Der Mittelfeldmann gehört zu den international erfahrensten im Team und durfte auch schon die Kapitänsbinde tragen.
Arrivierter erscheint auch der mit 21 Jahren zwar noch junge Mesut Özil. Bei Werder eine Wucht und auch im Nationaltrikot oft spitze. Er könnte mit einen anderen Bremer die deutsche Flügelzange geben:
Marko Marin. Nach Bernd Schneider hat Deutschland endlich wieder einen technisch starken Wirbeler auf der offensiven Außenseite. Und torgefährlich ist er auch noch. Doch auf dieser Position hat Löw noch einen anderen jungen Spieler auf dem Zettel:
Ein weiterer Allrounder ist Wolfsburgs Christian Gentner, der im Sommer zum VfB Stuttgart zurückkehren wird. Der Schwabe ist einer, den man immer mal in die Partie bringen kann.
Bayerns Shooting-Star der Saison Thomas Müller. Ob hinter den Spitzen, auf der Außenbahn oder als Stoßstürmer. Der 20-Jährige sorgt jeder Zeit für Wirbel auf dem Platz. Da wäre aber auch noch ...
...der Hamburger Marcell Jansen. Der Ex-Bayern-Profi ist links beheimatet, offensiv begabt, aber auch als linker Verteidiger einsetzbar. Weil er so vielseitig ist, passt er perfekt in einen Turnierkader.
Bayern-Leihgabe Toni Kroos, der bei Leverkusen eine klasse Spielzeit abgeliefert hat (9 Tore, 11 Assists) ist von Joachim Löw benannt worden. Ebenso wie ...
... Offensivkraft Piotr Trochowski. Der beidfüßige Spielmacher vom Hamburger SV ist trotz einer schwachen Saisonleistung mit dabei.
Die Auftritte von Mario Gomez im Nationaldress sind oft glücklos gewesen. Doch Joachim Löw hält große Stücke auf ihn. Ein andere Bayern-Spieler hat, aufgrund der letzten Jahre, wohl die Nase vorn in Sachen Stammplatz:
Miroslav Klose. Der Bayern-Star gehört schon seit langem zum festen Inventar des DFB-Teams. Auch wenn seine Torausbeute mit 3 Treffern in dieser Saison eher mager ausfiel, vertraut Löw weiterhin auf ihn.
Klicken wir uns weiter durch das "Mittelfeld der Jungen und Wilden". Jung und wild, da fallen gleich eine Reihen von Namen, deren Träger allesamt dank guten Leistungen in den letzten Monaten mit zur WM dürfen. Aaron Hunt von Werder Bremen etwa oder ...
21 Tore in 32 Spielen. Diese Trefferquote lässt keine Fragen offen. Mit Stefan Kießling wird bei der WM zu rechnen sein.
Ambitioniert in seine Nationalmannschaftskarriere gestartet ist Cacau, Stürmer beim VfB Stuttgart. Im Schlussspurt der Bundesliga hat er nochmal richtig zugeschlagen (10 Tore in der Rückrunde) und sich die Nominierung verdient.
Und da wäre noch ein letztes Stürmer-Sorgenkind. Lukas Podolski trifft einfach nicht in der Liga. Im weiß-schwarzen Dress dagegen ist er immer für einen Treffer gut. Ob es für die erste Elf am Ende langt, wird sich zeigen.
Bitteres WM-Aus für Rene Adler - Bayers Nummer eins muss unters Messer!
Auch Bayer-Kapitän Simon Rolfes wird nicht mit nach Südafrika reisen. Der 28-jährige hat die WM aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.
Marcel Schäfer vom VfL Wolfsburg muss dem Hamburger Dennis Aogo Platz machen. Der Außenverteidiger hat von Jogi Löw kein Ticket für Südafrika erhalten.
Thomas Hitzlsperger ist aus dem Rennen. Beim VfB gescheitert und bei Lazio Rom nur Bankdrücker.
Nach längerer Verletzung zum Jahresbeginn wieder im Aufbau ist Leverkusens Angreifer Patrick Helmes. Für seinen Club und die Nationalelf hatte er zuvor stets gefährlich wirken können. Wenn er sich reinhängt, dann wird es noch was mit Südafrika.
Einer der in den Planungen von Jogi Löw immer wieder auftaucht, ist der von Robert Huth. Der England-Legionär gilt allerdings nicht gerade als technisch versiert. Er hat daher eher Außenseiter-Chancen auf einen Einsatz bei der WM.
Heimpleiten für deutsche Trainer, Jubel bei den deutschen Vorrundengegnern Australien und Serbien sowie Beinahe-Blamagen für England und Italien: 100 Tage vor WM-Beginn haben besonders einige große Fußball-Nationen ihre Form für das Turnier in Südafrika noch nicht gefunden. Den bittersten Rückschlag mussten die Italiener hinnehmen, die gegen Kamerun nicht über ein müdes 0:0 hinauskamen. Beim 3:1 (0:1)-Erfolg gegen Ägypten in London drehte England die Partie erst spät. Für Frankreich konnte auch Rückkehrer Franck Ribéry die 0:2 (0:2)-Niederlage im Prestigeduell gegen Spanien nicht verhindern.
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Seit 42 Jahren gewann der Europameister dank der Treffer von David Villa (21. Minute) und Sergio Ramos (45+1.) erstmals wieder bei den Franzosen. Für England sorgten Peter Crouch (56./79.) und Shaun Wright-Phillips (74.) für die Entscheidung gegen Ägypten. Den Afrika-Cup-Gewinner hatte der Dortmunder Mohamed Zidan (23.) in Führung gebracht.
Griechenlands Coach Otto Rehhagel zeigte sich nach dem 0:2 (0:0) gegen Senegal im letzten Härtetest vor der Nominierung des vorläufigen WM-Aufgebots ernüchtert: "Wir haben noch einen Haufen Arbeit zu tun, wenn wir in der WM-Gruppe einigermaßen gut aussehen wollen", sagte er im griechischen Radio und räumte ein: "Der Gegner war besser als wir." Für Senegal trafen in Piräus Mamadou Niang (71.) und Guirane N'Daw (80.).
Hitzfelds Schweizer suchen Form Auch Ottmar Hitzfelds Schweizer steckten auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) einen Dämpfer ein. Nach der Führung durch Gökhan Inler (29./Foulelfmeter) verloren die Eidgenossen mit einigen Nachwuchskräften das Duell gegen WM-Teilnehmer Uruguay 1:3 (1:1). "Wichtig war, gegen Uruguay Erfahrung mit den Jungen zu sammeln, darum bin ich das Risiko eingegangen", sagte Hitzfeld.
Der zweite deutsche Gruppenkontrahent Serbien zeigte beim 3:0 (1:0) gegen die ebenfalls für die WM qualifizierte Auswahl aus Algerien hingegen eine starke Offensivleistung. Der frühere Berliner Marko Pantelic (15.), Zdravko Kuzmanovic vom VfB Stuttgart (55.) und der ehemalige Bremer Dusko Tosic (65.) schossen den verdienten Sieg in Algier heraus.
WM-Gegner Deutschlands Der deutsche WM-Gegner Ghana sucht dagegen noch seine Form für Südafrika. Das Team des Serben Milovan Rajevac gab beim 1:2 (1:1) in Bosnien, das die WM in der Relegation gegen Portugal verpasst hatte, eine 1:0-Führung aus der Hand. Nach dem Treffer durch Sulley Muntari (22.) glich zunächst Hoffenheims Vedad Ibisevic (40.) auf Vorlage von Edin Dzeko (VfL Wolfsburg) aus. Miralem Pjanic (65.) sorgte für den bosnischen Sieg.
Zuvor hatte sich Deutschlands erster WM-Kontrahent Australien für die Asienmeisterschaft im kommenden Jahr qualifiziert. Die "Socceroos" gewannen in Brisbane gegen Indonesien mit 1:0 (1:0). Das Team von Coach Pim Verbeek schloss seine Qualifikations-Gruppe durch das Tor von Mark Milligan in der 42. Minute als Sieger ab und sicherte sich damit die Teilnahme am Kontinental-Turnier im Januar 2011 in Katar.
Südkorea und Niederlande überzeugen WM-Gastgeber Südafrika tritt weiter auf der Stelle. Im WM-Spielort Durban kam der WM-Gastgeber gegen Namibia durch einen Treffer von Katlego Mphela (70.) nur zu einem 1:1 (0:1)-Unentschieden. Der erste WM-Kontrahent von Rehhagels Griechen, Südkorea, konnte hingegen überzeugen: Gegen die Elfenbeinküste gewannen die Asiaten, die bei der WM-Endrunde in Gruppe B auch auf Argentinien und Nigeria treffen werden, mit 2:0 (1:0). Angreifer Dong-Gook Lee (4.) und Tae- Hwi Kwak (90.+2) trafen in London beim Sieg für Südkorea. Die Niederlande präsentierte sich beim 2:1 (1:0) gegen die USA ebenfalls bereits reif für die WM. Für das Team von Bert van Marwijk trafen Dirk Kuyt (39./Foulelfmeter) und Klaas-Jan Huntelaar (72.).
Die nicht für die WM qualifizierte Türkei setzte sich gegen den Endrunden-Teilnehmer Honduras mit 2:0 (1:0) durch. Für den deutschen Gegner in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 trafen Emre Gungor (41.) und Hamit Altintop (55.). "Ich glaube, dass sie eine schwere Zeit gegen Spanien, Chile und die Schweiz haben werden", sagte der Profi von Bayern München mit Blick auf den WM-Debütanten aus Mittelamerika. Berti Vogts, der mit Aserbaidschan in der EM-Qualifikation ebenfalls auf Deutschland treffen wird, konnte mit dem 2:1 (2:1) im Duell der "Fußball-Zwerge" in Luxemberg einen Erfolg feiern.
Die Testspiele am Mittwoch im Überblick Australien - Indonesien 1:0 (1:0) Japan - Bahrain 2:0 (1:0) Armenien - Weißrussland 1:3 (0:0) Mazedonien - Montenegro 2:1 (2:0) Elfenbeinküste - Südkorea 0:2 (0:1) Georgien - Estland 2:1 (1:0) Griechenland - Senegal 0:2 (0:0) Zypern - Island 0:0 Slowakei - Norwegen 0:1 (0:0) Angola - Lettland 1:1 (0:1) Bosnien - Ghana 2:1 (1:1) Nigeria - Kongo 5:2 (3:1) Moldawien - Kasachstan 1:0 (0:0) Malta - Finnland 1:2 (1:0) Türkei - Honduras 2:0 (1:0) Algerien - Serbien 0:3 (0:1) Südafrika - Namibia 1:1 (0:1) Ungarn - Russland 1:1 (1:0) Rumänien - Israel 0:2 (0:1) Luxemburg - Aserbaidschan 1:2 (1:2) Schweiz - Uruguay 1:3 (1:1) Polen - Bulgarien 2:0 (1:0) Österreich - Dänemark 2:1 (2:1) Deutschland - Argentinien 0:1 (0:1) Italien - Kamerun 0:0 Niederlande - USA 2:1 (1:0) Slowenien - Katar 4:1 (3:1) Albanien - Nordirland 1:0 (1:0) Wales - Schweden 0:1 (0:1) Belgien - Kroatien 0:1 (0:0) Schottland - Tschechien 1:0 (0:0) England - Ägypten 3:1 (0:1) Frankreich - Spanien 0:2 (0:2) Portugal - China 2:0 (1:0)
(dpa, N24)
04.03.2010 08:26 Uhr